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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Habichte, lat. Accipitrinae zu dieser Unterfamilie gehören die Gattungen: Accipiter (Echthabichte), Urotriorchis, Melierax, Erythrotriorchis, Heterospiza, Megatriorchis
01. Habicht, lat. Accipiter Gentilis 02. Blaukopfsperber oder Graukopfhabicht oder Celebes-Schopfhabicht, lat. Accipiter Griseiceps 03. Sperber, lat. Accipiter Nisus
04. Unterart: Rotbrustsperber oder Rotbauchsperber oder Afrikanischer Sperber, lat. Accipiter Nisus Rufiventris oder(!) Accipiter Rufiventris 05. Neuhollandhabicht oder Weissbrauenhabicht
oder Eidechsenhabicht oder aufgrund der Unterarten auch weisser Habicht oder Grauhabicht oder Rotbrusthabicht, lat Accipiter Novaehollandiae 06. Mantelhabicht oder Schwarzmantelhabicht oder Schwarzmantelsperber, lat. Accipiter Melanochlamys
07. Besrasperber, lat. Accipiter Virgatus 08. Rabaulhabicht oder Blaugrausperber oder Blaugrauhabicht, lat. Accipiter Luteoschistaceus 09. Eckschwanzsperber, lat. Accipiter Striatus
10. Rundschwanzsperber oder Coopershabicht, lat. Accipiter Cooperii
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen
1” (www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_1/greifvogel___eulen_1.html) befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de, genau: www.kaiseradler.de/uber_mich___Kontakt/uber_mich___kontakt.html)
jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung,
Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (Inhaltsverzeichnis: www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_A/greifvogel___eulen_a.html) daraus.
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01. Habicht lat. Accipiter Gentilis
Der Habicht lebt in den Wäldern der nördlichen Regionen Europas, Asiens (Sibirien), und Nordamerikas in 10 Unterarten. Einige der Unterarten sind der Europäische Habicht, lat. Accipiter Gentilis Gallinarum,
der Skandinavisch-Baltische Habicht, lat. Accipiter Gentilis Gentilis, der Sibirische Habicht, lat. Accipiter Gentilis Buteoides und der Amerikanische Habicht, lat. Accipiter Gentilis Atricapillus.
Die nordamerikanischen Unterarten, die kanadischen Habichte, sind Zugvögel und überwintern aufgrund des Nahrungsangebotes von Oktober / November bis März / April im Süden in Mexiko. Die anderen Habichte sind
Standvögel und bleiben in ihrem Revier. Der Habicht war der am härtesten verfolgteste Greifvogel. Gerettet wurde er erst nach intensiven Schutzmassnahmen. Die Reviere der Habichte sind ca. 500 – 5.000 Hektar
oder 5 – 64 km² gross. Die Paare, heute leben 137.000 – 165.000 Paare (Stand: 2003), bleiben zusammen. Das Männchen wird auch Terzel genannt.
Die Jungvögel sind auf der Oberseite dunkelgrau über braun bis hellocker gefiedert und auf der Unterseite (dunkel-)braun bis rostgelb längs getupft (oder anders formuliert: mit sehr kurzen
Längsstreifen versehen). Die Altvögel sind auf der Oberseite schiefergrau bis graubraun. Die Unterseite ist weiss gefiedert und hat dunkelbraune Querstreifen. Die Augen sind in den ersten Jahren gelb (oder / bis
hellblaugrau?) und werden im Alter rotgelb bis orangefarben. Über den Augen befindet sich ein weisser Querstreifen. Der Schwanz hat vier dunkle Querbinden.
Der Habicht ist 48 – 66 cm gross. Die Spannweite beträgt 108 – 127 cm beim Weibchen und beim Männchen 95 – 105 cm. Die Weibchen sind zu einem drittel schwerer und bis zu 50%
grösser als die Männchen. Die Männchen wiegen zwischen 0,6 – 1,1 kg und die Weibchen wiegen zwischen 0,8 – 2,2 kg. Die Flügel sind abgerundet. Der Schwanz ist lang.
Zur Nahrung des Habichts zählen Vögel (wie beispielsweise Fasane, Kraniche, Möwen, Drosseln, Enten, Häher, Tauben) und Säugetiere (wie beispielsweise Hasen, Kaninchen, Eichhörnchen,
Mäuse). Im Pirschflug fliegt der Habicht auf der Suche nach seiner Beute (wie beispielsweise einen Eichelhäher) und stürzt sich im Sturzflug auf sie. Tauben jagt der Habicht mit einer Geschwindigkeit von bis zu 90
km/h.
