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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Altweltgeier, lat. Aegypiinae zu dieser Unterfamilie gehören die Gattungen: Aegypius, Gyps (Gänsegeier), Gypaetus, Neophron, Necrosyrtes, Trigonoceps, Sarcogyps, Pseudogyps (Truggeier), Gypaetus, Gypohierax
11. Kapgeier oder Fahlgeier, lat. Gyps Coprotheres 12. Schmutzgeier, lat. Neophron Percnopterus 13. Kappengeier, lat. Necrosyrtes Monachus 14. Kuttengeier oder Mönchsgeier, lat. Aegypius Monachus
15. Wollkopfgeier, lat. Aegypius Tracheliotus oder lat. Trigonoceps Occipitalis 16. Lappengeier oder Kahlkopfgeier, lat. Sarcogyps Calvus oder (!) Aegypius Calvus 17. Geierseeadler oder Palmgeier oder Palmnussgeier oder Geierfischadler oder Angolageier, lat. Gypohierax Angolensis
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen
1” (www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_1/greifvogel___eulen_1.html) befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de, genau: www.kaiseradler.de/uber_mich___Kontakt/uber_mich___kontakt.html)
jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung,
Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (Inhaltsverzeichnis: www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_A/greifvogel___eulen_a.html) daraus.
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11. Kapgeier oder Fahlgeier lat. Gyps Coprotheres
Der Kapgeier ist an den Küsten und in den Ebenen in Südafrika, Simbabwe und Zaire mit einem Bestand von 8.000 Exemplaren im Jahre 2000 (wovon 3000 Paare dabei sind) verbreitet. Der
Kapgeier wird auch als Unterart des Gänsegeiers angesehen.
Die Unterseite ist weiss bis sehr hellweissgelbbraun gefiedert. Die Oberseite ist hellbraun bis graubraun gefiedert. Die Flügel haben braune Arm- und
Handschwingen. Insgesamt kann das Gefieder auch hellgelb wirken. Bis zu den Flügelspitzen und bis zum Schwanz wird das Gefieder dunkelbraun bis graubraun. Der Hinterhals und der Hinterkopf sind weiss bis grau bis
hellbraun gefiedert. Der Kopf ist an den Seiten blaugrau und die Kopfoberseite ist graubraun. Der Schnabel ist schwärzlich. Der federlose Vorderhals ist blaugrau bis blauschwarz. Die Fänge sind blaugrau bis schwarz.
Die Länge beträgt 95 bis 110 cm und das Gewicht liegt zwischen 7 und 11 kg.
Zur Nahrung zählt Aas. Es werden jedoch auch lebende Tiere angegriffen.
Die Kapgeier brüten Kolonien. Das Nest befindet sich
auf einem hohen Baum oder einem steilen Felsen. Das Weibchen legt im Januar ein Ei, welches von beiden Elternteilen in 52-53 Tagen ausgebrütet wird. Der Jungvogel hat eine braun bis rotbraune Unterseite und eine
braun bis dunkelrotbraune Oberseite. Der jungen Kapgeier verlässt das Nest mit 80-90 Tagen. Mit ca. 105 Tagen kann der junge Kapgeier fliegen.
