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Block 1: Ein zusammenfassender Überblick über die Welt der Greifvögel und Eulen 02.01. Die Greifvögel und Eulen, dem Menschen "ausgeliefert"
02.02. Die Greifvögel und Eulen, sonstige “Feinde” 02.03. Die Greifvögel und Eulen, vom Feindverhalten 02.04. Die Greifvögel und Eulen, die (Neu-)Entdeckungen
02.05. Die Greifvögel und Eulen, Kreuzungen und Hybriden 02.06. Die Greifvögel und Eulen, die Albinos 02.07. Die Greifvögel und Eulen, die Körperhaltungen
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen
1” (www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_1/greifvogel___eulen_1.html) befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de, genau: www.kaiseradler.de/uber_mich___Kontakt/uber_mich___kontakt.html)
jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung,
Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (Inhaltsverzeichnis: www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_A/greifvogel___eulen_a.html) daraus.
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02.01. Die Greifvögel und Eulen, dem Menschen “ausgeliefert” und die Feinde Der grösste Feind, der
mit einem Bestand von über 6,5 Milliarden Exemplaren einer Heuschreckenplage vergleichend alles ohne Rücksicht "kahl frisst", zerstört, vernichtet, abschiesst, ausstopft, gefangen nimmt,
abholzt, Moore entwässert, bewirtschaftet, durch Klettersport stört, die Eier "einsammelt“, besiedelt und verseucht, was in der Natur nicht Niet- und Nagelfest ist, ist der Mensch.
(Weltbevölkerungszähler: www.weltbevoelkerung.de/info-service/weltbevoelkerungsuhr.php) Umweltgifte, Pestizide, Dioxine, wie DDT, PCB oder Quecksilber, die die guten Bestände von
Uhus, Steinadlern, Fischadlern, Weisskopfseeadlern, Seeadlern, Schreiseeadlern, Sperbern, Rotschulterbussarden, Rotfußfalken, Präriefalken, Wanderfalken, Mauritiusfalken, Lannerfalken,
Eckschwanzsperbern, Rundschwanzsperbern und indischen Geiern zerstör(t)en, sind ebenso Entwicklungen des Menschen, die dafür sorg(t)en, das die Eierschalen durch das Gewicht des Vogelweibchens schon beim
Ausbrüten zerbrachen und in Ländern wie Argentinien, Russland und Mexiko weiter zerbrechen, da dort die Gifte weiter eingesetzt werden. 4.000 Tonnen DDT (so geht es im 1993 gedruckten Buch
"Falken" hervor) wurden in Mexiko auf Plantagen, Wälder, Acker und Sümpfe jährlich versprüht. Andererseits "genügen" dann bei einer derartigen Vergiftung schon die Vibrationen, die
vorbeifliegende Flugzeuge oder Hubschrauber bewirken, um die Eierschalen zu zerbrechen. Durch Bleivergiftungen sterben weitere Greifvögel, wie zum Beispiel die Weisskopfseeadler in Amerika, die
(wiedereingebürgerten) kalifornischen Kondore, die (wiedereingebürgerten) Bartgeier in Österreich, die Riesenseeadler in Hokkaido, die Seeadler und Steinadler in Deutschland, die so entweder erschossen,
angeschossen oder einfach "nur" erschossene Beute (Aas) inkl. dem Blei fressen. In den 50er Jahren starben in Grossbritannien die Schleiereulen fast aus, da sie sich von Ratten und Mäusen
ernährten, die sich wiederum von "vergifteten" oder mit Pflanzenschutzmitteln bearbeiteten Kulturpflanzen ernährten. Die Schleiereulen wurden durch die so "vergifteten" Ratten und
Mäuse unfruchtbar. Der deutsche Gesamtbestand der Wanderfalken sank bis auf 25 bis 30 Brutpaare (Mitte der 70er Jahre) durch den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, weil diese sich von
Singvögeln ernährten, die die "verseuchten" Körner oder Insekten zuvor selbst frassen. Laut der Zeitschrift FALKE (4/2006) gingen die Bestände der Geier im Zeitrahmen 1969/1979 bis 2003/2004 um
45% beim Kappengeier, um 95% Sperber- und Weissrückengeier zurück. Die Ohrengeier und die Wollkopfgeier wären praktisch ohne die Schutzgebiete schon ausgestorben. Durch die Benutzung vom nichtsteroiden
Entzündungshemmer Diclofenac bei den Rindern und Wasserbüffeln durch die asiatischen Farmer sorgten die Farmer indirekt für einen 95%igen Rückgang der Bengalengeier und der Dünnschnabelgeier. In den
letzten 15 Jahren (Stand 2008; FALKE 11/2008) ging der Bestand verschiedener Geierarten, wie zum Beispiel der Bengalgeier um 99,9% zurück, der Dünnschnabelgeier, lat. Gyps Indicus um 97,0% zurück
und auch der Schmalschnabelgeier, lat. Gyps Tenuirostris um 97,0% zurück. All die Geier starben an Nierenversagen aufgrund des mit dem Wirkstoff Diclofenac behandelnden Aases. Die irrelevante Folge
einerseits waren ca. 50.000 tote Menschen aufgrund von Tollwut und andererseits aufgrund der dadurch angestiegenen Zahl der verwilderten Hunde (5,5 Millionen wurden es mehr), die das Aas nun frassen, gab
es auch satte 38,5 Millionen Bissverletzungen und davon endeten 47.300 mit dem menschlichen Tode. Durch eine toxikologische Studie im Jahre 2008, die Birdlife Bulgarien und das spanische Naturkundemuseum
durchführten, kam heraus, dass die Schmutzgeier aufgrund eines geschwächten Immunsystems (Ursache: Infektionen, Vergiftungen) möglicherweise im Balkan-Gebiet aussterben werden. Der Schaden, den der
"Mensch" mit seiner Einmischung in die Natur anrichtet, zeigt auch das nachfolgende Beispiel. Nach einer umfangreichen Untersuchung (des Mageninhalts) an bald 2700 Greifvögeln und Eulen des
