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06.01. Die Greifvögel und Eulen, vom Fressen und Trinken Die Gruppe der Raubvögel unterscheidet sich in Tagraubvögel (Greifvögel) und
Nachtraubvögel (Eulen). Die Bezeichnung „Raubvögel“ ist nicht ganz korrekt (oder veraltet), da man früher alle räuberischen Vögel, die sich nicht von Pflanzen ernähren, als oder mit "Raubvögel"
bezeichnet hat. Schliesslich fressen auch Möwen, die nicht zu den "Raubvögeln" zähl(t)en Jungvögel und Eier. Die Sperlingsvogelart Neuentöter, lat. Lanius Colluro, frisst ebenso Mäuse. Die Seriemas
(, die eine ähnliche Entwicklung bezüglich der Evolution / Entwicklung wie die Sekretäre (siehe dort) nahmen) fressen neben Pflanzen auch Reptilien, grosse Insekten und kleine Säugetiere. Die Nashornvögel fressen
mitunter Kriechtiere und Skorpione. Der Jägerlist frisst mitunter Schlangen. Der Brauner Pelikan frisst auch Fische. Der Marabu ist ebenso ein Fleischfresser. Kleine Wirbeltiere und Insekten fressen auch Kohlraben,
Aaskrähen und Elstern. Zusammenfassend kann man die Vögel in Pflanzen-, Samen-, Frucht-, Nektar-, Insekten-, Fleisch- Aas- und Allesfresser unterschieden. Die Greifvögel und Eulen zählen zum Grossteil zu den
Fleischfressern. Die Geier zählen zu den Aasfressern. Beide Gruppen, die Greifvögel und die Eulen, zählen zu den Prädatoren, also Tiere, die von anderen Tieren leben.
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Die Greifvögel übernehmen eine regulierende Rolle innerhalb des Naturhaushalts, in dem sie kranke, schwache, altersschwache und verletzte Tiere -i.d.R.- Vögel oder
Wirbeltiere erbeuten. Die Geier vertilgen das Aas. Zum Aas zählten auch im Altertum die gefallenen (toten) Soldaten (Leichen) nach den Kriegen. Seit 8.000 Jahren gibt es laut verschiedenen Ausgrabungen
in Persien, Indien und Tibet "Bestattungen unter Mithilfe von Geiern". Die Bengalengeier fressen sogar heute noch die Leichen der Priester der Parsen aufgrund ihrer Religion und ihrem Glauben
auf den "Türmen des Schweigens" in Tibet. Auch den Schneegeiern gibt man in diesen buddhistisch-lamaistischen Kulturen Körperteile Verstorbener in deren Zeremonieren zum Fressen. Die
Schwarzmilane beteiligen sich ebenso bei der Vertilgung. Einmal abgesehen davon haben sich viele Greifvögel auf verschiedene Nahrung(sangebote) fast spezialisiert. So fressen die Schlangenadler
Schlangen. Die Kronenadler erbeuten Antilopen, die Riesenseeadler haben sich auf Rotwild und Robben spezialisiert und die Harpyie erbeutet größere Säugetiere. Der Wespenbussard fängt Wespen und der
Fischadler fängt Fische und der Schneckenweih frist Süßwasser-Deckelschnecken. Adler und Habichte töten die Beute mit den Greifen / Fängen / Krallen und werden daher als Grifftöter bezeichnet, weil sie
ihre Beute so "erstechen". Falken töten die Beute mit einem Biss (in das Genick) und werden daher als Bisstöter bezeichnet. Die Eulen töten ihre Beute mit dem Schnabel, entweder mit einem Hieb
oder Biss. Die Schwalbenweihen, lat. Elanoides Forficatus fressen in der Regel die erbeutete Nahrung in der Luft beim Fliegen. Andererseits ist auch wiederum keiner „perfekt“, soll heissen, dass auch Greifvögel nicht immer, sobald sie sich auf die Beute stürzen, diese dann auch am Ende bekommen. Zur Erfolgsquote findet man in der Literatur zum Fischadler entweder 20% oder 60 bis 70 %. 11 Prozent der Sperber-Angriffe sind erfolgreich. Die Erfolgsquote der Falken ist breit gefächert: 10% beim Baumfalken, 13% beim Turmfalken, 17% beim Merlin. Auch der Wanderfalke benötigt mindestens 10 Angriffe, um einmal erfolgreich zu sein.
