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01. Die Frauenkirche in Dresden (www.frauenkirche-dresden.de) 02. Der Zwinger in Dresden (www.schloesser-dresden.de)
03. Das Schloss von Dresden (www.schloesser-dresden.de)
04. Die Stiftsbibliothek der Stiftskirche St. Gallus und Otmar in St. Gallen (www.stiftsbibliothek.ch) 05. Die Brühlsche Terrasse in Dresden (www.schloesser-dresden.de) 06.
Friedrich August I (August der Starke), Kurfürst von Sachsen und Friedrich August II, König von Polen 07. Die Festungsruine Hohentwiel 08. Das Schloss Moritzburg (www.schloss-moritzburg.de) 09. Das Schloss Pillnitz (www.schloesser-dresden.de) 10. Das Kloster Salem
Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de, genau: www.kaiseradler.de/uber_mich___Kontakt/uber_mich___kontakt.html)
jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Bezüglich der wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen verweise ich -um
Wiederholungen bei den einzelnen Denkmalsbeschreibungen zu vermeiden- auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Denkmäler A“ (www.kaiseradler.de/Denkmaler_A/denkmaler_a.html)
befindet. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus.
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1. Die Frauenkirche in Dresden
Die Kirche “Unserer Lieben Frauen“ entstand im 11. Jahrhundert im Dorf Dresdany. Die erste amtliche Erwähnung der Kirche erfolgte im Jahr 1366. Im Jahr 1547 wurde die
Kirche, die sich zuvor außerhalb der Stadt befand, eingemeindet. Bis zum Jahr 1539 war diese Frauenkirche die einzige Pfarrkirche in Dresden. Diese Kirche wurde später zusätzlich zur Begräbniskirche. Im Laufe der
Zeit zerfiel die Kirche immer mehr, so dass der letzte Gottesdienst am 9.2.1727 statt fand. Am nächsten Tage wurde die Kirche abgerissen.
Bereits im Jahre 1722 wurde George Bähr beauftragt einen Entwurf für die neue Frauenkirche zumachen.
Nachdem der erste und zweite Entwurf von Bähr abgelehnt wurden, wurde ebenfalls Johann Christoph Knöffel, der zur damaligen Zeit die Ritterakademie (Palais Wackerbarth) baute, mit einem Entwurf
für die neue Frauenkirche beauftragt. Da auch sein Entwurf zu teuer erschien, machte Bähr einen 3. Entwurf. Dieser wurde am 26.7.1726 genehmigt. Bähr übernahm dann selbst die Aufsicht und Direktion. Bis zum Jahr
1729 war die Kirche bis zum Hauptgesims hochgezogen worden. Der Innenausbau begann im Jahre 1732.
Am 28.2.1734 wurde die Kirche geweiht und es begannen die regelmäßigen Gottesdienste. Bis zum Jahre 1736 gab es große bautechnische Probleme, da sich einige der 8 Pfeiler gesetzt hatten und sich
Risse bildeten. Der Grund hierfür war die schwere Belastung durch die Steinkuppel.
Erst Bährs Nachfolger und Schüler Johann Georg Schmidt beendete den Bau nach 17 Jahren. In dieser Kirche gab es mehrere Stockwerke, ca. 3500 Sitzplätze und u.a. 48 mit Fenstern versehende
Betstübchen. Im Jahre 1768 stieg sogar Johann Wolfgang von Goethe bis zur Kuppel hinauf. Aber auch Johann Sebastian Bach gefiel die Frauenkirche sehr.
Bis zum Jahr 1819 wurden in ihren Grabkammern, die als Katakomben bezeichnet werden, 244 Beisetzungen durchgeführt. Dann stellte man dieses aus hygienischen Gründen ein. Erst im Jahre 1878 wurde
die Frauenkirche wieder eine selbständige Pfarrkirche. Eine größere Restaurierung fand zwischen 1924 bis 1932 statt.
