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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 2: Eulen, lat. Strigidae
Unterfamilie Ohreulen und Käuze, lat. Striginae
zu dieser Unterfamilie gehören die Gattungen: Strix (Käuze), Rhinoptynx (Streifenohreulen), Asio (Waldohreulen), Pseudoscops, Nesasio, Aegolius (Rauhfußkäuze)

01. Bartkauz, lat. Strix Nebulosa
02. Habichtskauz oder Uralkauz, lat. Strix Uralensis
03. Waldkauz, lat. Strix Aluco
04. Malaienkauz oder brauner Waldkauz, lat. Strix Leptogrammica
05. Unterart: Ceylon-Maienkauz, lat. Strix Leptogrammica Ochragenys
06. Afrika – Waldkauz oder Woodfordkauz oder Afrikanischer Waldkauz, lat. Strix Woodfordii oder (!) Ciccaba Woodfordii
07. Rotfuss-Waldkauz oder Rostfusskauz, lat. Strix Rufipes
08. Chaco-Waldkauz oder Chacokauz, lat. Strix Chacoensis (oder früher: Unterart: Grand Chaco Rostfusskauz, lat. Strix Rufipes Chacoensis)
09. Streifenkauz, lat. Strix Varia
10. Nebelkauz, lat. Syrnim Nebulosum

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen 1” (www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_1/greifvogel___eulen_1.html) befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de, genau: www.kaiseradler.de/uber_mich___Kontakt/uber_mich___kontakt.html) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (Inhaltsverzeichnis: www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_A/greifvogel___eulen_a.html) daraus.

01. Bartkauz
lat. Strix Nebulosa

Der Bartkauz lebt in den Mischwäldern, Nadelwäldern, in der Taiga in Nordamerika (Alaska, Zentralkanada), Westamerika, Nordeuropa und Nordasien.

Der grosse Kopf ist durch einen rundlichen bräunlichen Kranz gekennzeichnet. Das hellgraue Gesicht enthält 6 bis 8 feine weisse Ringe um die Augen. Der Bart, die schwarzen Federn unter dem gelblichen Schnabel am Kinn, ist schwarz. Die Iris der Augen ist gelb. Zwischen den Augen befinden sich zwei halbmondförmige weisse Wülste, die einem „X“ gleichen, zwischen den Augen und dem Schnabel. Die Unterseite ist weissgrau grundgefiedert und mit dunkelgrauen bis graubraunen bis dunkelbraunen Langsstreifen versehen. Die Oberseite ist ebenso weissgrau grundgefiedert, jedoch mit mehr dunkelgrauen bis graubraunen bis dunkelbraunen Längsstreifen versehen. Der Hinterkopf ist mit feinen weiss-grau bis dunkelgrau quergestreifen Federn versehen. Die Spannweite beträgt 128 – 150 cm. Die Beine und die Zehen sind dicht befiedert. Die Krallen sind dunkelbraun. Der Bartkauz ist 61 – 81 cm gross, wobei der gebänderte Schwanz ca. 30 cm lang ist. Die Weibchen sind grösser als die Männchen. Die verschiedenen Unterarten sind hinsichtlich des Gefieders verschieden stark gebändert und gefleckt.

Zur Nahrung zählen Wildmäuse, Ratten, Eichhörnchen, kleine Hasen, Amphibien und kleine Vögel. Der Bartkauz stürzt sich sogar in bis zu 45 cm tiefen Schnee, wenn er zuvor dort seine Beute geortet hat.

Als Nest werden verlassene Greifvogelnester in ca. 6 bis 10 m Höhe oder Baumstümpfe verwendet. Die Bartkäuze sind sehr wehrhaft und verteidigen ihr Nest sogar gegen Menschen. Die Bartkäuze können auch Kolonien brüten, sofern genügend Beute vorhanden ist. Die Weibchen legen im April bis Mai in Europa und von Mai bis Juni in den USA ihre 1 – 9 weissen Eier im Abstand von 2 bis 3 Tagen in das Nest. Die Eier werden in 28 – 30 Tagen ausgebrütet. In dieser Zeit, das heisst nur die ersten 21 Tage, jagt nur das Männchen. Nach 20 – 30 Tagen verlassen die jungen flugunfähigen Bartkäuze das Nest, um die Gegend zu erkunden. Während dieser Zeit werden die jungen Käuze von den Eltern gefüttert. Fliegen können die jungen Bartkäuze mit 5 – 6 Wochen. Die Erstzucht des Bartkauzes gelang 1974 dem Zoo Kopenhagen in Dänemark. Das Höchstalter, was je gemessen wurde, waren 27 Jahre in Gefangenschaft und 17 Jahre in Freiheit.

Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Tiergarten Nürnberg und die Fotos unterhalb dieser Zeilen (Bartkauz mit Jungvögeln) im Zoo Karlsruhe gemacht.

Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden (links) im Wildparadies Tripsdrill, (mitte) im Zoo Chemnitz und (rechts) im Vogelpark Walsrode (heute: Weltvogelpark) gemacht. Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im im Heimattierpark Riesa gemacht.

Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden (links) im Zoo Dortmund, (mitte) im Zoo Krefeld und (rechts) im Zoo Gotha aufgenommen. Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden (links) im Vogelpark Herborn-Uckersdorf, (mitte) im Zoo Leipzig und (rechts) im Zoo Suhl gemacht.

Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden (links) im Zoo Magdeburg, (mitte) im Zoo Köln und (rechts) im Bayerwald-Tierpark aufgenommen. Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei Adlerhorst gemacht.

02. Habichtskauz oder Uralkauz
lat. Strix Uralensis

Der Habichtskauz lebt in alten Nadel- und Mischwäldern mit Freiflächen (Lichtungen und Wiesen), Buchenwäldern im Gebirge, lockeren Mischwäldern, Nähe menschlicher Siedlungen, feuchten Gelände in Ost-, Mitteleuropa, Nordskandinavien bis nach Sibirien, Sachalin und Japan. Im Winter ist der Habichtskauz auch an Ortsrändern und Parks anzutreffen. Es existieren 10 Unterarten. Nur in sehr kalten Wintern zieht auch der Bartkauz -ein Standvogel- in den Süden. Der Davidskauz, lat. Strix Uralensis Davidi, der Eurasischer Habichtskauz, lat. Strix Uralensis Liturata, der Sibirischer Habichtskauz, lat. Strix Uralensis Yenisseensis und (?, lat.) Strix Uralensis Macroura sind Unterarten des Habichtskauzes.

Der 1926 im Böhmerwald ausgerottete Habichtskauz wurde durch den Nationalpark Bayerischer Wald in einem jahrelangen Wiederansiedlungsprojekt bis in den Böhmerwald wieder angesiedelt. Die Angaben hierzu sind wiedersprüchlich: Im Zeitraum 1975 bis 2005 wurden entweder 216 Habichtskäuze freigelassen und abgesehen von Unglücks- und Todesfallen etablierte sich ein Bestand von 20 bis 32 Paaren. Oder es wurden nur 212 Habichtskäuze im selben Zeitraum freigelassen und es etablierte sich ein Bestand von 6 bis 10 Brutpaaren.

Das Gefieder ist hellgrau bis grauweiss bis braunweiss grundgefiedert und mit braunschwarzen Längsstreifen versehen. Die Unterseite ist zusätzlich dicht weiss quergebändert. Die Beine sind bis zu den Zehen befiedert. Der Gesichtsschleier ist hellgrau bis weissbraun. Die Iris sind braun bis schwarzbraun. Der Schnabel ist gelb. Die Flügel und der Schwanz sind quergebändert. Die Flügelspannweite beträgt beim Männchen 115 cm und beim Weibchen 125 cm. Die Grösse beträgt ca. 60 cm. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt. Das Gewicht beträgt beim Männchen 540 - 730 g und beim Weibchen 0,7 - 1,2 kg.

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere (, wie beispielsweise Wühl- und Spitzmäuse), kleine Vögel (, wie beispielsweise Raben und Tauben) und Insekten.