amerikanischen Landwirtschaftsministeriums kam heraus, dass die Ernährungsgrundlage der Menschen durch den "Wegfall" der Greifvögel und Eulen akut gefährdet ist. So verhindert beispielsweise
ein Falke einen Nagetierschaden von ca. 110$ im Jahr (zum Beispiel in der Landwirtschaft). In diesem Zusammenhang gibt es weiteres anderes Beispiel. Aufgrund der illegalen Jagd nach der Bolivianischen
Fleckkatze stieg die Anzahl der Ratten, die gleichzeitig einen gefährlichen Virus verbreiteten, an, was am Ende zu 2000 an einer Infektion verstorbenen Menschen führte. Zur Rattenbekämpfung ausgelegte
Giftköder auf Mülldeponien können auch für den Uhu und die Schleiereule gefährlich werden. Viele Schwarzbrustmilane starben durch ausgelegte Giftköder. Bedroht wird der Sperlingskauz durch das Abholzen
von Höhlenbäumen. Sie Sumpfohreule wird durch die Entwässerung von Mooren und Feuchtigkeitsgebieten für Kultivierungsmassnahmen bedroht. Dem Steinkauz wird der Lebensraum durch die Rodung von
Streuobstwiesen, die Restaurierung alter Häuser, den Neubau von Strassen und Häusern genommen. Die Schleiereile verunglückt (auch) bei Strom- und Bahnleitungen, stösst mit Autos zusammen und wird im
Bestand durch die Modernisierung der Scheunen und Kirchen und die moderne Landwirtschaft bedroht. Und wäre dieses alles nicht schon schlimm genug, werden die Lebensbedingungen der Greifvögel und Eulen
auch noch zerstört, so werden beispielsweise "Feinde" wie Katzen (die auf die Bäume klettern können) oder Ratten auf Inseln eingeschleppt oder einfach "Haustiere", wie Schafe und
Kaninchen mitgebracht, die die neuseeländischen Wiesen abgrasen, und somit die Lebensbedingungen für die Beute der Greifvögel und Eulen zerstören, was dann unweigerlich auch Konsequenzen für "das
letzte Glied der Nahrungskette", die Greifvögel und Eulen hat. Die "menschlichen" Ursachen für den Bestandsrückgang über Vergiftungen durch Pestizide oder Blei, Verletzungen durch
Stromschläge und mechanische Verletzungen (Unfälle mit Autos, Windkraftanlagen) gibt es genügend Beispiele. Das Hamburger Zoologische Institut ermittelte in einer Untersuchung, dass jährlich über 30
Millionen Vögel mit einem Hochleitungsdraht zusammen stossen und umkommen. In einer anderen dreijährigen Recherche (2001-2003) wurde bezüglich des „Verlustes“ von Greifvögeln und Eulen an einer 2,3
km langen Eisenbahnlinie bei Halle festgestellt, dass von allen dort im Gebiet lebenden Greifvögel- und Eulenarten an dieser Bahnstrecke durch Stromschlag oder Kollision mit Zug und / oder Oberleitung
73% (27) Mäusebussarde, 10% (4) Rotmilane neben weiteren Greifvogelarten und einer Schleiereule tödlich verunglückten. Im Jahre 1977 wurde festgestellt, dass in der Nähe von Hochspannungsleitungen mit
hoher Spannung (jeweils 100 m nach rechts und links) fast keine Vögel (mehr) brüten. In einer schweizer Untersuchung stellte man bei 116 todgefundenen Uhus fest, dass 86% der Uhus in den ersten 3
Lebensjahren starben. In einer zweiten schweizer Untersuchung von 228 todgefundenen Uhus fand man heraus, dass 82% direkt oder indirekt (zum Beispiel: 33% durch Stromtod) durch den Menschen starben. In
einer dritten schweizer Untersuchung brachte man an 41 jungen Uhus Sender an und bekam heraus, dass 45% durch einen Stromtod umkamen. In einer Feldstudie in Deutschland durch die Staatliche
Vogelschutzwarte Brandenburg stellte man fest, dass 37% (Stand 03.10.2005) aller Opfer an Windenergieanlagen Greifvögel (meist Rotmilane, gefolgt von Mäusebussarden) sind. In einer anderen Fallstudie zum
Thema "Rotmilan und Windkraft" kam man zu den Schlussfolgerungen, dass selbst ortstreue Brutvögel an Windenergieanlagen verunglücken, so dass man schlussfolgert, dass allein aus Gründen des
Vogelschutzes die untersuchten Windparks nie hätten genehmigt werden dürfen. Auch für die Seeadler wurde eine Untersuchung bezüglich der Windkraftanlagen durchgeführt. In dieser kam ebenso heraus, dass
die Windkraftanlagen auch für die Seeadler schädlich sind. In Deutschland gibt es 2 Millionen Zuchttauben und im Vergleich dazu gibt / gab es 2006 ca. 800 Wanderfalkenbrutpaare, die einige weinige
Taubenbesitzer mit Giftködern (mit Gift präparierte Tauben) und Fangeisen bekämpfen. So werden die Nester der Wanderfalken (und auch der Habichte) und die Eier zerstört. In einer in den Jahren 1974 bis
1986 gemachten Untersuchung bezüglich des Strassentodes von Eulen auf einer Fläche von 125km² in Westfalen zählte man 74 tote Schleiereulen, 46 tote Steinkäuze, 20 tote Waldohreulen und 11 tote
Waldkäuze. Von all den gefundenen oder verletzten Eulen gibt man die Zahl mit 54 bis 60% an, die direkt durch den menschlichen Einfluss ("Strassentod") starben. Laut einem Filmkommentar in
TVmovie 8/05 werden 85% der Waldbrände gelegt und abgeholzt werden jährlich 20,4 Millionen Hektar Regenwald (alle 2 Sekunden die Grösse eines Fussballfeldes), so dass laut Greenpeace von den 63 Millionen
km² Regenwald (80% aller Regenwälder sind bereits verloren) nur noch 7 grosse zusammenhängende Waldgebiete übrig blieben. Circa. 85 % alle Eulen leben in den Tropen und Subtropen! Der Einfluss des
Menschen ist riessengross, wenn man hierzu auch das „Austauschen“ der Laubwälder durch Fichtenwälder, die Vergrösserung der Städte, die Begradigung von Flüssen und Seen und die Entwässerung der
Moore dazu zählt.
