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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text Familie 2: Eulen, lat. Strigidae
Unterfamilie, lat. Striginae Strigini: Gattungen: Strix (Käuze inkl. Ciccaba (Tropen-Waldkäuze)), Lophostrix (Haubeneulen), Pulsatrix (Brillenkäuze), Jubula (Mähneneulen)
01. Bartkauz, lat. Strix nebulosa 02. Habichtskauz oder Uralkauz, lat. Strix uralensis 03. Waldkauz, lat. Strix aluco 04. Malaienkauz oder brauner Waldkauz, lat. Strix leptogrammica
05. Unterart: ?, lat. Strix leptogrammica indranee (mit dem Synonym: Ceylon-Malaienkauz, lat. Strix leptogrammica ochrogenys) 06. Afrika – Waldkauz oder Woodfordkauz oder Afrikanischer Waldkauz, lat. Strix woodfordii (früher: Ciccaba woodfordii)
07. Rotfuss-Waldkauz oder Rostfusskauz, lat. Strix rufipes 08. Chaco-Waldkauz oder Chacokauz, lat. Strix chacoensis (früher: Grand Chaco Rostfusskauz, lat. Strix Rufipes chacoensis) 09. Streifenkauz, lat. Strix varia
10. Fleckenkauz, lat. Strix occidentalis
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der
Seite „Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung,
Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (siehe Inhaltsverzeichnis) daraus.
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01. Bartkauz lat. Strix nebulosa
Die Bartkäuze leben in den Mischwäldern, Nadelwäldern, in der Taiga in der Unterart Nordamerikanischer Bartkauz, lat. Strix nebulosa nebulosa in Nordamerika (Alaska,
Zentralkanada, Westamerika (Quebec, Minnesota, Wyoming, Montana, Idaho, Kalifornien) und in der Unterart als Eurasischer Bartkauz, lat. Strix nebulosa lapponica in Nordeuropa und Nordasien (Skandinavien, Sibirien, Sachalin, Mandschurei, Kamschatka, Mongolei, Nordostchina). Im Jahre 2010 wurde eine weitere Unterart in Nordamerika (Strix nebulosa yosemitensis)
beschrieben, die im und um den Yosemite Nationalpark verbreitet ist.
Der grosse Kopf ist durch einen rundlichen bräunlichen Kranz gekennzeichnet. Das hellgraue Gesicht enthält 6 bis 8 feine weisse Ringe um die Augen. Der Bart, die schwarzen Federn unter dem
gelblichen Schnabel am Kinn, ist schwarz. Die Iris der Augen ist gelb. Zwischen den Augen befinden sich zwei halbmondförmige weisse Wülste, die einem „X“ gleichen, zwischen den Augen und dem Schnabel. Die
Unterseite ist weissgrau grundgefiedert und mit dunkelgrauen bis graubraunen bis dunkelbraunen Langsstreifen versehen. Die Oberseite ist ebenso weissgrau grundgefiedert, jedoch mit mehr dunkelgrauen bis graubraunen
bis dunkelbraunen Längsstreifen versehen. Der Hinterkopf ist mit feinen weiss-grau bis dunkelgrau quergestreifen Federn versehen. Die Spannweite beträgt 128 – 150 cm. Die Beine und die Zehen sind dicht
befiedert. Die Krallen sind dunkelbraun. Der Bartkauz ist 61 – 81 cm gross, wobei der gebänderte Schwanz ca. 30 cm lang ist. Die Weibchen sind grösser als die Männchen. Die verschiedenen Unterarten sind
hinsichtlich des Gefieders verschieden stark gebändert und gefleckt.
Zur Nahrung zählen Wildmäuse, Ratten, Eichhörnchen, kleine Hasen, Amphibien und kleine Vögel. Der Bartkauz stürzt sich sogar in bis
zu 45 cm tiefen Schnee, wenn er zuvor dort seine Beute geortet hat.
