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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Bussardartige, lat. Buteoninae Gattungen Haubenadler, lat. Spizaetus, Lophoaetus, Stephanoaetus, Oroaetus, Cassinaetus
01. Prachthaubenadler oder Prachtadler, lat. Spizaetus Ornatus 02. Tyrannenhaubenadler oder Tyrannhaubenadler, lat. Spizaetus Tyrannus 03. Nepalhaubenadler oder Bergadler, lat. Spizaetus Nipalensis
04. Einfarb-Haubenadler oder Wechsel-Haubenadler oder Veränderlicher Haubenadler oder Haubenadler, lat. Spizaetus Cirrhatus 05. Schopfadler, lat. Spizaetus Occipitalis oder(!) Lophoaetus Occipitalis
06. Traueradler oder Blyth-Haubenadler, lat. Spizaetus Alboninger oder(!) Nisaetus Alboninger 07. Kronenadler, lat. Spizaetus Coronatus oder(!) Stephanoaetus Coronatus 08. Glanzhaubenadler oder Glanzadler oder Isidoradler, lat. Spizaetus Isidori oder(!) Oroaetus Isidori
09. Schwarzachseladler oder Afrikanischer Haubenadler, lat. Spizaetus Africanus oder (!) Cassinaetus Africanus 10. Javaadler oder Java-Haubenadler oder Bartelsadler, lat. Spizaetus Bartelsi
11. Celebesadler oder Celebes-Haubenadler, lat. Spizaetus Lanceolatus 12. Philippinenadler oder Philippinen-Haubenadler, lat. Spizaetus Philippensis 13. Dschungeladler oder Zwerghaubenadler oder Hauben-Zwergadler, lat. Spizaetus Nanus
14. Wallace-Haubenadler, lat. Spizaetus Naus (oder auch Nanus, weil Druckfehler?, weil Nanus von Wallace 1868 erstmals beschrieben wurde?)
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen
1” (www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_1/greifvogel___eulen_1.html) befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de, genau: www.kaiseradler.de/uber_mich___Kontakt/uber_mich___kontakt.html)
jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung,
Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (Inhaltsverzeichnis: www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_A/greifvogel___eulen_a.html) daraus.
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01. Prachthaubenadler oder Prachtadler lat. Spizaetus Ornatus
Der Prachthaubenadler ist in den Wäldern Westafrikas bis zum Kongo verbreitet. Er ist in den offenen Landschaften, in den Tropenwäldern in Mexiko, im Westen Kolumbiens, in
Nordargentinien, Paraguay und im Westen Ecuadors in Höhen bis zu 3.000 m anzutreffen.
Die Seiten des Kopfes und der Hals (nur nicht der weisse Vorderhals) sind rötlich bis rotbraun gefiedert. Die Federn um die Augen sind weiss. Kehle und Vorderhals sind weiss
gefiedert. Mit der schwarzbraunen Haube signalisiert er sein Wohlbefinden. Ab der Brust ist die Unterseite graubraunschwarz und weiss quergestreift. Die Füsse sind gelb. Die gerundeten Flügel sind braun und
schwarzbraun gebändert gefiedert. Die Beine sind fein eng graubraunschwarz und weiss gestreift. Der lange Schwanz ist braun und dunkelbraun gestreift / gebändert. Der Prachthaubenadler ist 50– 66 cm gross. Die
Männchen wiegen ca. 0,9 kg und die Weibchen wiegen zwischen 1,3 bis 1,6 kg. Männchen und Weibchen sind gleich gefiedert. Die Augen sind gelb.
Zur Nahrung zählen Vögel, wie Reiher, Hokkos, Tauben, Truthahngeier und Papageien (Aras), Echsen und kleine Säugetiere.
Der Prachthaubenadler baut sein Nest auf Bäumen in Höhen von bis zu 30 m. Das Nest kann einen Durchmesser von 1,50 m besitzen. Das Weibchen legt ein (einziges) Ei. Der Jungvogel hat
eine weisse Unterseite mit dunkel gebänderten Beinen. Der Hinterkopf ist sehr hellbraun. Andererseits kann der Kopf des Jungvogels auch ganz weiss sein. Die rötlich bis rotbraunen Federn erhält der Jungvogel später.
Dem Vogelpark Walsrode gelang im Jahre 1992 der erste Nachzuchterfolg bei den Prachthaubenadlern.