Als die ersten Menschen vor ca. 15.000 Jahren nach Nordamerika kamen, starben durch den Menschen in den folgenden 10.000 Jahren 60 Säugetierarten mit der Folge, dass
auch einige Greifvögel (Brea-Kondor, lat. ?, Westlicher Rabengeier, lat. ?, Willett-Adler, lat. ?, Woodward-Adler, lat. ?, Loye-Miller-Bussard, lat. ?, Amerika-Schmutzgeier, lat. ?, Loye-Miller-Geier,
lat. ?, Brea-Karakara, lat. ?) und einige Eulen (Brea-Eule, lat. ?, Santa-Rosa-Eule, lat. ? und eine Uhu-Art (?, welche), lat. ?) ausstarben, aus. Aufgrund der fehlenden Scheu vorm Menschen wurden
tausende von Galapagos-Bussarden in der Vergangenheit erschlagen. Das Verhängnis begann mit den ersten Siedlern, die gleichzeitig ihre Katzen und Hunde mitbrachten. Für die Galapagos-Bussarde war es
einfach das Geflügel der Menschen zu erbeuten, was aufgrund der fehlenden Scheu vorm Menschen einerseits und andererseits durch die Wut der Menschen bald zur Ausrottung des Galapagos-Bussards führte. In
den Jahren 1705 bis 1800 wurden für 624.087 Greifvögel, die man noch ohne(!) Bestandgefährdung im damaligen Königreich Hannover abschloss, Prämien gezahlt. 190 Uhus wurden in den Jahren 1885 und
1886 abgeschossen. Das grosse "Abschlachten" der Steinadler fand in den 20er Jahren in den USA statt. Dort wurden 20.000 Steinadler, ein einziger Pilot "schaffte" 8.000 Steinadler,
abgeschossen. In den Alpen wurden 783 Steinadler im Jahre 1920 gezählt, die abgeschossen wurden. Für den grossen Rückgang der Bestände sorgten auch Gifte und Eiersammler. Auch die Population der
Weisskopfseeadler brach vom ursprünglichen Bestand von 500.000(!!) im Jahre 1600 bald völlig zusammen, so dass beispielsweise nur noch 380 bis 450 Paare (von der südlichen Unterart) übrig blieben. Der
Keilschwanzadler wurde genauso in den letzen Jahren aus Unkenntnis der Ernährungsgewohnheiten, aufgrund eines Kopfgeldes und auch aufgrund des Erbeutens kleiner Schaffe in den Jahren 1950 bis 1959
regelrecht abgeschlachtet. So verloren runde 120.000 Keilschwanzadler ihr Leben. 549.179 Greifvögel wurden in Deutschland in den Jahren 1935 bis 1939 erledigt. In den Jahren 1900 bis 1966 wurden in
Norwegen Prämien für bald eine halbe Million getötete Greifvögel (darunter 22.137 Seeadler ) gezahlt. Im ersten Schongebiet der USA (in den Bergen von Pensyliviniens), wo sich der östliche Hauptflugweg
vieler Greifvögel in den Bergen befindet, wurde festgestellt, dass bis zum Inkrafttreten von gesetzlichen Bestimmungen täglich 1500 Greifvögel abgeschlachtet ("nur" erschossen) wurden. In
Grossbritannien wurde der Fischadler um 1900 ausgerottet. Nach einer Untersuchung von 122 Bartkäuzen bezüglich der Todesursache in den Ländern Finnland, Schweden und Kanada in den Jahren 1959 bis 1977
wurde festgestellt, dass der Mensch mit satten 41% die Todesursache Nr. 1 ist. Laut dem Buch "Die Habichte" wurden in den letzten 15 bis 20 Jahren mehrere Millionen Greifvögel abgeschlachtet.
Setzt man das Jahr 1815 mit einem europäischen Greifvogelbestand von 100% an, stellt man fest, dass in 150 Jahren bis zum Jahre 1965 eine beispiellos gigantische Ausrottung von Greifvögeln von 99%
erfolgte, so dass im Jahre 1965 nur noch ein (!!) Prozent übrig blieb.
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In einer Empfehlung der Umweltkonferenz der Vereinten Nationen im Jahre 1972 wurde im Jahre 1973 das „Washingtoner Artenschutzübereinkommen“ unterzeichnet. Im
„Washingtoner Artenschutzübereinkommen“ (WA, engl. CITES, www.cites.org) werden alle geschützten Tiere
und Pflanzen, je nachdem wie schutzbedürftig sie sind, aufgeführt. Zum Schutz vor der Ausrottung wurde der Import / Export bis zum kommerziellen Handelsverbot von ca. 8.000 Tierarten, ca. 40.000
Pflanzenarten und auch von Teilen davon, die aus bedrohten Arten entnommen oder gefertigt wurden / werden in drei verschiedenen Anhangslisten festgeschrieben und festgeregelt. (Der Mensch ist die
hauptsächliche Ursache, dass jährlich 25.000 bedrohte Arten (mindestens!) aussterben.) Täglich, so Hochrechnungen, sterben 150 Tier- und Pflanzenarten aus. Interessant ist in diesem Zusammenhang die
Tatsache, dass jede 20. Person(!) auf der Insel Malta laut dem "Guinness-Buch der Tierrekorde" (gedruckt 2000) lizenzierter Vogeljäger ist, die allesamt jährlich 50.000 bis 100.000 ungeschützte
und geschützte(!!) Greifvogelarten aus der freien Natur für immer „entfernen“! In den 90er Jahren wurden aufgrund der Vogelstrasse über Malta jährlich ca. 50.000 Greifvögel abgeschossen. Im Jahre
2009 wurden in Malta 900 Fälle von illegaler Jagd festgestellt und es wurden dabei Wespenbussarde, Fischadler, Baumfalken, Rohrweihen und ein Schreiadler abgeschossen. In Malta sind die Schleiereulen,
die Turmfalken und die Wanderfalken dementsprechend konsequent ausgerottet. Dass Birdlife Malta jährlich 2 Millionen Vögel (nicht nur Greifvögel) beziffert, die jährlich abgeschossen werden, trotz der
„Vogelschutzrichtlinie 79/409/EWG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten“, trotz neuer Gesetze und Einschränkungen in Malta (laut „Vögel“: 02/2010), zeigt den Einfluss absolut
erfolgreicher Lobbyarbeit der Jägerschaft (auch in Frankreich und Zypern). Ein ähnliches Beispiel ist die Verlängerung der Jagdzeiten in Italien (so die Internetseite komitee.de im Beitrag vom
08.04.2010: „Italien: Verlängerung der Jagdzeiten in Italien vorerst vom Tisch!“), denn hier hat die italienische Regierung im Jahre 2008 drei mal versucht, 2010 erst einmal versucht, die
Jagdzeiten auszubauen. Am 13.09.2007 veröffentlichte die BILD eine Schockliste mit 60 bedrohten Arten, vielmehr ein Auszug aus der neuen Roten Liste der IUCN, die vom Aussterben bedroht sind. BILD nannte