Die Habichte beginnen mit der Balz im Morgengrauen ab dem Oktober bei den festen Paaren. Diese Partnersuche wird bei schlechtem Wetter und bei Schneefall unterbrochen. Die Balzzeit ist Januar bis
Februar oder März bis April. Die Habichte fliegen in die Höhe, ziehen grosse Kreise, stürzen (zum Teil in Etappen) bis zu 200 m hinunter und fliegen wieder nach oben. Der Flug kann dann natürlich auch in die
Baumkronen hinein erfolgen. Verfolgungsflüge sind ebenso beobachtet worden. Die Balz der Habichte wird mit kräftigen melodischen Rufen begleitet. Das Habicht-Männchen bringt die Beute dem Weibchen in die Nestnähe
und beginnt mit dem Nestbau. Das Weibchen bückt sich zur Begattung und das Männchen landet auf den Rücken des Weibchens. Die Begattung wird unter lautem Rufen vollzogen. Andererseits kann das Männchen auch neben dem
Weibchen sitzen und dann auf dieses, auf den Rücken, springen, um es zu begatten. Die jungen Habichte, die die Eltern verlassen, fliegen im Herbst in neue und besetzte Reviere, um durch Kreisen und Rufe ihr
Interesse zu verkünden.
Das Nest wird in hohen Bäumen in 5 bis 25 m Höhe angelegt. Die Habichte bauen im Laufe der Zeit mehrere Nester, die sie abwechselnd benutzen. Entweder bauen die Männchen neue Nester
oder die Weibchen bauen vorhandene Nester (auch mit) aus. Vorzugsweise werden die Nester auf Kiefern in Höhen von 1.000 bis 1.800 m angelegt. Das Habichtweibchen legt im Abstand von 2 bis 3 Tagen im März bis Mai
ihre 1 bis 6 grünlichen bis grauen bis bläulich-weissen Eier. Das Weibchen brütet die Eier in 35 – 42 Tagen zum grössten Teil allein aus. Mitunter hilft das Männchen. Die jungen Habichte schlüpfen dann in 24
bis 30 Stunden oder so eine andere Angabe innerhalb von 48 – 60 Stunden. Das Männchen beschafft die Beute und übergibt sie dem Weibchen. Dieses teilt sie in Stücke und verfüttert sie an den Nachwuchs. Flügge
sind die jungen Habichte in 35 – 43 Tagen. Betreut und gefüttert werden die Jungvögel auch noch die kommenden ca. 70 Tage ausserhalb des Nestes. Die Jungvögel, die kurz nach dem flügge werden in der Nestnähe
umherklettern oder fliegen, werden auch Ästlinge genannt. Das Weibchen verteidigt und beschützt das Nest und den Nachwuchs sogar gegen Menschen. Geschlechtsreif werden die jungen Habichte mit 2 bis 3 Jahren. Nach
einer Statistik sterben ca. 70% der Jungvögel noch im ersten Lebensjahr. Das Höchstalter, was je registriert wurde, sind 28 Lebensjahre.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden in der Deutschen Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg (heute: Deutsche Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg)
aufgenommen. Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Vogelausstellung ORINKA in Bad Schönborn gemacht.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Falkenhof auf dem Grossen Feldberg in Schmitten aufgenommen. Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei Oberfrauenau bei
Zwiesel (links), in der Erlebnis Tierwelt Altmühltal (mitte) und im Wisentgehege Springe (rechts) gemacht.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg (links), im Naturkundemuseum Bamberg mit verschiedenen Alterskleidern (mitte) und in der
Greifvogelwarte Burg Landskron (rechts) aufgenommen.
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02. Blaukopfsperber oder Graukopfhabicht oder Celebes-Schopfhabicht lat. Accipiter Griseiceps
Der Blaukopfsperber lebt in den lichten Wäldern in Sulawesi und auf den Inseln Buton, Manu, Butung und Togian.
