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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Bussardartige, lat. Buteoninae
Gattung: Adler, lat Aquila

01. Kaiseradler oder östlicher Kaiseradler, lat. Aquila heliaca (früher: Aquila heliaca heliaca)
02. Spanischer Kaiseradler oder Prinzenadler oder Westlicher Kaiseradler, lat. Aquila adalberti (früher: Aquila heliaca adalberti)
03. Steppenadler, lat. Aquila nepalensis (früher: Aquila rapax nepalensis)
04. Unterart: ?-Steppenadler, lat. Aquila nepalensis orientalis
05. Raubadler oder Savannenadler, lat. Aquila rapax (irrtümlich: Aquila nepalensis rapax)
06. Schelladler, lat. Aquila clanga
07. Steinadler (irrtümlich auch Goldadler), lat. Aquila chrysaetos
08. Unterart: ?-Steinadler, lat. Aquila chrysaetos daphanea (früher/irrtümlich: Aquila chrysaetos daphanes) 
09. Kaffernadler oder Verreaux-Adler, lat. Aquila verreauxii
10. Keilschwanzadler, lat. Aquila audax (früher: Uraetus audax)
11. Schreiadler, lat. Aquila pomarina
12. Gurney-Adler oder Molukken-Adler, lat. Aquila gurneyi

 

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (siehe Inhaltsverzeichnis) daraus.

01. Kaiseradler oder östlicher Kaiseradler
lat. Aquila heliaca (früher: Aquila heliaca heliaca)
Siehe entsprechender Titelbeitrag! www.kaiseradler.de/Kaiseradler/kaiseradler.html

02. Spanischer Kaiseradler oder Prinzenadler oder Westlicher Kaiseradler
lat. Aquila adalberti (früher: Aquila heliaca adalberti)
Siehe entsprechender Titelbeitrag! www.kaiseradler.de/Kaiseradler/kaiseradler.html

03. Steppenadler
lat. Aquila nepalensis (früher: Aquila rapax nepalensis)

Der Steppenadler, der häufigste Adler der Welt, ist in 2 Unterarten Aquila nepalensis orientalis (siehe dort) und Aquila nepalensis nepalensis (nachfolgend) untergliedert. Die Unterart Aquila nepalensis nepalensis ist von Kasachstan und Tibet bis zur Mogolei und China in den waldlosen Gebieten, Steppen, offenen und flachen Grassteppen, Steppen, Halbwüsten in Höhen bis zu 4500m verbreitet. Die Steppenadler sind Zugvögel, weil sich die Beute (wie zum Beispiel die Ziesel) über den Winter in den Erdbauten aufgrund der Kälte versteckt. Zum Winterquartier überfliegen sie Höhen von 7900m nach Südasien. Der Bestand wird im europäischen Teil Russlands mit 20.000 Paaren angegeben.

Die Gefiederfärbung reicht von erdbraun bis dunkelbraun bis hellbraun. Im Nacken befindet sich oft ein rostgelb gefiederter Fleck. Die Schnabelwinkel sind gelb und reichen bis unter die Augen. Ansonsten hat der gelbe Schnabel eine grauschwarze Spitze. Die Fänge sind gelb. Der Schwanz ist kurz und gerundet. Die Weibchen (Gewicht: 2,3 bis 4,9 kg) sind grösser als die Männchen (gewicht: 2,5 bis 3,5 kg). Der Steppenadler ist 66 – 79 cm gross.

Zur Nahrung zählen Nagetiere (wie beispielsweise Ziesel), Vögel, Eidechsen, Insekten und Aas.

Das Nest, das einen Durchmesser von 70 bis 120 m hat, befindet sich auf Heuhaufen, Sträuchern, kleinen Bäumen, Mauern und Ruinen in 1 bis 2 m Höhe. Das Nest kann jedoch auch auf einer Sandbank liegen. Beide Elternteile bauen zum Teil ihr Nest jährlich neu. Dieses wird mit Stroh, Gras und Fell ausgepolstert. In dieses Nest legt das Weibchen 1- 3 grauweiss bis weisse Eier, die braungefleckt sind, im April bis Mai hinein. Ausgebrütet werden die Eier in 40 – 45 Tagen vom Weibchen. Nach weiteren 60 Tagen sind die Jungvögel flügge, wobei oft ein Jungvogel stirbt. Beide Elternteile jagen und füttern. Das Alterskleid bildet sich nach ca. 5 Jahren aus. Ein Höchstalter von 41 Jahren konnte festgestellt werden.

Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Zoo Chemniz (linke zwei Fotos), im Tierpark Berlin Friedrichsfelde (mittlere zwei Fotos) und im Vogelpark Steinen (rechte zwei Fotos) gemacht. Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im der Falknerei / Wildpark Potzberg (linke drei Fotos), in der Falknerei Oberfrauenau (bei Zwiesel: mittlere drei Fotos) und auf der Vogelausstellung ORNIKA in Bad Schönborn rechte zwei Fotos) aufgenommen.

Diese Fotos wurden im Wildparadies Tripsdrill gemacht.

greifadlerC05SteppenadlerKleinAuheim

Die linken Fotos wurden in der Falknerei Adlerhorst (erstes Bild) und in der Falknerei Rabenstein (Fläming: folgende zwei) gemacht. Die mittleren Fotos wurden in der Falknerei Schillingsfürst (erstes Bild), in der Adlerwarte Berlebeck (folgendes Bild) und im Zoo Neunkirchen (folgende Foto) gemacht. Die rechten Fotos wurden im Zoo Suhl, im Vogelpark Marlow (folgendes Bild) und in der Falknerei im Erlebnis-Wildpark Klein-Auhein (folgendes Foto) gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Greifvogelstation Heidenheim (links), im Wildpark Hundshaupten (mitte) und dem Zoo Schmiding / Wels (rechts) aufgenommen.

Diese Fotos wurden in der Falknerei Burg Hohenaschau aufgenommen.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Stauferfalknerei Kloster Lorch aufgenommen.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Tierpark Hofgeismar-Sababurg aufgenommen.

04. Unterart: ?-Steppenadler
lat. Aquila nepalensis orientalis

Diese Unterart des Steppenadlers (siehe dort) lebt in den offenen Landschaften und den Steppen in Südosteuropa bis Kasachstan verbreitet. Als Überwinterungsgebiet wird Ostafrika und Südwestasien angegeben.

Zur Nahrung zählen Eidechsen, Nagetiere und Schlagen.

Das Weibchen legt 1 bis 3 Eier.

Dieses Foto wurde im Sächsischen Jagdfalkenhof Schloss Augustusburg aufgenommen.

05. Raubadler oder Savannenadler
lat. Aquila rapax (oder irrtümlich: Aquila nepalensis rapax)

Der Raubadler lebt in den Savannen, Halbwüsten, Steppen, Ebenen, bewaldeten Bergregionen in Höhen bis zu 3000m mit dazugehörenden Tälern und Hochebenen Afrikas, Asiens und Südosteuropas. Als Zugvogel zieht er im Winter ins östliche Afrika, nach Nordindien und Südwestarabien, um dort zu überwintern. Es gibt auch in Afrika einige Standvögel. Der Raubadler existiert in 3 Unterarten (Aquila rapax rapax, Aquila rapax belisarius und Aquila rapax vindhiana) laut neusten wissenschaftlichen Einordnungen in nur noch ganz wenigen Exemplaren. Die Unterart Aquila rapax rapax ist südlich des Äquators in Südafrika (Angola, Kongo bis nach Südafrika) verbreitet. Die Unterart Aquila rapax belisarius lebt nördlich des Äquators in den Berg- und Waldregionen im tropischen Afrika in Morrokko (und nicht(?) mehr in Mauretanien bis Äthiopien, Somalia und bis Südwestarabien?). Die dritte Unterart Aquila rapax vindhiana ist Nordindien, Burma, Assam(?) und den Begalen(?) verbreitet.

Das Gefieder ist je nach Region braun bis dunkelbraun. Die Flügel sind lang und breit. Der Schwanz ist lang und rund. Der gelbe Schnabel hat eine schwarze Spitze. Die Fänge sind gelb. Die Weibchen sind grösser als die Männchen. Der Raubadler ist ca. 66 – 79 cm gross und wiegt zwischen 2,5 bis 3,5 kg.

Zur Nahrung zählen kleine Vögel, Säugetiere, Insekten und Aas. Die Raubadler rauben auch anderen Vögeln die Nahrung, erbeuten auch Flamingos aus einem Flamingo-Schwarm in der Luft und brechen Strausseneier auf.

Das Nest des Raubadlers wird in 3 bis 30 m Höhe in Bäumen angelegt. Das Weibchen legt in dieses von März bis April 1 bis 3 weisse Eier, die braun gefleckt sind. Die Jungen schlüpfen in 45 Tagen aus den Eiern, die das Weibchen allein ausbrütet. Anschliessend füttern beide Elternteile die Jungvögel. Flügge sind sie in 60 bis 70 Tagen.

Die linken Fotos wurden in der Falknerei Adlerhorst, das mittlere Foto in der Deutschen Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg (heute: Deutsche Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg) und die rechten Fotos wurden in der Adlerwarte Kreuzenstein aufgenommen.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei Schillingsfürst gemacht.

Dieses Fotos wurde im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach aufgenommen.