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Die linken Fotos zeigen (eine) fressende Harpyie(n) (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg), die mittleren Fotos zeigen fressende Zwerggänsegeier und Sperbergeier (in der Adlerwarte Berlebek aufgenommen) und das rechte
Foto zeigt fressende Bartgeier (im Tiergarten Nürnberg aufgenommen). Unterhalb dieser Zeilen sieht man einen fressenden Milchuhu (aufgenommen im Zoo Heidelberg)
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Die Greifvögel kann man in drei Gruppen einteilen, nämlich in die Gruppe der Gleitstoßgreifer, Pirsch -und Startfluggreifer und in die dritte Gruppe die Späh- und Stossfluggreifer. Zu den
Gleitstoßgreifern zählen die Weihen, Mäusebussarde, Milane, Turmfalken und Steinadler. Diese Vögel jagen vom Standort aus ihre Beute. Die Pirsch- und Startfluggreifer greifen ihre Beute im schnellen Flug und auf der
kurzen Strecke. Beispiele hierfür sind die Habichte und die Sperber. Die Späh- und Stoßfluggreifer fliegen und schauen nach der Beute. Haben sie diese entdeckt, stürzten sie sich pfeilschnell auf die Beute. Die
Falken und die Fischseeadler zählen zur dritten Gruppe.
Andererseits unterteilt man die Greifvögel auch in Gleiter und Segler (, wie beispielsweise Adler, Bussarde, Milane und Weihen), Kurzstreckenjäger (wie
beispielsweise Habichte und Sperber), Sturzflugjäger (, wie beispielsweise die einen, die die Beute am Boden ergreifen wie Turmfalken, Rotfussfalken und Graufalken und die anderen die die Beute in der Luft
ergreifen, wie die Gerfalken, Wanderfalken, Merline und Eleonorenfalken), Suchsegler (die Geier) und die Schreitjäger (die Sekretäre).
Bezüglich der Jagd auf die Beute findet man im Buch
"Greifvögel" (4. Aufl., Seite 84 ff.) folgende Untergliederung: "1. Pürsch- und Gleitfluggreifer mit betont akustischer Orientierung - z.B. die Eulen; 2. Pürschflug-, Spähflug- und
Gleitstossgreifer mit akustischer und optischer Orientierung - z.B. die Feldweihen, die Milane, der Bussard, der Seeadler und der Steinadler, 3. Pürsch- und Startfluggreifer mit akustischer und optischer
Orientierung - z.B. der Habicht und der Sperber; 4. Späh- und Stossfluggreifer mit betont optischer Orientierung - z.B. der Fischadler und die Falken"
Der Sekretär wird auch als Pirschjäger
bezeichnet. Der Turmfalke, so Beobachtungen, frisst in sehr kalten Wintern sogar gefundene Äpfel.
In Gruppen von bis zu 50 Vögeln gehen die Schwalbenschwanzaare oder Schwalbengleitaare oder afrikanischen Schwalbenschwanzaare, lat. Chelictinia Riocourii auf die Jagd nach kleinen Wirbeltieren. Auch die Wüstenbussarde oder Harris-Bussarde, lat. Parabuteo Unicinctus jagen in kleinen Gruppen.
Die Geier haben sogar eine „Rangfolge“ nach der gefressen wird. In der Regel entdecken die Sperbergeier und die Zwerggänsegeier das Aas am ersten. Doch sobald die Ohrengeier
kommen, wird Platz gemacht, zur Seite gerückt, damit diese das Aas öffnen können und die Haut, die Sehnen und das Muskelfleisch fressen können. Auch die Kuttengeier fressen, wie die Ohrengeier Haut, Muskelfleisch
und Sehnen. Die inneren Organe fressen die Sperbergeier und die Zwerggänsegeier. Die Gänsegeier und die Bengalgeier fressen neben den inneren Organen auch das weiche Fleisch. Unter den Geiern einer Art erkämpfen
sich die hungrigsten und gierigsten den Zugang zum Aas mit Drohgebärden als erstes. Die Kappengeier und die Schmutzgeier fressen oder nagen den Rest ab. Mittendrin werden auch die Hyänen erscheinen, die das Fleisch,
aber auch die Knochen fressen. Es kommt mitunter vor, dass zu voll gefressene Geier nicht vor den Hyänen fliehen, flüchten oder wegfliegen können, so dass diese notgedrungen einiges Gefressene wieder herauswürgen,
um sich so vor den Hyänen dann in Sicherheit zu bringen (und um so wieder fliegen zu können). Andererseits fressen auch in einigen Gebieten die Bartgeier die Reste mit den Knochen.
