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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Habichte, lat. Accipitrinae zu dieser Unterfamilie gehören die Gattungen: Accipiter (Echthabichte), Urotriorchis, Melierax, Erythrotriorchis, Heterospiza, Megatriorchis
11. Däumlingshabicht oder Zwergsperber oder Augenstreifsperber oder Amerika-Zwergsperber, lat. Accipiter Superciliosus 12. Schikra oder Shikra oder Kurzfangsperber, lat. Accipiter Badius
13. Langschwanzhabicht, lat. Urotriorchis Macrourus 14. Grosser Singhabicht oder Heller Singhabicht oder Heller Grauflügel-Singhabicht, lat. Melierax Canorus oder lat. Melierax Canorus Canorus oder(?) Canorus Musicus? 15. Graubürzel-Singhabicht oder Kleiner
Singhabicht oder Dunkler Singhabicht oder Dunkler Grauflügel-Singhabicht oder Heuschreckenhabicht, lat. Melierax Metabates 16. Heuschreckenhabicht, lat. Melierax Canorus ? 17. Gabar-Habicht, lat Melierax Gabar
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen
1” (www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_1/greifvogel___eulen_1.html) befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de, genau: www.kaiseradler.de/uber_mich___Kontakt/uber_mich___kontakt.html)
jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung,
Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (Inhaltsverzeichnis: www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_A/greifvogel___eulen_a.html) daraus.
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11. Däumlingshabicht oder Zwergsperber oder Augenstreifsperber oder Amerika-Zwergsperber lat. Accipiter Superciliosus
Der Däumlingshabicht ist 2 Unterarten im tropischen Südamerika, den unterholzreichen Waldrändern in der Unterart Accipiter Superciliosus Fontanieri in Nikaragua, Ecuador und Kolumbien und in der Unterart Accipiter Superciliosus Superciliosus im
subtropischen und tropischen Tiefland Südamerikas in Panama, Brasilien, Paraguay, Peru, Argentinien, Ekuador und Guayana verbreitet.
Der Oberkopf, die Oberseite und der Oberschwanz sind grauschwarz
gefiedert. Die grauschwarze Schwanzoberseite ist weissgrau gebändert. Über dem Auge befindet sich ein weisser Oberaugenstreif (eine "Augenbraune"). Die Kehle ist weiss. Die Unterseite ist weiss
grundgefiedert und grauschwarz gebändert. Die Grösse beträgt 23 bis 30 cm.
Das Weibchen legt 3 bis 4 bläulich weisse Eier, die zum Teil lichtbraun überwaschen oder gesprenkelt sein können.
Im Vogelkundemuseum Heineanum als Däumlingssperber bezeichnet und dort aufgenommen.
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12. Schikra oder Shikra oder Kurzfangsperber lat. Accipiter Badius
Der Schikra oder Shikra ist wohl der einzige Greifvogel bei dem sich die gesamte deutsche Fachliteratur in zwei Gruppen mit oder ohne „c“ im deutschen Namen teilt. Die Bücher "Die
grosse Enzyklopädie der Vögel" und „Parays Vogelbuch“ führen den Namen Schikra. Im Buch "Die Raubvögel der Welt" findet man die deutschen Namen Schikra und Kurzfangsperber. In den Büchern
„Weick: Die Greifvögel der Welt“ und „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ erscheint der Shikra. Das Buch „Greifvögel und Eulen“ nennt den Kurzfangsperber und Shikra.
Der Schikra oder Shikra ist in den Wäldern, offenen Mischwäldern, Steppen, Wüstengrenzen, Savannen, Kulturlandschaften, bis 3000m Höhe, in Mittelasien und Südostasien, in der Südwestkaspischen
Region (in Pakistan, Indien, Kasachstan, Iran) und in Westafrika (in Tansania und südlich von Tansania bis zur Kap-Spitze) verbreitet. Der Schikra oder Shikra gilt als Standvogel, wobei die asiatischen
Vertreter, die im Norden verbreitet sind, in den Süden (Iran bis Nordwestindien) von September bis Oktober fliegen und im April bis Mai zurückkehren. Die Unterart Accipiter Badius Badius ist nur in Sri Lanka und Südindien verbreitet.
Der Oberkopf und der Hinterkopf sind sandgrau bis grau (beim Männchen bis blaugrau) gefiedert. Die Oberseite ist grau (beim Weibchen bis schiefergrau) gefiedert. Der unauffällige bis deutliche
Kehlstreif ist dunkel. Die Iris ist orangerot beim Weibchen und gelborangerot beim Männchen. Die Flügelspitzen können grauschwarz sein. Die Unterseite ist weiss bis beige grundgefiedert und rotbraun bis
rosaisabellfarben bis braun quergestreift. Die Hosen sind mitunter vollständig weiss. Die Füsse sind gelb. Die Grösse beträgt 28 bis 35cm.