Als Nest werden verlassene Greifvogelnester in ca. 6 bis 10 m Höhe oder Baumstümpfe verwendet. Die Bartkäuze sind sehr wehrhaft und
verteidigen ihr Nest sogar gegen Menschen. Die Bartkäuze können auch Kolonien brüten, sofern genügend Beute vorhanden ist. Die Weibchen legen im April bis Mai in Europa und von Mai bis Juni in den USA ihre 1
– 9 weissen Eier im Abstand von 2 bis 3 Tagen in das Nest. Die Eier werden in 28 – 30 Tagen ausgebrütet. In dieser Zeit, das heisst nur die ersten 21 Tage, jagt nur das Männchen. Das Männchen
übergibt die Beute dem Weibchen und dieses füttert dann die jungen Bartkäuze. Nach 20 – 30 Tagen verlassen die jungen flugunfähigen Bartkäuze das Nest, um die Gegend zu erkunden. Während dieser Zeit
werden die jungen Käuze von den Eltern gefüttert. Fliegen können die jungen Bartkäuze mit 5 – 6 Wochen. Die Erstzucht des Bartkauzes gelang 1974 dem Zoo Kopenhagen in Dänemark. Das Höchstalter, was je
gemessen wurde, waren 27 Jahre in Gefangenschaft und 17 Jahre in Freiheit.
Nachfolgend: Unterart des Eurasischen Bartkauzes, lat. Strix nebulosa lapponica ?
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Tiergarten Nürnberg und die Fotos unterhalb dieser Zeilen (Bartkauz mit Jungvögeln) im Zoo Karlsruhe gemacht.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden (links) im Wildparadies Tripsdrill, (mitte) im Zoo Chemnitz und (rechts) im Vogelpark Walsrode (heute: Weltvogelpark) gemacht. Die Fotos unterhalb dieser
Zeilen wurden im im Heimattierpark Riesa gemacht.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden (links) im Zoo Dortmund, (mitte) im Zoo Krefeld und (rechts) im Zoo Gotha aufgenommen. Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden (links) im Vogelpark
Herborn-Uckersdorf, (mitte) im Zoo Leipzig und (rechts) im Zoo Suhl gemacht.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden (links) im Zoo Magdeburg, (mitte) im Zoo Köln und (rechts) im Bayerwald-Tierpark aufgenommen. Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei
Adlerhorst gemacht.
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Nachfolgend: Unterart des Nordamerikanischen Bartkauzes, lat. Strix nebulosa nebulosa ?
Die nachfolgenden Fotos des “Nebelkauzes, lat. Syrnim nebulosum” wurde im Naturkundemuseum Bamberg aufgenommen. In der Literatur findet man, dass Syrnim auch für Strix steht. Würde man dann nebulosum (veraltet) mit nebulosa gleichsetzen, würde dieses für den Bartkauz stehen. Als Ortsangabe findet man am Museumsstück: "Wiconsin".
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02. Habichtskauz oder Uralkauz lat. Strix uralensis
Die Habichtskäuze leben in alten Nadel- und Mischwäldern mit Freiflächen (Lichtungen und Wiesen), Buchenwäldern im Gebirge, lockeren Mischwäldern, Nähe menschlicher
Siedlungen, feuchten Gelände in Ost-, Mitteleuropa; Polen, Slowakei, Tschechische Republik, Kroatien, Slowenien, Nordskandinavien, Norwegen, Finnland, Schweden, Nordrussland bis nach Sibirien, Sachalin, Korea und
Japan. Im Winter ist der Habichtskauz auch an Ortsrändern und Parks anzutreffen. Nur in sehr kalten Wintern zieht auch der Bartkauz -ein Standvogel- in den Süden. Der Eurasischer Habichtskauz, lat. Strix uralensis liturata, der Sibirischer Habichtskauz, lat. Strix uralensis yenisseensis und (?, lat.) Strix uralensis macroura sind einige der 8 Unterarten des Habichtskauzes.