Aufgrund des großen Gewichtes der Kuppel traten im Laufe der Zeit schwere Beschädigungen bei den Tragpfeilern auf. In den Jahren 1938 bis 1942 wurden weitere Sicherungsmaßnahmen des
Baus durchgeführt. Vieles überstand die Frauenkirche. Im siebenjährigen Krieg wurde Dresden in Asche verwandelt. An der Frauenkirche jedoch prallten die Kugeln einfach ab. Als der zweite Weltkrieg dem Ende zu ging,
warfen die Amerikaner und Briten am 13. und 14. Februar 1945 über Dresden weitere Bomben ab und zerstörten über 12 Tausend Gebäude und viele der großen Denkmäler. Bis auf die Frauenkirche! Doch dann griff das Feuer
über und die Kirche brannte aus, so dass sie am 15. Februar 1945 einfiel. So wurde die Ruine für einige Generationen zum Mahnmal.
Der Wiederaufbau begann vor einigen Jahren und dieser wird mit Sicherheit noch einige Jahre andauern. Bis zur 800. Jahresfeier der Stadt Dresden im Jahre 2006 soll die Frauenkirche wieder
aufgebaut sein.
Im Jahre 1993 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Circa 8.000 wieder verwendbare, großenteils profilierte Werksteine von der Außenarchitektur und 80.000 Sandstein-Grundstücke von
der Hintermauerung wurden gefunden, die in den Wiederaufbau mit eingebracht werden sollten. Weitere 2.000 Einzelteile von der Ausstattung des Altarprospektes, des figürlichen und ornamentalen Schmuckes wurden ebenso
gefunden und standen dem Wiederaufbau zu Verfügung. Der erste Stein zum Wiederaufbau wurde am 27.05.1994 gesetzt.
Die Unterkirche konnte nach dessen Aufbau bereits 1996 wieder genutzt werden. Im Jahre 2001
war der Innenraum "als Rohbau" fertig gestellt. Im Mai 2003 wurde der letzte Stein in die Kuppel eingesetzt. Am 22.06.2004 wurde die kupferverkleidete hölzerne Kuppelhaube mit dem goldenen Kreuz auf die
Frauenkirche aufgesetzt. Im Juli 2004 fielen die letzten Baugerüste und somit war die Frauenkirche 59 Jahre nach der Zerstörung zumindest äusserlich wieder aufgebaut. Der Altar wurde aus tausenden von Bruchstücken
wieder zusammengesetzt. Die Weihe der Frauenkirche wurde am 30. Oktober 2005 durchgeführt. Es folgte die Wiedereröffnung.
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2. Der Zwinger in Dresden
Matthäus Daniel Pöppelmann wurde 1709 von Kurfürst Friedrich August I (August der Starke) mit dem Bau des Zwingers beauftragt. Der Name “Dresdner Zwinger“ geht auf die
“Zwing“-Anlage, die an dieser Stelle stand, zurück.
Die Galerien und Pavillions an der Wallseite entstanden im Jahre 1710. Ursprünglich wurde der Zwinger für Hoffeste gebaut. So wurden beispielsweise die Obergeschosse der beiden westlichen
Seitenpavillions als Festsäle verwendet. Das Kronentor entstand im Jahre 1714. Im Jahre 1728 wurde aus dem “Dresdner Zwinger“ ein Aufbewahrungsort verschiedener Sammlungen des Königlichen Hauses.
Der gesamte Bau wurde 1732 beendet. Damit war er nach dem Palais im Großen Garten der erste reine Sandsteinbau des Barocks in Dresden.
Im Zwinger befanden sich der mathematisch-physikalische Salon, die Porzellangalerie und die Gemäldegalerie “Alte Meister“. Diese Gemäldegalerie gehört zu den bedeutendsten Sammlungen
der Welt. Aber auch nach 1728 wurden noch Feste im Zwinger gefeiert und Opern aufgeführt.