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02. Tyrannenhaubenadler oder Tyrannhaubenadler lat. Spizaetus Tyrannus
Der Tyrannenhaubenadler existiert in zwei Unterarten. Die eine Unterart Spizaetus Tyrannus Tyrannus lebt in Zentral- und Südmexiko bis Peru. Die andere Unterart Spizaetus Tyrannus Serus ist in Brasilien und Nordargentinien verbreitet.
Das Gefieder ist sehr dunkelbraun. Die Unterart Spizaetus Tyrannus Serus besitzt weissere Streifen auf den Beinen und auch eine graue(?) Kehle als die andere Unterart. Beide Unterarten haben eine Haube und 4 graubraune Binden auf dem langen Schwanz, der wiederum eine schwarze Schwanzspitze enthält. Die Iris und die Füsse sind gelb. Dieser Adler ist zwischen 63 – 71 cm gross. Die Männchen wiegen etwas unter einen kg und die Weibchen wiegen etwas mehr als ein kg.
Die Jungvögel sind mit viel weiss gefiedert.
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03. Nepalhaubenadler oder Bergadler lat. Spizaetus Nipalensis
Der Nepalhaubenadler (62 – 86 cm gross) lebt in den Wäldern von Sri Lanka bis Nordjapan in 3 Unterarten. Die auf Sri Lanka verbreitete Unterart ist ein Standvogel. Die anderen
Unterarten führen Wanderungen in die Gangesebene zu den Bergwäldern durch.
Die Oberseite ist hell- bis dunkelbraun gefiedert. Die Unterseite ist, je Unterart verschieden, hellbraun bis weiss grundgefiedert, kann aber auch rein weiss sein. Ab der Brust sind
kurze braune bis dunkelbraune oder rotbraune Längsstreifen, die sich in Querbinden unterhalb der Brust verändern können, vorhanden. Die lange Haube ist grau bis dunkelbraun. Der Nepalhaubenadler hat einen langen
Schwanz. Die Flügel sind kurz. Die Iris ist gelb bis braun.
Zu seiner Nahrung zählen kleine Säugetiere (, wie beispielsweise Affen oder kleine Rehe), Vögel und Reptilien.
Das Nest, eines von zwei Nestern, die abwechselnd benutzt werden, befindet sich auf einem Baum. Dort hinein legt das Weibchen das eine Ei. Seinen Nachwuchs zieht der
Nepalhaubenadler in Höhen von bis zu 2.500 m im Sommer auf. Die Jungvögel haben eine zum Teil hellbraun bis dunkelbraun gestreifte Unterseite.
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Dieses Fotos wurde in der Burgfalknerei Hohenbeilstein gemacht.
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04. Einfarb-Haubenadler oder Wechsel-Haubenadler oder Veränderlicher Haubenadler oder Haubenadler lat. Spizaetus Cirrhatus
Der Einfarb-Haubenadler lebt in den Wäldern, Waldrändern, bewohnten Gebieten, in Höhen bis zu 2.300 m in 6 Unterarten und mehreren Farbvariationen in Indien, Malaya,
Begalen, Sri Lanka und den Sunda-Inseln. Durch die Zerstörung seines Lebensraums ist der Einfarb-Haubenadler im Bestand bedroht.
Die Unterseite ist weiss gefiedert. Dieses weiss verändert sich bis zur Unterschwanzseite in weissgraubraun. Bei einigen Variationen befinden sich auf der weissen Unterseite und den
weissen Beinen vereinzelte hell- bis weissbraune Flecken. Die Beine anderer Variationen können auch dunkelbraun quergebändert sein. Der Vorderhals ist bei einigen Varianten weiss. Ab dem Kehlkopf können
sich auch kurze dunkle Längsstreifen, wie auch auf der Unterseite, befinden. Die Oberseite (Kopf, Haube, und Flügel) ist graubraun grundgefiedert und ab dem Ober- und / oder Hinterkopf mit kurzen sehr
dunkelbraunen bis schwarzbraunen -und besonders feinen- Streifen versehen. Die Oberseite kann von graubraun bis hell- oder weissbraun variieren. Es gibt auch seltene schwarze Variationen. Die Grösse
beträgt 56 bis 81 cm. Die Weibchen sind grösser als die Männchen. Die Augen sind gelb oder dunkelbraun.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel, Schlangen, Frösche und Eidechsen.