Der 1926 im Böhmerwald ausgerottete Habichtskauz wurde durch den Nationalpark Bayerischer Wald in einem jahrelangen Wiederansiedlungsprojekt bis in den Böhmerwald wieder angesiedelt. Die
Angaben hierzu sind wiedersprüchlich: Im Zeitraum 1975 bis 2005 wurden entweder 216 Habichtskäuze freigelassen und abgesehen von Unglücks- und Todesfallen etablierte sich ein Bestand von 20 bis 32 Paaren. Oder es
wurden nur 212 Habichtskäuze im selben Zeitraum freigelassen und es etablierte sich ein Bestand von 6 bis 10 Brutpaaren.
Das Gefieder ist hellgrau bis grauweiss bis braunweiss grundgefiedert und mit
braunschwarzen Längsstreifen versehen. Die Unterseite ist zusätzlich dicht weiss quergebändert. Die Beine sind bis zu den Zehen befiedert. Der Gesichtsschleier ist hellgrau bis weissbraun. Die Iris sind braun bis
schwarzbraun. Der Schnabel ist gelb. Die Flügel und der Schwanz sind quergebändert. Die Flügelspannweite beträgt beim Männchen 115 cm und beim Weibchen 125 cm. Die Grösse beträgt ca. 60 cm. Männchen und
Weibchen sind gleich gefärbt. Das Gewicht beträgt beim Männchen 540 - 730 g und beim Weibchen 0,7 - 1,2 kg.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere (, wie beispielsweise Wühl- und Spitzmäuse), kleine
Vögel (, wie beispielsweise Raben und Tauben) und Insekten.
Das Nest wird in der Regel in alten Greifvogelnestern oder Höhlen in Höhen von 2 bis 10 m angelegt. Das Weibchen legt in das Nest ihre 2 - 6
weissen Eier im Abstand von jeweils ca. 2 - 5 Tagen im Februar bis April. Die Eier werden in 27 - 34 Tagen allein vom Weibchen ausgebrütet. Das Männchen versorgt das Weibchen und die Jungen mit Nahrung. Flügge
sind die jungen Habichtskauze in ca. 34 - 35 Tagen. Erst nach weiteren 2 - 3 Monaten sind sie selbständig. Die jungen Habichtskäuze sind in der ersten Zeit noch einfarbig graubraun, jedoch mit hellgrauen Gesicht
und Bauch, gefiedert. Die Sterberate beträgt 60 % im ersten Lebensjahr. Männchen und Weibchen leben in einer Dauerehe. Das Höchstalter beträgt 22 Jahre in der freien Natur und 30 Jahre in der Volierenhaltung.
Die Erstzucht gelang dem Tiergarten Nürnberg im Jahre 1965 (nachdem Herr Brehm im Jahre 1904 seinen privaten Zuchterfolg vermeldete).
Nachfolgend: Unterart des Eurasischer Habichtskauz, lat. Strix uralensis liturata: ?
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Die Fotos (oberhalb dieser Zeile) wurden in der Falknerei Adlerhorst (links, erstes Bild), in der Deutschen Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg (heute: Deutsche Greifenwarte Bernolph Frhr. von
Gemmingen, Burg Guttenberg) (links, zweites Bild) und im Wisentgehege Springe (folgende zwei) gemacht. Die Fotos auf der mittleren Spalte wurden im Vogelpark Timmendorfer Strand (erste
drei) und im Zoo Magdeburg (folgendes Bild) gemacht. Die Fotos auf der rechten Spalte wurden im Zoo Gotha (erste zwei) und im Zoo Suhl gemacht.
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Die Fotos (unterhalb dieser Zeilen) wurden im Alpenzoo Innsbruck gemacht.
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Die Fotos (unterhalb dieser Zeilen) wurden im Tiergarten Nürnberg gemacht.