Das Nest wird in der Regel in alten Greifvogelnestern oder Höhlen in Höhen von 2 bis 10 m angelegt. Das Weibchen legt in das Nest ihre 2 - 6 weissen Eier im Abstand von jeweils ca. 2 - 5 Tagen im Februar bis April. Die Eier werden in 27 - 34 Tagen allein vom Weibchen ausgebrütet. Das Männchen versorgt das Weibchen und die Jungen mit Nahrung. Flügge sind die jungen Habichtskauze in ca. 34 - 35 Tagen. Erst nach weiteren 2 - 3 Monaten sind sie selbständig. Die jungen Habichtskäuze sind in der ersten Zeit noch einfarbig graubraun, jedoch mit hellgrauen Gesicht und Bauch, gefiedert. Die Sterberate beträgt 60 % im ersten Lebensjahr. Männchen und Weibchen leben in einer Dauerehe. Das Höchstalter beträgt 22 Jahre in der freien Natur und 30 Jahre in der Volierenhaltung. Die Erstzucht gelang dem Tiergarten Nürnberg im Jahre 1965 (nachdem Herr Brehm im Jahre 1904 seinen privaten Zuchterfolg vermeldete).

Diese Fotos wurden im Zoo Hannover gemacht.

Diese Fotos wurden auf der Vogelausstellung ORNIKA in Bad Schönborn gemacht.

Die Fotos (oberhalb dieser Zeile) wurden in der Falknerei Adlerhorst (links, erstes Bild), in der Deutschen Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg (heute: Deutsche Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg) (links, zweites Bild) und im Wisentgehege Springe (folgende zwei) gemacht. Die Fotos auf der mittleren Spalte wurden im Vogelpark Timmendorfer Strand (erste drei) und im Zoo Magdeburg (folgendes Bild) gemacht. Die Fotos auf der rechten Spalte wurden im Zoo Gotha (erste zwei) und im Zoo Suhl gemacht.

Die Fotos (unterhalb dieser Zeilen) wurden im Alpenzoo Innsbruck gemacht.

Die Fotos (unterhalb dieser Zeilen) wurden im Tiergarten Nürnberg gemacht.

03. Waldkauz
lat. Strix Aluco

Der nachtaktive Waldkauz, die häufigste Eulenart Europas, lebt in den Parkanlagen, in Laub-, Mischwäldern Europas und Nadelwäldern Asiens (West- und Zentralasien, Sibirien, China, Himalaja). Er kommt sogar in Nord- und Nordwestafrika, vor. Vom Waldkauz gibt es 6, 11 oder(!?) 13 Unterarten. So ist beispielsweise die Unterart Strix Aluco Sibiriae in Ural und Westsibirien verbreitet. Die Unterart Strix Aluco Willkonskii ist im Nordiran und im Kaukasus verbreitet. Die Unterart Strix Aluco Sylvatica lebt auf der Iberischen Halbinsel, auf den Britischen Inseln und in Frankreich.

Der Kopf ist rund. Die Iris ist blauschwarz über braun bis schwarzbraun. Der Schnabel ist gelb. Der Waldkauz hat keine Federohren. Der Waldkauz besitzt einen dunklen Mittelscheitel. Männchen und Weibchen sind gleichgefärbt. Es gibt zwei verschiedene Variationen, die eine ist rotbraun und die andere ist eher gräulich grundgefärbt. Auf dieser Grundfärbung sind braune kurze Streifen vorhanden. Die helle gelblichweissbraune Unterseite ist auch durch viele kurze braune Längsstreifen gekennzeichnet. Die Beine sind grau gefiedert. Die Flügel und die Schultern sind mit weissen Punkten versehen. Die breiten und runden Flügel und der kurze Schwanz sind quergebändert, soll heissen: viele weisse Tupfer bilden auf den Flügeln zwei Reihen. Die Weibchen wiegen 400 bis 630 g und haben eine Flügelspannweite von bis zu 98 cm. Die Männchen wiegen 330 bis 475 g und haben eine Flügelspannweite von bis zu 93 cm. Die Grösse wird mit 37 - 46 cm angegeben.

Zur Nahrung zählen hauptsächlich Ratten und Mäuse, aber auch Vögel, Krebse, Frösche, Insekten, Käfer, Schnecken und Eidechsen.

