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Block 1: Ein zusammenfassender Überblick über die Welt der Greifvögel und Eulen 07.01. Die Greifvögel und Eulen, vom Finden des Partners bis zur Kopulation
07.02. Die Greifvögel und Eulen, von der Entwicklung im Ei bis zum maximalen Lebensalter 07.03. Die Greifvögel und Eulen, die Skelette 07.04. Die Greifvögel und Eulen, die Eier
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen
1” (www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_1/greifvogel___eulen_1.html) befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de, genau: www.kaiseradler.de/uber_mich___Kontakt/uber_mich___kontakt.html)
jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung,
Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (Inhaltsverzeichnis: www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_A/greifvogel___eulen_a.html) daraus.
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07.01. Die Greifvögel und Eulen, vom Finden des Partners bis zur Kopulation Bereits vor ca. 430 bis 360 Millionen von Jahren
brachten die Panzerfische, lat. Incisoscutum Ritchiei, die ca. 70 Millionen Jahre existierten, lebendigen Nachwuchs auf die Welt. Im Laufe der Zeit entstanden dann auch die Reptilien, Amphibien, Vögel,
Säugetiere und die Menschen. Unklar ist, eine andere These besagt, dass nicht alle Panzerfische lebend gebärend waren, warum dann ein Rückschritt zum Legen der Eier oder keine Weiterentwicklung erfolgte. Wie auch
immer.
Wichtig ist die Entwicklung des Nachwuchses. Der Nachwuchs wird bei den Greifvögeln und Eulen völlig unterschiedlich geschlechtsreif. Das gesamte Balzverhalten ist angeboren. In der
Regel imponiert das Männchen dem Weibchen. Die Zugvögel beginnen nach der Rückkehr aus dem Winterquartier mit der Balz im Frühjahr. Die Balz ist begleitet von schrillen Schreien oder Rufen. Auch die Balzflüge der
Greifvögel sind durch Rufe gekennzeichnet. Das Balzverhalten dient bei einigen Arten einerseits der Revierverteidigung und andererseits der Suche nach einem Partner. Es ist auch beobachtet worden, dass Weibchen als
balzende Männchen abgelehnt und vertrieben hat. Bei den Habichten und Sperbern beginnt die Balz auf einem Sitzplatz. Die Sekretäre, Bussarde und Falken beginnen mit der Balz im Flug. Die Balz-Flüge enthalten
elegante Wendungen, rasante Sturzflüge, Wiederaufsteigen und zum Teil ein an den Fängen fassen. Die Adler und Bussarde fliegen in Formation. Dabei stösst das Männchen, welches über dem Weibchen fliegt) zum Weibchen.
Das Weibchen dreht sich und beide fassen sich mit den Fängen oder berühren sich nur. Sobald beide wieder loslassen, fliegt das Männchen nach oben weiter und das Weibchen dreht sich wieder zurück. In diesem
Zusammenhang übergeben die männlichen Weihen und Falken den Weibchen als "Balzfütterung" Beute in der Luft oder von Schnabel zu Schnabel, was gleichzeitig der Festigung der Paarbildung dient. Nach der
Balz folgt die Begattung. Das Weibchen ist paarungsbereit, wenn es eine waagerechte Körperhaltung einnimmt. Bei der Begattung steht das Männchen auf dem Rücken des Weibchens. Das Männchen stimuliert das Weibchen
durch leichte rhythmische Tritte auf dem Rücken. Den Schwanz nimmt dann das Weibchen nach oben. Beide Vögel bringen nun die Kloaken aneinander und das Männchen drückt seine Kloake seitlich am Schwanz des Weibchens
vorbei an die Kloake des Weibchens und dabei gelangt dann das Sperma in die Kloake des Weibchens. Das Männchen hat seine Hoden im Körper und die Kanäle des Hodens enden in der Kloake, auch die Kanäle zum Eierstock
enden beim Weibchen in der Kloake. Das Sperma wandert durch diese Übergabe dann in den oberen Eileiter des Weibchens und überlebt einige Tage. Im oberen Eileiter wird dann auch das Ei befruchtet. Die Begattungen
erfolgen mehrmals (auch am Tage) bis zu ca. 4 Wochen nach der Ei-Ablage. Im Flug begatten sich nur einige Falkenarten. Zum Balzritual zahlt auch das Schnabeln.
Bei den Männchen der Greifvögeln und Eulen sind keine Penisartigen Begattungsorgane vorhanden. Die Hoden sind im Körper angebracht und der linke Hoden ist grösser als der rechte
Hoden. Zur Fortpflanzungszeit wachsen die inaktiven in Ruhegrösse und daher unterentwickelten Hoden heran. Die Weibchen der Habichtartigen, lat. Accipitridae, der Falken, lat. Falconidae und der Neuweltgeier, lat. Cathartidae haben 2 voll entwickelte Eierstöcke. Bei allen anderen Familien der Greifvögeln und Eulen haben die Weibchen nur den linken Eierstock (inkl. Eileiter) voll entwickelt.
Experimente oder Untersuchungen, die durchgeführt wurden, ergaben, dass 9 von 10 Arten von insgesamt 139 verschiedenen Vogelarten, wo Männchen und Weibchen die gleiche Gefiederfärbung besitzen,
aufgrund der UV-Reflexion des Gefieders wissen, ob der angeschaute Vertreter der Art Weibchen oder Männchen ist. Zusätzlich wurde festgestellt, dass Weibchen in der Paarungszeit den Gesundheitszustand des Männchens
aufgrund der UV-Reflexion des Gefieders erkennen. Ebenso präsentiert in der Balzzeit das Männchen die Federn, die das ultraviolette Licht am besten brechen, am besten.
Die Greifvögel und Eulen, die eine (vermutete) „Dauerehe“ führen, werden als monogam bezeichnet. Die meisten Greifvögel wechseln jedoch jährlich die Partner. Die
„Standvögel“ bleiben meist zusammen und die „Zugvögel-Familien“ zerfallen mit dem Verlassen des Reviers in das Winterquartier. Die Jungvögel verlassen entweder von selbst das elterliche Revier oder
werden von diesem Revier von den Eltern vertrieben.