den Sperbergeier und den Wollkopfgeier. Im Buch die "Sperber" heisst es, dass im Jahre 1983 festgestellt wurde, dass in den Pyrenäen (Orgambideska-Pass) jährlich eine Tonne Blei auf die
Zugvögel verschossen wurde und dass in Finnland und Schweden jährlich 5500 Sperber und 3000 Habichte abgeschossen wurden. Im Jahre 1967 horstete ein deutscher Falkner 23 Lannerfalken in Italien aus. Nach
den Ausgaben Mai und Juni des Jahres 2006 der Zeitschrift "du und das Tier" werden jedes Jahr 3,5 Millionen Vögel (, von denen jedoch 40 bis 70% bis zum Käufer sterben,) illegal für die EU
gefangen und eingeschmuggelt. 70.000 italienische Jäger (er)schiessen selbst bedrohte Arten, wobei dann zum Teil die Singvögel als Delikatesse in den Restaurants landen. In der Praxis gibt es nationale
Exportquoten, eine Unkenntnis über die konkret gefangene Anzahl von Vögeln und Schätzungen aus denen hervorgeht, dass weit mehr für den Handel gefangen werden als man national festlegte. Die Dunkelziffer
wird mit bis zu 20 Millionen Vögeln (zumeist Singvögeln, dann Papageien) pro Jahr angegeben. In den internationalen Fachhandel kamen zum Beispiel so 160 Greifvogelarten in den Jahren 1980 bis 1988.
Nationale Exportstatistiken werden unsinnig, wenn bedrohte Arten illegal in ein benachbartes Land geschmuggelt werden und von dort legal(!) zur gutzahlenden Kundschaft exportiert werden können. Das Buch
"Flieg Vogel oder stirb, vom Elend des Handels mit Wildvögeln" bringt es auf den Punkt: "Ein Großteil des Greifvogelhandels spielt sich heute in der Illegalität ab. Die Zahlen über
Beschlagnahmungen in den Jahren 1990 und 1991 aus der WA-Statistik des Bundesumweltministeriums decken hier zweifellos zu die Spitze des Eisbergs. Ein Paar Beispiele: Bundesbehörden zogen 1990 93
präparierte Greifvögel und Eulen ein. Das Land ... Niedersachsen" zog im selben Jahr "150 Greifvögel, davon 114 Präparate" ein. "Nordrhein-Westfalen registrierte 1990 die Beschlagnahme oder Einziehung von 51 Kiefernteesas, 50 Mäusebussaren, 34 Sperbern, 22 Turmfalken und 42 weiteren Greifvögeln in mindestens 5 Arten. ... Eine weit verbreitete Methode des Greifvogelschmuggels ist die Aushorstung von Jungvögeln ... Gelingt es die Tiere unentdeckt nach Deutschland zu bringen, werden sie gerne als eigene Nachzuchten, d.h. als Junge der bereits vorhanden Greifvögel ausgegeben." Und
im Oktober 1992 wurden "30 lebende Falken, 4 Uhus und 2 Adler ... bei Hausdurchsuchungen beschlagnahmt, in Schlesswig-Holstein bei einer Person allein 300 Greifvogelpräparate sichergestellt. Die Zahl der in der alten Bundesrepublick gehaltenen Greifvögel dürfte 20.000 bis 40.000 betragen. ... Am 22. Juni 1992 konnten an der deutsch-österreichischen Grenze im Kofferraum eines tschechoslowakischen Wagen elf junge Kaiseradler beschlagnahmt werden ... Die Vögel waren in Kasachstan ausgehorstet worden und sollten in Deutschland einem Falkner gewinnträchtig verkauft werden."
Nun genügt ein Blick ins Internet, um zu überprüfen, wie sich diese Entwicklung fortsetzt oder wie sich die Geschichte weiter entwickelt.
www.animal-public.de (und dann in die Suchoption: "Greifvogelhandel" eingeben) www.komitee.de www.dresden-online.de/index.php3?g=&id=2451&seite=1&satz=1
http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20010810-00004/
http://149.219.195.51/tv/service/tiere/inhalt/20020721/b_2.phtml
http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=72379
In
Augsburg wurden 1995 Greifvogelhändler verurteilt, die Hunderte von Greifvögeln ausgehorstet und verkauft hatten. Im Juni 2001 wurden durch die Landeskriminalämter in Brandenburg und Sachsen bei einer
Händlergruppe über 70 Greifvögel und Eulen beschlagnahmt, die so Ermittlungen über 80 Habichte, 66 Rotmilane, 19 Schwarzmilane und 14 Sperber ausgehorstete und verkaufte. Die Landeskriminalämter Sachsen
und Brandenburg hoben einen Vogelhändlerring im gleichen Jahr (2001) aus, der 249 Greifvögel aushorstete. Als sich der Bestand des Spanischen Kaiseradlers auf 175 Paare im Jahre 2002 und sogar auf 182
Paare im Jahre 2004 vergrösserte, gibt es Meldungen über ausgelegte Giftköder und das Bekämpfen durch Abschießen. Genauso wie dem Spanische Kaiseradler ergeht es in Spanien dem dort überwinternden
Rotmilan. Ende Mai 2004 wurden mehrere junge Seeadler bei Bad Doberan und Schwerin ausgehorstet. Nachdem seit 190 Jahren im Jahre 1999 wieder Kaiseradler in Österreich brüten, teilte der österreichische
WWF im April 2005 mit, dass man bereits den zweiten vergifteten Kaiseradler (zuletzt wurde auch ein österreichischer Mäusebussard vergiftet) fand. Laut der Internetseite von Greenpeace (www.greenpeace.de, Hinweis auf die 13. CITES-Konferenz im Jahre 2004; www.greenpeace.de/themen/sonstige_themen/artenschutz/artikel/cites_2004_artenschutz_oder_artenhan
del/ansicht/bild/) ist der internationale Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten der zweitgrösste (illegale) Handel mit einem jährlichen Umsatz von über 200
Milliarden US-Dollarn nach dem internationalen Drogenhandel. Aufgrund der vielen (auch gezüchteten) Wanderfalken soll der Schwarzmarkt (für ein Ei soll bis zu 10.000€ bezahlt worden sein) für diese
Falkenart zusammengebrochen sein. Man geht in einer Prognose ("Das grosse Buch des Allgemeinwissens") davon aus, dass 30% aller heute bekannten Tier- und Pflanzenarten in den kommenden 50
Jahren (oder eine Halbe Millionen in den kommenden 20 Jahren) durch den Menschen ausgerottet werden! Laut dem Buch "Greifvögel" (von Gensbol, Thiede) werden jährlich 8.000 bis 10.000 Falken aus
Deutschland laut dem deutschen Zoll in die Golfstaaten exportiert. Auch die Tatsache, dass allein das Bundesland Niedersachsen 170 Greifvogelhalter kennt, wovon einer über 130 Gerfalken hat, ist
interessant. Die Mongolische VR exportierte 285 Würgfalken für einen Stückpreis von 4.600 Dollar im Jahre 2003.