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12. Schmutzgeier lat. Neophron Percnopterus
Der Schmutzgeier, der kleinste europäische Geier, lebt im offenen Gelände (mit verstreutem Bewuchs), Grasland, an Klippen, in den trockenen Regionen, bergigen Landschaften, in Höhen
bis zu 4000 m, Wüstenrandzonen in Nord-, Zentral- und Ostafrika über Südeuropa bis zum Mittleren Osten und in den Savannen des tropischen Afrikas und Indiens. Es leben noch ca. 5.000 - 12.000 Paare weltweit, wobei
es in Europa 1534-1649 Paare (im Jahre 2004 gezählt) sind. Die Tendenz ist rückläufig. Viele Schmutzgeier fliegen von September bis Oktober ins Winterquartier und kommen im März bis April zurück. Das Winterquartier
ist in Afrika (südlich der Sahara; auch in den Wüsten und Halbwüsten), auf der arabischen Halbinsel, in Indien und im Mittelmeerraum oder Spanien. In diesem Zusammenhang wurde auch beobachtet, dass einige Jungvögel
erst im Erwachsenenalter von 5 Jahren zurückkehren. Die Strecke ins Überwinterungsgebiet fliegen die Schmutzgeier in kleinen Gruppen. Die in Südiran, Indien, Pakistan, Zentralafrika und der arabischen Halbinsel
lebenden Schmutzgeier sind Standvögel. Die Nacht wird zum Teil (so Beobachtungen) in kleinen Gruppen von 20 bis 50 Vögeln verbracht. Die nicht besonders geselligen Schmutzgeier, die in der Regel allein oder mit
Partner anzutreffen sind, sind nur bei ausreichender Beute in kleinen Gruppen von 10 bis 20 Vögeln anzutreffen. Bezüglich der Schmutzgeier wurde beobachtet, dass diese sich in Schlafgemeinschaften von 20 bis 50 (bis
zu 200?) Einzelvögeln zusammengesellen.
Das gesamte Gefieder ist (schmutzig)weiss. Die Schwungfedern sind schwarz gestreift. Die Flügelenden sind schwarz. Die Flügelspannweite beträgt 150 - 170 cm. Der Schwanz ist
keilförmig. Das “Gesicht” ist gelb. Der Schnabel ist gelb. Mit seinen Augen erkennt der Schmutzgeier 4 - 8 cm kleine Gegenstände aus einem km Entfernung. Die Fänge sind kräftig. Das Weibchen ist grösser
als das Männchen. Das Gewicht beträgt ca. 1,8 - 2,4 kg. Die Grösse beträgt 53 - 66 cm. Der Schmutzgeier existiert in zwei (oder inzwischen drei?) Unterarten. Die in Europa und Afrika lebende Unterart Neophron
Percnopterus Percnopterus hat eine braune bis schwarze Schnabelspitze und fleischfarbene oder blassgelb bis blasslilane Fänge, während die in Indien, im Himalaja lebende Unterart Neophron Percnopterus Ginginianus eine helle bis gelbe Schnabelspitze hat, gelbe Fänge hat und kleiner ist.
Zur Nahrung zählen Eier bis zur Grösse von Strausseneiern. Die Eier “öffnet” der Schmutzgeier unter Verwendung von Steinen. Entweder wird das Ei in den Schnabel genommen und mehrfach auf einen
Stein fallen gelassen bis es zerbricht oder bei grossen Eiern (Stausseneiern) wird ein 200 g bis 300 g (laut einer Beobachtung: ca. 900 g) schwerer Stein in den Schnabel genommen und aus grosser Höhe auf das
(Straussen)ei fallen gelassen.
Zur Nahrung, es werden zum Teil viele km geflogen, zählen des weiteren auch kleine Vögel (junge Flamingos), Säugetiere (wie Mäuse, Kaninchen, Ratten), Schlangen, Fische, Frösche,
Insekten, Insektenlarven, Echsen (Eidechsen), Käfer, Termiten, Früchte (wie beispielsweise Datteln), Gemüse, Schnecken, Abfälle, Aas und Kot. Aufgrund seines spitzen Schnabels kommt er sogar an die Aasreste, an die
die grossen Ohren-, Sperber- und Weissrückengeier nicht herangelangten. Auch auf Müllplätzen ist der Schutzgeier anzutreffen.