06. Schelladler
lat. Aquila clanga

Der scheue Schelladler lebt in den Wäldern, Seen, Sümpfen, Flüssen und Wiesen in Höhen bis zu 1700m in Osteuropa in Ost- und Nordasien (bis China und Ussurien). Einige, nicht alle, sind Standvögel. Die Zugvögel unter den Schelladlern verlassen im September bis Oktober das Sommerrevier und überwintern in Nordostafrika, Südeuropa, im mittleren Osten, in Nordindien und Kenia und China. Zurück kommen die Schelladler von März bis April in das Sommerrevier. Die Reviergrösse beträgt 15 – 30 km². Im Jahre 2003 wurde ein Bestand von 1.000 bis 1.300 Paare festgestellt.

Das Gefieder ist dunkelbraun bis schwarzbraun. Die Flügelspannweite beträgt 155 – 182 cm. Der graue Schnabel hat eine schwarze Spitze. Die Wachshaut am Schnabel ist gelb. Die Grösse beträgt 60 – 75 cm. Die Fänge sind gelb. Die Weibchen (Gewicht: 2,1 – 3,2 kg) sind grösser als die Männchen (Gewicht: 1,6 – 2,0 kg).

Zur Nahrung zählen Fische, kleine Säugetiere (wie beispielsweise Mäuse, Ratten etc.),  Wasservögel (wie beispielsweise Enten, Reiher), Reptilien und Aas. Es kommt auch vor, dass die Schelladler die Nestkolonien kleinerer Vögel plündern, wie die von Möwen oder Reihern.

Der Schelladler führt seine Balzflüge nach der Ankunft im Brutgebiet im März bis April durch. Das Nest wird in 8 – 12 m Höhe in Bäumen angelegt. Das jährlich benutzte Nest wird jedesmal weiter ausgebaut, vergrössert, erweitert und verbessert. Zusätzlich wird das Nest mit grünen Zweigen und Gras ausgepolstert. Die 2 - 3 schmutzigweissen mit braun bis lila Flecken versehenen Eier, die im Mai bis Juni angelegt werden, wobei das erste Ei am grössten ist, werden in 42 – 44 Tagen vom Weibchen ausgebrütet. Die frisch geschlüpften Jungvögel haben ein weisses bis grauweisses Duhnenkleid. Flügge sind die jungen Schelladler in 60 – 65 Tagen. Während des Brütens füttert das Männchen (auch) das Weibchen. Für die „Ausbildung“ der jungen Schelladler vergehen weitere 20 – 30 Tage. Die jungen Schelladler haben auf der Oberseite weisse bis gelbe Federspitzen auf den Flügeldecken und auf den Schultern sind weisse bis gelbe Tupfer vorhanden. Mit 5 Jahren bilden die Jungvögel eigene Familien.

Diese Fotos wurden in der Falknerei Adlerhorst gemacht.

07. Steinadler (irrtümlich auch Goldadler)
lat. Aquila chrysaetos

Das grosse "Abschlachten" der Steinadler fand in den 20er Jahren in den USA statt. Dort wurden 20.000 Steinadler, ein einziger Pilot "schaffte" 8.000 Steinadler, abgeschossen. In den Alpen wurden 783 Steinadler im Jahre 1920 gezählt, die abgeschossen wurden. Für den grossen Rückgang der Bestände sorgten auch Gifte und Eiersammler. Heute ist der Steinadler vielerorts streng geschützt, so dass sich der Bestand wieder erholte. Weltweit existieren derzeit 5.000 – 6.500 Paare in 6 Unterarten, wobei in es in Europa 5.800 Paare (Stand: 2000) waren. In Deutschland zählte man 2004 50 Brutpaare. Eine Unterart ist die Aquila chrysaetos daphanea (siehe dort).

Der Steinadler, ein Standvogel, ist in den Gebirgen, felsige Regionen, zerklüftetem unbewaldeten und bewaldeten Bergland, Tieflandgebieten, Nadelwäldern, Feuchtgebieten, bis in Höhen von 5500 m, in Steppengebieten, Wüstengebieten, in den Ebenen und an den Meeresküsten Europas, Nordafrikas, Nordamerikas und im mittleren Osten bis nach Nordsibirien und Japan verbreitet. Die Reviere sind je nach Nahrungsangebot 30 – 300 km² gross. Die Steinadler sind in der Regel Standvögel. Nur die jungen Steinadler ziehen oder wandern umher auf der Suche nach einem Revier. Die in Nordamerika lebenden jungen Steinadler ziehen im Winter in den wärmeren Süden. Die Steinadler von Alaska, dort auch die Altvögel, ziehen alle in den Süden. In Zentralasien und im Himalaja sieht es anders aus, denn dort bleiben alle in den Gebieten, wo sie sich auch im Sommer aufhalten.