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03. Waldkauz lat. Strix aluco
Die nachtaktiven Waldkäuze, die häufigste Eulenart Europas, leben in den Parkanlagen, in den Laubwäldern, in den Mischwäldern Europas und in den Nadelwäldern Asiens (West- und
Zentralasien, Sibirien, China, Himalaja). Auch in Nord- und Nordwestafrika kommen die Waldkäuze vor. Vom den 8 Unterarten ist die Unterart Strix aluco sibiriae im Ural und Westsibirien, die Unterart Strix aluco willkonskii im Nordiran und im Kaukasus, die Unterart Strix aluco aluco in Nord- und Zentraleuropa, in Skandinavien bis nach Westrussland und die Unterart Strix aluco sylvatica auf der Iberischen Halbinsel, auf den Britischen Inseln und in Frankreich verbreitet.
Der Kopf ist rund. Die Iris ist blauschwarz über braun bis schwarzbraun. Der Schnabel ist gelb. Der Waldkauz hat keine Federohren. Der Waldkauz besitzt einen dunklen Mittelscheitel. Männchen
und Weibchen sind gleichgefärbt. Es gibt zwei verschiedene Variationen, die eine ist rotbraun und die andere ist eher gräulich grundgefärbt. Auf dieser Grundfärbung sind braune kurze Streifen vorhanden. Die
helle gelblichweissbraune Unterseite ist auch durch viele kurze braune Längsstreifen gekennzeichnet. Die Beine sind grau gefiedert. Die Flügel und die Schultern sind mit weissen Punkten versehen. Die breiten und
runden Flügel und der kurze Schwanz sind quergebändert, soll heissen: viele weisse Tupfer bilden auf den Flügeln zwei Reihen. Die Weibchen wiegen 400 bis 630 g und haben eine Flügelspannweite von bis zu 98
cm. Die Männchen wiegen 330 bis 475 g und haben eine Flügelspannweite von bis zu 93 cm. Die Grösse wird mit 37 - 46 cm angegeben.
Zur Nahrung zählen hauptsächlich Ratten und Mäuse, aber auch Vögel, Krebse, Frösche, Insekten, Käfer, Schnecken und Eidechsen.
Das Nest wird in hohle Baumstämme, Dachböden oder in andere Höhlen angelegt. Auch Greifvogelnester werden verwendet. Selten ist es jedoch am Boden zu finden. Das Weibchen legt
die 2 - 8 weissen Eier im Abstand von 2 - 3 Tagen im Zeitraum Februar bis März in das Nest und brütet sie allein in den kommenden 28 - 30 Tagen aus. Als Brutzeit findet man in der Literatur auch die Monate März
bis Mai. Das Männchen füttert das Weibchen und die jungen Waldkäuze. Nach 28 - 37 Tagen verlassen die flugunfähigen jungen Waldkäuze das Nest. Weitere ca. 70 Tage werden die jungen Waldkäuze mit Futter
versorgt. Flügge sind die jungen Waldkäuze in 7 Wochen. Selbständig jedoch sind sie erst mit 3 Monaten. Die Waldkäuze legen in mäusearmen Jahren keine Eier oder ziehen wenige oder nur einen Jungvogel gross. Die
Sterberate beträgt im ersten Jahr bei 50%. Die jungen Waldkäuze sind quergebändert. Die Lebensdauer beträgt 27 Jahre in der Gefangenschaft und ca. 19 Jahre in der Freiheit. Das Paar lebt lebenslang zusammen.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei im Erlebnis-Wildpark Klein-Auhein und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Wildpark Hundshaupten aufgenommen.
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Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Hofgeismar-Sababurg (links), im Zoo Hof (mitte) und im Zoo Gotha (rechts) aufgenommen.
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Die nachfolgenden Fotos wurden im Wisentgehege Springe (links), im Vogelpark Steinen (mitte: Albinos) und im Greifvogelpark Telfes (rechts) aufgenommen.