Der Oberkopf und die Wangen (Kopfseiten) sind blaugrau bis
dunkelgrau gefiedert. Die Oberseite ist braun bis dunkelbraun gefiedert. Die Nackenfedern deuten einen Schopf an. Die Kehle ist weiss und enthält einen zentralen Längsstreifen. Die Unterseite ist weiss bis
cremefarbenweiss grundgefiedert und mit kurzen dunkelbraun bis schwarzbraunen Längsstreifen versehen. Die Beine sind eng oder fein quergebändert. Die Schwanzoberseite ist braun und dunkelbraun gestreift. Die
Unterseite des Schwanzes ist weiss gefiedert. Die Augen sind orange bis gelb. Die Grösse beträgt 33 – 38 cm.
Zur Nahrung zählen zum Grossteil kleine Vögel, aber auch kleine Säugetiere und Reptilien.
Das Nest befindet sich auf einem hohen Baum.
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03. Sperber lat. Accipiter Nisus
Der Sperber ist im Flachland, in den halboffenen und offenen Nadelwäldern, Mischwäldern, Bergregionen mit offenen Flächen / Lichtungen, Sträuchern und Städten im tropischen
Eurasien, Nordeuropa, Nord-, Nordostafrika, Nordwestafrika, Asien bis nach Nordjapan in 6 oder(?) 8 Unterarten verbreitet. Beispielsweise lebt die Unterart Accipiter Nisus Wolterstorffi in Korsika und Sardinien. Die nördlich beheimateten Vertreter überwintern als Zugvögel in Mittel- und Westeuropa bis nach Nordwestafrika.
Die Weibchen haben eine graubraune bis schieferblaugraue bis schiefergraue Oberseite. Die weiss grundgefiederte Unterseite ist grau bis dunkelbraun bis schwärzlich gebändert. Die Weibchen wirken brauner auf
dem Rücken und grauer auf dem Bauch. Auf der Oberseite können sich weisse Flecken befinden, die jedoch auch zum Teil dann durch die darüber liegenden Federn verdeckt sind.
Die Männchen haben eine blaue bis
blaugraue bis schiefergraue Oberseite. Der weisse Nacken ist nicht bei allen Vertretern vorhanden. Die Wangen sind rostfarben bis rotbraun gefiedert. Die weiss grundgefiederte Unterseite, die mit roten bis
rotfarbenen bis rostroten Querstreifen versehen ist, wirkt insgesamt rosarot bis rotbraun bis rostrot.
Die Weibchen haben die hellere Iris (gelb bis orangegelb) und die Männchen die dunklere Iris (orangegelb
bis orangerot bis dunkelrot). Gerade flügge gewordene Jungvögel besitzen mattblaugraue Augen. Die Grösse der Sperber beträgt 27 bis 41 cm, wobei das Männchen ein Drittel kleiner als das Weibchen ist. Der Schnabel
ist blaugrau. Die weissen Überaugenstreifen "Augenbraunen", die beide in der Regel besitzen, können bei "extrem" gefiederten Männchen auch fehlen.
Zur Nahrung zählen kleine bis
mittelgrosse Vögel (, wie beispielsweise Amseln, Tauben, Eichelhäher, Blaumeisen, Haus- und Feldsperlinge), kleine Säugetiere (, wie Mäuse, Eichhörnchen, Hasen, Fledermäuse), Insekten (, wie beispielsweise Maikäfer,
Hirschkäfer, Libellen), aber auch Frösche.
Die Sperber sind mit einem Jahr geschlechtsreif. Die Brutreviere werden von den Altvögeln in den Monaten März und April besetzt. Die Jungvögel besetzen ihr Revier
von April bis Mai. Die in Grossbritannien lebenden Sperber, die Standvögel sind, beginnen im Herbst mit ihrer Balz. Während des Balzfluges wird über dem Brutgebiet gekreist und es werden Sturzflüge durchgeführt.
Verfolgungsflüge bis in die Baumkronen wurden auch beobachtet.
