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Block 3 Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Ordnung: Schwalmvögel oder Nachtschwalben oder Schwalmartige, lat. Caprimulgiformes
(früher als Unterordnung Caprimulgi von Strigiformes)
 

Familie 7: Fettschwalme, lat. Steatornithidae
Gattung Fettschwalm, lat. Steatornis, Schwalm- und Ziegenmelkerverwandte, lat. Paraprefica, Schwalm- und Ziegenmelkerverwandte, lat. Hassiavis
01. Eulenschwalm, lat. Podargus strigoides
02. Schwalm- und Ziegenmelkerverwandter: ?, lat. Paraprefica kelleri
03. Schwalm- und Ziegenmelkerverwandter: ?, lat. Hassiavis laticauda

Familie 8: Schwalme, lat. Podargidae
Gattungen Schwalme, lat. Podargus und Froschmäuler, lat. Batrachostomus
04. Fettschwalm oder Guacharo, lat. Steatornis caripensis

Familie 9: Höhlenschwälme oder Zwergschwälme, lat. Aegothelidae
Gattung Höhlenschwalme, lat. Aegotheles
05. Baumschwalm oder Australischer Höhlenschwalm oder Australischer Zwergschwalm, lat. Aegotheles cristatus

Familie 10: Ziegenmelker oder Nachtschwalben und Falkennachtschwalben, lat. Caprimulgidae
Gattungen Caprimulgus (Ziegenmelker), Macrodipteryx (Flaggenflüggel), Semeiophorus (Ruderflügel-Ziegenmelker), Chordeiles (Falkennachtschwalben), Hydropsalis (Gabelnachtschwalben), Macropsalis (Scherennachtschwalben), Uropsalis (Leiernachtschwalben), Lurocalis (Bändernachtschwalben), Nyctiprogne (Kleinschnabelnachtschwalben), Podager (Weissbauchnachtschwalben), Eurostopodus (Papuanachtschwalben), Otophanes (Ohrennachtschwalben), Phalaenoptilus (Poor-Will oder Winternachtschwalbe), Nyctidromus (Pauraque oder Pauraque-Nachtschwalbe oder Pauraquenachtschwalbe), Siphonorhis (Jamaikanachtschwalbe), Scotornis (?), Eleothreptus (Schwarzweisse Nachtschwalbe oder Sichelschwingen-Nachtschwalbe), Nyctiphrynus (Augennachtschwalbe) und Veles (Bootschwanz-Nachtschwalbe), Antrostomus, Lyncornis, Rigidipenna
06. Europäischer Ziegenmelker oder Ziegenmelker, lat. Caprimulgus europaeus
07. Sternnachtschwalbe, lat. Caprimulgus stellatus
08. Welwitschnachtschwalbe, lat. Caprimulgus fossii (früher Scotornis fossii)
09. Pharaonenziegenmelker oder Pharaonennachtschwalbe, lat. Caprimulgus aegyptius
10. Rothalsziegenmelker, lat. Caprimulgus ruficollis
11. Kurzschleppen-Nachtschwalbe, lat. Caprimulgus clarus, (früher: Scotornis clarus)
12. Flaggenflügel oder Fahnennachtschwalbe, lat. Macrodipteryx longipennis
13. Leier-Nachtschwalbe oder Leierschwanz-Nachtschwalbe, lat. Macropsalis lyra (früher Uropsalis lyra)

14. Falkennachtschwalbe oder Nachtfalke, lat. Chordeiles minor

Familie 11: Tagschläfer, lat. Nyctibiidae
Gattung Tagschläfer, lat. Nyctibius
15. Urutau oder Urutau-Tagschläfer, lat. Nyctibius griseus
16. Riesen-Urutau oder Riesenschwalk oder Riesentagschläfer, lat. Nyctibius grandis

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (siehe Inhaltsverzeichnis) daraus.