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Die nachfolgenden Fotos wurden in der Burgfalknerei Hohenbeilstein (links), in der Falknerei Rabenstein ((Ahorntal / Fränkische Schweiz: Burg Rabenstein) (mitte) und im Vogelpark
Irgenöd (rechts) aufgenommen.
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04. Malaienkauz oder brauner Waldkauz lat. Strix leptogrammica
Die überwiegend nachtaktiven Malaienkäuze leben in den Wäldern, in den Gebirgen bis zu 4.300 m hoch in der Unterart Strix leptogrammica leptogrammica in Süd- und Zentralborneo, in der Unterart Strix leptogrammica vaga in Nordborneo, in der Unterart Strix leptogrammica myrtha in
Sumatra, Belitung und Mentawai und in der Unterart Strix leptogrammica maingayi in Südburma, Thailand und Malaysia. Der Ceylon-Malaienkauz, lat. Strix leptogrammica ochrogenys wurde zum Synonym der Unterart Strix leptogrammica indranee (siehe dort).
Der Oberkopf ist dunkelbraun gefiedert. Der Hinterkopf, die Oberseite ist dunkelbraun grundgefiedert und ist mit einer weissen Zeichnung (Tupfer) versehen. Das Gesicht
ist rötlich über bräunlichgelb bis rotbraun gefärbt. Der Schnabel ist bleifarben. Die Iris ist braun bis dunkelbraun. Die Unterseite ist weiss bis beigefarben grundgefiedert und fein dunkelbraun
quergebändert. Die beige bis rotbraun bis braun gefiederten Beine sind fein dunkelbraun quergebändert und die Zehen sind befiedert. Der Schwanz ist quergebändert. Der Malaienkauz ist zwischen 33 - 53
cm gross.
Zur Nahrung zählen Fische, kleine Säugetiere, kleine Vögel, Eidechsen und Insekten.
Das Nest wird in Baumhöhlen, in Felsspalten oder an Baumwurzeln angelegt. Das Weibchen
legt die 1 – 2 weissen Eier im Zeitraum Januar bis Juni und brütet diese dann in 28 bis 30 Tagen aus. Während des Brütens füttert das Männchen das Weibchen. Erst wenn die Nestlinge grösser
sind, geht das Weibchen mit auf Jagt, um die Jungvögel mitzufüttern. Beide Elternteile ziehen die Jungvögel -oft nur ein Jungvogel- auf und verteidigen ihn sehr gegen Reviereindringlinge. Mit ca. 35
Tagen klettern die jungen Käuze in der Umgebung umher und mit ca. 50 Tagen können sie fliegen. Die Erstzucht des Malaienkauzes gelang dem Tiergarten Heidelberg im Jahre 1976.
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Die linken Fotos wurde in der Falknerei Adlerhorst (erste zwei) und im Vogelpark Walsrode, heute Weltvogelpark (folgende zwei) gemacht. Die mittleren Fotos wurden auf der Vogelausstellung Ornika
gemacht. Die rechten Fotos wurden im Vogelpark Timmendorfer Strand gemacht.
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05. Unterart: ? lat. Strix leptogrammica indranee (mit dem Synonym: Ceylon-Malaienkauz, lat. Strix leptogrammica ochrogenys)
Die Unterart Strix leptogrammica indranee ist eine Unterart des Malaienkauzes oder braunen Waldkauzes, lat. Strix leptogrammica (siehe dort). Als Verbreitungsgebiet wird Zentral- und Südindien und Sri Lanka angegeben.
Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Berlin (Tiergarten) aufgenommen. Der Zoo Berlin (Tiergarten) hat den Namen Ceylon-Malaienkauz, lat. Strix leptogrammica ochrogenys angegeben. Der Wissenschaftler Hume hat 1873 die Unterart ochrogenys zuerst
mit dem Verbreitungsgebiet Sri Lanka (früher Ceylon) beschrieben. Nach König/Weick: „Owls of the World“, (2008) ist Strix leptogrammica ochrogenys nun ein Synonym für die Unterart Strix
leptogrammica indranee.