Das Nest befindet sich auf hohen -in der Regel Fichten- 20 bis 45 Jahre alten Bäumen in 6 bis 15 m Höhe. Das Weibchen legt ihre Eier ca. 14 Tage nach der Fertigstellung des Nestbaus
im Legeabstand von 2 Tagen in den Monaten April bis Mai. Die 3 bis 7 Eier sind blassblau und braun- bis rotbraun gefleckt. Das Weibchen brütet die Eier in (24?) 31 bis 36 Tagen aus. Die frisch aus der Eischale
geschlüpften Jungvögel wiegen ca. 14,5 bis 15 Gramm. Das erste Duhnenkleid ist schneeweiss. Das Sperberweibchen wechselt nach der Ablage der Eier die Federn und mausert sich. Erst nachdem die Jungvögel flügge
geworden sind, fängt auch das Sperbermännchen mit der Mauser an. Nachts schläft das Männchen ausserhalb des Nestes. Die Sperbermännchen tragen 2 bis 5 mal täglich die Beute fast nur mit den Fängen zur Aufzucht der
Jungvögel in der Regel zu einem Übergabeplatz ausserhalb des Nestes, wo das Weibchen die Beute übernimmt. Nach 24 bis 30 Tagen sind die jungen Sperber flügge. Nach einer anderen Beobachtung klettern die Jungvögel
nach 25 bis 28 Tagen als "Ästlinge" noch in den Bäumen herum, bis dann die Männchen ab dem 27. Tage und die Weibchen ab dem 29. oder 30.Tag flügge wurden. Weitere 20 bis 30 Tage werden die jungen Sperber
dann noch im nach hinein von den Eltern weiter betreut. Die Jungvögel haben eine braun gefiederte Oberseite und eine unregelmässig quergebänderte Unterseite. Die jungen Weibchen sind auf der weiss grundgefiederten
Unterseite braun gebändert. Die Sperber sind zwar nach einem Jahr geschlechtsreif, brüten aber in der Regel nicht immer gleich im ersten Jahr. Im ersten Lebensjahr und auf dem Weg zum oder vom oder im Winterquartier
im Zeitraum Oktober bis April sterben die meisten jungen Sperber. Männchen und Weibchen leben in einer Dauerehe. Ein Höchstalter von 15 Jahren wurde festgestellt.
Grosse Sperberweibchen ähneln den
Habichtsmännchen sehr, so dass diese leicht verwechselt werden können.
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Die linken Fotos wurden in der Erlebnis Tierwelt Altmühltal (erste zwei) und im Greifvogelgehege Bispingen (folgendes Foto) und die rechten Fotos in der Deutschen Greifenwarte Claus
Fentzloff, Burg Guttenberg (heute: Deutsche Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg) (erstes Foto) und im Vogelpark Timmendorfer Strand (folgende zwei) aufgenommen.
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04. Unterart: Rotbrustsperber oder Rotbauchsperber oder Afrikanischer Sperber lat. Accipiter Nisus Rufiventris oder(!) Accipiter Rufiventris
Der Rotbrustsperber lebt in 2 Unterarten in den Wäldern bis in 3000 m Höhe, in der Unterart Accipiter Rufiventris Rufiventris im östlichen und südlichen Afrika, in Zaire, Kenia, Uganda bis zum Kap der Guten Hoffnung und in der Unterart Accipiter
Rufiventris Perspicillaris in Äthiopien.
Der Oberkopf, die Oberseite, die Flügel sind dunkelbraun bis dunkelgraublau bis schwarzbraun gefiedert, wobei der Oberkopf und der Nacken auch bis zu bleigrau
gefiedert sein können. Der dunkelbraune Schwanz ist braun gestreift. Die Kehle kann hell/weiss gefiedert sein. Die Wangen sind rostrot. Die Unterseite, die Brust, ist rostrot bis rotbraun (grund)gefiedert und
unterhalb des Bauches, einschliesslich der Beine, zusätzlich mit feinen weissen Streifen versehen.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, Insekten und Vögel.
Das Nest befindet sich in der Regel auf
einem Baum (Kiefer). Dort hinein legt das Weibchen ihre 2 bis 4 weissen mit braunem Muster versehenen Eier. Die Jungvögel sind mit 25 Tagen flügge.
Im Vergleich dazu hat der Schlegelsperber oder
Rotbrusthabicht oder Rotbauchsperber, lat. Accipiter Rhodogaster, genau genommen das Männchen weisse bis schmutzigweiss gestreifte Beine und das Weibchen ist auf der weisshellbraunen Unterseite mit
dunkelbraunen Flecken versehen.
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Dieses Foto (Jungvogel aufgrund der weiss-gestreiften Beine?) wurde im Naturkundemuseum Bamberg gemacht.
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05. Neuhollandhabicht oder Weissbrauenhabicht oder Eidechsenhabicht oder aufgrund der Unterarten auch weisser Habicht oder Grauhabicht oder Rotbrusthabicht
lat Accipiter Novaehollandiae
Der Neuhollandhabicht lebt in den Wäldern, Regenwäldern, an den Flüssen, an den Waldrändern, an den Rändern im Norden, Nordosten, Osten und Südosten Australiens. Zu finden ist er
auch in Tasmanien, Neuguinea, den Sunda-Inseln, der Biak-Insel, der St. Mathias-Insel, den Faure-Inseln, den Salomonen usw., usf. in 17 farblich verschiedenen Unterarten.