Das zum Teil mehrfach benutzte Nest wird von beiden Elternvögeln gebaut und mit
Nistmaterial ausgepolstert. Es wurde auch beobachtet, dass die Schmutzgeier zur Aufzucht verlassene Nester (von Greifvögeln) verwenden oder in Gebäuden brüteten. Das Nest befindet sich in auf felsigem Gelände, in
den Höhlen oder in den Nischen der Felsen. Das Nest kann sich auch an (unzugänglichen) Feldwenden befinden. Die Schmutzgeier brüten in der Regel in grossen Gruppen oder Kolonien oder aber auch einzeln. Das Weibchen
legt die Eier im November in Nigeria, im Dezember in Südafrika, von Dezember bis März auf den Kapverden, von (z.T. Februar) März bis April in Europa bis Nordafrika, von Januar bis April in Indien, von Januar bis Mai
in Somalia, Oberägypten und Sudan, von Mai bis Juli in Kenia und vor und während der Trockenzeit im tropischen Afrika im Abstand von 2 bis 4 Tagen. Die 1 - 3 gelblichweissen Eier sind rostbraun, rotbraun, rötlich,
mehr oder weniger rotbraun, violett gefleckt. Ausgebrütet sind die Eier von beiden Elternteilen in 42 bis 45 Tagen. Die Jungvögel werden von beiden Elternteilen zuerst in den ersten Tagen mit Vorverdauter Nahrung
gefüttert. Das weisse Duhnenkleid wechselt im Alter von 3 Monaten in ein braunes Gefieder. Flügge sind in die jungen Schmutzgeier in 70 - 95 Tagen. Meist jedoch überlebt nur ein Jungvogel. Geschlechtsreif werden die
Schmutzgeier im 4 bis 5. Lebensjahr. Die braunen Jungvögel erhalten im 5. Jahr ihr weisses Gefieder. Ein Höchstalter von 20 Jahren konnte festgestellt werden. Weibchen und Männchen leben in einer Dauerehe.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Tiergarten Nürnberg und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Tiergarten Schönbrunn (Wien) gemacht.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Zoo Darmstadt und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Zoo Berlin (Tiergarten) aufgenommen.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden in der Deutschen Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg (heute: Deutsche Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg)
und unterhalb dieser Zeilen in der Falknerei Schillingsfürst (Links), im Zoo Schmiding / Wels (Mitte) und im Wildpark / Falknerei Potzberg (Rechts) gemacht.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Alpenzoo Innsbruck gemacht.
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13. Kappengeier lat. Necrosyrtes Monachus
Der Kappengeier lebt als Standvogel in den Wüsten, Savannen, in den Waldrändern, zum Teil in den Regenwäldern und Siedlungen in Ost- und Westafrika südlich der Sahara in Sudan,
Äthiopien und Angola in 2 Unterarten.
Das Gefieder ist braun bis schwarzbraun. Die Unterart Necrosyrtes Monachus Monachus hat einen gräulichbraunen Hinterkopf und Nacken. Der Kopf und der Hals sind nackt und bläulichrot
bis rötlich. Die Iris ist braun. Die Flügel sind an den Handschwingen schwarzbraun gefiedert. Unterseite ist lichtdunkelbraun. Die Beine sind lichtbleigrau. Die andere Unterart Necrosyrtes Monachus Pileatus ist dunkler gefiedert und hat einen bläulicheren nackten Kopf und Hals. Die Fläche um die Augen ist federlos und rosafarben. Die Flügelspannweite beträgt 170 - 182 cm. Das Gewicht beträgt 1,5 bis 2,6 kg. Die Grösse beträgt 61 bis 70 cm.
Zur Nahrung zählen die Aas-Reste, die die grossen Geier übrig gelassen haben. Der Kappengeier frisst kleine tote Tiere, die er an allen Stellen einsammelt und ist auch an den Müllplätzen und
Schlachthöfen anzutreffen. Der Kappengeier erbeutet Heuschrecken, Eidechsen, Ratten, Frösche, Würmer, Schnecken, Termiten und Insekten.