01. Eulenschwalm
lat. Podargus strigoides

Die nachtaktiven Eulenschwälme sind in Australien und den Inseln Groote Eylandt und Tasmanien in den Wäldern, in Höhen bis zu 1500m und in den offenen Landschaften verbreitet. Sie leben paarweise oder in kleinen Gruppen als Standvögel. Am Tage sitzen die Eulenschwälme mit fast geschlossenen Augen bewegungslos auf einem Ast. Bei einer Störung hebt der Eulenschwalm tagsüber langsam den Kopf und „erstarrt“, während er nachts fortfliegen würde. Die Laute des Eulenschwalms beschreibt man mit einem tiefen "uuhm-uuhm" und die Laute beim Kampf der Männchen um die Weibchen vor der Paarung beschreibt man mit "dumpf"

Die Unterseite ist grau grundgefiedert und mit feinen dunkelgrauen bis grauschwarzen Längsstreifen versehen. Die Oberseite ist stärker grauschwarz gemustert. Die Flügel und der Schwanz sind gebändert. Insgesamt wirkt alles sehr rindenähnlich oder (grau)tarnfarben. Die Augen sind gelb, gelborange, orange bis rot. Wird das grosse Maul oder der dicke Schnabel, der mit einem Harken versehen ist, bis hinter die Augen aufgerissen, sieht man einen gelben bis leuchtend orangenen Rachen. Der Hals ist kurz.

Es gibt 4 verschiedenen Unterarten der Eulenschwälme und es sind auch sehr seltene braune, rostbraune und rostrote Vertreter dabei. Die Unterart Podargus strigoides brachypterus ist zum Beispiel grösser und dunkler als die nördliche Unterart Podargus strigoides phalaenoides. Die Grösse der der Eulenschwälme beträgt 34 bis 53 cm. Die Eulenschwälme haben Puderfedern, die der Gefiederpflege dienen.

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, Eidechsen, Mäuse, Käfer, Spinnen, Frösche (Baumfrösche), Skorpione, Raupen, Tausendfüssler, Vögel, Schnecken und Schlangen. Die Beute, die von einem Ansitz aus gejagt wird, wird ganz verschlungen und zuvor notfalls getötet.

In das locker aus Zweigen bestehende Nest, dass sich in 5 bis 10 m Höhe auf einer Astgabel in der Baumkrone befindet, legt das Weibchen im Zeitraum August bis Dezember 1 bis 3 weisse Eier. Mitunter wird auch ein verlassenes Nest verwendet. Die Eier werden von beiden Elternteilen (nachts vom Weibchen und tags vom Männchen) abwechselnd in 30 Tagen ausgebrütet. Die jungen Eulenschwälme werden von beiden Elternteilen gefüttert und sind mit ca. 30 Tagen flügge.

Dieses Foto wurde im Vogelpark Walsrode (heute: Weltvogelpark) gemacht.

Diese Fotos wurden im Zoo Berlin Tiergarten gemacht.

02. Schwalm- und Ziegenmelkerverwandter: ?
lat. Paraprefica kelleri

Dieses Foto wurde im Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg (Frankfurt) aufgenommen.

03. Schwalm- und Ziegenmelkerverwandter: ?
lat. Hassiavis laticauda

Dieses Foto wurde im Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg (Frankfurt) aufgenommen.

04. Fettschwalm oder Guacharo
lat. Steatornis caripensis

Die Fettschwälme leben in den tropischen Wäldern in den Höhlen und Grotten der Berge, in Höhen bis zu 3000m, den Felsküsten oder der Meeresküsten im nördlichen und südwestlichen Südamerika (Trinidad, Venezuela, Ecuador, Peru, Guayana, Kolumbien, Panama, Insel Aruba und entlang der Anden bis nach Bolivien) als Standvögel.