Das Nest wird in hohle Baumstämme, Dachböden oder in andere Höhlen angelegt. Auch Greifvogelnester werden verwendet. Selten ist es jedoch am Boden zu finden. Das Weibchen legt die 2 - 8 weissen Eier im Abstand von 2 - 3 Tagen im Zeitraum Februar bis März in das Nest und brütet sie allein in den kommenden 28 - 30 Tagen aus. Als Brutzeit findet man in der Literatur auch die Monate März bis Mai. Das Männchen füttert das Weibchen und die jungen Waldkäuze. Nach 28 - 37 Tagen verlassen die flugunfähigen jungen Waldkäuze das Nest. Weitere ca. 70 Tage werden die jungen Waldkäuze mit Futter versorgt. Flügge sind die jungen Waldkäuze in 7 Wochen. Selbständig jedoch sind sie erst mit 3 Monaten. Die Waldkäuze legen in mäusearmen Jahren keine Eier oder ziehen wenige oder nur einen Jungvogel gross. Die Sterberate beträgt im ersten Jahr bei 50%. Die jungen Waldkäuze sind quergebändert. Die Lebensdauer beträgt 27 Jahre in der Gefangenschaft und ca. 19 Jahre in der Freiheit. Das Paar lebt lebenslang zusammen.

Die linken Foto wurden im Vogelpark Walsrode, heute: Weltvogelpark, (erste vier), in der Burgfalknerei Hohenbeilstein (folgendes Bild), im Wisentgehege Springe (folgende zwei) und in der Falknerei Rabenstein ((Ahorntal / Fränkische Schweiz: Burg Rabenstein) folgendes Bild) aufgenommen. Die Fotos in der mittleren Spalte sind im Affen- und Vogelpark Eckenhagen (erste drei) und im Zoo Hof (folgende zwei), im Jura-Zoo Neumarkt (folgendes Bild) und im Greifvogelpark Telfes (folgenden zwei) aufgenommen. Die Fotos auf der rechten Seite wurden im Vogelpark Irgenöd (erstes Bild), im Zoo Gotha (folgende zwei), im Wisentgehege Springe (folgende zwei) und im Vogelpark Steinen (folgende zwei (Albinos)) aufgenommen.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Wildpark Hundshaupten aufgenommen.

eulekauz611WaldkauzHundshaupten
eulekauz609WaldkauzHundshaupten eulekauz610WaldkauzHundshaupten

04. Malaienkauz oder brauner Waldkauz
lat. Strix Leptogrammica

Der (überwiegend) nachtaktive Malaienkauz lebt in den Wäldern bis zu 4.300 m hoch im Himalaja, in Birma, Indien, Taiwan, Java, Indochina, Kalimanten, Malaysia und Südchina, Süd- und Südostasien in 12 Unterarten. Eine Unterart ist der Ceylon-Malaienkauz, lat. Strix Leptogrammica Ochragenys (siehe dort).

Der Oberkopf ist dunkelbraun gefiedert. Der Hinterkopf, die Oberseite ist dunkelbraun grundgefiedert und ist mit einer weissen Zeichnung (Tupfer) versehen. Das Gesicht ist rötlich über bräunlichgelb bis rotbraun gefärbt. Der Schnabel ist bleifarben. Die Iris ist braun bis dunkelbraun. Die Unterseite ist weiss bis beigefarben grundgefiedert und fein dunkelbraun quergebändert. Die beige bis rotbraun bis braun gefiederten Beine sind fein dunkelbraun quergebändert und die Zehen sind befiedert. Der Schwanz ist quergebändert. Der Malaienkauz ist zwischen 33 - 53 cm gross.

Zur Nahrung zählen Fische, kleine Säugetiere, kleine Vögel, Eidechsen und Insekten.

Das Nest wird in Baumhöhlen, in Felsspalten oder an Baumwurzeln angelegt. Das Weibchen legt die 1 – 2 weissen Eier im Zeitraum Januar bis Juni und brütet diese dann in 28 bis 30 Tagen aus. Während des Brütens füttert das Männchen das Weibchen. Erst wenn die Nestlinge grösser sind, geht das Weibchen mit auf Jagt, um die Jungvögel mitzufüttern. Beide Elternteile ziehen die Jungvögel -oft nur ein Jungvogel- auf und verteidigen ihn sehr gegen Reviereindringlinge. Mit ca. 35 Tagen klettern die jungen Käuze in der Umgebung umher und mit ca. 50 Tagen können sie fliegen. Die Erstzucht des Malaienkauzes gelang dem Tiergarten Heidelberg im Jahre 1976.