Zur Nahrung zählen bis zu rebhuhngrosse Vögel, Reptilien, Insekten und kleine Säugetiere.
Das Nest, es sind 2-3 Wechselhorste vorhanden, befindet sich in 5 bis 12 m Höhe auf einem Baum. Das Weibchen legt 3 bis 4 weissliche bis grünliche Eier, die mit vereinzelten hellgrauen Flecken
versehen sind, und brütet sie allein in einem Monat aus.
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Mit freundlicher Genehmigung von Detlev Raske, www.sri-lanka-live.de wurde das Foto des Schikra verwendet.
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13. Langschwanzhabicht lat. Urotriorchis Macrourus
Der Langschwanzhabicht lebt in den Wäldern und Regenwäldern in West- und Zentralafrika, von Ghana bis Kongo.
Der Kopf, die Flügel und die Oberseite sind grau bis schwarz gefiedert. Die Unterseite ist leuchtend rot gefiedert. Der keilförmige schwarze Schwanz ist mit grau bis mattweisen
Binden (und zum Teil mit vielen weissen Dreiecken) versehen. Die Augen sind leuchtend orange mit schwarzer Pupille. Der Schnabel ist schwarz. Die Grösse des Langschwanzhabichts ist zwischen 60 und 61 cm.
Zur Nahrung zählen kleine Vögel und kleine Säugetiere.
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14. Grosser Singhabicht oder Heller Singhabicht oder Heller Grauflügel-Singhabicht lat. Melierax Canorus oder lat. Melierax Canorus Canorus oder(?) Canorus Musicus?
Der Helle Singhabicht mit seinem melodischen Gesang beim Fliegen ist in trockenen, offenen, zum Teil wüstenähnlichen Gebieten oder Buschland in Süd- und Ostafrika verbreitet.
Der Kopf, die Unterseite bis zur Brust und die Oberseite sind hellgrau bis grau gefiedert. Die Unterseite ist ab der Brust weiss grundgefiedert und fein hellgrau bis grau quergestreift. Der Bürzel ist weiss. Die
Flügelspitzen und der Schwanz sind schwarz gefiedert. Die Augen sind gelb (beim Jungvogel) und rot (beim Altvogel). Um das Auge ist das Gefieder dunkelgrau. Die Grösse beträgt 46 bis 58 cm. Die Beine sind rot.
Zur Nahrung zählen kleine Vögel (wie Wachteln), Insekten (wie Heuschrecken), kleine Säugetiere (wie Hasen) und Reptilien (wie Eidechsen, Schlangen).
Das Nest befindet sich in 3 bis 10 m Höhe in Büschen
oder Bäumen. In dieses Nest legt das Weibchen das eine oder bis zu zwei bläuliche oder grünweissliche Eier und brütet sie aus. Die Jungvögel sind auf der Unterseite weiss bis weisshellbraun grundgefiedert und braun
gefleckt (bis zu den Beinen mit kurzen braunen Längsstreifen und ab den Beinen mit braunen Querbinden versehen). Die Oberseite und die Flügelspitzen sind dunkelbraun. Der Schwanz ist dunkelbraun / hellbraun
gestreift.
Die Wissenschaft hat zwei Auffassungen. So wird der Grosse Singhabicht oder Helle Singhabicht oder Helle Grauflügel-Singhabicht, auch mit lat. Melierax Canorus Canorus bezeichnet und man hat dieser Art eine zweite Unterart, den Weissbürzel-Singhabicht, lat. Melierax Canorus Poliopterus zugeordnet. Nach einer anderen Auffassung sind beides eigenständige Arten Weissbürzel-Singhabicht, lat.
Melierax Poliopterus und Grosser Singhabicht oder Heller Singhabicht oder Heller Grauflügel-Singhabicht, lat. Melierax Canorus..
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Mit freundlicher Genehmigung von Dieter Höll, www.watzmann-pictures.de wurde das Foto des Hellen Singhabichts verwendet.
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Das linke Foto wurde Forschungsinstitut und Naturkundemuseum Senckenberg (Frankfurt) und das rechte Foto wurde im Zoologischen Museum Göttingen gemacht.
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15. Graubürzel-Singhabicht oder Kleiner Singhabicht oder Dunkler Singhabicht oder Dunkler Grauflügel-Singhabicht oder Heuschreckenhabicht lat. Melierax Metabates
Der Graubürzel-Singhabicht lebt im buschigen Gelände, in den Savannen, in dichter Vegetation, im offenen Waldland, offenem mit Bäumen versehenen Gelände, Feuchtgebietswäldern,
Dornbuschsavannen, Baumsavannen Kulturland, unzugänglichem Vorgebirge, alten Olivenhainen und Lichtungen südlich der Sahara, in SW-Marokko und SW-Arabien, also von West- bis Zentralafrika bis in den Mittleren Osten
(Süd bis SW-Arabien), in Senegal, Äthiopien, Nigeria, Tanganjika, Kenia, Sudan, Angola und Tschad in 3 Unterarten. Es sind auch Vertreter als Zugvögel beobachtet worden, die in Sudan gebrütet und in NO-Zaire den
Winter (November bis April) verbracht haben.
