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Block 1: Ein zusammenfassender Überblick über die Welt der Greifvögel und Eulen 04.01. Die Greifvögel und Eulen, von der Gefiederpflege bis zum Temperaturausgleich zum Wohlbefinden
04.02. Die Greifvögel und Eulen, die Ruhe und der Schlaf
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen
1” (www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_1/greifvogel___eulen_1.html) befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de, genau: www.kaiseradler.de/uber_mich___Kontakt/uber_mich___kontakt.html)
jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung,
Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (Inhaltsverzeichnis: www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_A/greifvogel___eulen_a.html) daraus.
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04.01. Die Greifvögel und Eulen, von der Gefiederpflege bis zum Temperaturausgleich zum Wohlbefinden
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Eine Harpyie, die ihr Gefieder aufgeschüttelt hat (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg).
Ein Raubadler, der sein Gefieder aufgeschüttelt hat (aufgenommen in der Falknerei Schillingsfürst)
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Durch ein Aufplustern des Gefieders verschafft man sich eine "Warmluftdecke" zwischen dem äusseren und inneren Federkleid. Zur Vermeidung von Wärmeverlust bzw. zum
Kälteschutz wird der Kopf beim schlafen in das Gefieder gesteckt. Das Gefieder wird leicht gesträubt. Die körpernächsten Federn werden aufgestellt und die Deckfedern bleiben dicht geschlossen, so dass das ganze wie
ein "Pullover" wirkt. Die kälteempfindlichen Füsse werden bei kalten Temperaturen warm gehalten, in dem ein Fuss in das Gefieder gezogen wird und man sich zusätzlich zusammenkauert.
Die Harpyie zum Beispiel versteckt und wärmt die Füsse in dem sie die langen Federn auf der Unterseite “hochklappt” und anschliessend langsam die Federn, wie ein
Schutzschild “herunterklappt” und so über die Beine legt. (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)
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Interessant sind auch die Körpertemperaturen, so sind dieses beispielsweise 41,9°C beim Habicht, 41,2°C beim Sperber, 42°C beim Mäusebussard und 41°C beim Waldkauz (als Mittelwert).
Die Schleier-Eule hat beim brüten eine Temperatur von 34°C; beim Brutfleck sogar 39°C. Ein anderes Beispiel zum Thema Temperatur sind die in den Anden lebenden Kolibris, die im Vergleich dazu bei Frost und Schnee
sogar auf dem Nest festfrieren können und aus diesem "lethargischen Schlaf" nach dem Auftauen durch die Sonne nach 15 bis 30 Minuten (je Tiefe des „lethargischen Schlafes") wieder fliegen können.
Bezüglich derartiger Spitzenleistungen findet man bei den Greifvögeln und Eulen nur die Schalmvögel, genau genommen den Poor-Will oder die Winternachtschwalbe, lat. Phalaenoptilus Nuttallii, der für mehrere
Monate die Körpertemperatur auf ca. 18 bis 19 °C (ja sogar auf 13,3°C) von ursprünglich normal 40 bis 41 °C senken kann, den Herzschlag dabei reduzieren und die Atmung auf das Minimum reduzieren kann und so zum
Beispiel in einer Felsspalte einen Winterschlaf (mit einer Hunger- und Kältestarre) abhalten kann (wobei man andererseits weitere Exemplare während dieser Wintermonate auch schon fliegend beobachtete).
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Zur Gefiederreinigung, dass heisst zur Entfernung von Fremdkörpern, wie Federmilpen und Gefiederparasiten, wird das Gefieder geputzt. Die Federn werden durchgeknabbert
oder auch nur durch den Schnabel gezogen.
Hier am Beispiel einer Harpyie (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)
eines jungen Gauklers (aufgenommen im Vogelpark Walsrode (heute Weltvogelpark)),
einer Schleier-Eule (aufgenommen im Wildgehege Nindorf) eines Riesenseeadlers (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)
eines Bartkauzes (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg) eines Bartgeiers (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)
eines Rotschwanzbussards (aufgenommen in der Falknerei Rabenstein (Ahorntal / Fränkische Schweiz))
eines Weiskopfseeadlers (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)
Eine weitere Variante der Gefiederpflege ist das Reiben den Kopfes (Hinter- und Oberkopfes) am Gefieder (Rücken).
Hier am Beispiel des Andenkondors (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg).
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Da die Greifvögel und Eulen mit dem Schnabel nicht alle Körperstellen, soll heissen den Kopf und Hals, putzen können, kratzen sie sich an den entsprechenden Stellen, wie zum Beispiel
Hals und / oder Kopf.
kratzend: Harpyie (links; aufgenommen im Tiergarten Nürnberg). kratzend: Schreiseeadler (rechts; aufgenommen im Falkenhof Schütz (Kranichfeld)).
kratzend: Riesenseeadler (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg).
kratzend: junger Schneegeier (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg).
kratzend: Milchuhu (aufgenommen im Zoo Heidelberg).