Das Nest befindet sich in 10 bis 30 m Höhe auf einem Baum. Dorthinein legt das Weibchen in der Regel ein weisses Ei, was es dann allein in ca. 40 Tagen ausbrütet. Das
Männchen verschafft die Beute zuerst nur für das Weibchen und sobald der junge Einfarb-Haubenadler geschlüpft ist, für die ganze Familie.
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05. Schopfadler lat. Spizaetus Occipitalis oder(!) Lophoaetus Occipitalis
Der Schopfadler lebt in den offenen Gebieten, trockenen Gebieten, feuchten Savannen, in den Wäldern im Süden der Sahara in Afrika (von Äthiopien bis nach Kapland).
Das Gefieder ist dunkelgrau bis dunkelbraun. Die Kopffedern sind aufgestellt. Die weissen Beine haben viele braune kurze Längsstriche, die erst im Alter entstehen. Der
Schwanz enthält drei weisse Binden. Die Flügelunterseite enthält weisse Spitzen. Die Iris ist goldgelb über orange bis rotbraun. Der Schnabel ist gelb mit einer bleifarbenen Spitze. Die Grösse des
Schopfadlers beträgt 51 bis 56 cm. Das Männchen wiegt zwischen 0,9 bis 1,4 kg und das Weibchen wiegt zwischen 1,4 bis 1,5 kg.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel, Fische, Schlangen und Insekten.
Das Nest befindet sich auf einem Baum. Das Weibchen legt ihre 1 - 2 weissen braun bis rötlich gefleckten Eier im Zeitraum März bis Oktober und brütet sie in 40 Tagen
allein aus. Flügge sind die jungen Schopfadler mit 45 – 50 Tagen. Das Männchen füttert zuerst nur das Weibchen und dann die Jungvögel mit. Das Gefieder der Jungvögel ist noch nicht so dunkelbraun
wie das der Elternvögel. Die Jungvögel werden, nachdem sie flügge geworden sind, noch einige Zeit weitergefüttert.
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06. Traueradler oder Blyth-Haubenadler lat. Spizaetus Alboninger oder(!) Nisaetus Alboninger
Der Traueradler lebt in den offenen Landschaften, Wäldern in Thailand, Süd-Burma, Borneo, Malaysia, Laos und auf der Mentawai-Insel.
Der Kopf, die Haube und der Rücken sind schwarz gefiedert. Die Unterseite ist weiss grundgefiedert. Auf der Brust befinden sich schwarze „Tränen“ (Tupfer, die so aussehen).
Unterhalb der Brust ist die Unterseite mit schwarzen Querbinden versehen. Die Schultern sind schwarz, die Flügel ansonsten dunkelbraun gefiedert. Auf dem schwarzen Schwanz befindet sich eine weissgraue
breite Binde. Die Iris ist gelb. Die Grösse des Traueradlers beträgt von 51 bis 70 cm.
Zur Nahrung zählen Vögel bis zur Grösse von Fasanen.
Das Nest befindet sich in 12 bis 25 m Höhe und in dieses legt das Weibchen 1 – 2 weisse gefleckte Eier hinein. Das Weibchen brütet die Eier in ca. 40 Tagen aus. Das Männchen
füttert dabei das Weibchen und später die jungen Traueradler mit. Der Jungvogel hat eine hellbraun bis gelbbraune Unterseite auf der die Musterung nur schwach braun ausgeprägt ist. Der Kopf und Nacken
sind rotbraun gefiedert. Der Schwanz enthält mehrere Binden.
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07. Kronenadler lat. Spizaetus Coronatus oder(!) Stephanoaetus Coronatus
Der Kronenadler lebt im tropischen Afrika in den dichten Wäldern, Regenwäldern, in den baumreichen Gebieten bis südlich der Sahara, in den Waldsavannen, in offenen Gebieten und an den
Flüssen, im Kongogebiet, dem Waldgürtel Westafrikas in Höhen bis zu 3400 m. Diese Adlerart gilt als eine der wenigen Arten, die einen der schönsten und wohltuhensten Rufe hat.