Es gibt Greifvögel, bei denen sich ein Weibchen mit mehreren Männchen paart, was als Polyandrie bezeichnet wird. Die Galapagosbussard-Weibchen, lat. Buteo Galapogoensis,
verpaaren sich beispielsweise mit bis zu 4 Männchen und all die Männchen verteidigen dann das Brutrevier und beschaffen die Beute für das Weibchen und die Jungvögel. Eine ähnliche Beobachtung hat man auch bei den
Wüstenbussarden oder Harris-Bussarden, lat. Parabuteo Unicinctus, gemacht.
Bei den Weihen wurde andererseits beobachtet, dass ein Männchen mit mehreren Weibchen zusammenlebt (als Polygynie bezeichnet). Ein Kornweihen-Männchen lebte zum Beispiel mit bis zu
7 Weibchen gleichzeitig „zusammen“ und betreute alle und selbst die Jungvögel mit Beute. Bezüglich der Wiesenweihen gibt es ähnliche Beobachtungen von einem Männchen und 2 bis 3 Weibchen, wobei auch hier dann
das Männchen die Weibchen und den Nachwuchs mit Futter versorgte.
Bezüglich der Verbreitung kommt es immer darauf an. Von den Gattungen der Echthabichten, lat. Accipiter, der Adler, lat. Aquila, und von der Bussarde, lat. Buteo,
verteidigen 75% ihr Revier.
Das Revier ist das Gebiet oder Territorium zum Beispiel zur Brutzeit um das Nest, welches das Brutpaar (auch) gegen Artgenossen verteidigt. Diese „Reviere“ liegen in der Regel
innerhalb des Aufenthaltsgebiete („home range“) und die Aufenthaltsgebiete der Artgenossen überschneiden oder überlappen sich in der Regel. Der Ruf und der Flug über dem Revier gehören der Revierverteitigung
(ein Teritorialverhalten) an.
Andererseits gibt es auch Greifvögel, die in Kolonien leben und brüten. Beispiele für Koloniebrüter sind die Gattungen lat. Gyps (eine aus 250 Paaren bestehende Gänsegeier-Kolonie wurde bereits beobachtet), die (Arten der) Perlenweihe oder Perlenaare, lat.
Gampsonyx Swainsonii, Schwalbenweihe oder Schwalbenschwarzmilane, lat. Elanoides Forficatus, Schneckenweihen oder Schneckenmilane, lat. Rostrhamus Sociabilis (Kolonien von 20 bis 100 Nestern wurden beobachtet), (mitunter auch) Mississippiweihen oder Mississippi-Schwebeweihen oder Schwebeweihen, lat. Ictinia
Mississippiensis, Rötelfalken, lat. Falco Naumanni, Schieferfalken, lat. Falco Concolor und der Eleonorenfalken, lat. Falco Eleonorae.
Es gibt aber auch verschiedene Arten, die im gleichen Revier leben und sich dulden. So wurde beispielsweise beobachtet, dass ein Turmfalkenpaar unterhalb eines Fischadlernestes in
einer Höhle brütete. Ähnliches Duldungsverhalten, man kommt sich bei der Beutesuche nicht in die Quere, zu anderen Greifvogel sind auch von Schwarzmilanen, lat. Milvus Migrans, Schwarzachselaaren oder
Schwarzachsel-Gleitaaren, lat. Elanus Scriptus, Gleitaaren oder Schwarzflügel-Gleitaaren, lat. Elanus Caeruleus oder? Elanus Axillaris, Wiesenweihen, lat. Circus Pygargus, Kornweihen, lat. Circus Cyaneus, Rohrweihen, lat. Circus Aeruginosus,
Heuschreckenteesas oder Heuschreckenbussarden, lat. Bustatur Rufipennis beobachtet wurden.
Die zum Teil stundenlangen Balzflüge des Kaiseradlers oder östlichen Kaiseradlers über dem Brutterritorium (eine Kombination von geflogenen Spiralen, Sturzflügen und dem Drehen um
die eigene Achse, wobei der eine den anderen in der Luft bei den Krallen greift und so dreht) werden ab dem Jahreswechsel bis in den Frühling mit laufenden Schreien begleitet. Laut anderen Beobachtungen erfolgen die
Balzflüge Ende Februar bis März nach dem die Zugvögel aus dem Winterquartier zurückgekehrt sind. So stürzt zum Beispiel das Männchen von oben auf das Weibchen, dieses dreht sich im Flug auf den Rücken und beide
greifen sich mit den Fängen. Entweder stürzen dann beide in Richtung Erdoberfläche oder beide lassen wieder los, so dass das Männchen nach oben weiterfliegt und das Weibchen seinen Weg geradeaus fortsetzt. Nach der
Balz begattet das Männchen das Weibchen auf einem Baum. Auch die Verteidigung des Reviers wurde beobachtet.
Beim Spanischen Kaiseradler oder Prinzenadler oder Westlicher Kaiseradler geht die Balz vom
Jahreswechsel bis zum Januar. Die Begattungen der Spanischen Kaiseradler erfolgt im Februar bis April.
Die Steinadler werden ab dem 5. Jahr in Freiheit geschlechtsreif, zuvor haben die Männchen noch kein
fruchtbares Sperma. Bis zu 10 Jahre kann es bei in Gefangenschaft lebenden Steinadler-Männchen dauern bis dass Sperma fruchtbar wird. Das Steinadler-Männchen fliegt im Winter hohe Kreisflüge in der Regel allein. Das
Steinadler-Männchen lässt sich aus der Höhe nach unten "fallen" und sobald er kurz über dem Boden ist, fliegt das Männchen wieder nach oben und wiederholt das Ganze bis zu 20 Mal. Sofern beide Steinadler
in der Luft kreisen, wurden auch eindrucksvolle Flugspiele, Loopings, aber auch Verfolgungsflüge beobachtet. Auch wurde die Beuteübergabe in der Luft beobachtet, wo das Steinadler-Männchen die Beute in der Luft
fallen lässt, nachdem sich das unter ihm fliegende Weibchen gedreht hat und die Fänge nach oben zum Fangen der Beute ausstreckt. Die Begattungen erfolgen auf einem starken Ast oder (in der Regel) auf der Erde ca. 6
Wochen vor und bis zu 4 Wochen nach der Ei-Ablage (Januar bis Mai). Bei der Begattung duckt sich das Steinadler-Weibchen und fächert die Unterschwanzdecken. Das Steinadler-Männchen springt auf das Weibchen und hält
das Gleichgewicht mit Flügelschlagen. Die Begattungsdauer jeweils ca. 4 bis 10 Sekunden.