Es ist auch beobachtet worden, dass verschiedene Altweltgeier selbst Beute jagen, so zum Beispiel die Ohrengeier (Hasen), die Kuttengeier (Hasen, Murmeltier), die Wollkopfgeier
(kleine Antilopen, kleine Raubtiere, Vögel: Perlhühner, Reptilien: Schlangen), die Bartgeier (Steinböcke, Gemsen, Ziegen, Schafe, Hunde), die Kappengeier (Landschildkröten) und die Schmutzgeier (Eier und Jungvögel)
und Kappengeier (Eier und Jungvögel).
Auch die Weisskopfseeadler bedrängen Truthahngeier, so dass diese in ihrer Not die Fleischbrocken wieder hervorwürgen.
Truthahngeier und Rabengeier, so Beobachtungen, plündern auch Nester und erbeuten so die Eier und Jungvögel.
Viele Greifvögel breiten nach dem ergreifen der Beute die Flügel und den Schwanz über der Beute aus. Der Nacken wird gesträubt und der Kopf gesenkt. Dieses "tarnen" oder
"verstecken" oder "abschirmen" der Beute vor anderen wird auch als Manteln bezeichnet und dient dem „Verstecken“ vor Nahrungs-Konkurrenten.
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Auch die Schnee-Eulen breiten auf hohem Schnee beim fressen die Flügel und den Schwanz aus, aber nur um nicht in den Schnee einzusinken.
Die meisten Eulen haben sich auf eine Nahrung spezialisiert, wie z.B. auf kleine Säugetiere, kleine Vögel, Aas, Krebse, Fische und Insekten. Die meisten jedoch auf Mäuse. Die Eulen haben keinen
Kropf, um auf Vorrat zu fressen, wie die Greifvögel. Aus diesem Grund legen die Eulen Nahrungsvorräte in Höhlen oder in der Nestnähe an. Grössere Vorräte werden zur Brutzeit angelegt. So kann es vorkommen, dass in
mäusereichen Jahren doppelt so viele Eier gelegt werden, wie in mäusearmen Jahren. Einige Arten brüten bei entsprechendem Nahrungsangebot sogar zweimal, wie z.B. Schnee-Eule, Steinkauz oder Waldohreule.
Schleier-Eulen und Sumpfohreulen suchen ihre Beute im Tiefflug.
In der ersten Lebenswoche benötigen die frisch geschlüpften Steinadler 3 bis 3,5 kg Futter. Zuerst gibt es vom Weibchen vorgekautes Fleisch, kleinste Happen aus Leber oder Herz und
später kleine weitere Fleischstücke. In den ersten vier Wochen füttert so das Weibchen die jungen Steinadler mit Fleischbrocken. Selbständig das Futter aufnehmen, können die jungen Östlichen und Spanischen
Kaiseradler ab dem 40. Tag (oder nach ca. 6 Wochen), so dass dann das Weibchen sich bei der Beschaffung der Beute beteiligen kann. Das zum Knochenbau wichtige Kalzium bekommen die jungen Keilschwanzadler durch die
erbeuteten Wirbeltiere.
Das Fischadler-Weibchen füttert den oder die Jungvögel mit Fischstück(ch)en. Der Jungvogel nimmt dem Weibchen dabei die Fischstücke vom Schnabel ab. Die jungen Sekretäre werden die erste Zeit
mit hoch gewürgter Flüssigkeit bzw. vorverdauter Nahrung gefüttert. Die jungen Riesenseeadler werden am Tage 5 bis 6 Mal gefüttert. Das Männchen des Schreiseeadlers kröpft mitunter für die Jungvögel die Beute, in
dem es Kopf und innere Organe entfernt. In der ersten Zeit zerteilt das Weibchen des Australischen Gleitaars die Beute für die Jungvögel und nach 25 Tagen schaffen das Zerteilen der Beute die kleinen australischen
Gleitaare selbst. Die Schlangenadler füttern den Jungvogel zuerst nur mit Schlangen-Stückchen. Das zum Knochenbau wichtige Kalzium bekommen die jungen Gaukler durch die erbeuteten Wirbeltiere.