Das Gefieder ist dunkelbraun. Der Nacken und der Kopf sind ocker bis goldgelb bis hellbraun gefiedert. Die Iris der Männchen ist heller (gelbbraun, rötlichbraun, rotbraun, braun) als die Iris der Weibchen (dunkelbraun). Die Spannweite beträgt zwischen 190 – 242 cm. Die Fänge sind gelb. Die Weibchen (Gewicht: 3,7 – 6,7 kg) sind grösser als die Männchen (Gewicht: 3,2 bis 4,4 kg). Die Grösse beträgt 76 – 102 cm. Der Steinadler wechselt sein Gefieder in zwei Jahren, wobei dann schon die nächste Mauser (wieder) beginnt.

Das Gehöhr des Steinadlers ist so gut, dass er Laute in 100 m Entfernung wahrnehmen kann. Ein Steinadler kann auf 2 km ein sich bewegendes Kaninchen oder einen sich bewegenden Hasen aus 800 bis 1000 m Entfernung erkennen. Der Steinadler kann im Sturzflug dann bis zu 300 km/h schnell werden. Der Steinadler nutzt beim fliegen die Aufwinde und kann so stundenlang ohne eine Flügelschlag mit bis zu 160 km/h oder sogar mit bis zu 200 km/h segeln oder gleiten.

Zur Nahrung zählen mittelgrosse Säugetiere (wie beispielsweise (junge) Hirsche, Gämsen, Rehe, Füchse, Luchse, Igel, Dachse, Wiesel, Ratten, Eichhörnchen, Marder, Feldhasen, Alpenhasen, Hirschkälber, junge Steinböcke etc.), Vögel (wie beispielsweise Tauben, Fasane, Birkhühner, Schneehühner, Auerhühner, Amseln, Dohlen, Rabenkrähen, Spechte, Ammern und Enten), Schlangen (wie beispielsweise Ringelnattern und Kreuzottern), Schildkröten, Fische und Aas. Die Jungvögel ernähren sich in den ersten Jahren fast ausschliesslich von Aas. Der Steinadler jagt von einem Ansitz, zum Beispiel einem Baum, aus, in dem er sich auf die Beute im Sturzflug stürzt. Der Steinadler fliegt im Suchflug über die Berghänge.

Das Nest des Steinadlers wird in der Regel auf Felsvorsprüngen in einer Höhe von bis zu 2000 m, ansonsten auch auf Bäumen in bis zu 12 m Höhe angelegt. Die beiden Steinadler bauen in der Regel mehrere Nester (2-7) an verschiedenen Orten des Reviers. Der Durchmesser beträgt 1,5 bis ca. 3 m. Die Höhe des Nestes kann bis zu 6 m betragen. Ausgepolstert ist das Nest mit Moos, Stroh, Fichtenzweigen und (eigenen ausgerupften) Federn. Das Paar benutzt die Nester abwechselnd. Es gibt sogar ein schottisches Nest, welches 45 Jahre benutzt wurde. Das Weibchen legt ihre 1 bis 3 grauweissen bis weissen Eier, die mit graubraunen bis rotbraunen bis grauen Flecken versehenen sind, im Zeitraum Februar bis April im Abstand von 3 – 4 Tagen. Das erste Ei ist am schwächsten gemustert. Durch die ausgerupften Federn werden die Eier mit einer Körpertemperatur von 41°C bis 42°C in 40 – 45 Tagen zum grössten Teil vom Weibchen ausgebrütet. Das Männchen beschafft in der Regel die Nahrung. Vom Brutgeschehen lassen sich die Steinadler nur schwer abbringen, auch wenn es (wieder erneut) schneit und das Gefieder, wie zum Beispiel die Schwanzfedern, zusammenfrieren sollte. Bei derartigen Witterungsbedingungen beschützt das Männchen das Weibchen in dem es sich über dieses schützend stellt und den Schnee so "abfängt". Die ca. 100 g schweren jungen Steinadler besitzen nach dem Schlüpfen ein flauschig weisses Duhnenkleid. Die Augen werden sofort geöffnet, auch wenn die jungen Steinadler noch nichts erkennen können. In der ersten Lebenswoche benötigen die frisch geschlüpften Steinadler 3 bis 3,5 kg Futter. Zuerst gibt es vom Weibchen kleinste Happen aus Leber oder Herz und später kleine weitere Fleischstücke. In den ersten vier Wochen füttert so das Weibchen die Jungvögel mit Fleischbrocken. Sobald die jungen Steinadler sehen können, hacken sie sich gegenseitig in den Nacken mit dem Schnabel, wobei die grösseren und älteren beginnen auf die kleineren und jüngeren einzuhacken. Der kleinere und schwächere Jungvogel überlebt in der Regel zu 30 bis 50%, aber auch nur dann wenn er mit den Bettelrufen (gegebenenfalls trotz der Verletzungen) nicht aufhört zu schreien, um so an Nahrung zu kommen. Mit 7 Wochen zerteilen die jungen Steinadler die mitgebrachte Beute selbst. Erst dann hören die Kämpfe zwischen den Jungvögeln auf. Das Weibchen schafft während der Aufzucht der Jungvögel die Nahrungsreste und verschmutztes Nistmaterial wieder aus dem Nest.