Die Kaffernadler fliegen ihre Kreisflüge hoch einzeln oder paarweise. Dabei ist das Fliegen von Schleifen zum Teil mit
Loopings vom 9 bis 15 Uhr (in den Metapo-Bergen von März bis Mai) zu beobachten. Die Begattung erfolgt auf einem Felsen oder im Nest. Dabei landet zuerst das Weibchen auf einem Ast in der Nestnähe oder auf dem
Felsen und das Männchen landet dann auf dem Weibchen. Bis zum Schlupf der Jungvögel werden die Begattungen durchgeführt.
Die Keilschwanzadler fliegen ihre Balzflüge das ganze Jahr, jedoch am häufigsten ca. 3
Monate vor der Ei-Ablage. In der Luft kreist das Keilschwanzadler-Männchen über dem Weibchen. Das Männchen stürzt dabei auf das Weibchen und dreht kurz zuvor wieder ab oder das Weibchen dreht sich auf den Rücken und
beide berühren sich mit den Fängen. Auch wurde beobachtet, dass das Männchen Sturzflüge in Etappen von jeweils 50 bis 70 m durchführt. Die Begattung erfolgt auf einem Ast, im Nest oder auf einem Felsen. Das
Keilschwanzadler-Weibchen duckt und streckt sich. Das Keilschwanzadler-Männchen springt auf das Weibchen und vollzieht die Begattung in ca. 5 bis 10 Sekunden. Nach der Begattung (und auch zuvor) wird das gegenseitig
Gefieder gepflegt.
Die Balz des Schreiadlers erfolgt April bis Mai. Das Schreiadler-Männchen fliegt entweder allein oder mit dem Weibchen und dabei wird sich kreisend nach oben geschraubt. Es folgt das
hinunterfallen lassen, dem dann anschliessend der erneute Wiederaufstieg folgt.
Der Schelladler führt seine Balzflüge nach der Ankunft im Brutgebiet im März bis April durch.
Die Balzflüge der Habichtsadler finden in den Monaten November bis Dezember statt. Die Sturzflüge führen sie mit angelegten Schwingen durch, um dann wieder aufzusteigen.
Die Zwergadler führen ihre Balzflüge (inkl. der Sturzflüge und dem Wiederaufsteigen) nach der Rückkehr aus dem Winterquartier im April durch.
Der Kronenadler stellt seinen Federschopf bei der Balz auf.
Die Mäusebussarde beginnen im Februar mit der Balz. Die Mäusebussarde steigen schreiend in die Höhe und stützen
sich 30 bis 40 m in die Tiefe, um dann wieder aufzusteigen. Diese Kreisflüge dienen auch der Revierverteidigung vor anderen Mäusebussarden. Auch bei den Mäusebussarden fliegen Männchen und Weibchen
"übereinander" und es sind "Angriffe" des oben fliegenden Mäusebussards auf den darunter fliegenden Mäusebussard zu beobachten. Auch hier dreht sich der untere Vogel, so dass sich beide mit den
Fängen berühren und festhalten können. Die Mäusebussarde fliegen bei alldem im Gleitflug und verfolgen sich in der Landschaft.
Die Rauhfussbussarde führen ihre Balz nach der Rückkehr aus dem Winterquartier im März durch. Auch hat man bereits beobachtet, dass im Brutgebiet verpaarte Rauhfussbussarde sich
bereits einfanden.
Die Wespenbussarde fangen nach dem Rückkehr aus dem Winterquartier mit der Balz in den Monaten April bis Mai an. Das Wespenbussard-Männchen schlägt beim Flug die Flügel über dem
Rücken zusammen. Auch wurde beobachtet, dass sich das Wespenbussard-Weibchen während des Balzfluges auf den Rücken dreht, nachdem es von Männchen "angegriffen" wurde und beide haben sich mit den Fängen
berührt.
Die Schlangenadler führen Balzflüge, die mit lauten Pfeiftönen begleitet sind, nach der Ankunft im Brutgebiet im März durch. Die Gaukler führen im Beizflug "Vorwärtsrollen" durch.
Die in einer „Dauerehe“ lebenden Weisskopfseeadler-Paare „bestätigen“ den Zusammenhalt mit regelmässigen Balzflügen. Das Weisskopfseeadler-Männchen fliegt dabei im
Sturzflug auf das tiefer fliegende Weibchen, welches sich dreht, die Fänge des Männchen greift. Nach einem Moment lassen beide wieder los, das Weibchen fällt dann wieder abwärts und dreht sich und das Männchen
fliegt wieder nach oben. Auch bei den Weisskopfseeadlern wurden Verfolgungsjagden und Überschläge beobachtet. Bei der Begattung fliegt das Männchen auf das Weibchen und schlägt mit den Flügeln. Es sind laute Rufe zu
hören. Die Begattung dauert ca. 3 bis 6 Sekunden.
Die Balz der Seeadler (geschlechtsreif mit 5 bis 6 Jahren) wird im Zeitraum Dezember bis Februar (April?) durchgeführt. Beide rufen während dieser Zeit
im Duett. Während des Balzfluges stürzt das Männchen auf das Weibchen, das Weibchen dreht sich auf den Rücken und beide Seeadler berühren oder greifen sich mit den Fängen. So überschlagen sie sich beide und fallen
nun hinunter bis sie die Fänge wieder loslassen oder das Seeadler-Weibchen macht allein eine(n) Salto / Luftrolle, weil sich die Fänge nur berührten. Bei der Begattung fliegt das Männchen auf das Weibchen
und schlägt mit den Flügeln. Die Begattung dauert ca. 10 bis 12 Sekunden.