Bei den Altweltgeiern (Schmutzgeier, Kuttengeier, Schneegeier, Gänsegeier beispielsweise) werden die frisch geschlüpften Jungvögel mit vorverdauter hochgewürgter Nahrung aus dem Kropf gefüttert.
Erst in den kommenden 2 Monaten erlernt der jungen Kuttengeier das Jagen von Schlangen, kleinen Säugetieren und Lurchen. Die jungen Palmgeier werden von den Altvögeln mit dem Fruchtfleisch der Palmnüsse
gefüttert.
Bei den Galapagos-Bussarden paart sich das Weibchen mit bis zu 4 Männchen, wobei alle Männchen sich jeweils auf eine andere Beute spezialisiert haben und alle Männchen die Jungvögel und das
Weibchen während der Aufzucht abwechslungsreich ernähren.
Auch bei den Neuweltgeiern (Andenkondore, Rabengeier, Truthahngeier beispielsweise) werden die frisch geschlüpften Jungvögel mit vorverdauter hochgewürgter Nahrung aus dem Kropf gefüttert. Bei
den Rabengeiern sind dieses die ersten 40 Tage.
Das Schleiereulen-Weibchen jagt, sobald die jungen nach dem 20. Tage allein gelassen werden können, mit. Sind mehrere Schleiereulen geschlüpft, wurde auch schon beobachtet, daß der älteste
Jungvogel den Eltern die Beute abnimmt und sie selbständig an die jüngsten Geschwister weitergibt oder in Stücke reisst und anschliessend verteilt.
Bei den Uhus wird in Ausnahmen bei Nahrungsmangel, so Beobachtungen, der jüngste und schwächste Jungvogel von den Elterntieren getötet, um ihn als Futter dem stärkeren Jungvogel anzubieten bzw.
ihn zu verfüttern. Bei Nahrungsmangel werden nur die ältesten Sperbereulen-Jungvögel gefüttert, so dass die jüngsten Jungvögel verhungern müssen. Bei den Schnee-Eulen kommt es vor, dass der ältere Jungvogel den
jüngsten Jungvogel bei Nahrungsmangel auffrisst.
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Die Fotos der Futterübergabe an einen Jungvogel wurden im Tiergarten Nürnberg (Habichtskäuze: oberhalb dieser Zeilen und Schnee-Eule: unterhalb dieser Zeilen) aufgenommen.
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Das rechte Foto der Futterübergabe an einen Jungvogel wurde im Zoo Heidelberg (Milchuhu) aufgenommen.
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Die jungen Fettschwälme, die 3 bis 6 mal am Tag gefüttert werden, haben am 40. Tag das Gewicht der Eltern erreicht und am 70. Tag sind sie bereits 50 % schwere als die Altvögel.
Dieses Gewicht reduziert sich dann mit dem Gefiederwachstum in den kommenden Tagen wieder.
Wichtig ist, dass die Greifvögel nicht nur Essen, sondern auch trinken. Die Vögel teilen sich bezüglich des Trinkens in zwei unterschiedliche Gruppen auf. Die eine (grosse) Gruppe,
die Wasser zu Leben benötigt und die andere (kleinere) Gruppe, die die Flüssigkeit über die Nahrung aufnehmen muss (, weil es zum Beispiel in den Wüsten kein Wasser gibt). Die grosse Gruppe der
„Wasser-Trinker“ teilt sich wiederum auf in die Gruppe ("eigentlich" nur die Tauben, aber auch Flughühner, Kolibris, Pirole und viele Prachtfinken), die das Wasser einsaugen und die
anderen ("eigentlich" alle anderen, wobei auch andere das Wasser wiederum einsaugen können) die das Wasser durch Nippen aufnehmen. Die Enten, Möwen und viele Singvögel "schöpfen" das
Wasser ein. Zur Gruppe derer, die die Flüssigkeit oder das Wasser durch die Nahrung oder Beute aufnehmen, zählen der Neuhollandhabicht oder Weissbrauenhabicht oder Eidechsenhabicht oder aufgrund der
Unterarten auch weisser Habicht oder Grauhabicht oder Rotbrusthabicht, lat Accipiter Novaehollandiae und der Australische Habicht, lat. Erythrotriorchis Radiatus. Völlig anders trinken die
Schwalbenweihen, lat. Elanoides Forficatus, die nämlich im "Schwenkflug" von der Wasseroberfläche so nippend ihr benötigtes Wasser aufnehmen. Das notwendige Wasser wird zum Teil auch
über den Tau oder das angesammelte Regenwasser auf den Bäumen und Sträuchern aufgenommen.