Besonders fällt der quadratische Hof im Zwinger auf, der sich in zwei spiegelsymmetrische Flächen aufteilt. In dieser Anlage befinden sich Grünanlagen und Springbrunnen.
Genau 40 Glocken aus Meißner Porzellan sind im Glockenspielpavillon enthalten. Diese spielen nur zu bestimmten Zeiten. Der Zwinger ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Skulpturen. Diese
befinden sich entweder auf den Gebäuden oder an den Treppen. Der Bildhauer Balthaser Permoser schuf den Skulpturenschmuck.
Aufgrund der starken Beschädigungen und durch die Zerstörungen im 7-jährigen Krieg wurde der Zwinger von 1783 bis 1795 restauriert.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Zwinger am 13. Februar 1945 in einer einzigen Nacht völlig zerstört. Von 1946 bis 1964 wurde der Zwinger wieder aufgebaut. Zur Zeit wird er wieder
einmal an verschiedenen Stellen renoviert bzw. restauriert. Der Dresdner Zwinger ist und bleibt ein einzigartiges Meisterwerk europäisch höfischer Barockbaukunst.
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3. Das Schloss von Dresden
Das “heutige“ Schloss entstand im 16. Jahrhundert und ging aus einer markgräflichen Burg hervor. Der älteste Bauteil der Burg ist der Hausmannsturm, der zu einem
Wahrzeichen Dresdens wurde. Dieser Turm soll bis vor 1500 datieren. Die ältesten Mauerteile stammen aus dem Ende des 12 Jahrhunderts. Am Ende des 15. Jahrhunderts entstand eine Vierflügelanlage. Im Jahre 1547 wurde
damit begonnen das Schloss auf das doppelte zur ersten einheitlichen Vierflügelanlage auszubauen.
Eine große Mitverantwortung für das Aussehen der Burg hatte das Fürstenhaus Wettin. Dieses Fürstenhaus regierte zuerst die Mark Meißen, anschließend das Kurfürstentum und dann das Königreich
Sachsen. Über 400 Jahre regierte dieses Haus. Zwar verlagerte sich die Landsherrschaft der Wettiner nach Thüringen bis zum 15. Jahrhundert, aber der Herrschaftsschwerpunkt blieb Dresden.
In den Jahren zwischen 1518 bis 1535 wurden unter Herzog Georg umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt. Um 1530 wurde das Georgentor gebaut.
Die Sammlungen des ersten Kurfürsten entstanden nach 1550. So entstand die Bibliothek 1556 und die Schatzkammern um 1560. Im Jahre 1587 soll es in den Schatzkammern bereits über 10.000
Ausstellungsstücke gegeben haben.
Im Jahre 1550 wurde der Hausmannsturm umgebaut. Im selben Jahr wurde ebenfalls mit der Dekorierung der Außenseiten des Schlosses begonnen.
Zwischen 1548 und 1553 entstand der große Festsaal im Ostflügel. Groß ist: Knapp 60 Meter lang und ca. 13 Meter breit und 5 Meter hoch. Neben der wunderschönen Ausstattung gab es ein großes
Schlachtgemälde. Wobei auch hier groß heißt: 20 Meter lang und 4 Meter breit. In den Jahren zwischen 1590 bis 1594 wurde der kleine Schlosshof gebaut.
Im Jahre 1602 wurde das Schloss von außen und innen neu bemalt. Der Schlossturm wurde 1620 renoviert. Zwischen 1676 und 1678 wurden die gesamten Hoffassaden neu gestaltet.
Im Jahre 1701 brannte das Georgentor, der Ostflügel und auch Teile des Nordflügels aus. Das Georgentor wurde jedoch 1717 wieder aufgebaut.