Die Balzzeit des Bindenseeadlers (je Region verschieden) ist in Nordindien und Burma von Oktober bis November, wobei dann von Oktober
bis Februar gebrütet wird. In Mittel- und Zentralasien ist die Balz im Mai. Zwischen dem Kaspischen Meer, dem Aralsee und dem Tiefland von Turau wird von März bis April gebrütet, in Transbaikalien und Tibet von Mai
bis Juni und in Syrdarja von Februar bis März.
Die Schreiseeadler, die in einer „Dauerehe“ leben, führen bei der Balz Kreis- und Verfolgungsflüge durch. Die Schreiseeadler greifen sich dabei an den
Fängen und führen Loopings durch. Bei den Stürzen, wenn sich beide an den Fängen halten, fallen beide bis zu 200 m nach unten. nach den Balzflügen erfolgt am kommenden Morgen die Begattung bis zu 12 Mal. Die
Schreiseeadler-Männchen füttern während der Balz die Weibchen.
Die Balz der Riesenseeadler findet in den Monaten Februar bis März, wenn die Temperatur gegen 0°C geht, statt. Die Riesenseeadler führen laut
rufend Formationsflüge und weite Kreisflüge durch, greifen sich an den Fängen und drehen sich um die eigene Achse.
Die Balzflüge der Weissbauch-Seeadler sind eine Kombination von lauten Geschrei und
Kreisflügen, stürmischen Verfolgungsflügen (mit Überschlägen) und Sturzflügen.
Die Sekretär-Männchen stellen bezüglich der Balz die Schopffedern auf und rennen dem Weibchen mit ausgebreiteten Flügeln (dabei
rufend) in einem „Tanz“ hinterher oder versuchen es mit einem wellenförmigen "Auf und Ab"-Flug zu begeistern.
Die Schwarzmilane fliegen im Balzflug in grossen Spiralen nach oben, wobei
einer dann nach unten stürzt, dreht und dann wieder nach oben fliegt, um von vorn anzufangen. Auch bleibt der Schwarzmilan im Rüttelflug in der Luft stehen. Überschläge oder ein Hineinstürzen in das Revier wurden
ebenso beobachtet. Ein Greifen der Fänge oder nur eines Fusses wurde ebenso in der Luft beobachtet und auch wie anschliessend beide nach unten stürzten, um die Fänge kurz vor der Erde wieder zu lösen. Die
Schwarzmilane verbinden im März bis April die Balz, die Begattung und die Ausbesserung des Nestes miteinander. Für die Begattung springt das Männchen entweder, nach dem es neben dem Weibchen sass, auf den Rücken des
Weibchens oder landet gleich auf diesem. Die Begattungen wurden bis zum Legen der Eier beobachtet. Bei der Begattung ruft das Männchen und schlägt mit den Flügeln.
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Mit freundlicher Genehmigung von Peter Schwarz, www.peter-schwarz.de wurde das Fotos der balzenden Schwarzmilane verwendet.
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Die ersten Paare bei den Rotmilanen finden sich im Winterquartier im Dezember, so dass sie schon auf dem gleichen Ast nebeneinander schlafen und gemeinsam jagen. Die Balzflüge finden dann über
dem Brutplatz (März bis April) statt. Die Rotmilane leben in einer „Dauerehe“. Es wurde auch beobachtet, dass in Revier eindringende Männchen bekämpft werden und zum Teil auch am Boden wälzend den Streit
austragen. In diesem Zusammenhang verjagen die Rotmilane auch Wanderfalken, Turmfalken und Mäusebussarde. Von Schwarzmilanen und Habichten kann der Rotmilan selbst andersherum auch verjagt werden. Der Rotmilan
fliegt dabei in grosse Höhen und stürzt sich dann in Schleifen, in den Kurven stark zur Seite drehend, über dem Wald nach unten, um sich dann wieder nach oben zu schrauben. Andererseits kann sich auch das
Rotmilanpaar im Sturzflug in den Wald hinein stürzen, um dann entweder zu landen oder an den Bäumen vorbei sich wieder heraufschrauben. Die Begattung erfolgt auf dem Nest oder in der Nestnähe und dabei landet das
Männchen auf dem Rücke des Weibchens.
Die Habichte beginnen mit der Balz im Morgengrauen ab dem Oktober bei den festen Paaren. Diese Partnersuche wird bei schlechtem Wetter und bei Schneefall unterbrochen.
Die Balzzeit ist Januar bis Februar oder März bis April. Die Habichte fliegen in die Höhe, ziehen grosse Kreise, stürzen (zum Teil in Etappen) bis zu 200 m hinunter und fliegen wieder nach oben. Der Flug kann dann
natürlich auch in die Baumkronen hinein erfolgen. Verfolgungsflüge sind ebenso beobachtet worden. Die Balz der Habichte wird mit kräftigen melodischen Rufen begleitet. Das Habicht-Männchen bringt die Beute dem
Weibchen in die Nestnähe und beginnt mit dem Nestbau. Das Weibchen bückt sich zur Begattung und das Männchen landet auf den Rücken des Weibchens. Die Begattung wird unter lautem Rufen vollzogen. Andererseits kann
das Männchen auch neben dem Weibchen sitzen und dann auf dieses, auf den Rücken, springen, um es zu begatten. Die jungen Habichte, die die Eltern verlassen, fliegen im Herbst in neue und besetzte Reviere, um durch
Kreisen und Rufe ihr Interesse zu verkünden.