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02.02. Die Greifvögel und Eulen, sonstige “Feinde” Weitere "natürliche" Ursachen ("Feinde"),
wie die Veränderungen des Klimas oder die Veränderung des Nahrungsangebots (zum Beispiel zu wenig Mäuse für die Greifvögel und Eulen, so dass nicht alle satt werden (und gegebenenfalls verhungern); weniger Eier
gelegt werden, weniger Jungvögel somit gross werden) treten ebenfalls auf. Auch besteht die Möglichkeit, dass sich die Greifvögel und Eulen die Flügel und oder Beine brechen können.
Der Befall durch Parasiten
ist ebenfalls nicht auszuschliessen. So unterteilt man die Parasiten in Ektoparasiten, wie Flöhe, Läuse, Milben etc., die den Vogel von Aussen auf dem Gefieder und auf der Haut befallen und in Endoparasiten, die den
Vogel von Innen in den Eingeweiden und den Körperhöhlen angreifen. Bei einer stichprobenartigen Überprüfung im Rahmen eines Beringungsprogramms des Sperlingskauzes im Zeitraum 1986 bis 2003 bezüglich Ektoparasiten
in Thüringen stellte man 9 verschiedene Schmarotzerarten (Zecken, Federmilpen, Flöhe, Lausfliegen, Bindegewebsmilpen, Federlinge) fest. Bei Schleiereulen stellte man bei einer
Untersuchung Lederzecken fest. Durch verschiedene Untersuchungen stellte man fest, dass Milben zum Beispiel Wanderfalken befallen können. Lausfliegen wurden bei Baumfalken, Turmfalken und Sperbern gefunden und bei
Turmfalken und Rotmilanen entdeckte man auch Gefiederfliegen. Ein Befall mit Zecken, so Feststellungen, kann für Wanderfalken tödlich enden. Zu den Endoparasiten zählen Saug-, Band- Spul-, Haar-, Faden-, Rachen- und
Luftröhrenwürmer sowie Darmegel. Die Trichomonadenseuche hat ihre Ursache bei den Endoparasiten. Zu den Infektionskrankheiten zählen die Wunden, die sich der Vogel durch Verletzungen zuzieht (zum Beispiel durch
"Blutvergiftungen"), Vogeltuberkulose (zum Beispiel war Mycobacterium avium die Ursache für den Tod einer der Harpyien des Nürnberger Zoos im Jahre 2006), beim fressen aufgenommene Salmonellen (zum Beispiel sorgen diese für Darmstörungen bei Wanderfalken), Erkrankungen im Schnabelbereich und in der Rachenhöhle und bei unsauberer und feuchter Umgebung Schimmelpilzerkrankungen in der Nase, in den Lungen und den Luftsäcken. Zu den Infektionskrankheiten zählen beispielsweise des Weiteren die Herpesinfektionen und Newcastledisease.
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02.03. Die Greifvögel und Eulen, vom Feindverhalten Die “Vernichtungsmaschine Mensch", die schliesslich bisher
„nur“ den Guadalupe-Caracara oder Guadalupe-Karakara oder Guadalupe-Geierfalke, lat. Polyborus Lutosus erfolgreich ausrottete, existiert auf der einen Seite, auf der anderen Seite existieren die natürlichen Feinde. So fallen viele Greifvögel und Eulen, deren Jungvögel und Eier den Baum- und Steinmardern auch zum Opfer. Der Uhu jagt mitunter auch Greifvögel (junge Habichte, Habichte, Mäusebussarde, Sperber, Schwarzmilane, junge Wanderfalken, Turmfalken, seltener Rotmilane, Wespenbussarde) und Eulen (Waldohreulen, Sumpfohreulen, Schleiereulen, Waldkäuze, Steinkäuze). Junge Uhus, so Beobachtungen, die auf dem Boden ausgebrütet wurden und dort aufwachsen müssen, werden von Wildscheinen als Nahrung angesehen. Ansonsten besteht auch Gefahr bezüglich der Jungenaufzucht durch Mufflons, die die Uhus bei der Aufzucht stören bzw. vom wettergeschützten Brutort vertreiben, so dass der Nachwuchs umkommt. Der Habicht erbeutet wiederum junge Falken und auch junge Seeadler. Auch Krähen und Raben erbeuten die jungen Seeadler. Die Seeadler bekämpfen die europäischen Uhus und die Weisskopfseeadler bekämpfen die amerikanischen Uhus oder Virginia-Uhus. Die Seeadler wiederum jagen dann auch den Fischadlern, den Wanderfalken und den Milanen die Beute ab. Andererseits ist auch beobachtet worden, dass eine Schleiereule einen Steinkauz erbeutete. Auch muss sich der Steinkauz vor dem Waldkauz, (er kann den Steinkauz auch vom Revier vertreiben), vorsehen. Der Marder frisst auch Schleiereulen und Sperbereulen. Der Baummarder erbeutet und frisst Baumfalken. Der Sperlingskauz muss sich vor den Wanderfalken, den Habichten, Uhus, den Waldkäuzen und den Schwarzspechten in Acht nehmen, da sie ihn als Beute ansehen. Raubmöwen, Eismöwen, Kohlraben, Polarfüchsen jagen mitunter auch Schnee-Eulen. Von allen europäischen Eulen werden die Waldohreulen am meisten von Habichten und Uhus erbeutet. Der Kaiseradler erbeutet auch Sumpfohreulen und Rohrweihen. Wanderfalken jagen mitunter auch Sperber, kleine Falken und Bussarde. Steinadler erbeuten Mäusebussarde.