Das Gefieder ist auf der Oberseite rotbraun bis rötlichbraun bis dunkelbraun grundgefiedert und mit dunkelbraunen bis schwarzen Querstreifen versehen. Die Unterseite ist gelbbraun grundgefiedert. Auf den Flügeldecken, den Armschwingen, auf der Unterseite, auf dem Kopf und der Kehle befinden sich weisse schwarzumrandete Flecken. Das Männchen ist grau gefiederter.

Der Kopf ist breit. Der Schnabel ist kräftig. Um den Schnabel befinden sich lange Tastborsten. Der Schwanz ist fächerförmig. Die Flügel sind breit und lang. Die Flügelspannweite beträgt ca. 100 cm. Die Beine sind sehr kurz, so dass sich der Fettschwalm nur anklammern, jedoch nicht richtig festhalten kann. Die Länge beträgt (32?) 40 bis 52 cm.

Der Geruchssinn der Fettschwälme ist ausgezeichnet entwickelt. Zur Nahrung zählen fettreiche ölige Früchte der Palmen, Balsambäume, Lorbeersträucher und der Efeugewächse, die nachts im Rüttelflug abgezupft oder abgerissen werden. Diese Früchte befinden sich zum Teil in bis zu 100 km Entfernung vom Nest. Die grossen Kerne, die nicht verdaut werden, werden als Gewölle herausgewürgt.

Die in Südamerika lebenden Fettschwälme (oder Guacharos) haben ihre Nest- und Ruheplätze in Kolonien von 50 Paaren bis zu 1000 Vögeln in zum Teil bis über einem Kilometer tiefen (Berg-)Höhlen bei vollständiger Dunkelheit. Das Nest, das aus Erde, Lehm, ausgewürgten Kernen, Kot und weiteren organischen Substanzen besteht, befindet sich in einer Felshöhle oder Grotte. Das Weibchen legt die 1 bis 4 Eier im Abstand von 3 bis 9 Tagen. In 32 bis 35 Tagen sind die Eier von beiden Elternteilen ausgebrütet. Am 40. Tag haben die Jungvögel, die 3 bis 6 mal am Tag gefüttert werden, das Gewicht der Eltern erreicht und am 70. Tag sind sie bereits 50 % schwere als die Altvögel. Dieses Gewicht reduziert sich dann mit dem Gefiederwachstum in den kommenden Tagen wieder. Flügge sind die jungen Fettschwälme in 88 bis 125 Tagen. Damit die nachaktiven Fettschwälme (oder Guacharos) in oder aus der Höhle hinein- oder hinausfliegen können, schnalzen sie mit der Zunge, machen schnell aufeinander folgende metallische Klicklaute (genau genommen in 1/50 Sekunde 6 Klick-Laute), die von den Felswänden als Echo zurückgeworfen werden, um so mittels Echolotung oder Echopeilung den Weg sicher finden oder fliegen zu können. Die Frequenz von durchschnittlich 7,3 kHz ist sogar für den Menschen hörbar. Ansonsten sind von den Fettschwälmen noch Schnarchlaute und heisse Schreie vernommen worden.

Mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Sohns, www.sohns-wildlife.de, wurde dieses Foto verwendet.

05. Baumschwalm oder Australischer Höhlenschwalm oder Australischer Zwergschwalm
lat. Aegotheles cristatus

Die Baumschwälme sind in den lichten Wäldern, bewaldeten Gebiete und verschiedenen Buschbiotopen, in Höhen bis zu 1000m, als Standvögel verbreitet. Es ist beobachtet worden, dass die Baumschwälme bei Kälte in eine Kältestarre fallen können, um Energie zu sparren.

Als Verbreitungsgebiet gibt „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“ für Aegotheles cristatus leucogaster Nordaustralien (inkl. Papua-Neuguinea) an und für Aegotheles cristatus cristatus Mittel- und Südaustralien an. In dem im Jahre 2010 erschienen Buch „Nightjars of the World“ werden die Unterarten Aegotheles cristatus cristatus mit dem Verbreitungsgebiet Australien und Papua-Neugunia und Aegotheles cristatus tasmanicus mit dem Verbreitungsgebiet Tasmanien angegeben. Die Unterart Aegotheles cristatus leucogaster wird Buch „Nightjars of the World“ nicht erwähnt.