Die Sperber sind mit einem Jahr geschlechtsreif. Die Brutreviere werden von den Altvögeln in den Monaten März und April besetzt. Die Jungvögel besetzen ihr Revier
von April bis Mai. Die in Grossbritannien lebenden Sperber, die Standvögel sind, beginnen im Herbst mit ihrer Balz. Während des Balzfluges wird über dem Brutgebiet gekreist und es werden Sturzflüge durchgeführt.
Verfolgungsflüge bis in die Baumkronen wurden auch beobachtet.
Die Balzflüge der Wiesenweihen finden im April bis Mai statt, nach dem zuerst die Männchen und dann die Weibchen aus dem Winterquartier gekommen sind. Die Männchen beginnen mit den Balzflügen
und locken so die Weibchen an. Bei der Balz wirft das Wiesenweihen-Männchen dem Weibchen Beutestücke zu. Beide paaren sich dann. Das Wiesenweihen-Männchen führt dann weitere Balzflüge durch. Eine Verpaarung mit 2
bis 3 Weibchen konnte so auch beobachtet werden. Das Wiesenweihen-Männchen hat dann alle Weibchen und den Nachwuchs mit Futter versorgt.
Die Kornweihen führen ihre Balzflüge im April nach der Rückkehr aus dem Winterquartier durch. Auch bei den Kornweihen wurde beobachtet, dass sich das Männchen mit bis zu 7 Weibchen paarte und
dann alle Weibchen und den Nachwuchs mit Futter versorgte.
Die Steppenweihen führen ihre Balzflüge nach dem Eintreffen im Brutgebiet im April bis Mai (bis zur Eiablage) durch. Das Steppenweihen-Männchen setzt die Balzflüge nach der Eiablage des
Weibchens allein fort. (Es wurde auch beobachtet, dass sich Männchen und Weibchen bereit im Winterquartier fanden.)
Auch die Rohrweihen-Männchen kreisen in der Luft und führen Abstütze durch, um so herunter zu trudeln und um anschliessend wieder nach oben zu kommen.
Die Altweltgeier kauern sich hin und plustern die Federn auf. Die Kuttengeier führen ihre Balz im Januar durch. Die Bartgeier stürzen sich in der Balz im November in die Tiefe und führen (auch)
Scheinangriffe auf den Partner.
Die Gänsegeier führen ihre Balz im Dezember durch und dabei schrauben sich beide nebeneinander in die Höhe, um dann oben übereinander mit simultanen Flugbewegungen zu fliegen.
Die Begattung erfolgt in der Nestnähe.
Die männlichen Fischadler führen im März ihre Balzflüge mit einem Fisch in einem der Fänge durch. Auch sind Sturzflüge von bis zu 300 m beobachtet worden. Das Männchen
begattet das Weibchen zwischen 150 bis zu 288 Mal (so eine Zählung).
Die Wanderfalken führen ihre 10 bis 20 minutenlangen Balzflüge in den Monaten März bis Mai (je Region können die Balzflüge auch später
enden) durch. Auf der Iberischen Halbinsel erfolgt der Beginn der Balz im Februar bis März. Beide Wanderfalken schrauben sich in die Höhe und jagen sich, sie fassen sich zum Teil auch an den Fängen. Bei den ca. 100
m langen Sturzflügen wird gebremst, in dem die Wanderfalken die Schwanz- und Flügelfedern voll spreizen. Auch ist in der Luft die Balzfütterung zu beobachten, wobei das über dem Weibchen fliegende Männchen die Beute
in den Fängen hält. Das Wanderfalken-Weibchen dreht sich und dann lässt auch das Männchen die Beute fallen, die dann das Weibchen auffängt. Die Balzflüge werden bei festen Paaren weniger durchgeführt. Die
Wanderfalken-Männchen, die noch keine Partnerin haben, führen Schauflüge durch, um auf sich aufmerksam zu machen. Dabei kommt es dann zu den Sturzflügen auf das Weibchen, den Loopings und der Beuteübergabe in der
Luft. Es ist auch mehrfach beobachtet wurden, dass sich ein Männchen mit mehreren Weibchen verpaart hatte, wobei in keinem Fall Nachwuchs gross gezogen wurde, weil dass Männchen mit der Beutebeschaffung überfordert
war.
Die Baumfalken führen die Balzflüge nach der Rückkehr aus dem Winterquartier im April bis Mai durch. Das Baumfalken-Männchen stösst dabei im Gleitflug auf das Weibchen zu und steigt dann wieder in die
Höhe, was es dann auch wiederholt. Das Männchen übergibt zur Balz dem Weibchen Beutestücke als "Geschenk". Von diesen Beutestücken hat das Männchen zum Teil dann auch schon gefressen. Die Baumfalken sind
stimmlich aktiv. Die Begattung dauert ca. 11 Sekunden.
Die Balz der Turmfalken findet im März bis April statt. Zu dieser Zeit werden auch die Reviere besetzt, sofern sie nicht schon durch Standvögel besetzt sind. Die Balz wird mit Lautäusserungen
begleitet. Das Turmfalken-Männchen führt während der Balzflüge Scheinangriffe auf das Weibchen durch. Aufgrund von durchgeführten Experimenten fand man heraus, dass Turmfalkenweibchen leichte Männchen bevorzugen, da
diese erfolgreicher jagen. Das Männchen übergibt während der Balz Beutestücke von Schnabel zu Schnabel dem Weibchen.
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Die Truthahngeier-Männchen laufen bei der Balz (es sind mehrere Männchen) am Boden umher, um so ein Weibchen zu beeindrucken. Sobald sich ein Männchen und ein Weibchen gefunden haben, fliegen
sie in die Luft.
In der Brutzeit und zum Teil schon im Spätherbst machen in Europa die männlichen Eulen in der Dämmerung ihre Balzrufe, um einerseits das Revier abzugrenzen und um andererseits die weiblichen
Eulen anzulocken. Sie klappern mit dem Schnabel und klatschen mit den Flügeln.