Die weltberühmte Schausammlung des Grünen Gewölbes (, welches sich heute im Albertinum befindet), die sich in der Nordwestecke des Schlosses befand, und zwischen 1721 bis 1725 gebaut wurde, war
für die Kunstwerke der Schatzkammer gedacht. Im grünen Gewölbe (es war damals grün angestrichen) befinden sich eine Vielzahl von Juwelenschmuckstücken und Kostbarkeiten.
Jedes Schlossteil wurde für seinen entsprechenden Zweck gebaut. So gab es Teile, die als Gerüstkammer, Gemäldegalerie oder als Gewehrgalerie genutzt wurden.
Im Jahre 1745 wurde das Stallgebäude zur Gemäldegalerie umgebaut. Im nächsten Jahr erhielt der Schlossturm eine neue Turmuhr. Den ersten Blitzableiter brachte man im Jahre 1775 am
Schlossturm an. Im Jahre 1833 wurde das Schloss wiedereinmal erneuert. So wurde besonders das Georgentor umgebaut. Die Fassaden wurden abgefärbt. In der Zeit zwischen 1889 bis 1901 wurde die letzte der vielen
grundlegenden Schlosserneuerungen, Erweiterungen, Vergrößerungen, Renovierungen oder Verbesserungen durchgeführt. Dieser letzte Umbau wurde endgültig im Jahre 1902 abgeschlossen.
Der Stallhof, d.h. das Stallgebäude wurde im Jahre 1586 unter Kurfürst Christian I begonnen. Im Stallhof gab es eine Rampe. Auf dieser Rampe wurde früher in den ersten Stock des
Stallgebäudes geritten. Im ersten Stock befanden sich einige Pferdestelle und im Obergeschoss (!!!) gab es weitere Pferdestelle. Oder einmal mit anderen Worten: Was heute das Autohaus ist, war früher das
“Pferdehaus“ in diesem Schloss. Zusätzlich befand sich im Obergeschoss eine Rüst- und Harnischkammer. Unter August III wurde aus dem Obergeschoss ein weiterer Teil der Gemäldegalerie. Auch beim Stallhof
fällt auf, dass er, genau wie das Schloss, zum Teil schwarz / weiß bemalt wurde. Auf dem Stallhof befindet sich eine Pferdeschwemme, d.h. ein “Wasch- und Badeplatz“ für Pferde. Ein Turnierplatz ist
ebenfalls enthalten.
Der Türkenbrunnen entstand nach dem Sieg Johann Georgs III üben die Türken im Jahre 1683. Im Jahre 1833 wurde der Stallhof erweitert und ein weiteres Geschoss daraufgesetzt.
An der Außenfassade des Stallhofes befindet sich der Fürstenzug. Wilhelm Walter malte von 1870 bis 1876 die Auflistung der Herrscher des Hauses Wettin an die Außenseite des Schlosshofes, was
dann auch als Fürstenzug bezeichnet wurde. Alle bis auf einen sind sie aufgemalt wurden. Auch ihre Namen wurden dazugeschrieben. Nur der letzte sächsische König fehlt. Das Haus Wettin machte im Jahre 1485 Dresden zu
seinen Residenz. Hinter den Fürsten sind einige ausgewählte Persönlichkeiten aus der Wissenschaft und der Kunst verewigt. Der Fürstenzug ist 102 Meter lang. Im Jahre 1906 wurde dieser auf 25000 Meißner
Porzellanfliesen übertragen, da eine Renovierung notwendig wurde. Bereits zu dieser Zeit war dieses Kunstwerk eines der bekanntesten Denkmäler Dresdens.
Das im Zeitraum zwischen 1706 bis 1711 entstandene Taschenberg-Palais, welches zum Schloss gehörte, war das erste Barockpalais. Das Palais gehörte einer lange Zeit Gräfin Cosel. Das
Schloss wurde mehrfach umgebaut, erweitert oder umgestaltet. Der Colerabrunnen, der sich von diesem Palais befindet, wurde 1843 gebaut. Gebaut wurde dieser aus Dank dafür, dass Dresden von der Colera verschont
geblieben war.