Habichte erbeuten junge noch flugunfähige Fischadler. Der Prachthaubenadler jagt als Beute auch Truthahngeier. Der Mäusebussard und der Habicht sehen den Baumfalken auch als Beute an. Bezüglich des Rauhfusskauzes
stellte man fest, dass der Baummarder bis zur Hälfte aller Jungvögel frisst, auch als Beute von Waldkauz und Habicht angesehen wird und dass bei akutem Nahrungsmangel vorkommt, dass die oder der älteren Jungvögel
den jüngsten Jungvogel auffressen. Bei den Sperbereulen werden bei Nahrungsmangel nur die ältesten Jungvögel gefüttert, so dass die jüngsten Jungvögel verhungern müssen. Der Mähnenwolf und die Iltisse erbeuten oder
jagen Kanincheneulen, die sich nur durch das nachmachen der Laute der Klapperschlange, was auch schon die jungen Kanincheneulen beherrschen, schützen können. Auf den Sperber macht der Habicht und der Waldkauz jagt
und auch die jungen Sperber oder dessen Eier werden von den Eichelhähern als Beute angesehen. Auch besteht die Möglichkeit, dass die Jungvögel (bei Sperbern beispielsweise) bei andauerndem Regen mangels eventuell
noch nicht vorhandener (Voll-)Befiederung an Unterkühlung sterben. Der Bartkauz hat als natürliche Feinde die Amerikanischen Uhus und die Steinadler. Zu den natürlichen Feinden des Steinkauzes zählt auch der
Mäusebussard.
Andererseits setzt sich der Mensch, die Naturschützer, auch für die bedrohten Tierarten (so auch die Greifvögel und Eulen) ein. So vermass man einen in der freien Natur geborenen
jungen Kalifornischen Kondor in seinem Nest im Jahre 1980 (mit Genehmigung). Im Resultat verstarb der vermessene junge Kalifornische Kondor, weil die Naturschützer zu spät herausbekamen, dass Neuweltgeier in einem
bestimmten Stadium der Entwicklung besonders störungsempfindlich bezüglich des Stresses sind.
In einer 20-jährigen Studie von 1988 bis 2008 in der Tundra in Nordost-Grönland stellte man in einem Untersuchungsgebiet fest, dass Schnee-Eulen nur in 6 von 21 Jahren vorkamen. Da
Lemminge zu 98% die Hauptnahrung sind, musste für das Vorhandensein von Schnee-Eulen eine Lemmingdichte von 2 Lemmingen je Hektar vorliegen. Schnee-Eulen erbeuteten in 6 Stunden durchschnittlich 0 bis 16 Lemminge.
Auch aufgrund der Vielzahl der anderen Raubfeinde der Lemminge, wie Polarfuchs, Hermelin und Raubmöwe wird "automatisch" für einen Populationsrückgang im Sommer "gesorgt".
Schaut man sich das Verhältnis von Jäger und Beute an, gibt es folgende Beispiele oder Untersuchungsergebnisse. Ein Paar Kaffernadler verbraucht 0,3% der im Gebiet vorkommenden
Klippschliefer (die Hauptnahrung). Die Fischadler benötigen täglich einen Fisch von ca. 400g, was in überhaupt keinem Verhältnis zum Schaden, den der Mensch verursacht, steht.
Der Kampf ums Überleben beginnt bei einigen Jungvögeln bereits als Kücken. Bei den Adlern legen in der Regel die Weibchen mehrere Eier. Die Jungvögel schlüpfen dann an
unterschiedlichen Tagen nacheinander. Bei den Steppenadlern, lat. Aquila Rapax Nepalensis oder(!) Aquila Nepalensis stirbt oft ein Kücken und bei den Steinadlern oder Goldadlern, lat. Aquila Chrysaetos überlebt
das zweitgeborene Kücken nur zu 30 bis 50%, weil der ältere Jungvogel, sobald er sehen kann, auf diesen einhackt. Bei den Keilschwanzadlern, lat. Aquila Audax oder (!) Uraetus Audax tötet oft der erstgeborene Jungvogel den jüngsten / kleinsten Jungvogel. Auch bei den Kaffernadlern oder Verreaux-Adlern, lat. Aquila Verreauxii tötet der stärkere Jungvogel das Schwächere oder soll auch heissen: von 3 jungen Kaffernadlern überleben meist nur 2 Jungvögel. Bei den Schreiadlern, lat. Aquila Pomarina überlebt
meist nur der erste und stärkere Jungvogel, weil er den zweiten attackiert, verletzt, erdrückt und tötet. Der ältere Schreiadler-Jungvogel unterdrückt zum Beispiel den jüngeren Jungvogel, in dem er auf ihn
hinaufklettert, das Füttern verhindert, ihn einschüchtert und bekämpft. In seltenen Fällen wurde auch bei jungen Weisskopfseeadlern beobachtet, dass ältere Jungvögel den jüngsten Jungvogel töteten. Bei den Uhus
töten der oder die Elternvögel den schwächsten Jungvogel in Ausnahmen bei Nahrungsmangel, um diesen den stärkeren jungen Uhus als Futter anzubieten bzw. ihn zu verfüttern. Auch bei einer Schleiereule wurde
beobachtet, dass ein Jungvogel, der sich nicht mehr äusserte vom Altvogel zerteilt und an einen anderen Jungvogel verfüttert wurde.