 Die jungen Steinadler werden durch den Hunger zum ersten Flug nach ca. 65 bis 80 Tagen getrieben. Die Elternvögel fliegen entweder mit dem Futter am Nest vorbei und /oder legen die Beute in der Nest-Nähe auf einen Baum oder einem Felsen gut sichtbar hin. Laut anderen Beobachtungen geht es auch ohne den Futteranreiz, nur aufgrund des Bewegungstriebs der Jungvögel. Die Jungvögel flattern dann meist der Erde entgegen auf die Wiese. Auf diesem Flugweg begleiten die Elternvögel den Nachwuchs zum Schutze vor Turmfalken- und Rabenangriffen. Wiederum andere Beobachter sahen, dass das Weibchen den Jungvogel zum Nestrand drängte und den Jungvogel so aus dem Nest schubste, um den Nachwuchs so zum fliegen zu zwingen. Beobachtet wurde weiter, dass das Weibchen dem Jungvogel beim fliegen lernen half, in dem es sich bei Notwendigkeit unter den flatternden oder hilflosen Jungvogel „legte“ und den Jungvogel so stellenweise auf dem Rücken in der Luft trug. (siehe: „Das Grosse Reader's Digest Tierbuch“!; Unabhängig davon (reine Spekulation) sind die Ausführungen in diesem Zusammenhang der „Bibel“: „Lied des Mose“ (5. „Buch Deuteronomium“ (32,11)) zu sehen). Die Jungvögel folgen bald den Elternvögeln und erlernen das Fliegen und Jagen. Die jungen Steinadler haben mit ca. 70 Tagen ein vollentwickeltes Gefieder. Selbständig sind die jungen Steinadler mit 90 bis 100 Tagen. Die Jungvögel werden von Oktober bis Januar aus dem elterlichen Revier vertrieben. Die jungen Steinadler sind bis schwarzbraun gefiedert und besitzen einen weissen Schwanz mit einer breiten schwarzbraunen Endbinde. Geschlechtsreif werden die Jungvögel mit 4- 6 Jahren. Männchen und Weibchen leben in einer Dauerehe. Ein Höchstalter von 57 Jahren wurde festgestellt.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei Schillingsfürst (links), in der Deutschen Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg (heute: Deutsche Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg; mitte) und im Vogelpark Timmendorfer Strand (rechts) gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei Rabenstein (Fläming) gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden auf dem Adler- und Falkenhof Burg Maus gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Greifenwarte Edersee gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Zoo Kaiserslautern (links), in der Falknerei Adlerhorst (mitte) und im Landesfalkenhof Burg Hohenwerfen (rechts) gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Burgfalknerei Hohenbeilstein (links), im Alpenzoo Innsbruck (mitte) und im Zoo Dortmund (rechts) gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Tierpark Hofgeismar-Sababurg aufgenommen.

08. Unterart: ?-Steinadler
lat. Aquila chrysaetos daphanea (früher / irrtümlich: Aquila chrysaetos daphanes) 

Diese Unterart des Steinadlers (siehe dort) ist in den waldreichen Flusstälern, Gebirgen und Steppen im südlichen Zentralasien, Ostiran, Ostassam bis zum Südhang des Himalajas, bis in die Nordmongolei bis zur Mandschurei und bis Südwest, West- und Zentral-China verbreitet.

Die Unterart ist dunkelste und grösste der Steinadler-Unterarten. Die Stirn und Scheitel sind schwarz. Die Nackenfedern sind kurz und rostfarben. Die dicht und lang befiederten Hosen bedecken zum Teil die Zehen.

Zur Nahrung zählen Säugetiere.

Das Weibchen legt 1 bis 3 Eier.

Diese Fotos oberhalb der Zeilen wurden im Sächsischen Jagdfalkenhof Schloss Augustusburg aufgenommen. Das Foto unterhalb der Zeilen wurde im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach aufgenommen

09. Kaffernadler oder Verreaux-Adler
lat. Aquila verreauxii

Der Kaffernadler, der stärkste Adler Afrikas, lebt als Standvogel in den trockenen Savannen, an den Felsen, Schluchten, Klippen, in den Gebirgen, in unzugängliche Gebirgswäldern bis zu 5.000 m Höhe, in Ost- und Südafrika, im Süden der Sahara, Äthiopien, Angola, Sudan, Somalia bis nach Südafrika. Es gibt auch in Europa bis Südarabien in Israel, Sinai, Südwestjordanien ganz wenige (verirrte) Paare / Exemplare. Die Reviere sind je Nahrungs- und Verbreitungsgebiet 10 km² bis zu 200 km² gross.