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Beispiele für trinkende Harpyien (oben) und Weisskopfseeadler (unten) wurden im Tiergarten Nürnberg aufgenommen.
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Beispiele für trinkende Mitteleuropäische Wanderfalken (aufgenommen im Landesfalkenhof Burg Hohenwerfen) und trinkende Schopfkarakaras (aufgenommen im Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg).
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Beispiel für trinkende Schmutzgeier (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg).
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Auch die Eulen trinken. Hier die Beispiele von Schnee-Eule (junge und erwachsene Schnee-Eule), Bartkauz und Habichtskauz (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg).
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Nach dem Fressen säubern, reinigen oder putzen sich die Greifvögel und Eulen mitunter den Schnabel an Ästen, Steinen oder Gegenständen. Die Fotos zeigen wie die Harpyien
sich nach dem fressen den Schnabel säubern oder putzen. Auf der einen Schnabelseite reibt die Harpyie am Ast und auf der anderen Seite hängt die Zunge aus dem Schnabel (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg; (ansonsten ist die Zunge im Schnabel)). Die rechten Fotos zeigen einen Weisskopfseeadler (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg) und einen Schmutzgeier (aufgenommen im Alpenzoo Innsbruck).
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Die Eulen verschlingen ihre Beute meist ganz oder grob zerteilt. Eine zu grosse Beute wird mit den Füssen festgehalten und dann mit dem Schnabel zerteilt. So gelangen
Knochen, Schuppen, Federn und Haare in den Magen. Da Eulen eine im Gegensatz zu den Greifvögeln weniger scharfe oder aggressive Magensäure haben, würgen sie die unverdaulichen Reste, wie Knochen, Fell,
Federn, Krallen, Schuppen wieder in Form von Gewöllen aus. Die Greifvögel, die ihre Beute vor dem Fressen rupfen und zerkleinern, verdauen im Vergleich die Knochen zum grössten Teil mit, so dass kaum
Knochenstü(ch)e(n) dann noch festzustellen sind. Zum Herauswürgen wird das Gewölle zuvor mit einem Schleim überzogen, der zum einen dafür sorgt, dass das Unverdaute zusammenhält und zum anderen das
Gewölle so leicht durch die Speiseröhre rutschen kann. Die Dicke des Gewölles entspricht in der Regel dem Durchmesser der Speiseröhre.
Die Grösse der Gewölle beträgt (je Fachbuch verschieden) bei
den Schleier-Eulen 30-70 x 15-40 mm oder 20-80 x 18-35 mm oder 22-80 x 18-35 mm oder 20-70 x 25-35 mm oder fast kugelförmig, den Waldkäuzen 20-50 x 10-25 mm oder 35-80 x 20-28 mm oder 35-45 (80) x
durchschnittlich 20 mm oder 20-50 x 20-25 mm oder 40-60 x 20-30 mm, den Sumpfohreulen 30-60 x 15-25 mm oder 35-70 x 18-26 mm, den Steinkäuzen 15-40 x 10-15 mm oder 15-52 x 9-18 mm oder 15-40 x 10-15 mm
oder 15-30 x 10-15 mm oder 20-50 x durchschnittlich 15 mm, den Uhus bis 150 x bis 40 mm 43-129 x 19-44 mm oder 50-100 x 25-40 mm oder durchschnittlich 70 x 25-40 mm, den Schnee-Eulen bis 120 x bis 35 mm
oder 52-113 x 10-40 mm, den Zwergohreulen 30-35 x 10-15 mm oder 20-37 x 10-17 mm, den Rauhfusskäuzen 30-35 x 10-15 mm oder 18-35 x 11-16 mm, den Habichtskäuzen 55-60 x 20-30 mm oder 35-94 x 19-30 mm, den
Waldohreulen 37-65 x 16-27 mm oder 40-65 (100) x 25-30 mm oder 40-75 x 20-30 mm oder 40-70 (100) x 20-30 mm, den Sperbereulen 30-76 x 17-35 mm, den Bartkäuzen 35-110 x 18-44 mm und den Sperlingskäuzen
16-45 x 9-16 mm.