Weiter geht der Überlebenskampf bei der Verteidigung des Reviers vor eigenen Artgenossen. Von den Gattungen der Echthabichten, lat. Accipiter, der Adler, lat. Aquila, und von der Bussarde, lat. Buteo, verteidigen 75% ihr Revier.
Vollgefressene Gänsegeier würgen gefressenes Aas wieder hervor, um die Feinde ablenken zu können oder um wieder fliegen (und damit fliehen) zu können.
In diesem Zusammenhang gibt es auch die Alarm- oder Warnrufe der Elternvögel. Hier verfallen die Kücken der Rotmilane und Fischadler in eine Schreck- oder Körperstarre in der Hoffnung durch das
Todstellen übersehen zu werden.
Eine weitere Stellung ist die „Fahlstellung“, wobei der Körper zwecks Tarnung „gestreckt“ und „schlank gemacht“ wird.
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Dieses Foto einer Weissgesichtseule in der “Fahlstellung” wurde im Vogelpark Abensberg gemacht.
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Beim Steinkauz sind knicksende Bewegungen, ein fixieren mit ruckartigen Bewegungen und die Streckung bei Erregung beobachtet worden.
Mit den Verteidigungs- oder Drohgebärden (Drohstellungen) wollen die Greifvögel (dass heisst die Adler, Habichte und Geier) und Eulen grösser und gefährlicher wirken, um den Gegner abzuschrecken
oder einzuschüchtern. Die Greifvögel spreizen die Flügel, (die dann es Boden berühren,) stellen die Nackenfedern auf, strecken die Krallen aus und sträuben das Gefieder (besonders des Kopfes). Der Kopf wird nach
vorn oben gestreckt. Der Schnabel wird aufgerissen. Als Steigerung ist ein schlagen mit den Füssen neben Schreien oder Rufen beobachtet worden.
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Die Eulen drohen indem sie die Flügel ausbreiten, sich aufplustern, den Kopf senken und dabei fauchen oder zischen. Das Knappen gilt auch als Abwehrlaut. Bei den Eulen wurde bezüglich der
Verteidigung des Reviers und des Nachwuchses auch beobachtet, dass diese das Gefieder aufplustern, die Flügel spreizen und die Federbüschel auf dem Kopf aufstellen. Die Beine und Krallen strecken nur Jungvögel
zusätzlich aus.
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Zur Drohung plustert sich die Streifenohreule auf und streckt den Kopf vor und faucht.
Dieses Foto wurde im Vogelpark Timmendorfer Strand gemacht.
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Mit freundlicher Genehmigung von Claudia von Valtier wurde das linke Foto des Uhus (in Drohstellung) verwendet.
Mit freundlicher Genehmigung von Birgit Block wurde das rechte Foto einer jungen Waldohreule in Drohstellung (von der Internetseite www.ageulen.de ) verwendet.
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Ein japanisches(?) Beispiel, in dem man die "Fahlstellung" und die "Drohstellung" einer Eule gut gezeigt bekommt, auch wenn man kein Wort versteht: www.youtube.com/watch?v=Es52WQKLumI
Die männliche Falkennachtschwalbe oder Nachtfalke, lat. Chordeiles Minor,
plustert sich zur Verteidigung der Jungvögel auf, zischt und schlägt mit den Flügeln auf den Boden. Der Poor-Will oder die Winternachtschwalbe, lat. Phalaenoptilus Nuttallii versucht Nesträuber vom Nest wegzulocken, indem sie Angreifer durch ein auf dem Bauch rutschen und mit einem Flügel auf den Boden schlagen täuscht oder ablenkt.
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02.04. Die Greifvögel und Eulen, die (Neu-)Entdeckungen Die Kongomaskeneule oder Tansania-Maskeneule oder Afrika-Maskeneule
oder Prigogine-Eule, lat. Phodilus Prigoginei (oder auch Tansania-Schleier-Eule, lat. Tyto Prigoginei), die im Jahre 1951 im Hombwe-Gebirge entdeckt wurde, wurde im Jahr 1996 vermessen, fotografiert
und beschrieben.
Die Bergwald-Kreischeule, lat. Megascops Hoyi (oder früher lat. Otus Hoyi) wurde 1987 entdeckt, 1989 erstmals beschrieben und im Jahre 2000 erstmals in den Wäldern
Nordargentiniens und Südboliviens in 1000 bis 2800 m Höhe gefilmt.
Der Yungas-Sperlingskauz, lat. Glaucidium Bolivianum, der in den dichten Nebelwäldern Argentiniens und Boliviens lebt, wurde neu entdeckt. Die Moheli-Zwergohreule, lat. Otus Moheliensis, der Amazonas-Sperling, lat.
Glaucidium Hardyi, der Zamora-Sperlingskauz, lat. Glaucidium Parkeri, der Nebelwald-Sperlingskauz, lat. Glaucidium Nubicola, der Peru-Sperlingskauz, lat. Glaucidium Peruanum, der Sick-Sperlingskauz, lat. Glaucidium Sicki, die Zimtkreischeule
oder Zimt-Kreischeule, lat. Megascops Petersoni (oder früher: Otus Petersoni), die Nebelwald-Kreischeule, lat. Megascops Marshalli (oder früher: Otus Marshalli), der
Zinnober-Falkenkauz oder Zinnoberkauz, lat. Ninox Ios, der Kleine Sumbakauz, lat. Ninox Sumbaensis und die Ser(v)endib-Zwergohreule, lat. Otus Thilohoffmanni wurden neu oder erstmalig in den letzten Jahren beschrieben.
Ebenso wurden die Torotoroka-Zwergohreule, lat. Otus Madagascariensis, die Sangihe-Zwergohreule, lat. Otus Collari und die Nikobaren-Zwergohreule, lat. Otus Alius als eigenständige Arten anerkannt.
Die Malegasseneule, lat. Tyto Soumagnei, der Blewittkauz, lat. Athene Blewitti, die Flores-Zwergohreule, lat. Otus Alfredi und die Anjouan-Zwergohreule, lat.
Otus Capnodes wurden in den letzten Jahren wieder entdeckt.