Das Gefieder des Neuhollandhabichts (lat. Accipiter Novaehollandiae Novaehollandiae) in Australien ist auf der Unterseite grau bis weiss. Auf der Brust befinden sich feine dunkelbraune Querbinden. Die Beine
sind weiss gefiedert. Der Kopf ist grau bis blaugrau gefiedert. Der Rücken und die Flügel sind blaugrau bis hellblaugrau gefiedert. Über den Augen befindet sich eine feine weisse Augenbraue. Es gibt Variationen mit
einer weissen fein grau quergestreiften Unterseite und einer hellgrauen Oberseite.
Es gibt auch reinweisse Variationen mit rötlichen bis dunkelroten Augen. Die Vielzahl der verschieden gefiederten Unterarten
unterteilt man einerseits grob in die Unterarten, die eine rot- oder dunkelbraun gebänderte Unterseite bzw. eine rötlich grundgefiederte mit dunkelbraunen Querbinden versehene Unterseite besitzen und dann stellt
sich auch noch die Frage, ob ein oder kein rötliches Nackenband (und sei es auch nur "verwaschen") vorhanden ist. Andererseits gibt es dann auch noch die Unterarten, die eine helle oder dunkle einfarbige
rostfarbene, rötliche oder weinrote Unterseite besitzen, die dann auch noch zusätzlich entweder mit einer grauen oder weissen Kehle gefiedert sind. So gibt es zum Beispiel Unterarten mit rostfarbener Unterseite und
blaugrau bis dunkelblaugrauer Oberseite (inkl. Kopf). Die Grösse des Neuhollandhabichts ist aufgrund der vielen Unterarten mit 33 – 55 cm angegeben. Der Schwanz ist lang. Die Weibchen sind grösser als die
Männchen.
Zur Nahrung zählen kleine Vögel (wie beispielsweise Tauben, Kakadus, Sittiche, Hühnervögel, Prachtfinken, Kraniche), Schlangen, kleine Säugetiere, Insekten (zum Beispiel Käfer, Heuschrecken),
Eidechsen, Krabben und Aas.
So verschieden, wie die Unterarten gefiedert sind, sind auch die Brutzeiten in den Regionen. Im Südosten ist diese von Juni bis Dezember und im Norden ist diese Januar bis April
angegeben. Das Nest befindet sich in einer Höhe von 9 -30 m in einem Baum. Dort hinein legt das Weibchen ihre 2 – 4 weissen bis bläulichen oder grünlichen Eier, die rot bis braunlila gefleckt sind. Das
Weibchen brütet die Eier in 35 Tagen aus. Erst nachdem die jungen geschlüpft sind, beteiligt sich das Weibchen nach ca. 21 Tagen an der Nahrungssuche für die Jungvögel. Flügge sind die Jungvögel nach ca. 42 Tagen.
Nach dem Ausfliegen werden die jungen Neuhollandhabichte noch 14 Tage betreut.
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06. Mantelhabicht oder Schwarzmantelhabicht oder Schwarzmantelsperber lat. Accipiter Melanochlamys
Der Mantelhabicht lebt paarweise in den Wäldern, Bergregenwäldern, in den Bergen Neuguineas als Standvogel in 1.500 bis 3.300 m Höhe.
Der Kopf, der Schwanz und die Flügel sind grauschwarz bis schwarz gefiedert. Die Augen sind gelb. Der Hals, der Oberrücken, die Unterseite ist rot bis rostrot bis rotbraun
gefiedert. Die (mitunter) grau grundgefiederte Kehle ist fein schwarz quergestreift. Die Grösse des Mantelhabichts ist 33 bis 43 cm. Die Weibchen sind grösser als die Männchen.
Zur Nahrung zählen kleine Vögel, Insekten und Frösche.
Das Weibchen legt die 4 Eier in ein Nest, welches sich auf einem hohen Baum befindet. Ihre Eier brütet sie in ca. 33 Tagen aus. Flügge sind die Jungvögel in ca. 30 Tagen. Das Gefieder der
Jungvögel unterscheidet sich zum Teil erheblich von dem der Altvögel. Die weisse Unterseite enthält braune kurze Längsstreifen. Der Kopf und die Flügel sind braun bis dunkelbraun gefiedert. Auf dem weissen Nacken
sind ebenso kurze braune Längsstreifen vorhanden. Die Beine sind gelb bis gelbbraun gefiedert und mit braunen kurzen Längsstreifen versehen. Der Schwanz ist grau – schwarz gestreift.
