|
|
 |
 |
|
Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text Familie 2: Eulen, lat. Strigidae
Unterfamilie, lat. Surniinae Aegolini: Gattung: Aegolius (Rauhfusskäuze)
01. Rauhfusskauz, lat. Aegolius funereus 02. Sägekauz, lat. Aegolius acadicus 03. Gelbstirnkauz oder Südamerikanischer Sägekauz oder Blassstirnkauz, lat. Aegolius harrisii
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der
Seite „Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung,
Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (siehe Inhaltsverzeichnis) daraus.
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
01. Rauhfusskauz lat. Aegolius funereus
Die Rauhfusskäuze, die dicht befiederten Beine sorgten für den Namen, leben in den Nadelwäldern (meist Fichtenwälder), Mischwäldern in Zentraleuropa, in den
Pyrenäen bis zum Alpengebiet bis ins Amurgebiet bis Kamtschatka im Allgemeinen und im Konkreten in der Unterart Aegolius funereus funereus in Europa (Deutschland, Belgien, Frankreich,
Griechenland, Baltische Staaten bis Russland (bis zum Kaspischen Meer)), in der Unterart Aegolius funereus magnus in Nordostsibirien bis Kamtschatka, in der Unterart Aegolius funereus pallens in
Westsibirien bis Südsibirien, Nordmongolei, Nordostchina, Ostrussland und in der Unterart Aegolius funereus caucasicus im Kaukasus, Ukraine (Krimm-Halbinsel), Himalaja, Nordwestindien, Westchina. Nur die nördlichen Vertreter sind Zugvögel und ziehen über den Winter in den Süden, wenn es in ihrer Heimat eisig kalt wird. Die fünfte Unterart, der Nordamerikanischer Rauhfusskauz, lat. Aegolius funereus richardsoni, lebt in Nordamerika (Alaska bis Ostkanada, West-USA (Grosse Seen).
Die Oberseite und die Flügeloberseiten sind braun bis dunkelbraun grundgefiedert und mit groben weissen Flecken versehen. Die Flügelspannweite beträgt 53 - 62 cm. Der lange
Schwanz hat fein gepunktete Querbinden. Der Kopf ist dick und rund. Das weisse Gesicht ist durch einen schwarzbraunen Gesichtskranz umrahmt. Der Schnabel ist hellgelb. Die grossen Augen (gelbe Iris) sind
schwarz umrandet und durch ein weisses X getrennt. Die braun bis dunkelbraun grundgefiederte Stirn ist weiss gepunktet. Die weiss grundgefiederte Unterseite ist mit braunen unregelmässig verwaschenen
Streifen versehen und auf dem Bauch graubraun bis hellbraun längsgefleckt. Die Beine sind weiss gefiedert. Männchen und Weibchen sind gleich gefiedert. Der Rauhfusskauz ist 23 - 31 cm gross. Das
Gewicht des Männchens beträgt 90 - 113 g und des Weibchens 126 - 194 g.
Zur Nahrung zählen Mäuse (wie beispielsweise Feld-, Spitz- und Wühlmäuse) und Vögel (wie beispielsweise Drosseln), Frösche und Insekten.
Als Nest verwenden die Rauhfusskäuze Specht- und Krähennester, aber auch Nistkästen. Das Weibchen legt die 2 - 8 weissen Eier von März bis Mai (je Region verschieden; in der
Taiga erst im Juni) im Abstand von 2 Tagen. Die Eier werden in 26 - 29 Tagen ausgebrütet. Flügge sind die jungen Käuze in 29 - 36 Tagen und selbständig sind sie nach weiteren 28 Tagen. Das Männchen
versorgt das Weibchen und die jungen Rauhfusskäuze mit Nahrung. Die jungen Käuze sind dunkelbraun gefiedert. Nach einem Jahr sind sie geschlechtsreif. Nur in mäusereichen Jahren kommen Zweitbruten
vor. Die Rauhfusskäuze leben in einer Seasonehe. Bis zur Hälfte aller Jungvögel werden von Maummardern gefressen. Die Rauhfusskäuze werden in der Volierenhaltung bis zu 15 und in der freien Natur bis
zu 8 Jahre alt.