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02.05. Die Greifvögel und Eulen, Kreuzungen und Hybriden Hochlandbussarde, lat. Buteo Hemilasius und Adlerbussarde, lat. Buteo Rufinus leben gemeinsam im Altai, der Tarbagatai-Gebirgskette und in Ost-Tienschan. In der Mitte der südlichen Seite der Tarbagatai-Gebirgskette wurde beobachtet, dass beide Arten die eigene Art nicht unbedingt bevorzugen, so dass hier Kreuzungen zwischen dem Hochlandbussard, lat. Buteo Hemilasius und dem Adlerbussard, lat. Buteo Rufinus festgestellt wurden oder zu finden sind. (vergleiche entsprechende Artenbeschreibungen)
Auch im Rahmen der Eulenforschung im südlichen Südamerika stellte man fest, dass Hybriden zwischen den Kreisch- oder Schrei- oder Zwergohreulen der Arten der Santa Catarina-Kreischeule, lat. Otus Sanctaecatarinae,
der Kappeneule oder Mönchskreischeule oder Düstere Kreischeule oder Schwarzkappen-Kreischeule, lat. Otus Atricapillus, der Bergwald-Kreischeule, lat. Otus Hoyi und der Cholibaeule oder Tropen-Kreischeule oder Choliben-Zwergohreule oder Sperberkreischeule oder Tropenschreieule, lat. Otus Choliba auftreten
können (vergleiche entsprechende Artenbeschreibungen). Da eine Vermehrung der Hybriden in der Natur nicht festgestellt werden konnte, konnten auch keine "Mischpopulationen" unter diesen Eulen festgestellt
werden.
Hybriden zwischen den 6 Unterarten des Schwarzmilans wurden bereits beobachtet. Auf Kapverden gibt es "fruchtbare" Hybriden zwischen Rotmilanen (, lat. Milvus Milvus
Fasciicaude) und Schwarzmilanen (, lat. Milvus Migrans Migrans).
Eine Kreuzung zwischen einem Gänsegeier und einem Kuttengeier kam im Jahre 1928 im Zoo Halle zustande.
Die auf den Norfolk-Inseln verbreiteten Norfolk-Kuckuckskäuze oder Norfolk-Kuckuckseulen oder Norfolk-Insel-Kuckuckskäuze, lat. Ninox Boobook Royana, dass heisst das letzte Weibchen
dieser Unterart wurde im Jahre 1990 mit einer anderen Unterart gekreuzt.
Im Tierpark Berlin paarte sich 1988 ein Männchen des Chaco-Waldkauzes oder Chacokauzes, lat. Strix Chacoensis (oder früher: Unterart: Grand Chaco Rostfusskauz, lat. Strix Rufipes Chacoensis) mit
einem Weibchen des Brasilkauzes oder Brasilianischen Waldkauzes oder Rostkauzes, lat. Strix Hylophila, so dass Mischlinge hervorkamen.
Weitere Beispiele folgen hier "in Bildern".
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Diese Aufnahme eines Goldsteppenadlers (Tierpräparat) wurde in der Adlerwarte Niederwald gemacht.
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Diese Aufnahmen einer Kreuzung zwischen einem Gerfalken und einem Sakerfalken wurden in der Falknerei Schloss Tambach gemacht.
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Diese Aufnahme einer Kreuzung zwischen einem Gerfalken und einem Wanderfalken wurde in der Falknerei Schloss Tambach gemacht.
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Diese Aufnahme einer Kreuzung zwischen einem Gerfalken und einem Wanderfalken wurde im Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg gemacht.
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Diese Aufnahme einer Kreuzung zwischen einem Steinadler und einem Steppenadler wurde im Adler- und Falkenhof im Wild- und Freizeitpark Allensbach gemacht.
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02.06. Die Greifvögel und Eulen, die Albinos Auf der einen Seite gibt es natürlich weisse Greifvögel und Eulen. Beispiele
hierfür sind die Weissbussarde der Gattung Leucopternis. Ein weiteres Beispiel ist die weisse Morphe des Neuhollandhabichts oder Weissbrauenhabichts oder Eidechsenhabichts oder aufgrund der Unterarten auch
weisser Habicht oder Grauhabicht oder Rotbrusthabicht, lat Accipiter Novaehollandiae. Unter den Eulen ist die Schnee-Eule, lat. Nyctea Scandiaca zu erwähnen.
Andererseits gibt es auch einzelne,
sehr selten auftretende Vertreter, die einen erblich bedingten Farbstoffmangel besitzen. Diesen Greifvögeln und Eulen fehlen die Pigmente in den Augen, der Haut, dem Gefieder und den Krallen, so daß die Augen rot
sein können, die Haut hell bis hellfleischfarben ist und das Gefieder rein weiss ist. Nun unterteilt man die Albinos in die vollständigen oder totalen Albinos und die partiellen Albinos. Die vollständigen oder
totalen Albinos sind aufgrund der vollständigen Pigmentlosigkeit vollständig weiss. Die partiellen Albinos, nicht überall fehlen ihnen die Pigmente, erscheinen somit "gescheckt" und nicht vollständig weiss.
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In der Literatur findet man entsprechende Beispiele nur bei Mebs/Schmidt "Die Greifvögel ..." bezüglich eines vollständigen oder totalen Albinos (einem Mäusebussard) und
bezüglich mehrerer partieller Albinos (Wiesenweihen). Ansonsten findet man bei den Wildvögeln nur in der tiefer gehenden Fachliteratur entsprechende Hinweise zu partiellen Albinos bezüglich der Schwarzspechte und
Amseln, zu vollständigen oder totalen Albinos bezüglich der Alpenstrandläufer, zu partiellen Albinos und auch zu vollständigen oder totalen Albinos bezüglich der Mehlschwalben, Rauchschwalben und der Bachstelzen.
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Bezüglich vollständiger oder totaler Albinos des Pfaus wurde das linke Fotos im Vogelpark Walsrode (heute: Weltvogelpark) und das mittlere Foto im Vogelpark Abenberg gemacht.
Auf den nachfolgenden Fotos sind ein totaler Albino-Rehbock (aufgenommen im Bayerwald-Tierpark) und zwei Vertreter des Dammwilds (mittleres und rechtes Foto, je ein weiblicher und ein männlicher Vertreter im
Wildtierpark Heidenheim aufgenommen) vorhanden.
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