Das Gefieder ist beim Weibchen braun und beim Männchen grau gefiedert und fein gestreift. Die Beine sind gross oder lang oder im Vergleich zu anderen Schwalmartigen richtig entwickelt. Die Augen sind dunkel. Der mit Schnurrharren bedeckte Schnabel ist klein und flach. Die Grösse beträgt 19 bis 25 cm. Es ist auch eine seltene rostrote Farbvariante bekannt.

Zur Nahrung zählen Insekten (Käfer, Spinnen, Ameisen, Raupen), die nachts gejagt werden.

Das Nest wird aus Akazien- und Eukalyptusblättern in einer Höhle, einem Baum oder einem Erdwall angelegt. Die Blätter werden, wenn sie verwelken, ausgetauscht. Die 2 bis 5 weissen Eier werden in 26 Tagen ausgebrütet. Die jungen Baumschwälme verlassen in 20 bis 30 Tagen das Nest. Es sind auch mehrfache Jahresbruten beobachtet worden. Die Familie bleibt mehrere Monate zusammen.

06. Europäischer Ziegenmelker oder Ziegenmelker
lat. Caprimulgus europaeus

Die Ziegenmelker leben in den lichten Wäldern, trockenen Wäldern, trockenen und offenen Landschaften mit offenen Baumbestand, offenen und sandigen Kiefernwäldern, lichten Kiefernheiden, Waldrändern, Dünengebieten, bewaldeten Felsgegenden, Heiden, Mooren, Schonungen (, die erst kürzlich ausgedünnt wurden), Kahlschlägen, Junggehölzen, Schneisen in (Nord- und Süd-)europa (ausser Skandinavien und Island), West- und Zentraleurasien, West- bis Ostasien, Kleinasien, Nord-, West- und Südostafrika. Die Ziegenmelker ziehen im August bis September in den Süden in das tropische und südliche Afrika (südlich der Sahara) und kommen im April bis Mai wieder zurück. Bedroht sind die Ziegenmelker durch die Zerstörung des Lebensraums. In Deutschland sind ca. 5600 bis 6400 Paare verbreitet. 80 Paare leben davon nur in Hessen.

Die Ziegenmelker geben nach dem Sonnenuntergang (zum Teil stundenlang) schnelle aufeinander folgende und ständig wiederholende dumpfe Töne von sich und meistens sind diese Tonfolgen am Ende langsam abfallend. Bei den Ziegenmelkern wurden auch manchmal mechanisch klingende Laute gehört. Als „grillenartiges Zirpen“ der werden die Laute des Ziegenmelkers auch beschrieben. Das Schnurren ist bis zu 600 m weit hörbar.

Das Gefieder ist tarnfarben oder rindenfarben, graubraun grundgefiedert und dunkelbraun bis schwarz gesprenkelt und grau bis gelblich gesprenkelt. Der Kopf ist flach und gross. Am Schnabel befinden sich Borsten (, die dem Einfangen der Insekten während des Fliegens behilflich sind). Das Männchen hat weisse Flecke auf den Handschwingen und an der Schwanzspitze. Die Augen sind groß. Die Beine sind klein. Die Grösse beträgt 24,5 bis 28 cm.

Zur Nahrung zählen Insekten. Die Insekten (wie z.B. Käfer, Mücken, Nachtschmetterlinge) werden im Flug nachts gejagt.