Im zweiten Weltkrieg wurde der größte Teil des gesamten Schlosses und der dazugehörenden Bauten zerstört, fast alles bis auf sehr wenige Ausnahmen. Eine der Ausnahmen war den Fürstenzug.
Langsam, sehr langsam -aber sicher- wird das Schloss und seine Teile wieder aufgebaut. Das Georgentor, das meiste des Stallhofs sowie der Schlossturm wurden (teilweise) schon wieder aufgebaut.
Die albertinische Linie der Wettiner hatte bis zur Abdankung in der Novemberrevolution im Jahre 1918 in Dresden ihre Hauptresidenz.
Heute befindet sich in den Schlossräumen eine ständige Ausstellung. Das Taschenberg-Palais wurde unten dem Einbezug alter Steine wieder aufgebaut. Aus ihm wurde ein Grand-Hotel.
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4. Die Stiftsbibliothek der Stiftskirche St. Gallus und Otmar in St. Gallen
Die Gründung der Stiftsbibliothek geht bis in das Jahr um 612 zurück. Zu dieser Zeit legte der irische Mönch St. Gallus den Grundstein. Mit Hilfe des Alemannen St. Otmar entstand
daraus ein Kloster. Dieses Kloster blühte bereits im 9. Jahrhundert auf und diese Blütezeit reichte bis in das 11. Jahrhundert hinein. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die Abte 1207 zu Reichsfürsten
ernannt wurden. Wobei man nun natürlich noch nachreichen sollte, dass diese den Titel 1805 wieder verloren.
Die Bibliothek besteht aus einem kunstvollen Rokokosaal und beinhaltet einen kunstvollen Intarsienboden und sehr schöne Stuckaturen. Noch heute besitzt die Bibliothek Bände aus dem 9. –
11. Jahrhundert. So u.a. auch einen auf Pergament gezeichneten Bauplan aus dem Mittelalter, der aus dem 9. Jahrhundert stammt. Aber es ist auch eine Mumie aus Oberägypten ausgestellt! Über 150.000 Bände und 2000
Handschriften, wovon ca. 400 älter als 1000 Jahre sind, sind in den Bibliothek enthalten.
Die Unterkirchen bestehen seit dem 9. und 10. Jahrhunden und in diesen wurden die Abte und Bischöfe damals bestattet. In den Jahren 1755 - 1766 wurde die Stiftskirche (sowie auch der
Bibliothekssaal) unter dem Baumeister Peter Thumb erbaut und mitgestaltet. Die Gebäude schließen einen Klosterhof ein.
Heute befindet sich im Kloster ebenfalls noch ein Stiftsarchiv mit rund 20.000 Urkunden.
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5. Die Brühlsche Terrasse in Dresden
Die Anfänge zur Brühlschen Terrasse reichen bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Die Terrasse bietet einen wunderschönen Ausblick auf die Elbe. Ein Schiffsanlegeplatz befindet
sich gleich in der Nähe.
Graf Heinrich von Brühl, Minister und Vertrauter von August II und August III bekam ab dem Jahre 1738 von diesen Fürsten das Gelände auf der ehemaligen Festungsmauer bis zum Jahre 1747
stückchenweise geschenkt. Aber nach von Brühl‘s Tod im Jahre 1763 ging die Brühlsche Terrasse wieder in das Eigentum des Besitzers (des Königs) über.
Der Architekt Knöffel bekam vom Grafen von Brühl den Auftrag einen Lustgarten mit Palais, Pavillons und Kunstwerken zum feiern von Festen daraus zu machen. Von all dem blieb jedoch nur der
Delphinbrunnen erhalten.