Die ersten Balzrufe der männliche Eulen sind vom Spätwinter bis zum Frühjahr (in den Tropen gibt es keine derartige zeitliche
Begrenzung) in den klaren windstillen Nächten zu hören. Durch diese Balzrufe werden die Revierbegrenzungen den Artgenossen mitgeteilt und die Weibchen angelockt. Sobald ein Weibchen angekommen ist, fliegt das
Männchen auf und gibt weitere Rufe von sich.
Vom Waldkauz-Männchen, das im Herbst das Revier bereits besetzt, hört man die Balzrufe und Revierrufe auch das ganze Jahr, wobei natürlich am häufigsten zur
Balzzeit von Februar bis März (, dem Beginn des Legens der Eier). Das Waldkauz-Weibchen sucht den Brutplatz aus. Die Balzrufe des Rauhfusskauz-Männchens sind in der ganzen Nacht von Februar bis März zu hören. Der
Balzruf des Habichtskauz-Männchens wird mit dumpf beschrieben. Die männlichen Zwergohreulen beginnen nach der Rückkehr aus dem Überwinterungsgebiet mit ihren 2-3 Sekunden-langen Balzrufen, besetzen die Reviere und
suchen nach einem geeigneten Brutplatz. Der Balzruf der Schleiereule wird mit "chüüüh" beschrieben. Die Uhu-Männchen geben von Februar bis März die ganze Nacht (beginnend ab Sonnenuntergang) ihre Balzrufe
(Rufserien von zum Teil über einer Stunde) von sich und die Uhu-Weibchen antworten höher und einsilbig. Sobald sich ein Uhu-Paar gefunden hat, bleibt es lebenslang in einer „Dauerehe“ zusammen. Die
Sperbereulen-Männchen haben einen monotonen regelmässig wiederholenden Ruf. Der Sperlingskauz beginnt mit der Balz im Mai. Die Balzrufe des Steinkauzes sind weich, klagend und lang gezogen und ab dem Spätwinter bis
zum Frühjahr zu hören. Die männlichen Sumpfohreulen führen im März bis April hohe kreisende Balzflüge mit Sturzflügen durch. Auch schlagen (klatschen) die männlichen Sumpfohreulen die Flügel beim fliegen zusammen.
Der Balzruf der Sumpfohreulen wird mit dumpfen Rufreihen beschrieben. Die Waldohreulen-Männchen beginnen im Januar mit der Balz, die bis zum März geht. Beim Balzflug des Waldohreulen-Männchens schlägt (klatscht)
dieses beim Fliegen die Flügen zusammen. Die Balzrufe des Waldohreulen-Männchens sind hell flötenrein, aber auch das Weibchen reagiert mit ihren Rufen auf die Rufe des Männchens. Das Bartkauz-Männchen führt von März
bis Mai seinen Balzruf von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang durch. Die Bartkäuze können auch Kolonien brüten, sofern genügend Beute vorhanden ist.
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Die männlichen Schnee-Eulen laufen auf einen Hügel und rufen anschliessend. Die männlichen Schnee-Eulen verteidigen (auch mit Luftkämpfen) ihr Revier. Vor der Begattung gibt es mehrere Rufe des
Männchens, die vom Weibchen erwidert werden. Die nachfolgenden Fotos zeigen die Begattung der Schnee-Eulen (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)
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07.02. Die Greifvögel und Eulen, von der Entwicklung im Ei bis zum maximalen Lebensalter Das Weibchen legt das Ei oder die
Eier (vergleiche Kapitel: "Die Greifvögel und Eulen, die Eier"). Die Eier sind bezüglich Grösse, Aussehen (Färbung, Form) und Gewicht verschieden und werden mit einigen Tagen Abstand gelegt. In diesen
Eiern sind alle wichtigen Nährstoffe im Eiklar und Eigelb für die Entwicklung der Jungvögel enthalten. Somit beginnt dann die Entwicklung des Jungvogels im Ei. Die Elternvögel liefern beim Brüten, die Brutzeit ist
je Art verschieden, die notwendige Wärme. Bei vielen Greifvögeln und Eulen brütet nur oder grösstenteils das Weibchen und das Männchen beschafft die Beute.
Am ersten Tag schwimmt die Keimzelle oder
Keimscheibe mit Keimanlage, wo sich der Embryo entwickeln wird, auf der Dotteroberfläche im Eiklar, da er sich dort am nächsten an der wärmenden Brust des brütenden Elternvogels befindet. Es entstehen die
Blutgefässe, durch die die Nährstoffe in den Embryo gelangen. Es entstehen die Augen, die Füsse und der Schnabel. Sobald die Entwicklung im Ei abgeschlossen ist, dreht sich der Jungvogel im Ei, so dass am spitzen
Ende sich die Füsse befinden. Es bildet sich auf dem Oberschnabel ein kalkhaltiges Gebilde oder ein stumpfer hornhaltiger Dorn, was beides auch als Ei-Zahn bezeichnet wird. Gleichzeitig bildet sich der
Ausschlüpfmuskel am Genick oder anders formuliert: bildet sich der Schlüpfmuskel (eine starke Schwellung des Nackenmuskels).
Das zerbrechen der Eierschalen oder das zerdrücken des noch nicht vollständig entwickelten Jungvogels in der Vergangenheit beim Brüten durch das Gewicht des Vogelweibchens,
zurückzuführen auf die Umweltgifte, Pestizide, Dioxine, wie DDT, PCB oder Quecksilber, ist bereits in freier Natur bei Uhus, Steinadlern, Fischadlern, Weisskopfseeadlern, Seeadlern, Schreiseeadlern, Sperbern,
Rotschulterbussarden, Rotfußfalken, Präriefalken, Wanderfalken, Mauritiusfalken, Lannerfalken, Eckschwanzsperbern, Rundschwanzsperbern und indischen Geiern beobachtet worden.