Der Kopf und der
Hals sind braun gefiedert. Die Iris ist braun. Der Schopf des Kronenadlers kann beim drohen und bei der Balz aufgestellt werden. Das Weibchen des Kronenadlers ist bedeutend größer als das Männchen und
besitzt eine kürzere schwarz-weisse Haube. Die Oberseite ist blauschwarz über dunkelbraun bis grauschwarz gefiedert. Auf der Oberflügelseite befinden sich zwei schwarze Binden. Die Oberseite des
blauschwarzen über dunkelbraunen bis grauschwarzen Schwanzes ist hell gebändert, wobei die Spitze dunkel ist. Die Unterseite -einschliesslich der Beine- ist beim Männchen ist dunkelbraun weiss
quergestreift. Das Weibchen hat einen grösseren Rotanteil auf der Brust als das Männchen. Beim Weibchen ist die Brust dunkelbraun rot quergestreift, wobei sich dann die Streifung unterhalb der Brust zu
den Beinen in dunkelbraun weiss verändert. Auf der Unterseite der Flügel zeigen sich mehrere dunkle Binden auf der Grundfärbung, die beim Weibchen grau und beim Männchen rotbraun leuchtend sind. Die
Füsse sind befiedert. Der Kronenadler ist 69 bis 99 cm groß. Aufgrund seiner breiten kurzen Flügel und dem langen Schwanz sind wendige Flüge zwecks Jagd möglich.
Als einer der stärksten Adler der
Welt schlägt der Kronenadler (kleine) Antilopen, Kälber grosser Antilopen, Zwergantilopen (Dik diks), Gazellen, Baumschliefer, Klippschliefer, Affen (zum Beispiel Meerkatzen), Schleichkatzen und
Bodenvögel. Die Affen ergreift er in den Bäumen. Er schafft es, die schwere 15 bis 20 kg Beute bald senkrecht vom Boden in die Höhe, z.B. auf einen Ast, zu heben. Es ist auch beobachtet worden, dass bei
einer zu schweren Beute (einer Schirrantilope mit ca. 18 kg (oder mehr?)) die Beine abgetrennt wurden, um sie so besser transportieren zu können. Auf der Suche nach Nahrung zieht es den Kronenadler auch
in die offenen Gebiete. Der Kronenadler frisst jedoch auch Schlangen und Eidechsen.
Die Kronenadler bauen ein Nest, das i.d.R. mehrere Jahre benutzt wird. Dieses Nest befindet sich nicht selten
in 12-45 m Höhe auf einem Baum. Ausgelegt ist das Nest mit grünen Zweigen. Das Kronenadlerweibchen legt (alle 2 Jahre?) im Zeitraum, der je Region verschieden ist, Juli bis Oktober (oder / und Oktober
bis August?) 1 - 2 weise mit rotbraunen Flecken versehene Eier. Beide Elternteile brüten die Eier in 42 (oder 49?) bis 51 Tagen aus. Die Weibchen fliegen nach ca. 95 und die Männchen nach ca. 115 Tagen
aus dem Nest. Laut einer anderen Angabe sind die Jungvögel in 90 bis 115 Tagen flügge. Bei Nahrungsmangel überlebt nur der stärkere Jungvogel, so dass auch beobachtet wurde, dass der ältere Jungvogel den
jüngeren Jungvogel tötet. Das Weibchen bleibt in der Regel beim Jungvogel, während das Männchen die Beute für den Jungvogel und das Weibchen beschafft. Die Jungvögel werden 9-11,5 Monate von beiden
Elternteilen am Nest gefüttert. Da die Jungvögel nicht fortgejagt werden, entbinden die Jungvögel die Altvögel selbst vom füttern. "Entbunden" sind die Eltern, sobald sie auf ihre Futterrufe
keine Antwort mehr bekommen. Aufgrund dieser langen Betreuungszeit brüten die Kronenadler nicht jährlich. Die Jungvögel, die ein weisses Duhnenkleid haben, sind heller gefiedert als die Altvögel. Die
Unterseite und der Kopf der Jungvögel sind weiss gefiedert. Der Schwanz ist grau – weiss gestreift. Geschlechtsreif sind die Jungvögel mit 4 Jahren. Ein Höchstalter von 30 Jahren konnte
festgestellt werden.