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06. Afrika Waldkauz oder Woodfordkauz oder Afrikanischer Waldkauz lat. Strix woodfordii (früher: Ciccaba woodfordii)
Die nachtaktiven Afrika-Waldkäuze sind in Afrika südlich der Sahara, in den Urwäldern, lichten Wäldern, in den landwirtschaftlichen Nutzgebieten, längs der Flüsse,
in bis zu 3700 m Höhe, in 4 Unterarten in Südangola, Süd-DR Kongo, Südwesttansania, Botswana und an der Ostküste bis nach Südafrika zur Kapspitze in der Unterart Strix woodfordii woodfordii,
in Senegambien, Südsudan, Uganda, Nordangola, Nordwest-DR Kongo und der Insel Bioko in der Unterart Strix woodfordii nuchalis, in Südsomalia, Kenia, Ost-DR Kongo Zanzibar und Tansania in der
Unterart Ostafrikanischer Woodfordkauz, lat. Strix woodfordii nigricantior (früher: Strix woodfordii nigricantia) und in Südostsudan und Äthiopien in der Unterart Strix woodfordii umbrina verbreitet.
Der Hinterkopf, die Flügel, der Rücken sind rotbraun bis schwarzbraun gefärbt und mit weissen Tupfern versehen. Der rotbraun bis schwarzbraun gefiederte Schwanz ist mit einer
weissen Querbänderung versehen. Der Kopf wirkt gross. Der Schnabel ist gelb. Die Iris ist gelb bis braun bis dunkelbraun. Um die Augen ist das Gefieder grau. Die Unterseite ist weiss bis weissgelb
grundgefiedert und mit einer hellbraunen bis dunkelbraunen in grossen Abständen versehenen Querbänderung versehen. Die Beine sind befiedert. Der Afrika-Waldkauz ist 30 – 36 cm gross. Das Gefieder
ist je nach Unterart verschieden gefärbt.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel, Frösche, Schlangen, Insekten und Käfer. Die Beute fängt der Afrika-Waldkauz nachts in der Luft
oder liest sie von Boden auf.
Das Weibchen legt 1 bis 3 weisse Eier im Abstand von 2 bis 4 Tagen -je Gebiet- von Juli bis Oktober oder November bis April in eine Baumhöhle. Ausgebrütet werden die Eier in 31
Tagen. Mit 23 Tagen beginnen die jungen flugunfähigen Käuze das Nest zu verlassen, um in der Nestumgebung umherzuklettern. Flügge sind die jungen Käuze nach 30 – 37 Tagen. Die jungen Käuze
sind heller gefärbt und können mit 46 Tagen richtig fliegen, auch wenn sie in den ersten 4 Monaten noch bei den Eltern bleiben. Die Erstzucht gelang dem Zoo London (Grossbritannien) 1968-1969.
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Die oberen Fotos wurden im Vogelpark Timmendorfer Strand und die unteren Fotos wurden im Zoo Berlin (Tiergarten) gemacht.
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Die nachfolgenden Fotos wurden auf der Vogelausstellung Ornika gemacht. .
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Greifvogelpark Buchs gemacht und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Wisentgehege Springe (links) und im Vogelpark Abensberg (mitte, rechts)
gemacht.
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Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Frank Schulter, www.ornithea.de,
wurde das Foto verwendet.
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Die nachfolgenden Fotos wurden auf der Vogelausstellung Ornithea gemacht.
