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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text Familie 2: Eulen, lat. Strigidae
Unterfamilie, lat. Striginae Strigini: Gattungen: Strix (Käuze inkl. Ciccaba (Tropen-Waldkäuze)), Lophostrix (Haubeneulen), Pulsatrix (Brillenkäuze), Jubula (Mähneneulen)
11. Brasilkauz oder Brasilianischer Waldkauz oder Rostkauz, lat. Strix hylophila 12. Pagodenkauz oder Pagodenwaldkauz oder Dunkler Waldkauz, lat. Strix seloputo
13. Schwarzweisskauz oder Weissbinden-Waldkauz oder Bindenhalskauz, lat. Strix nigrolineata (früher: Ciccaba nigrolineata), Sclater, 1859
14. Schwarzbänderkauz oder Tropen-Waldkauz oder Dunkler Tropenkauz oder Zebrakauz, lat. Strix huhula (früher: Ciccaba huhula), Daudin, 1800
15. Sprenkelkauz oder Gebänderter Tropenwaldkauz oder Südamerika-Sprenkelkauz, lat. Strix virgata (früher: Ciccaba virgata), Cassin, 1849 16. Brillenkauz oder Grosser Brillenkauz, lat. Pulsatrix perspicillata (früher: Strix perspicillata)
17. Haubeneule oder Haubenkauz oder Tropische Haubeneule, lat. Lophostrix cristata (früher: Strix cristata) 18. Mähneneule oder Guinea-Ohreule, lat. Jubula lettii (früher: Lophostrix lettii)
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der
Seite „Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung,
Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (siehe Inhaltsverzeichnis) daraus.
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Diese Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Tiergarten Berlin (Friedrichsfelde) und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden auf der Vogelausstellung Ornithea gemacht.
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12. Pagodenkauz oder Pagodenwaldkauz oder Dunkler Waldkauz lat. Strix seloputo
Der nachtaktive Pagodenkauz ist in den Tiefländern, offenen Landschaften, Wäldern, Reisfeldern, Obstgärten und Parks in Südburma, Malaysia, Thailand, Kambodscha, Vietnam,
Westzentralsumatra und Java in der Unterart Strix seloputo seloputo, auf der Insel Bawean in der Unterart Strix seloputo baweana und auf den Inseln Palawan und Calamian in der Unterart Strix seloputo wiepkeni.
Die graubraun grundgefiederte Oberseite enthält weisse Flecken. Das Gesicht ist gelblich bis gelbbraun. Die Iris ist braun. Der Schnabel ist schwarz. Die Kehle ist weiss. Die weiss
grundgefiederte Unterseite enthält braune Querstreifen. Gelbe Flaumbüschel befinden sich an den Seiten und auf der Brust. Die Zehen sind befiedert. Die Grösse beträgt 38 bis 48 cm.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel und Insekten.
Dieses Fotos des Pagodenkauzes wurden im Naturkundemuseum Erfurt aufgrund der Sonderausstellung „Eulen und Käuze“ zum 200. Geburtstag von Charles Darwin aufgenommen.
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13. Schwarzweisskauz oder Weissbinden-Waldkauz oder Bindenhalskauz lat. Strix nigrolineata (früher: Ciccaba nigrolineata)
Die Schwarzweisskäuze leben in den Regenwäldern, Waldrändern, sumpfigen Gebieten, Mangroven, in Höhen bis 2400m von Zentralmexiko bis Nordwestvenezuela,
Nordwestkolumbien, Westecuador und Nordwestperu.
Das Gesicht ist dunkelbraun bis schwarz gefiedert. Der Oberkopf ist dunkelbraun. Über den Augen befinden sich mehrere feine weisse Punkte, die zusammengefasst wie
„Augenbraunen“ wirken. Die Iris ist braun. Der Schnabel ist gelb. Der Oberrücken und die Unterseite und die Beine sind dunkelbraun-weiss gebändert. Die Flügeloberseiten sind dunkelbraun. Der
dunkelbraune Schwanz enthält mehrere weisse dünne Querbinden und eine weisse Spitze. Die Grösse beträgt 33 bis 38 cm.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel und Insekten.
Das Weibchen legt 2 Eier.
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Mit freundlicher Genehmigung konnte das Foto von Nick Athanas, www.antpitta.com , verwendet werden. Das Foto wurde in Costa Rica aufgenommen.
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14. Schwarzbänderkauz oder Tropenwaldkauz oder Dunkler Tropen-Waldkauz oder Zebrakauz lat. Strix huhula (früher: Ciccaba huhula)
Die nachtaktiven Schwarzbänderkäuze leben als Einzelgänger an den Flussrändern der Wäldern Amazonas, dichten Tropenwäldern, feuchten und trockenen Wäldern,
Kulturlandschaften und Plantagen in der Unterart Strix huhula huhula in Ostkolumbien, Venezuela, Guayana, Nordbrasilien, Bolivien, Nordargentinien und in der Unterart Strix huhula albomarginata in Ostparaguay, Nordostargentinien und Ostbrasilien bis Santa Catarina.