Der Graubürzel-Singhabicht hat den Kopf, die Brust grau bis dunkelgrau gefiedert. Der grau bis dunkelgrau grundgefiederte Bauch (dann die Unterseite), die langen
Beine sind eng / dicht weiss quergebändert. Die Flügel sind breit und rund. Die Flügelspitzen und der Schwanz sind schwarz gefiedert. Die Schwanzspitze ist weiss. Die Oberseite ist dunkelgraubraun gefiedert. (Die
Jungvögel sind statt grau bis dunkelgrau vorerst braun gefiedert.) Die Augen sind gelb (bei den Jungvögeln) und rot (bei den Altvögeln). Die Grösse der Graubürzel-Singhabichte beträgt 38 bis 51 cm. Die Beine sind
lackrot.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, Vögel (wie Tauben), Eidechsen, Insekten und Schlangen.
Das Nest, welches beide Elternteile bauen, befindet sich in 3 bis 10 m Höhe auf einem Baum und
besteht aus Reisig, Zweigen und Schlamm. Gepolstert ist das Nest mit Gras und Mist. Das Weibchen legt 1 bis 2 weisslichbläuliche Eier und brütet diese im Zeitrahmen März bis Mai allein in 36 bis 38 (?) Tagen aus.
Die Jungvögel füttert das Weibchen (auch allein??). Der Zweitgeschlüpfte Jungvogel stirbt meistens. Der junge Graubürzel-Singhabicht wird nach 45 bis 50 Tagen flügge und wird dann noch weitere 5 Monate von den
Eltern betreut.
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Dieses Foto (eines Jungvogels aufgrund der gelben Läufe?) wurde im Hessischen Landesmuseum Darmstadt gemacht.
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16. Heuschreckenhabicht lat. Melierax Canorus ?
Entweder ist die deutsche Bezeichnung falsch, dann wäre der „Grosser Singhabicht oder Heller Singhabicht oder Heller Grauflügel-Singhabicht, lat. Melierax Canorus oder lat. Melierax Canorus Canorus oder(?) Canorus Musicus?“
(siehe dort!) fotografiert oder ausgestellt worden. Oder es handelt sich um den Heuschreckenhabicht (mit falscher lateinischer Bezeichnung), also den „Graubürzel-Singhabicht oder Kleiner Singhabicht oder Dunkler
Singhabicht oder Dunkler Grauflügel-Singhabicht oder Heuschreckenhabicht, lat. Melierax Metabates“; helle Unterart (siehe dort!).
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Dieses Foto wurde im Naturkundemuseum Bamberg gemacht.
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17. Singhabicht(?) lat. M. Polyzonus ?
Veraltete lateinische Bezeichnung. Unvollständiger oder unklarer deutscher Name. Unklar ob “Grosser Singhabicht oder Heller Singhabicht oder Heller Grauflügel-Singhabicht, lat. Melierax Canorus oder lat. Melierax Canorus Canorus oder(?) Canorus Musicus?” (siehe dort) oder “Graubürzel-Singhabicht oder Kleiner Singhabicht oder Dunkler Singhabicht oder Dunkler Grauflügel-Singhabicht oder
Heuschreckenhabicht, lat. Melierax Metabates (siehe dort).
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Dieses Foto wurde im Naturkundlichen Museum Mauritianum Altenburg gemacht.
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18. Gabarhabicht lat. Melierax Gabar
Der Gabarhabicht ist südlich der Sahara, ausserhalb des Kongogebietes in den Wäldern und dem bewaldeten Gelände verbreitet.
Das Gefieder gleicht etwas dem Gefieder des hellen
Singhabichts. Die Unterseite ist von der Kehle bis zur Brust graubraun gefiedert. Die Kopfseiten und der Oberkopf sind blaugrau bis dunkelgraubraun gefiedert. Die Unterseite ist ab der Brust weiss gefiedert und mit
weissen grauen Querstreifen versehen. Die Oberseite ist graubraun bis grauschwarz gefiedert und die Flügelspitzen sind grauschwarz. Die graubraune bis grauschwarze Schwanzoberseite enthält graue Bänder. Neben dieser
Variante gibt es noch eine fast schwarze Variante des Gabarhabichts und die hat nur graue Bänder auf dem Schwanz. Die Grösse beträgt 28 bis 36 cm.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, Echsen (Eidechsen),
Insekten und kleine Vögel. Auf der Jagd nach Webervögeln fliegt und jagt der Gabar-Habicht die Webervögel auch durch dorniges Dickicht.
Das Weibchen baut das Baumnest. Ausgepolstert wird das Nest mit Erde, Lumpen und Spinnweben. Die 2 bis 4 Eier werden vom Weibchen ausgebrütet, während das Männchen die Beute beschafft.
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