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Die Fotos oberhalb wurden im Tiergarten Nürnberg aufgenommen und zeigen Gewölle der Schnee-Eulen. Die Fotos unterhalb dieser Zeilen (Sperlingskauzgewölle, Waldkauzgewölle und Waldohreulengewölle: v.l.n.r.) wurden im
Walderlebniszentrum Erlangen gemacht.
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Die Gewölle oberhalb dieser Zeilen wurden im Naumann-Museum Köthen (links: Uhu; mitte: Waldohreule) aufgenommen.
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Die Gewölle werden mit zunehmender Grösse und des Alters zum Beispiel bei Bartkäuzen grösser. Beim Steinkauz zum Beispiel (so eine Untersuchung) stellte man fest, dass die Gewölle am
kleinsten in den Monaten Juni bis Juli sind und in den Folgemonaten die Gewöllegrösse (es wurde in der Untersuchung nicht zwischen Altvögeln und Jungvögeln unterschieden) stets bis zu den Monaten Februar
/ März zunimmt. Ausserdem zerbröseln alle Gewölle beim trocknen, wobei bei der Zwergohreule die Gewölle schon aufgrund der Chitinreste bröselig sind. Bezüglich der Schleiereule stellte man fest, dass
diese in den Monaten August bis September nur eine breiartige Masse hervorwürgt und nicht richtig verdaut. Normalerweise werden die Gewölle im Laufe der Zeit durch Käfer, Motten und Milben befallen.
Auch die Greifvögel, wie beispielsweise Schwarzmilan, Rotmilan, Wespenbussard, Rauhfussbussard und Rohrweihe würgen Gewölle aus. Die Grösse der Gewölle beträgt (je
Fachbuch verschieden) bei den Baumfalken beispielsweise 20-26 x 10-15 mm, den Turmfalken 20-40 x 10-25 mm oder 30-35 x durchschnittlich 15 mm oder 20-40 x 10-25 mm oder 20-40 x 10-20 mm, den
Mäusebussarden 45-60 x 25-30 oder 50-70 x durchschnittlich 30 mm oder 60-70 x 25-30 mm, den Seeadlern 90-110 x 35-40 mm, den Zwergadlern 50-60 x 20-30 mm, den Steinadlern durchschnittlich 30 x
durchschnittlich 100 mm, den Habichten 60-70 x 12-17 mm und den Sperbern 25-35 x 10-18 mm oder 20-40 x 12-17 mm.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Walderlebniszentrum Erlangen (Links: Mäusebussard; Mitte: Habicht) und (rechts) im Naumann-Museum Köthen (Rotmilan) gemacht.
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Neben den Greifvögeln und Eulen würgen die Krähenvögel, die Möwen, die Kormorane, die Würger und sogar Reiher Gewölle aus.
Der andere Teil des Unverdauten, ein weisses Gemisch aus Harn und Kot wird (flüssig) ausgespritzt, in dem der Schwanz nach oben gehoben wird. Die weissen Kothaufen oder Kotspritzer
verlaufen, sobald sie auf entsprechende Flächen kommen auseinander oder geneigte Flächen, wie Blätter oder Steine oder Bäume, hinunter. Der Steinkauz entledigt sich so 2 mal täglich.
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Fotos oberhalb der Zeilen: Harpyie (links, mitte) und Riesenseeadler (rechts) beim Kot herausspritzen. (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg).
Fotos unterhalb der Zeilen: Fotografiert wurden so die Ausscheidungen Habichtskauzes (Tiergarten Nürnberg), des Bartkauzes (Tiergarten Nürnberg) und des Milchuhus (Zoo Heidelberg) ; (linke Spalte von oben nach
unten), den Uhus (Tiergarten Nürnberg) (mittlere Spalte) und der Harpyie (Tiergarten Nürnberg) und des Weisskopfseeadler (Tiergarten Nürnberg) (rechte Spalte von oben nach unten).
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