Das Gefieder ist gelbbraun bis schwarzbraun und wird im Alter dunkelbraun bis schwarz. Die Iris ist braun. Die Schultern enthalten zwei weisse Rückenbinden oder ein weisses Feld, das einem „V“ gleicht. Die Schwanzwurzel ist weiss. Die weissen Binden auf den Flügeln sieht man im Flug. Die Kaffernadler sind ca. 80 – 96 cm gross. Die Fänge sind gelb. Die Männchen sind schwerer als die Weibchen.

Zur Nahrung zählen grosse Vögel und grosse Säugetiere, wie beispielsweise Antilopen, Klipp- und Steppenschliefer, Schafe, Affen, Eichhörnchen und Hasen.

Die Kaffernadler fliegen ihre Kreisflüge bezüglich der Balz einzeln oder paarweise. Dabei ist das Fliegen von Schleifen zum Teil mit Loopings vom 9 bis 15 Uhr (in den Metapo-Bergen von März bis Mai) zu beobachten. Die Begattung erfolgt auf einem Felsen oder im Nest. Dabei landet zuerst das Weibchen auf einem Ast in der Nestnähe oder auf dem Felsen und das Männchen landet dann auf dem Weibchen. Bis zum Schlupf der Jungvögel werden die Begattungen durchgeführt.

Das Weibchen legt ihre 1 bis 3 weissen Eier von März bis Dezember (je Region über auch das ganze Jahr) auf Felsen oder an Klippen. Das Nest kann einen Durchmesser von bis zu 2 m und eine Höhe von bis zu 4 m haben. Die Paare brüten je Verbreitungsgebiet und Nahrungsangebot bis zu 1 km zusammen (oder "auseinander"). Die jungen Kaffernadler, die von beiden Elternteilen ausgebrütet werden, schlüpfen im Abstand von 3 bis 4 Tagen in ca. 43 bis 47 Tagen. Flügge werden die Jungvögel in 84 bis 99 Tagen. Das Männchen beschafft in der Regel die Nahrung. In der Regel tötet der stärkere Jungvogel das Schwächere oder soll auch heissen: von 3 jungen Kaffernadlern überleben meist nur 2 Jungvögel. Betreut werden die Jungvögel nach den flügge werden noch ca. 6 Monate. Das Gefieder der Jungvögel ist rötlich bis dunkelbraun auf der Oberseite. Die Unterseite ist dunkler als der Oberseite. Ein Grossteil der gebänderten Flügel ist dunkelbraun bis schwarzbraun. Die Federn auf dem Unterrücken sind weiss und haben braune Spitzen. Das Alterskleid ist im 5. Lebensjahr voll vorhanden.

Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden in der Greifvogelwarte Landskron und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Greifvogelpark Grafenwiesen gemacht.

10. Keilschwanzadler
lat. Aquila audax (früher: Uraetus audax)

Der Keilschwanzadler, der grösster Adler Australiens, lebt als Standvogel in den Savannen, offenen Wäldern, offenen Bergwäldern, Halbwüsten und offenen Landschaften in der Unterart Aquila audax audax in Australien und Neuguinea und in der Unterart Aquila audax fleayi in Tasmanien. Die Reviergrösse beträgt 20 - 44 km². Der Keilschwanzadler wurde in den letzen Jahren aus Unkenntnis der Ernährungsgewohnheiten, aufgrund eines Kopfgeldes und auch aufgrund des Erbeutens kleiner Schaffe in den Jahren 1950 bis 1959 regelrecht abgeschlachtet. 120.000 Keilschwanzadler verloren ihr Leben.

Das Gefieder ist schwarzbraun. Der Nacken ist braun über gelbbraun bis rotbraun gefiedert. Ein Teil der Flügeldecken und des keilförmigen Unterschwanzes ist braun bis rotbraun gefiedert. Der Keilschwanzadler kann seine Nackenfedern aufstellen, so dass alle Federn des Hinterkopfes rund um das Gesicht abstehen können. Die Iris ist braun. Die Beine sind befiedert. Die Fänge sind weissgelb bis gelb. Der Keilschwanzadler wird 80 bis 106 cm gross und wiegt zwischen 2,5 und 5 kg. Die Weibchen sind grösser als die Männchen und haben einen längeren Schwanz. Den Ruf hört man ca. 500 m weit. Die Unterart Aquila audax fleayi besitzt einen hellbraunen Nacken.