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08. Glanzhaubenadler oder Glanzadler oder Isidoradler lat. Spizaetus Isidori oder(!) Oroaetus Isidori
Der Glanzhaubenadler lebt in den subtropischen Wäldern, den bewaldeten Berghängen, Küstengebieten, in den Gebirgen bis in Höhen von 1.600 bis 3.500 m Höhe in Venezuela,
Kolumbien, Bolivien, Merida und Nordwestargentinien. Bedroht wird der Glanzhaubenadler durch Abholzungen, die zu einer Verkleinerung des Lebensraums führen.
Die Vorderseite ist rot bis rotbraun bis dunkelkastanienbraun gefiedert und auf dieser befinden sich kleine dunkelbraune bis schwarze Längsstreifen. Von den rot bis rotbraunen Beinen
sind nur die Oberhosen schwarzgrau gefiedert. Der Rücken und die Flügeloberseite sind graubraunschwarz bis schwarz. Die Schultern sind grau. Die Flügelspitzen sind schwarz. Die Flügelunterseite ist
rotbraun bis kastanienbraun gefiedert und während des Fliegens bilden sich mehrere dunkelbraune Steifen. Der Kopf und die Haube sind grau bis schwarzgrau bis schwarz. Die Augen sind orangegelb. Der
blassgraue bis graubraunschwarze lange Schwanz (der Schwanzansatz ist schwarz) enthält eine breite schwarze Binde und eine grau Spitze / Endbinde. Die Weibchen sind grösser als die Männchen. Die Grösse
beträgt 63 bis 74 cm.
Zur Nahrung zählen kleine bis grosse Säugetiere (, wie z.B. Affen (z.B. Wollaffen), Faultiere), Reptilien (, wie z.B. Leguane) und grosse Vögeln (, wie Guanhühnern).
Das Nest, das jedes Jahr wieder verwendet wird, befindet sich in 20 – 30 m Höhe und ist ca. 1 m hoch und 2 m breit. Das Weibchen legt ein weisses mit dunkelbraunen
Flecken versehenes Ei im April und brütet es in 36 Tagen aus. Flügge sind die Jungvögel in 4 Monaten. Die Jungvögel haben ein weisses Gesicht und eine weisse Unterseite. Auf dem Bauch befinden sich kurze
graue bis graubraune Streifen. Die Beine sind gebändert. Der Rücken und die Schultern sind grau gefiedert. Der Schwanz enthält drei dünne Binden und eine breite schwarzbraune Binde.
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09. Schwarzachseladler oder Afrikanischer Haubenadler lat. Spizaetus Africanus oder (!) Cassinaetus Africanus
Der Schwarzachseladler ist in den tropischen Wäldern Kongos in Westafrika, in Zaire, Gabun, Uganda und Togo verbreitet.
Das Gefieder ist auf der Unterseite (ab
der Kehle) weiss und auf der Oberseite dunkelbraun gefiedert. Dieser Haubenadler hat keine Haube. Der lange braune Schwanz hat dunkelbraune Binden. Die Augen sind gelb. Seine Grösse beträgt 56 bis 61 cm.
Zur Nahrung zählen Vögel und Säugetiere.
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10. Javaadler oder Java-Haubenadler oder Bartelsadler lat. Spizaetus Bartelsi
Der Java-Haubenadler lebt in Westjava.
Die Unterseite ist weiss bis sehr hellbraun grundgefiedert und mit kurzen dunkelbraunen Längestreifen bis zu Brust und
danach mit dunkelbraunen Querbinden versehen. Der Hinterkopf ist rotbraun. Die Oberseite und die kurzen Flügel sind dunkelbraun bis schwarzbraun gefiedert. Die lange rotbraune Haube wird an der Spitze
braun oder ist ganz schwarzbraun auf dem schwarzbraunen Oberkopf. Der Schwanz ist lang. Die Augen sind gelb. Eine völlig andere Farbvariante findet man im Internet (über www.birdlife.net), bei der das Gefieder des Java-Haubenadlers auf der Unterseite (inkl. des Kopfes mit Ausnahme der
Haubenspitze) völlig leuchtend rotbraun ist. Die Haube ist braun bis dunkelbraun gefiedert. Die Flügel sind dunkelbraun gefiedert. Die Augenfarbe beim abgebildeten Vogel ist blaugrau. Die Grösse des
Java-Haubenadlers beträgt 56 bis 61 cm.
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11. Celebesadler oder Celebes-Haubenadler lat. Spizaetus Lanceolatus
Der Celebes-Haubenadler ist in den tropischen Wäldern Butans, Sulawesis, Munas, Pelings und der Sula-Gruppe verbreitet.