Die Kappengeier sind Koloniebrüter. Das mit Haaren und Blättern ausgepolsterte Nest befindet sich in 1 bis 40 m hohen Affenbrotbäumen, Hegligbäumen, Borassuspalmen, Flötenakazien oder anderen
Bäumen oder an den Klippen. Das Weibchen legt von April bis Juni im südlichen Afrika, von April bis Oktober (aber auch schon im Januar) in Kenia und Uganda, von August bis September in Malawi, von Dezember bis März
in Westafrika und von November bis April in Somalia, Sudan und Eritrea ihr Ei. Das Ei wird vom Weibchen grösstenteils allein in ca. 46 Tagen oder 6,5 Wochen ausgebrütet. Das Männchen beschafft in dieser Zeit die
Beute. Der Jungvogel klettert nach 3,5 Monaten bereits in der Umgebung umher. Fliegen jedoch kann er erst später (einige Wochen vergehen noch). Kappengeier leben in einer Dauerehe.
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Die Fotos links wurden im Tierpark Berlin Friedrichsfelde (erste drei), dann im Vogelpark Timmendorfer Strand (folgendes Bild) und in der Adlerwarte Niederwald (folgendes Bild) gemacht. Die
mittleren Fotos wurden im Zoo Berlin / Tiergarten (erste vier) und in der Adlerwarte Berlebek (folgendes Bild) gemacht. Die rechten Fotos wurden in der Falknerei Burg Obernberg (erste zwei) und in der Bayerischen
Jagdfalknerei Schloss Tambach (folgende drei) gemacht.
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14. Kuttengeier oder Mönchsgeier lat. Aegypius Monachus
Der Kuttengeier ist in den offenen Landschaften, Gebirgen, Hochsteppen, Gebirgsregionen, Südeuropas, Kleinasiens, Zentralasiens auf der Iberischen Halbinsel, in Spanien,
Griechenland, Türkei, Marokko, Westchina, Afghanistan und der Mongolei verbreitet. Im Jahre 2004 wurden in Europa 1452-1470 Brutpaare gezählt. Die in Indien, Korea, Sudan, China, Burma und Japan lebenden Kuttengeier
sind Zugvögel. Die Kuttengeier treten einzeln oder als Gruppe auf.
Das Gefieder ist schieferbraun bis dunkelbraun bis schwarzbraun. Die Fänge sind hellgrau. Die Zehen sind hell. Die Krallen sind schwarz. Der Kopf ist hellgrau und nackt. Ein dunkler Ring
befindet sich um die Augen. Die Iris ist schwarz. Schwanz ist keilförmig. Die Halskrause ist dunkel wie das Gefieder. Die Flügel sind lang und breit. Die Flügelspannweite beträgt 250 - 295 cm. Männchen und Weibchen
sind gleich gefärbt. Das Gewicht beträgt 6,9 kg bis 12,5 kg. Der Kuttengeier ist 99 - 110 cm gross.
Zur Nahrung zählt Aas. Auch erbeutet er kleine Hasen, kleine Schafe und Schildkröten.
Zur Balz beknabbern sich beide Kuttengeier gegenseitig die Köpfe. Die Kuttengeier brüten allein oder in Kolonien. Das grosse Nest, das jedes Jahr erneut benutzt wird, wird von beiden in
“Dauerehe” lebenden Elternvögeln ausgebessert, so dass es Abmasse von 3 m Höhe und 1,8 m Breite haben kann. Das Weibchen legt das weiss bis schmutzigweisse mit rotbraunen bis braunen Flecken versehene Ei
(selten 2) im März bis April in das Nest. Das Ei wird in 50 - 56 Tagen ausgebrütet. Aufgezogen wird der junge Kuttengeier in 90 - 120 Tagen. Gefüttert wird der Jungvogel mit vorverdauter Nahrung aus dem Kropf.
Danach erlernt der junge Kuttengeier in den kommenden 2 Monaten das Jagen von Schlangen, kleinen Säugetieren und Lurchen. Der Jungvogel hat ein sehr dunkelschwarzbraunes Gefieder mit einem dunklen Kopf.