Im Inneren der Brühlschen Terrasse, was auch als Kasematten bezeichnet wird, erfand 1708 der kursächsische Rat und Naturwissenschaftler Ehrenfried Walther von Tschirnhaus in einem
geheimen Laboratorium und unter scharfer Bewachung das echte Meißner Porzellan und stellte den ersten Becher aus Porzellan her. Friedrich Böttger, der erst 1707 mit der Erforschung des Prozellans begann, startete
seine Arbeit als Gehilfe des im Oktober 1708 verstorbenen von Tschirnhaus.
Das älteste Denkmal Dresdens, das Kurfürst August zur Erinnerung an seinen gefallenen Bruder an der Nordostecke der Brühlschen Terrasse errichten lies, ist das Moritzdenkmal.
Erst im Jahre 1814 entstand eine 41 stufige Freitreppe, so dass man nun nicht nur von der Rückseite auf die Terrasse gelangen konnte, sondern nun auch von der Seite. Die 4 von
Johannes Schilling im Jahre 1868 geschaffenen Figuren, welche die Treppe verzieren, stellen die vier Tageszeiten dar.
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6. Friedrich August I (August der Starke), Kurfürst von Sachsen und Friedrich August II, König von Polen
Richtig, er war alles in einer Person. Geboren wurde August am 12. Mai 1670 als zweiter Sohn von Johann Georg III und Anna Sophia von Dänemark. Sein Bruder war Johann Georg IV. In
seiner Ausbildung beschäftigte sich August besonders mit dem Militärwesen und der Architektur.
Im Jahre 1694 wurde er als 24-jähriger Mann Kurfürst von Sachsen. Und nun mischte der junge Kurfürst alles auf. Dresden wurde eine ständige Baustelle. Dresden hatte bis zu ihm nur Holzhäuser.
Nun baute man eine Straßenreinigung, eine Beleuchtung, sorgte für eine Feuerwehr und baute sogar Hospitäler. Und aus den Holzhäusern wurden Steinhäuser. August brachte es sogar einmal fertig, aus Portugal Neger zu
ordern, die alle die gleiche Größe hatten.
Er förderte das französische Theater und die italienische Oper und kümmerte sich persönlich um die Kunst. August sorgte mit 40 Millionen Talern (teilweise durch Bestechung), dass er zum
polnischen König gekrönt wurde. Stets bemühte er sich, die Interessen des Adels in Sachsen und Polen zu schützen. Und doch wurde er gerade von diesen am eigenen Hofe betrogen.
August war ein Genießer. Er hatte mehr Schmuck, Gemälde, Kitsch als jeder anderer Herrscher. Er hatte zahllose Mätressen. Von den 12 verbürgten Mätressen war er am längsten mit der Grafin Anna
Constanzia von Brockdorf (Gräfin von Cosel) zusammen. Sie erhielt von ihm das Taschenberg-Palais und das Schloss Pillnitz geschenkt. Nur mischte sie sich in die Politik ein, was ihr Fehler war. So wurde sie auf die
Burg Stolpen verbannt und lebte die letzten 49 Jahre (von 84) dort. Gerüchte, dass August 365 Kinder haben soll, von denen er 8 (uneheliche) Kinder anerkannte, haben sich bis heute gehalten. August heiratete die
Christiane Eberhardine von Brandenburg-Bayreuth. Sein Sohn, Friedrich August II, wurde 1696 geboren.
Seinen Reichtum verschwendete August zum Großteil in Festen. Er war einer der bedeutendsten Förderer von Wissenschaft, Handel und Wirtschaft. Sachsen hatte damals das am besten entwickelte
Manufakturwesen. August beschäftigte Böttger, der das Meißner Porzellan erfand. Im Jahre 1710 fand das Meißner Porzellan internationale Beachtung. Tatsache ist jedoch auch, dass sich das Elend der Armen stets
vergrößerte.
August beschäftigte die bedeutendsten Architekten, wie Matthäus Daniel Pöppelmann, der im Team für viele der Barock-Bauten (Residenzschloss, Zwinger, Schloss Moritzburg etc.) mit
verantwortlich war. Es wurden in der Regel überall neue Maßstäbe und neue Trends gesetzt, die aus Dresden eine Weltstadt machten.