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07. Besrasperber lat. Accipiter Virgatus
Der Besrasperber lebt in den offenen Landschaften, in Flusstälern mit hohen Bäumen, in den Wäldern in Indonesien, den grossen Sunda-Inseln, auf den Philippinen, in Burma, Java,
Siam, Taiwan, Sumatra, Sri Lanka und Borneo in 4 Unterarten. Alle 4 Unterarten sind Zugvögel. Die Unterart (lat.) Accipiter Virgatus Affinis überwintert in Südchina und Nordindien. Die Unterart (lat.) Accipiter Virgatus Gularis brütet in China bis Japan. Auch findet man noch in der Literatur die Angabe von 8 Unterarten, zu denen dann auch der Trillersperber oder Japanischer Habicht oder Hondosperber, lat. Accipiter Gularis (dort als Accipiter Virgatus Gular bezeichnet) zählt.
Der Kopf, der Rücken und die Flügel sind schwarz gefiedert beim Männchen. Der Vorderhals bis zur Kehle ist weiss und dieses kleine Stück wird von einem schwarzen „Trennstrich“
senkrecht geteilt. Die Unterseite ist rot bis orangerot. Unterhalb der Brust beginnt die weisse Querbänderung und dieser Anteil des Weisses vergrössert sich. Die rot bis orangeroten Beine sind weiss gebändert. Der
Schwanz ist grau - schwarz gestreift.
Das Weibchen hat eine braune Oberseite, einen braunen Hinterkopf und braune Flügel. Der Schwanz ist braun - dunkelbraun quergestreift. Es gibt drei dunkelbraune Binden. Die Vorderseite ist
hellbraun bis weiss. Am Vorderhals sind kurze braune Längsstreifen vorhanden. Ab der Brust folgt dann eine braune Querbänderung.
Die Füsse und die Iris sind gelb. Das Weibchen ist grösser als das Männchen. Der Besrasperber ist 23 bis 36 cm gross.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel, Insekten und Reptilien.
Das Weibchen legt seine 3 bis 5 Eier in ein selbstgebautes oder verlassenes Nest in einer Baumkrone (meist Ulme oder Koreanische Weide) oder Höhle im dichten Urwald. Die Brutzeit
beginnt im Juni. Die Jungvögel sind in ca. 36 Tagen ausgebrütet. Flügge sind die jungen Besrasperber Mitte August.
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08. Rabaulhabicht oder Blaugrausperber oder Blaugrauhabicht lat. Accipiter Luteoschistaceus
Der Blaugrausperber lebt in den (Berg-)Wäldern Neubritanniens.
Der Blaugrausperber ist auf der Oberseite blaugrau über schieferfarben bis schwarz gefiedert. Der Kehlkopf und
die Unterseite sind weiss bis grauweiss bis gelblich gefiedert. Die Augen sind rot. Der Schnabel ist schwarz. Die Füsse sind gelb (bei den Jungvögeln) oder rot (bei den Altvögeln). Die Grösse beträgt 30 bis 38 cm.
Die Weibchen sind grösser als die Männchen.
Zur Nahrung zählen kleine Vögel und kleine Baumkriechtiere.
Das Weibchen legt zwei bis drei gefleckte Eier und brütet diese allein aus. Das Männchen beschafft währenddessen die Beute heran. Beide Elternteile beschaffen für die Jungvögel die
Nahrung, wobei am Ende nur das Weibchen die jungen Blaugrausperber füttert. Flügge sind die Jungvögel mit ca. 30 Tagen.
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09. Eckschwanzsperber lat. Accipiter Striatus
Der Eckschwanzsperber ist in 10 Unterarten in den (dichten) Wäldern Nordamerikas bis nach Südamerika und in die Karibik verbreitet. In den Wintermonaten ziehen die nördlichen
Eckschwanzsperber in den Süden (in die offenen Landschaften) nach Mittelamerika.
Die Unterseite der Männchen ist weiss grundgefiedert und mit einer zum Teil starken / dichten rotbraunen Bänderung versehen.