Am Ende gehört auch das Putzen der Zehen zur Körperpflege.
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Zur Verbesserung der Paarbindung kommt es auch vor, dass sich die Paare gegenseitig an den mit dem eigenen Schnabel nicht erreichbaren Stellen putzen. Hier am Beispiel eines
Habichtskauzpaares (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg).
Hier am Beispiel eines Bartkauzpaares (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg).
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Ein in die Sonne gerichtetes Gesicht des linken Bartkauzes (aufgenommen in der Falknerei Adlerhorst).
Der Brahmakauz "badet" gerne im Sand. Auch das “Sonnen baden” dient der Wärmeaufnahme und dem Entlausen.
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Links oben: Mit ausgebreiteten Flügeln "baden" in der Sonne zum Beispiel Truthahngeier (aufgenommen im Zoo Berlin (Tiergarten), erste 2 linke Bilder). Der Schopfkarakara liegt auf dem Boden (folgende 2 Fotos aufgenommen im Jura-Zoo Neumarkt).
Mitte oben: Mit ausgebreiteten Flügeln "baden" in der Sonne zum Beispiel auch der Gaukler (Jungvogel; aufgenommen im Vogelpark Walsrode (heute:
Weltvogelpark)). Andererseits kann der Gaukler auch auf dem Boden liegen (im Greifvogelpark Buchs aufgenommen). Auch der Steppenadler breitet die Flügel aus und spreizt den Schwanz (in der Greifvogelstation Heidenheim aufgenommen).
Rechts oben: Hier legt sich beispielsweise der Pharaonen-Uhu oder Wüstenuhu (aufgenommen im Vogelpark Timmendorfer Strand; erste drei Bilder) auf den Boden und breitet die Flügel und der Schwanz aus. Auch der Virginia-Uhu (folgendes
Bild aufgenommen in der Burgfalknerei Hohenbeilstein).
Durch Hecheln wird für Abkühlung gesorgt. Aufgrund der Tatsache, dass Vögel keine Schweissdrüsen haben, daher nicht schwitzen können, verdunstet das Wasser durch nackte Hautstellen
und sorgt die für die gewünschte Kühlung.
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Hier am Beispiel:
eines Kaiseradlers (aufgenommen in der Greifvogelwarte Landskron),
eines Steppenadlers (aufgenommen im Wildparadies Tripsdrill)
eines Rotmilans (aufgenommen im Heimattierpark Riesa)
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Auch ist bezüglich der Abkühlung beobachtet worden, dass Weibchen den Nachwuchs schützen oder kühlen in dem sie die Flügel ausbreiten und so den Jungvögeln Schatten spenden.
Beim Baumfalken wurden bereits Staub- und Sandbäder beobachtet. Durch den Staub werden der Schmutz und das Fett gebunden und so entfernt. Staubbäder dienen (auch) der besseren
Entfernung der Parasiten. Diese Staubbäder kann man in den Gebieten beobachten, in denen kein Wasser oder kaum Wasser zu finden ist. Auch bei den Eulen, beispielsweise bei Steinkäuzen, wurde beobachtet, dass diese
Staub- und Sandbäder durchführen.
Die im Norden beheimateten Sperbereulen "baden" im Schnee.
Die Steinkäuze baden oder "duschen" im Regen in dem sie das Gefieder sträuben und die Flügel weit abspreizen, so dass die Steinkäuze in kurzer Zeit völlig durchnässt
werden.
Zur Gefiederpflege gehört auch das Baden. Kalifornische Kondore baden beispielsweise häufig in den Flüssen. Junge Schopfkarakaras wurde schon mit 6 Wochen baden beobachtet. Eulen
führen mitunter Tauchbäder durch und tauchen so auch mit den Flügeln ins Wasser.
Vier weitere Beispiele folgen hier in Bildern: Weisskopfseeadler (aufgenommen im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach), Kaffernadler (aufgenommen
in der Greifvogelwarte Landskron), Harpyie (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg) und Habichtskauz (aufgenommen im Alpenzoo Innsbruck).