Jakob Heinrich von Flemming sagte über ihn einmal: “Die Fehler seiner Erziehung tragen Schuld daran, dass er einen schlechten Gebrauch von der Geschichte machte; er war
geneigt, die schönen Seiten der Geschichte für die wahre Geschichte zu halten, und dies hatte zur Folge, dass es in seinem Tun viel Romanhaftes gab.“ August träumte stets von einem Großreich und scheiterte
stets an der Realität, wie beispielsweise am 19. Juli 1701 in der Schlacht an der Düna (beim spanischen Erbfolgekrieg) und nach dem Einfall des schwedischen Heers in Warschau kam die nächste Niederlage bei Klissow.
August starb am 1.2.1733 in Warschau. Er wurde in der Kathedralkirche des Krakauer Schlosses am 15.1.1734 beigesetzt.
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7. Die Festungsruine Hohentwiel
Im Jahre 1914 erbaute man die Festung, die heutige Festungsruine Hohentwiel. Bereits unter König Konrad 1 bestand sie die erste Bewährungsprobe.
In der Mitte des 10. Jahrhunderts -unter Herzog Burkhard III- wurde die Festung zu einer Hochresidenz, die ein Kloster beinhaltete, ausgebaut. Im Jahre 1122 geriet die Festung an die Herren von
Singen.
Im Jahre 1519 flüchtete Ulrich von Württemberg auf die Festung. Diese gefiel ihm wohl offenbar so gut, dass der damalige Besitzer die Burg verlassen musste. Die Festung wurde anschließend zur
Landesfestung ausgebaut. Durch die Ausbauten in den Jahren 1660 und 1735 wurde die Festung unbezwingbar. Heute ist die Ruine eine der grössten und ältesten Festungsruinen.
Runde 300 Bewohner lebten damals auf der Festung, die gleichzeitig als Gefängnis diente.
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8. Das Schloss Moritzburg
Der Herzog Moritz von Sachsen ließ im Jahre 1542 ein dreistöckiges Jagdhaus mit 4 runden (Wirtschafts)türmen bauen. Im 16. Jahrhundert wurde dieses Haus erweitert. Eine
Schlosskapelle wurde zwischen 1661 und 1672 angebaut. Piere Mercier brachte im Jahr 1714 in mehreren Räumen seine Ledertapete an.
Im Jahre 1719 wurden zum Anlass der Hochzeit des Kurprinzen große “Seeschlachten“ auf den Moritzburger Teichen durchgeführt. Dafür wurden zuvor die Schiffe von der Elbe nach
Moritzburg gebracht. Das Schloss, das sich schon damals “in“ einem der großen Seen befand und in weiß und ocker gehalten ist, war die Seefestung, die August 1 schon immer haben wollte.
Umgebaut wurde das barocke Schloss in den Jahren 1723 bis 1733. Selbst ein Leuchtturm wurde gebaut. Auffallend sind die 4 vergrößerten runden Türme. Die Ausstattung des Schlosses -mit Ausnahme
der Möbel- blieb vollständig erhalten. Gleich 3 Architekten waren für den Umbau des Schlosses verantwortlich. Dieses waren Pöppelmann, Knöffel und Longuelune. Diese 3 sorgten nicht nur für den Schlossbau, sondern
legten auch gleichzeitig über 20 Seen und Teiche an. Auch sorgten die 3 für die entsprechenden Tiere und siedelten somit der Einfachheit halber gleich noch verschiedenste Wildtiere mit an. Etwa 139 verschiedene
Vogelarten haben in den letzten 100 Jahren bei Moritzburg gebrütet. Es gibt hier ca. 40 verschiedene Säugetierarten. Aber auch verschiedene Fische und Reptilien leben hier. Endgültig waren die Bauarbeiten im Jahre
1736 beendet.