Zur Nahrung zählen Säugetiere (wie z.B. Kängurus (Rote, Braune und Berg-Kängurus und junge Riesenkängurus), Kaninchen, Hasen, kleine Schafe, Wallabies, Dingos), kleine Vögel (wie z.B. kleine Sittiche, Tauben, Reiher, Krähen), Schlangen, Eidechsen und Aas. Die Keilschwanzadler jagen mitunter in Paaren. Auch kleine Gruppen von bis zu 25 Adlern, die gemeinsam jagen, wurden beobachtet. Nur während der Brutzeit sind die Keilschwanzadler nicht so gesellig.

Die Keilschwanzadler fliegen ihre Balzflüge das ganze Jahr, jedoch am häufigsten ca. 3 Monate vor der Ei-Ablage. In der Luft kreist das Männchen über dem Weibchen. Das Männchen stürzt dabei auf das Weibchen und dreht kurz zuvor wieder ab oder das Weibchen dreht sich auf den Rücken und beide berühren sich mit den Fängen. Auch wurde beobachtet, dass das Männchen Sturzflüge in Etappen von jeweils 50 bis 70 m durchführt. Die Begattung erfolgt auf einem Ast, im Nest oder auf einem Felsen. Das Keilschwanzadler-Weibchen duckt und streckt sich. Das Männchen springt auf das Weibchen und vollzieht die Begattung in ca. 5 bis 10 Sekunden. Nach der Begattung (und auch zuvor) wird gegenseitig das Gefieder gepflegt.

Das Weibchen legt ihre 1 – 3 weissen bis gelblichen Eier, die braun und rot gefleckt sind, von Juli bis September in ein Nest, das in 1,2 m hohen Büschen und Sträuchern oder grossen hohen Bäumen in 6 bis 15 m Höhe oder auf Felsklippen befindet. Dieses Nest wird mehrere Jahre verwendet und regelmässig erweitert und ausgebaut. Beide Altvögel brüten die Jungvögel in 40 bis 45 Tagen aus. Sollte nur das Weibchen ausbrüten, beschafft das Männchen das Futter. Ansonsten lässt sich das Weibchen nur sehr kurz vom Männchen ablösen. Flügge sind die jungen Keilschwanzadler in 70 bis 90 Tagen. Die Jungvögel sind braun bis rotbraun gefiedert. Der Nacken und die Schultern sind jedoch heller (gold bis rotbraun) gefiedert. Oft tötet der erstgeborene Jungvogel den jüngsten und kleinsten Jungvogel. Auf Störungen bei der Aufzucht der Jungvögel durch Beobachter oder Ornithologen reagiert der Keilschwanzadler empfindlich, was bis zum Verlassen des Nestes mit den Jungvögeln führen kann. Das zum Knochenbau wichtige Kalzium bekommen die Jungvögel durch die erbeuteten Wirbeltiere. Es gibt grosse regionale Unterschiede in der Gefiederfärbung (bei den Oberköpfen bei den Männchen bis rostrot und bei den Weibchen bis gelbbraun). Die Jungvögel werden bis zur Selbständigkeit von den Altvögel gefüttert. Aufgrund der langen Aufzucht der Jungvögel brüten die Keilschwanzadler nur alle 2 Jahre. Die Altvögel leben in einer Dauerehe. Ein Höchstalter von 25 Jahren konnte festgestellt werden.

Das linke und das mittlere Foto wurden in der Adlerwarte Berlebeck und die rechten Fotos in der Greifvogelzuchtstation Hagenbachklamm gemacht.

Mit freundlicher Genehmigung von Martin Tschupp, http://home.fotocommunity.de/martintschupp , konnte dieses Foto eines jungen Keilschwanzadlers verwendet werden.

11. Schreiadler
lat. Aquila pomarina

Der Schreiadler, der kleinste europäische Adler, ist in Zentraleuropa bis zur Ukraine bis nach Nordiran in den Mischwäldern, trockenen Bergwäldern, in Höhen bis zu 2200m, in gewässerreichen Gebieten, in den Feuchtgebieten und Sümpfen, strukturreichen Waldrändern und offenen Gebieten verbreitet. Circa 16.500 (eher 30.000) bis 35.000 Paare (2003) lebten weltweit. In Deutschland sank der Bestand auf 120 Paare im Jahre 2004. Im Jahre 2008 wurden 82 Schreiadler-Paare in Mecklenburg-Vorpommern und 22 Schreiadler-Paare in Brandenburg gezählt. Als Zugvögel ziehen die Schreiadler mit einer Reisegeschwindigkeit von ca. 77 km/h von August bis September nach Ost- und Südafrika (Sambia, Simbabwe bis Südafrika) bis Südwestasien und kehren dann im März bis April wieder zurück. Die Wegstrecke zum Überwinterungsgebiet beträgt ca. 10.000 km. Der Schreiadler wird auch aufgrund seines lateinischen Namens regional? als Pommernadler bezeichnet.