Die Unterseite des Celebes-Haubenadlers
ist rotbraun bis zur Brust grundgefiedert und mit kurzen dunkelbraunen Längsstreifen versehen. Ab der Brust (einschliesslich der Beine) verändert sich die Grundfiederung zu weiss, auf der sich dann
dunkelbraune Querstreifen / Bänder befinden. Der Hinterkopf ist rotbraun grundgefiedert und mit vielen dunkelbraunen kurzen Längsstreifen versehen. Die Oberseite wird anschliessend braun bis dunkelbraun.
Die Haube ist sehr kurz. Der braune Schwanz hat dunkelbraune Binden. Die Augen sind gelb. Die Grösse beträgt 56 bis 64 cm.
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12. Philippinenadler oder Philippinen-Haubenadler lat. Spizaetus Philippensis
Der Philippinen-Haubenadler ist im Dschungel, im Flachland und auf bewaldeten Hügeln auf den Philippinen verbreitet.
Das Gefieder des Philippinen-Haubenadlers ist
auf der Unterseite (vom Hals) bis kurz unterhalb der Brust weiss bis sehr hellbraun grundgefiedert und mit kurzen dicken dunkelbraunen Längsstreifen versehen. Danach wird die Grundfiederung (eigentlich
die gesamte Unterseite) hellbraun. Die Beine sind fein schwarz-weiss quergestreift. Bei den Jungvögeln ist die Unterseite grösstenteils weiss gefiedert. Die Füsse sind gelb. Der braune Kopf ist mit
kurzen dunkelbraunen Längsstreifen nach oben / hinten versehen. Die Augen sind gelb. Die lange Haube ist dunkelbraunschwarz bis schwarz. Die Oberseite ist braun bis dunkelbraun, wobei die Schultern
schwarzbraun gefiedert sind. Die Flügel sind kurz. Die Schwanzunterseite ist weiss mit dunkelbraunen Binden und die Oberseite des langen Schwanzes braun mit dunkelbraunen Binden versehen.
Die Grösse des Philippinen-Haubenadlers beträgt 64 bis 69 cm.
Zur Nahrung zählen Vögel und Säugetiere.
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13. Dschungeladler oder Zwerghaubenadler oder Hauben-Haubenzwergadler lat. Spizaetus Nanus
Der Hauben-Zwergadler ist in 2 Unterarten in den tropischen Wäldern Südburmas, Sumatras, Borneos, Malayas, Malaysias und auf Nias verbreitet.
Die Unterseite des
Hauben-Zwergadlers ist hellbraun grundgefiedert. Am Hals befinden sich kurze dunkelbraune Längsstreifen. Die Musterung der Unterseite verändert sich dann zu dunkelbraunen Querbinden. Der Hinterkopf ist
rotbraun gefiedert. Die lange Haube besteht aus dunkelbraunen bis schwarzen Federn. Die Oberseite (inkl. der Flügel) ist braun bis dunkelbraun gefiedert. Der braune Schwanz hat dunkelbraune Binden. Die
Grösse beträgt 46 bis 51 cm.
Die Jungvögel haben, je Unterart entweder eine(n) weisse(n) oder eine(n) sehr hellbraune(n) Kopf und Unterseite.
Der Forscher Wallace beschrieb laut der
Nomenklatur im Jahre 1868 erstmalig den Dschungeladler oder Zwerghaubenadler oder Hauben-Zwergadler, lat. Spizaetus Nanus. Wenn die lateinische Bezeichnung Spizaetus Naus "nur" ein Druckfehler ist, gibt es einen weiteren deutschen Namen, den Wallace-Haubenadler. (siehe dort)
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14. Wallace-Haubenadler lat. Spizaetus Naus (oder auch Nanus, weil Druckfehler?, weil Nanus von Wallace 1868 erstmals beschrieben wurde?)
Der Forscher Wallace beschrieb laut der Nomenklatur im Jahre 1868 erstmalig den Dschungeladler oder Zwerghaubenadler oder Hauben-Zwergadler, lat. Spizaetus Nanus. (siehe dort) Wenn die lateinische Bezeichnung Spizaetus Naus "nur" ein Druckfehler ist, gibt es einen weiteren deutschen Namen, den Wallace-Haubenadler.
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