Das Ziegenmelker-Männchen gibt in der Balz bis zu 5 Minuten lange Schnurr-Laute von sich und klatscht während seiner auffälligen Flüge mit den Flügeln zusammen. Das Nest befindet sich auf dem Boden in einer Mulde, im Sand oder im Moos. Das Nest ist ungeschützt, kahl und in den Boden gekratzt. Das Weibchen legt im Mai bis Juli 1 bis 2 glänzend cremefarbene bis graue Eier, die dunkelmarmoriert bzw. mit gelben und dunkelbraunen Flecken versehen sind. Das Weibchen brütet die Eier grösstenteils allein in 17 bis 19 (oder 16 bis 21 Tage?) Tagen aus. Die Jungvögel verlassen nach dem Schlüpfen das Nest und verstecken sich in der Umgebung. Die Spanne (laut Literatur) vom Verlassen des Nestes beträgt wenige Stunden bis 2-3 Tage. Flügge sind die Jungvögel in 16 bis 18 Tagen. In insgesamt ca. 30 bis 35 Tagen sind die Jungvögel selbständig. Zur Verteidigung oder zur Ablenkung von den Jungvögeln täuschen die Elternvögel den Feinden Verletzungen vor und ziehen so die Aufmerksamkeit auf sich. Ziegenmelker können 2 Bruten im Jahr grossziehen. In der Regel beginnt dann das Weibchen ca. 14 Tage nach dem Ausschlüpfen der ersten Brut mit der zweiten Brut, so dass das Männchen nun die erste Brut allein mit Futter versorgen muss. Normal ist jedoch eine Brut.

Diese Fotos wurden im Walderlebniszentrum Erlangen aufgenommen.

Mit freundlicher Genehmigung von Jiri Bohdal, www.naturephoto-cz.com, konnte dieses Foto verwendet werden.

07. Sternnachtschwalbe
lat. Caprimulgus stellatus

Die Sternnachtschwalben sind in Somalia und Kenia verbreitet.

Dieses Foto wurde im Naturkundlichen Museum Mauritianum Altenburg (dort nur als “Nachtschwalbe” bezeichnet) aufgenommen.

08. Welwitschnachtschwalbe
lat. Caprimulgus fossii (früher Scotornis fossii)

Die Welwitschnachtschwalben sind in 3 Unterarten von Gabon, Kongo, Tansania Angola bis nach Südafrika in den Buschlandschaften und offenen Landschaften verbreitet.

Das Weibchen legt ein bis zwei Eier in den Monaten August bis Dezember.

Mit freundlicher Genehmigung von Alex Auer, www.naturephoto-cz.com, wurde das Foto einer Welwitschnachtschwalbe (aufgenommen in Botswana: Okavango Delta) verwendet.

09. Pharaonenziegenmelker oder Pharaonennachtschwalbe
lat. Caprimulgus aegyptius

Der Pharaonenziegenmelker ist in den Wüsten und Halbwüsten in 2 Unterarten in Nordafrika (Unterart Caprimulgus aegyptius saharae) und im mittleren Osten, westliches Asien und am Nildelta (Unterart Caprimulgus aegyptius aegyptius) verbreitet.

Das Gefieder ist hell sandfarben bis sandfarben. Die Grösse beträgt 24 bis 27 cm.

Das Weibchen legt 1 bis 2 Eier im Zeitraum März bis August.

10. Rothalsziegenmelker
lat. Caprimulgus ruficollis

Die Rothalsziegenmelker sind in den offenen Landschaften, offene Waldlandschaften, Heiden, lichten trockenen sandigen Pinienwälder, in Höhen bis zu 1500m, in Südspanien, Portugal, Iberischen Halbinsel, Südwesteuropa und Nordostafrika in 2 Unterarten verbreitet. Über den Winter ziehen die Zugvögel im Oktober ins tropische Westafrika und kommen im April zurück.

Der Rothalsziegenmelker hat einen weissen Kehlfleck.. Das tarnfarbene Gefieder ist ansonsten warm rostrot bis überwiegend rötlich braun. Auf den Handschwingen und Schwanzfedern befinden sich weisse Flecken. Die Grösse beträgt 30 bis 34 cm.

Zur Nahrung zählen Insekten (Käfer und Nachtschmetterlinge).