Das schwarzbraune Gefieder ist weiss gebändert und dieses überall. Das Gesicht ist nur um die Augen einfarbig schwarzbraun. Die Iris ist braun. Der Schnabel ist gelb. Die
schwarzbraun gefiederten Beine sind weiss quergestreift. Die Grösse beträgt 30 – 36 (41?) cm.
Zur Nahrung zählen kleine Vögel, kleine Säugetiere, Baumechsen und Insekten.
Das Weibchen legt die 2 weissen Eier in ein Nest in einen Hohlraum oder in ein verlassenes Greifvogelnest. Das Weibchen brütet die Eier in 27 Tagen aus. Das Männchen füttert das
Weibchen und später auch die jungen Schwarzbänderkäuze, wobei das Weibchen das Futter an die Jungvögel weitergibt. Bereits mit 4 Wochen verlassen die Jungvögel flugunfähig das Nest. Zwei Wochen später
können sie fliegen.
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15. Sprenkelkauz oder Gebänderter Tropenwaldkauz oder Südamerika-Sprenkelkauz lat. Strix virgata (früher: Ciccaba virgata)
Die nachtaktiven Sprenkelkäuze sind in den offenen Landschaften, Gebirgswäldern, schattigen Wäldern, tropischen Wäldern, in Bananen- und Kaffeeplantagen, in Höhen bis zu
1800 m in Kolumbien, Ostecuador, Venezuela, Trinidad in der Unterart Strix virgata virgata, in Guayana in der Unterart Strix virgata macconnellii, in Peru, (Nordost)brasilien, Bolivien,
Nordwestargentinien in der Unterart Strix virgata superciliaris und in Südostbrasilien, Nordostargentinien, Ostparaguay in der Unterart Strix virgata borelliana.
Das Gesicht ist weissbraun bis weissgrau bis grau gefiedert und weiss umrandet. Zwischen den Augen ist ein grosses weisses X als Abtrennung vorhanden. Die Iris ist braun bis
schwarzbraun bis schwarz. Die Oberseite ist graubraun bis dunkelbraun bis sehr oder tief dunkelbraun grundgefiedert und mit hellen (weissen) Flecken, Sprenkeln, Tüpfeln (und zum Teil mit einer
Querzeichnung) versehen. Die Unterseite ist weiss bis weissgelborange grundgefiedert und mit kurzen rötlichbraunen bis braunen bis dunkelbraunen Längsstreifen versehen, wobei dann (auch) der Vorderhals
bis zur Oberbrust besonders stark rötlichbraun bis braun bis dunkelbraun gemustert oder gefiedert sein kann. Auch kann die Oberbrust quergebändert sein! Es gibt 8 Unterarten und es sind Unterschiede
zwischen der Grösse und verschiedene Farbvariationen festgestellt worden. Die Grösse beträgt 30 bis 36 cm.
Zur Nahrung zählen kleine Vögel, kleine Säugetiere (Nagetiere), Reptilien, Insekten und
Lurche.
Das Nest befindet sich in einer Baumhöhle. Das Weibchen legt 1 bis 2 Eier. Die jungen Käuze sind in 24 bis 26 Tagen ausgebrütet.
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16. Brillenkauz oder Grosser Brillenkauz lat. Pulsatrix perspicillata (früher: Strix perspicillata)
Die Brillenkäuze leben in den dichten Tropenwäldern, feuchten Wäldern, Plantagen, Regenwäldern, in Bergwäldern bis 1.700 m Höhe, an den Flussrändern, in Mittelamerika und
Südamerika, in Südmexiko, Nord-Costa-Rica, Westpanama in der Unterart Pulsatrix perspicillata saturata, im gesamten Südwesten Südamerikas bis Ostperu, Trinidad, Brasilien in der Unterart Pulsatrix perspicillata perspicillata,
in Ost-Costa Rica, Nordwestecuador, Westpanama in der Unterart Pulsatrix perspicillata chapmani und in Bolivien, Nordargentinien in der Unterart Pulsatrix perspicillata bolviana.
Die Oberseite
ist braun bis dunkelbraun bis schwarzbraun gefiedert. Ein dickes weisses „X“ teilt das braune bis dunkelbraune bis schwarzbraune Gesicht auf. Die Iris ist bei der Unterart Pulsatrix perspicillata pulsatrix ist dunkelbraun, ansonsten gelb. Die Kehle, der Vorderhals und die Unterseite sind weiss bis hell ockerfarben bis leuchtend gelb gefiedert. Nur auf der Brust befindet sich ein dicker brauner bis dunkelbrauner bis schwarzbrauner Querstreifen. Männchen und Weibchen sind gleich gefiedert. Dieser Kauz ist 40 bis 52 cm gross.
Zur Beute des Brillenkauzes, die er nachts jagt, zählen kleine Säugetiere, wie beispielsweise Nagetiere, Opossums und Fledermäuse, kleine Vögel, Krabben, Insekten und Eidechsen.