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09. Streifenkauz lat. Strix varia
Der nachtaktive Streifenkauz lebt in den Nadel-, Laub- und Mischwäldern mit und ohne Flussnähe in der Unterart Strix varia varia in Südostalaska und Südwestkanada bis Nordkalifornien, Nordtexas und Nordcarolina, in der Unterart Strix
varia georgica in Nordcarolina, Florida und Georgia, in der Unterart Strix varia helveola in Texas bis Mexiko und in der Unterart Strix varia sartorii in Zentralsüdmexiko.
Die Oberseite, der Hinter- und Oberkopf sind braun bis dunkelbraun bis rotbraun grundgefiedert und mit weissen bis hellbraunen Tupfern, die zusammen Querbänder(?) auf der Oberseite ergeben,
versehen. Das Gesicht ist weissbraun. Der Schnabel ist elfenbeinfarben. Die Augen sind braun bis dunkelbraun. Die Unterseite ist weissgrau bis hellgrau grundgefiedert. Der Hals ist mit braunen bis rotbraunen
Querstreifen bis über die Brust versehen. Danach geht die Musterung auf der Unterseite in lange braune bis rotbraune Längsstreifen über. Die Beine sind befiedert. Die Grösse des Streifenkauzes beträgt 43 bis 61
cm.
Zur Nahrung zählen Fische, Ratten, Mäuse, Frösche, Eidechsen, kleine Vögel und Insekten.
Das Weibchen legt die 2 bis 5 weissen Eier im Abstand von 2 Tagen von Januar bis April (je nach Region
verschieden) in alte Nester oder Baumhöhlen und brütet sie in 28 Tagen aus. Die Streifenkäuze können von 20 bis zu 25 Jahre alt werden.
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Diese Fotos wurden im Greifvogelpark Buchs aufgenommen.
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10. Fleckenkauz lat. Strix occidentalis
Der Fleckenkauz lebt in den Nadelwäldern, Gebirgsschluchten, in Nord- und Westamerikas in Nevada und Zentralsüdkalifornien in der Unterart Strix occidentalis
occidentalis, in British Colambia und Nordkalifornien in der Unterart des Nordischen Fleckenkauzes, lat. Strix occidentalis caurina und in Arizona, New Mexiko, Südwesttexas und Zentralmexiko
in der Unterart Strix occidentalis lucida. Von der Unterart des Nordischen Fleckenkauzes, lat. Strix occidentalis caurina, wurden im Jahre 2008 nur noch 3 Paare gezählt. Bedroht wird der
Fleckenkauz durch das Abholzen der Wälder.
Die Oberseite, die Flügel und der Hinterkopf sind dunkelgraubraun bis dunkelbraun bis schwarzbraun gefiedert und mit vielen weissen Flecken versehen.
Der dunkelgraubraun bis dunkelbraun bis schwarzbraun gefiederte Schwanz ist weiss gebändert. Die Vorderseite ist graubraun bis dunkelbraun gefiedert und mit vielen weissen Flecken, die Binden ergeben,
versehen. Die Beine sind befiedert. Das Gesicht ist graudunkelbraun. Die Iris ist dunkelbraun bis schwarz. Der Schnabel ist weissgelb. Die Grösse beträgt (32?) 40 bis 48 cm.
Zur Nahrung zählen
kleine Säugetiere (wie zum Beispiel Gleithörnchen), kleine Vögel und Insekten. Der Fleckenkauz frisst auch Nahrungsabfälle von Campingplätzen und Mülldeponien.
Als Nest wird ein verlassenes
Greifvogelnest oder eine Höhle (z.B. Baumhöhle) verwendet. Dorthin legt das Weibchen im Abstand 2 bis 3 Tagen ihre 2 bis 5 weissen Eier, die es in 28 bis 30 Tagen ausbrütet. Währenddessen versorgt
das Männchen das Weibchen mit Nahrung und nach dem Schlüpfen der jungen Fleckenkäuze beschaffen beide Elternteile die Beute und füttern den Nachwuchs. Flügge sind die jungen Fleckenkäuze mit 40 -
45 ( 50?) Tagen.
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