Die Seiten können ganz rotbraun und die Unterseite ab den Beinen reinweiss erscheinen. Die Schwanzunterseite ist grauschwarz-weiss gestreift. Der Kopf und die Oberseite sind grauschwarz bis dunkelbraun bis graublau
gefiedert. Das Weibchen ist auf der Oberseite blaugrau bis braun bis dunkelbraun und auf der weis- bis grau grundgefiederten Unterseite braun gebändert.
Andererseits ist auch die Unterseite je Unterart
verschieden. So können die Beine bis zu rotbraun gefiedert sein. Das Weibchen ist grösser als das Männchen. Der Schwanz ist (recht)eckig und manchmal mit einer Kerbe oder Einbuchtung versehen. Die Augen sind
orangegelb bis rot (die Farbe wechselt mit dem Alter zu Rot). Die Grösse beträgt 25 bis 49 cm, was je Unterart und Verbreitung variiert. Die kleinsten Vertreter existieren auf einigen Inseln. Die Unterart Accipiter
Striatus Fringilloides ist zum Beispiel auf Kuba verbreitet und die Unterart Accipiter Striatus Venator lebt in Puerto Rico.
Zur Nahrung zählen grösstenteils kleine Vögel, kleine Säugetiere,
Insekten und Eidechsen.
Das Weibchen legt ihre 4 bis 5 bläulichweissen bis weissen mit braunen oder purpurnen Flecken versehenen Eier in das Nest. Beide Elternvögel brüten die Eier in 34 bis 35 Tagen aus. Die
Jungvögel sind braun gefiedert und haben weisse Flecken.
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Mit freundlicher Genehmigung konnte das Fotos eines Eckschwanzsperbers von Bernhard Walker (www.bwalker.de) verwendet werden.
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10. Rundschwanzsperber oder Coopershabicht lat. Accipiter Cooperii
Der Rundschwanzsperber lebt in den Wäldern, an der Flussnähe, in bewaldeten Gebieten, an bewaldeten Flussufern Nordamerikas (Südkanada, USA und Mexiko). Über den Winter ziehen die
Rundschwanzsperber ab Oktober als Zugvögel in den Süden bis nach Kosta Rica und Kolumbien (auch in die offenen Landschaften) nach Mittelamerika.
Die Oberseite ist rotbraun bis blaugrau und bis dunkelbraun gefiedert. Der Oberkopf ist hellgrauschwarz gefiedert. Die Kehle, die Kopfseiten sind hellweissbraun gefiedert. Der Nacken ist braun
gefiedert. Die Unterseite ist weiss grundgefiedert und mit einer (zum Teil starken / breiten) rotbraunen Bänderung versehen. Ab den Beinen wird (ist) das Gefieder auf der Unterseite bis zum Schwanzansatz weiss. Die
Schwanzoberseite ist weiss und braun bis schwarzbraun gestreift. Die Flügelunterseite und die Schwanzunterseite sind weiss und braun bis schwarzbraun gestreift.
Das Männchen hat eine dunklere Unterseite als das bis zu einem Drittel grössere Weibchen. Die Grösse beträgt 35 bis 51 cm. Der Körper ist schlank gebaut. Die Flügel und der Schwanz sind
abgerundet. Die Augen sind orangegelb bis rot (die Farbe wechselt mit dem Alter zu Rot). Die Füsse sind leuchtend gelb.
Zur Nahrung zählen Vögel (wie Amseln, Wachten, Stare, kleine Spechte), Reptilien und Säugetiere (wie Mäuse, Eich-, Streifen- und Grauhörnchen). Der Rundschwanzsperber gilt auch als guter
Bodenjäger.
Das Männchen baut auf einen Baum in 8 bis 10 m Höhe in Gewässernähe das Nest. Das Weibchen polstert es später dann mit frischer Rinde aus. Das Weibchen legt 3 bis 6 hellblaue bis grauweisse (mit
zum Teil rostbraunen Flecken versehene) Eier. Diese werden in der Regel vom Weibchen in 34 bis 36 Tagen ausgebrüttet. Zum Teil hilft das Weibchen auch den Jungvögeln aus den Eiern heraus. Das Männchen beschafft 3
Wochen lang die Nahrung, füttert das Weibchen (später auch die Jungvögel) und verteitigt das Revier. Die braunen Jungvögel haben eine Zeit lang auf der weissen Unterseite kurze rotbraune bis braune (Längs)streifen.
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Dieses Foto wurde im Naturkundemuseum Bamberg gemacht.
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