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Ist die Entwicklung des Jungvogels im Ei beendet, kratzt oder pickt der Jungvogel oder das Kücken mit dem Ei-Zahn mit mehreren Ruhepausen an der Ei-Schale. Dadurch erhöht sich der
Sauerstoffbedarf des Kückens. Sofern nicht genügend Sauerstoff über die Poren durch die Ei-Schale zum Kücken gelangte, erstickt das Kücken. Hat der Jungvogel eine Öffnung gekratzt und die Schale durchbrochen,
gelangt erstmals der wichtige Sauerstoff in das Ei. nach einer Pause wird die Öffnung weiter bearbeitet und vergrössert. Irgendwann ist die Öffnung des Eies durch den Ei-Zahn gross genug, um durch das Stemmen der
Füsse gegen den „Boden“ und das Drücken der Schultern gegen „Deckel“ ein öffnen des Eies zu erreichen. Hat sich das Kücken aus dem Ei gezwängt, ruht es sich aus und die Duhnenfedern trocknen. Aufgrund
des unterschiedlichen legens der Eier, schlüpfen auch die Jungvögel an verschiedenen Tagen. Die Elternvögel entfernen die Schalen aus dem Nest. Der Ei-Zahn und der Schlüpfmuskel verschwinden nach einigen Tagen.
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Nach dem Schlüpfen der Jungvögel werden die Vögel im Groben in Nestflüchter (, wie zum Beispiel Enten (die Kücken können den Elternvögeln bald folgen)) und Nesthocker
unterteilt. Erst nach einiger Zeit, so eine zusätzliche Untergliederung, können die "Platzhocker" wie zum Beispiel die Jungvögel der Möwen und Pinguine den Elternvögeln folgen. Die (hilflosen)
Jungvögel der Greifvögel (, die bereits die Augen öffnen können und ein spärliches Duhnenkleid besitzen,) und der Eulen (, die bereits einen dickes, plüschartig weiches Duhnenkleid besitzen,) zählen zur
Gruppe der Nesthockern. Die Jungvögel schlüpfen bei den meisten Vögeln in zeitlichen Abständen (, da die Eier ja auch in zeitlichen Abständen gelegt wurden und gleich mit dem Brüten begonnen wird). Bei
den Eulen können so zwischen dem ersten Jungvogel und dem letzten Jungvogel, der aus dem Ei schlüpft, bis zu 2 Wochen vergehen, wobei dann die ersten am lautesten Schreien und die letzten unter Umständen
verhungern (oder aufgefressen werden). Die frisch geschlüpften Schleiereulen bekommen zwei Duhnenkleider. Die anderen Eulen, vielmehr die frisch geschlüpften kleinen Eulen, erhalten nach dem ersten
Duhnenkleid ein halbduhniges Nestlingskleid. Das Grossgefieder wächst in der Regel erst, wenn die kleinen Eulen die Nester oder Höhlen (als "Ästlinge") verlassen haben. Die jungen
Kanincheneulen erkunden noch bevor sie flügge werden, ihre Umgebung.
Bei einigen Greifvögeln tötet das erstgeborene Kücken das zweitgeborene Kücken (, nur dann nicht, wenn es für beide Jungvögel genügend Beute gibt). Einige Greifvögel
legen nur ein Ei, andere Greifvögel wiederum mehrere Eier, was dann auch auf das Nahrungsangebot zurückzuführen ist. In vielen Fällen ist das Männchen hauptsächlich für die Beschaffung der Beute
zuständig. Interessant ist, dass einige Greifvögel, wie zum Beispiel Gaukler oder Keilschwanzadler die Ernährung aufgrund oder zur Aufzucht der Jungvögel umstellen und dann kleine Wirbeltiere erbeuten
und an die Jungvögel verfüttern, damit diese das notwendige und wichtige Kalzium bekommen.
Bezüglich des „Kind Erkennens“ findet man in der Literatur das Beispiel von einem Bürstädter Privatzoo. In diesem wurden einem Mäusebussard-Weibchen zwei
Hühnereier zum ausbrüten untergelegt. Nachdem das Weibchen die Eier ausgebrütet hatte, verweigerte es die bisherige Nahrung aus toten Hühnerkücken und Haussperlingen. So wurde das Mäusebussard-Weibchen
anschliessend mit Rind-, Kalb- und Schweinefleisch weiter gefüttert und somit gab das Weibchen den Hühnerkücken kleine Fleisch-Stückchen zum Fressen weiter. Auch im späteren Verlauf bildete sich keine
Feindschaft zwischen der Mutter und den "Adoptivkindern".
Nachfolgend einige Fotos einiger junger Greifvögel und Eulen:
Ordnung Greifvögel, lat. Falconiformes Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
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Das linke und mittlere Foto eines jungen Östlichen Kaiseradlers wurde in der Greifvogelwarte Landskron gemacht. Das rechte Foto eines jungen Steppenadlers wurde im Zoo Neunkirchen aufgenommen.
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Die Fotos der jungen Habichte wurden in der Falknerei Oberfrauenau bei Zwiesel (Links, Mitte) und in der Greifvogelwarte Burg Landskron (Rechts) aufgenommen.
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Die Fotos der jungen Weisskopfseeadler wurden im Zoo Nürnberg (links), in der Greifvogelwarte Riegersburg (mitte) und in der Tinnunculus Falknerei Heidelberg (rechts) aufgenommen.
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Diese Fotos eines jungen Kuttengeiers mit seinem Elternvogel wurden im Zoo Wuppertal aufgenommen.
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Diese Fotos eines jungen Bergkarakaras wurden im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) gemacht.
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Diese Fotos eines jungen Andenkondors wurden im Tiergarten Nürnberg (links), in der Greifvogelstation Hellenthal (mitte) und in der Adlerwarte Kreuzenstein (rechts) gemacht.
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Diese Fotos eines jungen Königsgeiers wurden im Zoo Berlin Tiergarten gemacht.
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Das linke Fotos eines jungen Uhus wurde im Wildpark Nindorf aufgenommen. Das mittlere Foto eines jungen Milchuhus wurde im Vogelpark Walsrode (heute: Weltvogelpark) gemacht. Das rechte Foto des jungen
Mackinder’s Kap-Uhus oder der Kenia-Uhus wurde im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) gemacht.
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Dieses Foto von einem Malaienkauz oder braunen Waldkauz mit seinem Nachwuchs wurde im Vogelpark Timmendorfer Strand aufgenommen.