Im späten 18. Jahrhundert wurde an einem der Teiche das “Fasanenschlösschen“ gebaut. Dieser Rokokobau wurde besonders von August III benutzt.
Wie auch immer, am Besten fährt man mit der Schmalspurbahn von Radebeul nach Moritzburg. Und diese fährt Winter (s.o.) wie Sommer.
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9. Das Schloss Pillnitz
Die Sommerresidenz Pillnitz der sächsischen Könige wurde um 1700 gebaut. Erweitert wurde das alte Schloss zwischen 1720 - 1723 vom Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann. Pöppelmann
baute nun ein Wasserpalais an die Elbe. So konnte man nun vom Schiff über eine Treppe an das Palais gelangen.
Dieses Schloß schenkte Johann Georg IV seiner Mätresse Sibylle von Neitschütz. Nach ihrem Tod eignete er es sich wieder an. Anschließend schenkte es “August der Starke“ seiner
Mätresse Gräfin Cosel, die es jedoch nicht lange behielt.
In den Jahren 1778 bis 1780 wurde ein englischer Garten angelegt. Das besondere des Gartens war und ist es, dass er Pflanzen und Bäume aus der gesamten Welt enthält. So blüht beispielsweise
immer noch die seit 1770 gepflanzte Kamelie. Diese Kamelie ist die älteste Kamelie Europas. Sie (siehe rechts) besitzt ein eigenes Gewächshaus, welches über den Winter über den jährlich blühenden bald 10 Meter hohen
Baum gefahren wird. Die Kamelie stammt aus Japan.
Zu diesem Park gehören ebenfalls ein Chinesischer und noch ein Holländischer Garten.
Im Jahre 1818 brannte das barocke Schloss vollständig aus. Nun wurde Christian Friedrich Schuricht mit dem Bau eines neuen Palais beauftragt. So entstand ein neues klassizistisches Schloss in
den Jahren 1822 bis 1826.
Zusammenfassend kann man sagen, dass hier mehr als ein Jahrhundert deutscher Stilgeschichte vom Barock bis zum Klassizismus vorzufinden ist. Beispiele hierfür sind der englische, der chinesische
Pavillion oder die Schlosswache.
Vom Schloss blieb durch den 2. Weltkrieg nur ein Innenraum erhalten. Der Rest wurde zerstört und wieder aufgebaut. Heute ist in dem Schloss ein Museum für Kunsthandwerk.
Die Schaluppe -das Boot- von August 1 ist überdacht.
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10. Das Kloster Salem
Das Kloster Salem wurde im Jahre 1134 unter dem Namen Salmannsweiler gegründet. Dieses Kloster wurde so reich durch den Handel, dass es in 29 Städten Niederlassungen gründete.
Bemerkenswert ist, dass das Kloster zwischen den Jahren 1487 und 1803 nur dem Kaiser zum Gehorsam verpflichtet war. Damals war dieses Kloster eines der einflussreichsten Kloster zu dieser Zeit. In diesem Kloster
befindet sich einer der schönsten Festsaale. Zum Kloster gehört eine ca. 17 Hektar große Schlossanlage.
Das Kloster wird noch heute vom Markgrafen von Baden bewohnt, der jährlich Millionen in die Erhaltung investiert. Heute befindet sich ein Feuerwehrmuseum im Schloss. Ein Internat, welches im
Jahre 1920 vom Prinz Max von Baden gegründet wurde, ist ebenfalls im großen Schloss eingerichtet. Weiterhin befindet sich im Kloster ein Brennereimuseum. In diesem kann selbst “hergestellte“ Wein
gekostet werden.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der “Affenberg“, der sich in der Nähe befindet. Der “Affenberg“ hat seinen Namen von der Tatsache, dass auf diesem Berg ca. 200
Berberaffen in einem Freigehege von ca. 20 Hektar frei umherlaufen.
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