Das
Brillenkauzweibchen legt 1 bis 2 weisse Eier im Abstand von 2 bis 3 Tagen in eine Baumhöhle, die sich in bis zu 20 m Höhe befindet. Dort brütet das Weibchen die Eier in (28?) 36 bis 39 Tagen (, in bis zu 52 Tagen
bei einer "Winterbrut") aus. Das Männchen beschafft das Futter. Erst später jagt das Weibchen, wenn die Jungvögel grösser sind, mit. Die weiss gefiederten Jungvögel, die eine schwarze „Brille“ oder
„Maske“ und dunkle Flügel besitzen, verlassen schon vor dem Erreichen der Flugfähigkeit in ca. 35 Tagen die Höhle. In den kommenden 14 Tagen erlernen sie das Fliegen, Jagen und werden in dieser Zeit noch von
den Eltern gefüttert. Ein Höchstalter von 29 Jahren konnte festgestellt werden.
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Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Karlsruhe aufgenommen.
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Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Berlin (Tiergarten; junge Brillenkäuze!) gemacht.
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Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Dortmund aufgenommen.
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Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde; links) und im Zoo Heidelberg (mitte) aufgenommen.
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Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Walsrode, heute Weltvogelpark, aufgenommen.
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17. Haubeneule oder Haubenkauz oder Tropische Haubeneule Lophostrix cristata (früher: Strix cristata)
Die Haubeneulen leben in den dichten Wäldern, in Gewässernähe, in den feuchtwarmen Urwäldern, in Höhen bis zu 1950m, in Südmexiko bis in den Amazonas, in Südmexiko,
Belize, Guatemala, Nicaragua bis Westpanama, Westkolumbien in der Unterart Lophostrix cristata stricklandi, in Ostpanama, Nordostkolumbien und Nordwestvenezuala in der Unterart Lophostrix cristata wedeli und in Venezuela (östliche Anden), Ostecuador, Ostperu, Surinam, Guayana, Kolumbien bis Nordbolivien in der Unterart Lophostrix christata christata.
Die Oberseite ist rotbraun bis braun grundgefiedert und mit feinen kleinen dunkelbraunen Querstreifen versehen. Auf den Flügeldecken befinden sich weisse Flecken. Der lange rotbraune
Schwanz hat 4 schwarze Streifen. Das Gesicht ist rotbraun bis braun bis schwarzbraun. Die Iris ist gelb oder braun je nach Unterart. So ist die Iris bei den Unterarten Lophostrix cristata wedeli und Lophostrix
christata christata braun und bei der Unterart Lophostrix cristata stricklandi gelb. Die Stirn ist weiss bis weisslich. Die braunen bis rotbraunen Federohren sind gross und haben weisse Innenfahnen (und wirken wie weisse Augenbraunen). Die Unterseite ist gelbbraunrötlich bis beigefarben grundgefiedert und mit feinen dunkelbraunen (, weissen und schwarzen) Querbinden versehen. Die Grundfiederung der Unterseite verändert sich zu den Beinen hin in grauweiss bis weiss. Die Beine (Unterschenkel und Läufe) sind weiss gefiedert. Die nackten gelben Füsse besitzen graue Krallen. Die Grösse ist zwischen (28?) bis 38 - 43 cm.
Zur Nahrung zählen kleine Vögel, Fledermäuse, Nagetiere, Frösche, Heuschrecken, Insekten und Echsen.
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Mit freundlicher Genehmigung konnte das Foto der Unterart Lophostrix cristata cristata von Nick Athanas, www.antpitta.com , verwendet werden. Das Foto wurde in Ecuador aufgenommen.
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18. Mähneneule oder Guinea-Ohreule lat. Jubula lettii (früher: Lophostrix lettii)
Die Mähneneulen leben in den Wäldern an den Flüssen Westafrikas in Liberia, Elfenbeinküste, Nordgabun, Ghana, Südkamerun und Ost-DR Kongo.
Das Gesicht ist schwärzlichbraun bis hellbraun gefiedert. Die Augen und der Schnabel sind gelb. Vom Schnabel nach oben gehend über die Augenbraunen bis einschliesslich der Federohren
bilden die Federn ein dickes weisses V. Das Gesicht ist weiss umrandet. Der Kehlkopf ist weiss. Die Oberseite ist rotbraun gefiedert. Die Mähneeule hat einen grauen “Rückenfleck“. Der Schwanz
ist rotbraun und mit 4 schwarzen Streifen versehen. Die gelbbraune bis rotbraune Unterseite enthält dunkelbraune kurze Längsstreifen und geht dann ins weisse über. Die Füsse sind weissgelblich bis gelb.
Die Grösse beträgt 34 bis 44 cm.
Zur Nahrung zählen kleine Wirbeltiere und Insekten.
Das Weibchen legt 3 bis 4 Eier und brütet sie in 28 Tagen aus. Die jungen Haubeneulen verlassen das Nest mit 33 Tagen.
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