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Bezüglich der Lebensjahre stellte man verschiedene Altersspannen fest. Der Kaiseradler kann bis zu 44 Jahre, der Seeadler bis zu 35 Jahre, der Kronenadler bis zu 30 Jahre, der Kondor bis zu 60
Jahre, der Gaugler bis zu 55 Jahre, der Weisskopfseeadler in Gefangenschaft bis 36 Jahre und der Andenkondor bis zu 72 Jahre in Gefangenschaft alt werden. Für die Gruppen bedeutet dieses, dass die kleinen Sperber
und kleinen Falken 2-15 Jahre, die Habichte, Falken und kleinen Eulen 10-20 Jahre, die kleinen Adler 15-30 Jahre und die großen Adler und Geier 30-50 Jahre alt werden können.
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07.03. Die Greifvögel und Eulen, die Skelette Bei den Greifvögeln fällt der lange Hals auf, der dem Vogel aufgrund der vielen Halswirbel
ermöglicht, den Hals nach hinten zu drehen. Die leicht gebauten Flügel sind lang. Die Beine sind kräftig. Die Brust ist breit. Bezüglich
des Skelettes fällt das lange stabile Brustbein mit dem breiten Kamm auf. An diesem befindet sich die Flugmuskulatur. Die Knochen der Geier sind innen hohl.
Ordnung Greifvögel, lat. Falconiformes Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
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Familie 2: Fischadler, lat. Pandionidae Familie 3: Sekretäre, lat. Sagittariidae Familie 4: Falken, lat. Falconidae
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Das Foto zeigt ein Lannerfalken-Skelett und wurde im Jagd- und Fischereimuseum Tambach gemacht.
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Ordnung Stelzvögel oder Schreitvögel, lat. Ciconiiformes Familie 8: Neuweltgeier, lat. Cathartidae
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Dieses Fotos zeigt ein Königsgeier-Skelett und wurde im Zoologischen Museum Göttingen gemacht.
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Ordnung Eulen, lat. Strigiformes Familie 1: Schleier- und Maskeneulen, lat. Tytonidae Familie 2: Eulen, lat. Strigidae
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Diese Abbildungen zeigen auf der linken Seite die Skelette des Schreiseeadlers (aufgenommen im Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg (Frankfurt)), des Steppenadlers (nur Skelettkopf;
aufgenommen in der Falknerei Burg Obernberg), des Mönchsgeiers (aufgenommen im Zoologischen Museum der Universität Heidelberg) und des Bartgeiers (nur Skelettkopf; aufgenommen im Naturkundemuseum
Bamberg) und auf der rechte Seite des Habichts (aufgenommen im Jagd- und Fischereimuseum Tambach) und des Sperbers (aufgenommen im Naturkundemuseum Bamberg).
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07.04. Die Greifvögel und Eulen, die Eier Wie verschieden die Eier der Greifvögel und Eulen sind, zeigen die nachfolgenden Fotos. Die
Ei-Grösse entspricht dabei nicht dem Original. Die schwersten Eier "produzieren" unter den Greifvögeln die Andenkondore mit ca. 280g, die Gänsegeier mit ca. 252 g und die Steinadler mit ca. 140 g. Die
ovalen Eier haben in der Regel ein stärker gerundetes Ende. Die Eulen-Eier sind im Vergleich zu allen anderen Eiern am rundlichsten und die Greifvogel-Eier sind im Vergleich zu anderen Eiern am ovalsten.
Ordnung Greifvögel, lat. Falconiformes Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae Unterfamilie Gleitaare, lat. Elaninae
Unterfamilie Wespenbussarde, lat. Perninae
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Das Ei des Wespenbussards wurde im Naturkundemuseum Bamberg (Links) und im Zoo Neunkirchen (Mitte) aufgenommen.
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Unterfamilie Milane, lat. Milvinae
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Die Fotos zeigen (links) die Eier des Seeadlers (erstes Bild; Burgfalknerei Hohenbeilstein und zweites Bild: Vogelpark Walsrode (heute: Weltvogelpark)), des Bandseeadlers (drittes Bild) und des Steinadlers
(Greifenwarte Edersee). Die Fotos (mitte) zeigen die Eier des Rotschwanzbussards (aufgenommen in der Burgfalknerei Hohenbeilstein), des Mäusebussards (aufgenommen im Naturkundemuseum Coburg und im Zoo Neunkirchen)
und des Adlerbussards (aufgenommen im Zoo Neunkirchen). Die rechten Fotos der Eier des Zwergadlers, Steppenadler und Kaiseradlers wurden im Zoo Neunkirchen aufgenommen.
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Unterfamilie Altweltgeier, lat. Aegypiinae
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Unterfamilie Weihen, lat. Circinae
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Das linke Foto eines Eies einer Kornweihe wurde im Naturmuseum Bamberg gemacht. Das mittlere Foto des Eies einer Rohrweihe und des Eies einer Wiesenweihe wurden im Zoo Neunkirchen aufgenommen.
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Familie 2: Eulen, lat. Strigidae Unterfamilie Echte Eulen, lat. Buboninae
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Die Fotos auf der linken Spalte zeigen die Eier des Uhus (aufgenommen in der Greifenwarte Edersee, aufgenommen im Naturkundemuseum Coburg und aufgenommen im Zoo Suhl) und des Milchuhus (aufgenommen im
Zoo Berlin (Tiergarten). Die Fotos in der Mitte zeigen die Eier der Schnee-Eule (aufgenommen im Zoo Berlin (Tiergarten), der Sperbereule aufgenommen im Zoo Köln und des Steinkauzes (aufgenommen im Staatlichen Museum
für Naturkunde Stuttgart und im Naturkunde-Museum Coburg). Die Fotos auf der rechten Spalte zeigen die der Zwergohreule und des Sperlingskauzes (jeweils im Zoo Neunkirchen aufgenommen).
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Unterfamilie Ohreulen und Käuze, lat. Striginae
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