|
|
|
|
 |
|
 |
|
|
|
|
 |
|
 |
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
 |
|
 |
|
|
|
|
 |
|
 |
|
|
|
 |
|
 |
|
|
|
 |
 |
|
Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden auf der Vogelausstellung Ornika und die Fotos unterhalb dieser Zeilen (linke Spalte) im Zoo Leipzig (erste zwei) und im Zoo Gotha, in der
mittleren Spalte im Greifvogelgehege Bispingen (erste zwei) und im Greifvogelpark / Falknerei Konzenberg aufgenommen. Die Fotos auf der rechten Spalte wurden im Vogelpark Timmendorfer Strand (erste zwei) und im
Bayerwald-Tierpark gemacht.
|
 |
 |
|
02. Sägekauz lat. Aegolius acadicus
Die nachtaktiven Sägekäuze sind in den sumpfigen Gebieten, in Höhen bis zu 2500m, in den Wäldern (Nadel- und Zedernwälder) als Standvögel in Nordamerika in der
Unterart des Sägekauzes, lat. Aegolius acadicus acadicus in Kanada (British Columbia), in den USA (Kalifornien, Arizona) bis Südwestmexiko und in der Unterart der Queen Charlotte Eule oder des Queen Charlotte Sägekauzes oder „Haida Gwaii“-Sägekauzes, lat. Aegolius acadicus brooksi auf der Insel Queen Charlotte verbreitet. Nur die nördlichsten Exemplare ziehen zur Überwinterung in den Süden (Mittlerer Westen der USA).
Der Oberkopf, der Hinterkopf, die Oberseite sind dunkelbraun gefiedert. Auf den Ober- und Hinterkopf befinden sich weisse Tupfer. Das Gesicht ist weiss bis weissgrau gefiedert.
Zwischen beiden Augen befindet sich ein weisser Fleck. Die Iris ist gelb oder orangefarben. Der Schnabel ist schwarz. Die Unterseite ist hellbraun bis weiss grundgefiedert und mit verwaschenen braunen
Längsstreifen versehen. Der Schwanz ist kurz. Der Sägekauz ist 17 – 21,5 cm gross.
Zur Nahrung zählen kleine Vögel, kleine Säugetiere, Frösche und Insekten.
Das Weibchen legt die 3 bis 7 weissen Eier in verlassene Spechthöhlen in bis über 10 m Höhe. Allein das Weibchen brütet die Eier in 26 bis 30 Tagen aus. Das Männchen beschafft
während dieser Zeit das Futter. Anderen Beobachtungen zu Folge beteiligt sich das Männchen in kleinem Umfang auch am Brutgeschäft. Die jungen Sägekäuze haben noch eine (einfarbige punktlose)
dunkelbraune Oberseite und eine weisses Dreieck auf der Stirn.
|
 |
 |
|
03. Gelbstirnkauz oder Südamerikanischer Sägekauz oder Blassstirnkauz lat. Aegolius harrisii
Die Gelbstirnkäuze leben in der Unterart Aegolius harrisii harrisii in den Anden (Venezuela, Kolumbien, Ostpereu, Ostbolivien), in der Unterart Aegolius
harrisii dabbenei in Westbolivien, Nordwestargentinien und in der Unterart Aegolius harrisii iheringi in Ostbrasilien und den angrenzenden Gebieten von Argentinien und Paraguay.
Die Stirn ist blass bis weissgelb gefiedert. Der Hinterkopf ist dunkelbraun bis rotbraun gefiedert. Die Flügel und die Oberseite sind dunkelbraun bis rotbraun grundgefiedert und mit
weissen Punkten, die mehrere Bänder ergeben, versehen. Auf der Oberseite sieht es so aus, als ob ein gelber Streifen den dunkelbraunen bis rotbraunen Hinterkopf vom dunkelbraunen bis rotbraunen Rücken
abtrennt. Das weissgelbe bis gelborangene Gesicht wird durch ein dunkelbraunes Y bis X getrennt. Der Schnabel ist gelb. Die Iris ist gelb. Ein brauner Streifen trennt das weissgelbe bis gelborangene
Gesicht vom gelben Bauch auf der Unterseite. Die Grösse beträgt 17 bis 21 cm.
Zur Nahrung zählen Insekten und kleine Wirbeltiere.
|
|
|
 |
|
|
 |
|