Die linken Fotos wurde in der Falknerei Adlerhorst (erste zwei) und im Vogelpark Walsrode, heute Weltvogelpark (folgendes Foto) gemacht. Die mittleren Fotos wurden auf der Vogelausstellung Ornika gemacht. Die rechten Fotos wurden im Vogelpark Timmendorfer Strand gemacht.

05. Unterart: Ceylon-Malaienkauz
lat. Strix Leptogrammica Ochragenys

Der Ceylon-Malaienkauz, lat. Strix Leptogrammica Ochragenys ist eine Unterart des Malaienkauzes oder braunen Waldkauzes, lat. Strix Leptogrammica (siehe dort).

Diese Fotos wurden im Zoo Berlin (Tiergarten) gemacht.

06. Afrika Waldkauz oder Woodfordkauz oder Afrikanischer Waldkauz
lat. Strix Woodfordii oder (!) Ciccaba Woodfordii

Der nachtaktive Afrika-Waldkauz ist in ganz Afrika (z.B. in Sierra Leone, Äthiopien, Botswana, Simbabwe, Natal bis zur Kap-Spitze) südlich der Sahara, in den Urwäldern, in den landwirtschaftlichen Nutzgebieten, längs der Flüsse, in bis zu 3700 m Höhe, in 6 Unterarten verbreitet.

Der Hinterkopf, die Flügel, der Rücken sind rotbraun bis schwarzbraun gefärbt und mit weissen Tupfern versehen. Der rotbraun bis schwarzbraun gefiederte Schwanz ist mit einer weissen Querbänderung versehen. Der Kopf wirkt gross. Der Schnabel ist gelb. Die Iris ist gelb bis braun bis dunkelbraun. Um die Augen ist das Gefieder grau. Die Unterseite ist weiss bis weissgelb grundgefiedert und mit einer hellbraunen bis dunkelbraunen in grossen Abständen versehenen Querbänderung versehen. Die Beine sind befiedert. Der Afrika-Waldkauz ist 30 – 36 cm gross. Das Gefieder ist je nach Unterart verschieden gefärbt.

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel, Frösche, Schlangen und Käfer. Die Beute fängt der Afrika-Waldkauz nachts in der Luft oder liest sie von Boden auf.

Die 1 – 3 weissen Eier werden -je Gebiet- von Juli bis Oktober oder November bis April in eine Baumhöhle gelegt. Ausgebrütet werden die Eier in 31 Tagen. Flügge sind die jungen Käuze nach 30 – 37 Tagen. Die Jungvögel sind heller gefärbt. Die Erstzucht gelang dem Zoo London (Grossbritannien) 1968-1969.

Die linken Fotos wurden im Vogelpark Timmendorfer Strand (erste zwei) und im Zoo Berlin (Tiergarten; folgende drei) gemacht. Die mittleren Fotos wurden im Zoo Heidelberg gemacht. Die Fotos auf der rechten Spalte wurden auf der Vogelausstellung Ornika gemacht.

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07. Rotfuss-Waldkauz oder Rostfusskauz
lat. Strix Rufipes

Der Rotfuss-Waldkauz lebt in den dichten Wäldern Südamerikas (Paraguay, Südchile, Südost-Argentinien bis zur Magdelanstrasse) bis nach Südchina und auf den Falklandinseln in 2 Unterarten, nämlich dem Rostfusskauz selbst und dem Chiloe Rostfusskauz.

Der Rücken, die Flügel sind dunkelbraun gefiedert und hellbraun bis rostgelb oder bis weiss „fein“ gebändert und mit orangefarbenen Flecken versehen. Der Schwanz ist ebenso gebändert. Das Gesicht ist dunkelrotbraun gefiedert, welches von einem breiten weissen „X“ zerteilt wird. Die Iris ist braun. Der Schnabel ist weissgelblich. Das Kinn ist weiss. Der Unterseite ist hellbraun grundgefiedert und mit vielen kleinen braunweissbraunen Querstreifchen gemustert. Insgesamt wirkt die Musterung wie eine Zerteilung in linke und rechte Unterseitenhälfte. Der Rotfuss-Waldkauz ist 33 – 38 cm gross.

Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Vogelpark Timmendorfer Strand und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Tiergarten Berlin (Friedrichsfelde) gemacht.

Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Greifvogelpark Buchs gemacht und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Wisentgehege Springe (links, mitte) und im Vogelpark Abenberg (rechts) gemacht.

08. Chaco-Waldkauz oder Chacokauz
lat. Strix Chacoensis (oder früher: Unterart: Grand Chaco Rostfusskauz, lat. Strix Rufipes Chacoensis)

Der Chaco-Waldkauz ist in den Regenwäldern, in Wassernähe, im offenen Gelände in Argentinien und Paraguay verbreitet.

Das Gesicht ist grau bis schmutzig weiss gefiedert und mit einem braun bis dunkelbraunen Rand versehen. Der Vorderhals ist weiss. Die Vorderseite wirkt wie zweigeteilt und ist braun bis dunkelbraun und weiss quergestreift. Die Oberseite ist überwiegend dunkelbraun gefiedert. Der Hinterkopf ist weiss gebändert. Ansonsten ist die Oberseite mit weissen und rotbraun bis gelblichen Flecken versehen. Der Schwanz ist dunkelbraun – rostgelb gestreift. Die Iris ist dunkelbraun bis schwarzbraun. Die Grösse beträgt 32 bis 35 cm.

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel, Insekten und Reptilien.

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Frank Schulter, www.ornithea.de, wurde das Foto verwendet.

Diese Fotos wurden auf der Vogelausstellung Ornithea gemacht.

09. Streifenkauz
lat. Strix Varia

Der nachtaktive Streifenkauz lebt in den Nadel-, Laub- und Mischwäldern mit und ohne Flussnähe in Südkanada, USA, Honduras, Mexiko, Guatemala, El Salvador bis Honduras und er ist das „Gegenstück“ zum Habichtskauz (siehe dort).

Die Oberseite, der Hinter- und Oberkopf sind braun bis dunkelbraun bis rotbraun grundgefiedert und mit weissen bis hellbraunen Tupfern, die zusammen Querbänder(?) auf der Oberseite ergeben, versehen. Das Gesicht ist weissbraun. Der Schnabel ist elfenbeinfarben. Die Augen sind braun bis dunkelbraun. Die Unterseite ist weissgrau bis hellgrau grundgefiedert. Der Hals ist mit braunen bis rotbraunen Querstreifen bis über die Brust versehen. Danach geht die Musterung auf der Unterseite in lange braune bis rotbraune Längsstreifen über. Die Beine sind befiedert. Die Grösse des Streifenkauzes beträgt 43 bis 61 cm.

Zur Nahrung zählen Fische, Ratten, Mäuse, Frösche, Eidechsen, kleine Vögel und Insekten.

Das Weibchen legt die 2 bis 5 weissen Eier im Abstand von 2 Tagen von Januar bis April (je nach Region verschieden) in alte Nester oder Baumhöhlen und brütet sie in 28 Tagen aus. Die Streifenkäuze können von 20 bis zu 25 Jahre alt werden. 

Diese Fotos wurden im Greifvogelpark Buchs aufgenommen.

StegmannTS_Strix_varia_01

Mit freundlicher Genehmigung von Thorsten Stegmann, www.naturfotogalerie.de konnte dieses Foto verwendet werden.

10. Nebelkauz
lat. Syrnim Nebulosum

Dieses Fotos des Nebelkauzes, lat. Syrnim Nebulosum wurde im Naturkundemuseum Bamberg gemacht. In der Literatur findet man, dass Syrnim auch für Strixsteht. Würde man dann Nebulosum mit Nebulosa gleichsetzen, würde dieses für den Bartkauz stehen. Nur sieht aber die Eule oder der Kauz jedoch wie ein Habichtskauz aus. Andererseits sollte "Wiconsin" für den Ort stehen, könnte man vielleicht noch mit einem Streifenkauz, Strix Varia spekulieren. (siehe dort)