Geschlechtsreif wird der Jungvogel in 5 – 6 Jahren. Im Jahre 1980 wurde der Kuttengeier zuerst im Tiergarten Berlin gezüchtet.
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Die linken Foto (erste drei) wurden im Zoo Dresden und in der Falknerei Adlerhorst (folgendes Bild), in der Deutschen Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg (heute: Deutsche
Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg) (folgendes Bild), in der Greifenwarte Edersee (folgende zwei) und im Falkenhof Schütz (Kranichfeld: folgendes Bild) gemacht. Die Fotos in der
mittleren Spalte wurden in der Falknerei Schillingsfürst (erste zwei), im Tierpark Berlin Friedrichsfelde (folgende drei) und im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach (letztes Bild) gemacht. Die Fotos auf
der rechten Spalte wurden im Zoo Wuppertal (erste sechs Bilder) und im Renaissancefalkenhof Rosenburg (am Kamp) (folgendes zwei) aufgenommen.
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15. Wollkopfgeier lat. Aegypius Tracheliotus oder lat. Trigonoceps Occipitalis
Der Wollkopfgeier ist als Einzelgänger in den Trockengebieten, den Wüsten, offenen Gebieten und Steppen, in den waldlosen Gebieten südlich der Sahara in Afrika bis zur
Sahara, in Zentralafrika verbreitet.
Das Gefieder ist schwarzbraun. Der Kopf kurz weiss gefiedert. Der Hinterkopf ist grau. Die Haut um die Augen ist hellrosa. Die Iris ist braun bis braungelb. Der Schnabel ist
bleifarben und an der Schnabelspitze rot bis rosa. Die Unterschenkel sind weiss gefiedert. Die Fänge sind rosa. Die Grösse des Wollkopfgeiers beträgt 76 – 85 cm und sein Gewicht beträgt ca. 2,4 bis
5,3 kg.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere bis zur Grösse von (jungen) Antilopen, Heuschrecken, Termiten, Perlhühner, Flamingos, Eidechsen und auch Aas. Auch trinkt der Schmutzgeier
regelmässig Wasser.
Das Weibchen legt ihr weisses mit braungrauen Flecken versehenes Ei in das ca. 7 m hohe auf Affenbrotbäumen oder Akazienbäumen befindende Nest im November bis Dezember im Sudan, im
Oktober bis März in Somalia, im Juni bis Juli in Kenia, im Mai bis August in Malawi, Sambia und Südafrika und im August in Usambara, dass dann von ihr in 42 bis 43 Tagen ausgebrütet wird. Die dunkler
gefiederten Jungvögel bleiben über 100 Tage im Nest.
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Die oberen Fotos wurden im Zoo Berlin Tiergarten (links), in der Deutschen Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg, heute: Deutsche Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen,
Burg Guttenberg und der Deutschen Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg, früher: Deutsche Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg (mitte) und im Greifvogelpark Buchs gemacht. Die unteren
Fotos wurden in der Adlerwarte Niederwald (links), im Tierpark Berlin Friedrichsfelde (mitte) und in der Adlerwarte Berlebeck (rechts) aufgenommen.
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16. Lappengeier oder Kahlkopfgeier lat. Sarcogyps Calvus oder (!) Aegypius Calvus
Der Lappengeier ist im Dschungel, in dichten Wäldern, in offenen mit Sträuchern versehenen Wüstensteppen, in den Ebenen, in den kultivierten Steppen in Laos, Indien,
Burma, Nepal, Himalaja, Thailand und auf der Malayen-Halbinsel verbreitet.
Der Kopf und der Hals sind rot und ungefiedert. Die Iris ist hellgelblich (beim Männchen) und braun bis dunkelbraun (beim Weibchen). Am Hals hat der Lappengeier links und rechts je
einen roten Hautlappen. Das Gefieder ist dunkelbraun bis schwarz. Auf den Unterschenkeln und der Unterseite befinden sich weisse Flecke. Die Fänge sind rot. Die Grösse beträgt 71 bis 84 cm und das
Gewicht beträgt zwischen 3,6 und 5,4 kg.