Der Schreiadler hat ein hellbraunes bis braunes Gefieder. Der Rücken, der Schwanz und die Schwingen sind schwarzbraun abgesetzt. Die Flügel sind breit und lang. Der Kopf ist hellbraun gefiedert. Der Schnabel ist schwarz und klein. Die Iris der europäischen Unterart ist gelb und die Iris der asiatischen (indischen) Unterart ist gelbbraun bis braun, dass heisst genauso genommen: Das asiatische Männchen hat eine helle und das Weibchen eine dunkle Iris. Die Flügelunterseite ist gelblichbraun gefiedert und es zeigen sich helle Flecken. Auf der Schwanzoberseite befindet sich ein weisses Band. Die Fänge sind gelb. Die Grösse des Schreiadlers beträgt zwischen 57 – 69 cm und das Gewicht beträgt zwischen 1,0 bis 1,5 kg bei den Männchen und 2,3 kg bei den Weibchen. Männchen und Weibchen sind gleich gefiedert. Eine sehr seltene rostgelbe Variation existiert auch.

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere (Mäuse, Wühlmäuse), Schlangen, kleine Vögel, Insekten und Frösche. Der Schreiadler stürzt mitunter aus 100 m Entfernung auf seine Beute.

Die Balz des Schreiadlers erfolgt April bis Mai. Das Schreiadler-Männchen fliegt entweder allein oder mit dem Weibchen und dabei wird sich kreisend nach oben geschraubt. Es folgt das hinunterfallen lassen, dem dann anschliessend der erneute Wiederaufstieg folgt.

Das Weibchen legt ihre 1 - 3 schmutzigweissen Eier, die mit braunen bis lila Flecken versehen sind, im Abstand von 3 bis 4 Tagen von April bis Juni in ein 4 bis 30 m hoch angelegtes Nest, das sich auf einer Eiche, Rotbuche oder Schwarzerle befindet. Das Nest wird immer wieder benutzt und dabei auch jedes Mal ausgebaut, vergrössert, erweitert und verbessert. Zusätzlich wird es mit grünen Zweigen und Gras ausgepolstert. Dort brütet das Weibchen die Eier, wobei das erstgelegte Ei am grössten ist, in 38 – 43 Tagen aus. Flügge sind die jungen Schreiadler nach ca. 48 – 58 Tagen. Auch nach dem die jungen Schreiadler das Nest verlassen haben, werden sie noch weitere 20 – 30 Tage, bis sie selbst jagen können, betreut. In der Natur jedoch überlebt meist nur der erste und stärkere Jungvogel, weil er den zweiten attackiert, verletzt, erdrückt und tötet. Der ältere Jungvogel unterdrückt zum Beispiel den jüngeren Jungvogel, in dem er auf ihn hinaufklettert, das Füttern verhindert, ihn einschüchtert und bekämpft. Die Jungvögel haben grosse runde weiss- bis ockergelber Flecken oder Tropfen auf den Flügeln. Diese Flecken bilden zwei Bänder auf den Flügeloberseiten. Des Weiteren besitzen sie einen dunkelbraunen bis rostfarbenen Nackenfleck. In der Literatur findet man bezüglich der Geschlechtsreife eine Spanne zwischen 3 und 5 Jahren. Die Eltern leben in einer Dauerehe. Ein Höchstalter von bis zu 26 Jahren wurde festgestellt.

Die Fotos (oberhalb dieser Zeilen) wurden im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach gemacht. Die Bilder (unterhalb dieser Zeilen) wurden in der Falknerei Schillingsfürst aufgenommen.

Das linke Foto wurde in der „Erlebnis Tierwelt Altmühltal“ (bei Eichstätt) und das obere Foto in der Adlerwarte Kreuzenstein aufgenommen.

12. Gurney-Adler oder Molukken-Adler
lat. Aquila gurneyi

Der Gurney-Adler ist in den Urwäldern, Küstenwäldern, Tieflandwäldern, Regenwäldern, in Höhen bis zu 1500m, in Neuguinea, den Molukken und den benachbarten Inseln verbreitet.

Das Gefieder ist schwarzbraun. Die Iris ist gelb. Der lange Schwanz ist gerundet. Die Grösse des Gurney-Adlers beträgt 66 – 76 cm. Die Fänge sind gelb. 

Die braun gefiederten Jungvögel haben einen rotbraunen Nacken und einen rotbraunen Hinterkopf. Der Bauch und die Beine sind hellbraun gefiedert.

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