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04.02. Die Greifvögel und Eulen, die Ruhe und der Schlaf der Vögel im Allgemeinen und im Konkreten „Schlafgewohnheiten und
Ruheverhalten der Vögel beschäftigen die Menschen seit Uhrzeiten. Massenschlafplätze von Zugvögeln bieten häufig einen einmaligen Eindruck –z.B. 15.000 Kraniche auf einer 1 ha grossen Wasseroberfläche, 50.000
Stare in wenigen Bäumen, deren Äste unter deren Last bersten. Noch interessanter sind die Übernachtungseigentümlichkeiten mancher Einzelgänger, z.B. von Eisvögeln im Nadelwald. Ungünstige Witterungsbedingungen
lassen andere Vögel zu Schwarmverhalten übergehen – mehr als 60 Zaunkönige suchten eine gemeinsame Schlafhöhle auf, Hunderte Schwalben nächtigen in dichten Trauben, um die Wärmeabstrahlung gering
zuhalten“, heisst es im Buch „Ruhe und Schlaf bei Vögeln“. Einzeln hingegen schlafen dazu eigentlich die Greifvögel und Eulen.
Die Greifvögel haben eine einheitliche Schlafhaltung. Sie schlafen im Nest oder auf dem Boden liegend oder auf den Ästen sitzend. Den Kopf drehen die Greifvögel um 180 Grad nach
hinten und stecken ihn in die Schulterfedern, genau genommen wird der Schnabel zwischen Flügelansatz und Körper geschoben. In der Ruhestellung sinkt der Kopf nach vorn ab und sinkt unter Umständen bis auf den Boden.
Bezüglich der Schmutzgeier wurde beobachtet, dass diese sich in Schlafgemeinschaften von 20 bis 50 Einzelvögeln zusammengesellen. Grosse gemischte Schlafgemeinschaften von Hunderten von
Truthahngeiern und Rabengeiern wurden ebenso beobachtet.
Die Falklandkarakaras schlafen auf einem Bein, das andere Bein wird unter das Gefieder gezogen. Die Daunenfedern werden aufgestellt und die Deckfedern
werden geschlossen. So ist das Gefieder gesträubt und die Flügel sind angelegt. Der Hals wird in das Gefieder gezogen.
Die nachtaktiven Eulen schlafen am Tage. Bei den Eulen kann man die Ruhe- und Schlafstellung –auch aufgrund des grossen Kopfes- kaum auseinander halten. Möglicherweise ruhen
sie auch nur tagsüber. Aber ob sie nun wirklich ruhen oder schlafen konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Der Grund hiefür ist, dass die Eulen schon beim kleinsten Geräusch „sofort munter“ sind. Die
Waldohreulen versammeln sich mitunter in Gruppen von zu 10 (ab und zu auch schon in richtigen „Sammelstätten“ von bis zu 200) Waldohreulen an den Schlafplätzen, so zum Beispiel in Mitteleuropa. Im Winter
ziehen die Sumpfohreulen in die wärmeren Regionen, so dass dort „Ansammlungen“ von 14 – 20 (in Extremfällen auch bis zu 1.000) Sumpfohreulen in Gambia, Kenia, Somalia und Äthiopien anzutreffen sind. Es
wurde bezüglich der Schlafgewohnheiten von Sumpfohreulen beobachtet, dass eine Sumpfohreule sich an einem Tagesschlafplatz von Waldohreulen dazugesellte.
Beim Schlafen plustert sich der Steinkauz, das heisst sein Gefieder, auf. Den Kopf zieht an seinen Körper. Ein Bein wird oft ins Gefieder gezogen.
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Diese Fotos wurden im Tiergarten Nürnberg aufgenommen:
Ruhende Harpyie (die Augenlieder sind geschlossen)
Dieses Fotos wurde im Tiergarten Nürnberg aufgenommen: schlafender Andenkondor
Diese Fotos wurden im Tiergarten Nürnberg aufgenommen: schlafende junge Schnee-Eule
Diese Fotos wurden im Tiergarten Nürnberg aufgenommen: Gähnende Harpyie (linker Vogel)
Diese Fotos wurden im Tiergarten Nürnberg aufgenommen: Gähnender Riesenseeadler
Dieses Foto wurde im Tiergarten Nürnberg aufgenommen: Gähnende Schnee-Eule
Dieses Foto wurde im Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg aufgenommen: Streckender Schopfkarakara
Diese Fotos (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg) zeigen eine die Flügel streckende Harpyie (zuerst jeweils nur ein Flügel und dann als Abschluss werden die beiden Flügel
zusammen nach oben gestreckt.)
Diese Fotos (aufgenommen im Zoo Heidelberg) zeigen einen die Flügel streckenden Milchuhu (zuerst jeweils nur ein Flügel und dann als Abschluss werden die beiden Flügel
zusammen nach oben gestreckt.)
Diese Fotos (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg) zeigen eine Harpyie (mittlere und rechte Fotos) und einen Weisskopfseeadler (linkes unteres Foto), die jeweils einen Fuss ausstrecken.
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