Die Nahrung besteht aus Aas. An den Stadträndern verhindert er durch das Auffressen des Aases die Ausbreitung von Krankheiten und Infektionen.
Das Nest befindet sich in 1 bis 35 m Höhe auf hohen Bäumen. Das Weibchen legt das weissgrüne Ei im Zeitraum Januar bis April in Indien und Burma (oder im Dezember), das dann von
beiden Elternteilen in ca. 45 Tagen ausgebrütet wird. Der Jungvogel ist braun gefiedert und bekommt mit 5 bis 6 Jahren sein Alterskleid. Die Lappengeier leben paarweise. Sie werden einzeln oder in
kleinen Gruppen angetroffen.
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17. Geierseeadler oder Palmgeier oder Palmnussgeier oder Geierfischadler oder Angolageier lat. Gypohierax Angolensis
Der Palmgeier, der kleinste Geier, lebt als ungeselliger Standvogel in den Wäldern, in den Mongrovensümpfen, in den feuchten Savannen, an den Seen und Flüssen in der
Nähe der Öl- und Raphia-Palmen im tropischen Afrika, von Kenia, Sudan, Ghana bis Natal, Mocambique bis zur Kap-Spitze und auch in Höhen bis zu 2000m. Der Palmgeier ist auch im Agrarland anzutreffen.
Der Kopf, der Hals, die Unterseite, die Unterschenkel, der Oberrücken und die Schultern sind weiss gefiedert. Der grosse Teil der Flügel und der Oberschwanz sind schwarz gefiedert.
Der Schwanz hat jedoch auch dann wieder eine breite weisse Endbinde. Die Iris ist gelb bis hellorange und die Augen sind rosa umrandet. Die Grösse beträgt ca. 56 – 65 cm und das Gewicht beträgt 1,3
– 1,8 kg.
Zur Nahrung zählen hauptsächlich die Nüsse der Öl- und Raphia-Palmen, Datteln und andere Früchte. Bezüglich seiner Nahrung zieht der Palmgeier (auch) in der Umgebung umher. So werden
auch Insekten, Krabben, Muscheln, Schnecken, Fische, Frösche, Vögel, Säugetiere und Aas gefressen.
Die Brutzeit ist je Region verschieden. Gelegt werden die Eier zum Beispiel von Dezember bis Februar in Westafrika, im Mai bis Juli in Angola, im Juli in Uganda, von April bis
Mai oder von Juli bis November auf Pemba, im Juli bis August in Nordsambia und Nordmalawi, im Oktober in Südafrika und im September im Osten des Tanganjikasee. Das Weibchen legt die ein bis zwei weissen
Eier, die viele dunkelbraune bis lila-Flecken besitzen, in einen hohen Baum (Palme) oder in eine Baumhöhle und brütet es dort in 43 bis 45 Tagen aus. Das gebaute Nest besteht aus Teilen der Öl- und
Raphia-Palmen und befindet sich in 10 bis 70 m Höhe. Das Nest, welches jedes Jahr benutzt wird, kann sich aber auch auf Woll- und Affenbrotbäumen befinden. Flügge sind die jungen Palmgeier in ca. 90
Tagen. Die jungen Palmgeier werden von den Elternvögeln mit dem Fruchtfleisch der Palmnüsse gefüttert. Die Jungvögel bleiben im selben Gebiet. Das Gefieder der jungen Palmgeier ist bis zum 4-5 Jahr
dunkelbraun. Die Iris der Jungvögel ist noch braun.
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Die oberen Fotos (linke und mittlere Spalte) wurden im Zoo Berlin (Tiergarten) und die rechten Fotos in der Adlerwarte Berlebeck gemacht. Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Zoo
Schmiding / Wels gemacht.
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