Als Nest dient eine zwischen Büschen angefertigte flache Bodenmulde. Das Weibchen legt 1 bis 2 Eier. Als Brutzeit wird die Spanne Mai bis August angegeben.

11. Kurzschleppen-Nachtschwalbe
lat. Caprimulgus clarus, (früher: Scotornis clarus)

Die Kurzschleppen-Nachtschwalben sind in den Busch- und Grasslandschaften in Djibouti bis Tansania verbreitet.

Zur Nahrung zählen Käfer, Fliegen, Motten und Ameisen.

Das Weibchen legt 2 Eier.

Mit freundlicher Genehmigung von Jörg Reinecke, www.safari-wangu.de, konnte das Foto verwendet werden.

12. Flaggenflügel oder Fahnennachtschwalbe
lat. Macrodipteryx longipennis

Die Flaggenflügel sind in den offenen Wäldern, Baum- und Dornbuschsavannen, offenen Busch- und Waldlandschaften, Ackerlandschaften, nördlich des Äquators, im tropischen Afrika, in Senegal, Liberia bis Uganda, Kenia und Äthiopien verbreitet. In den Sudan, in den Norden, in die Sahara, wandern die Flaggenflügel nach der Brutzeit zur Überwinterung. Die mehr tagsaktiven, aber auch dämmerungs- und nachtaktiven Flaggenflügel sind paarweise oder in Gruppen anzutreffen.

Das Gefieder ist bräunlich bis dunkelbraun bis braunschwarz rindenfarben. Die Männchen bekommen zur Balz zwei ca. 45 bis 54 cm lange Schwungfedern, die nur am Federende eine ca. 15 cm lange und ca. 5 cm breite schwarze Fahne besitzen. Im Balzflug stehen die Fahnen fast senkrecht nach oben. Das Männchen umkreist in Höhe der Baumkronen im Flatterflug das Weibchen. Oft folgt auch das Weibchen dem Männchen. Nach der Balz fallen die Fahnen wieder ab.

Die Flaggenflügel sind 21-28 cm gross.

Zur Nahrung zählen Insekten, Nachtfalter und Käfer.

Die Brutzeit ist je Region in den Monaten Dezember bis Juni oder Januar bis September. Das Weibchen legt 1 bis 2 Eier.

13. Leier-Nachtschwalbe oder Leierschwanz-Nachtschwalbe
lat. Macropsalis lyra (früher Uropsalis lyra)

Die Leier-Nachtschwalben sind im nordwestlichen Südamerika, in Höhen von 800 bis 3500m, in 3 Unterarten verbreitet.

Das Gefieder ist braun bis rötlichbraun bis dunkelbraun rindenfarben. Die Federn auf der Oberseite haben hellbraune Federspitzen. Die äussersten dunkelbraunen verlängerten Schwanzfedern sind ca. 80 cm lang.

Diese Fotos wurden im Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg (Frankfurt) aufgenommen.

Diese Fotos wurden im Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg (Frankfurt) aufgenommen.

14. Falkennachtschwalbe oder Nachtfalke
lat. Chordeiles minor

Die Falkennachtschwalben sind in den offenen und trockenen Landschaften, Savannen, Kulturlandschaften und Graslandschaften von Kanada bis nach Mittelamerika in 9 Unterarten verbreitet. Im Winter ziehen die Falkennachtschwalben (nördliche Population) in den Süden in das Gebiet östlich der Anden in die Tropen bis nach Argentinien.

Das Gefieder ist rindenfarben (dunkelbraun, hellbraun, hellgrau und weiss gemustert) gefiedert. Am Vorderhals befindet sich ein dünner weisser Querstreifen. Die Grösse beträgt ca. 22 bis 25 cm.

Zur Nahrung zählen Insekten (Fliegen, Nachtfalter, Mücken, Heuschrecken, Käfer, Ameisen etc.).

Die männlichen Falkennachtschwalben führen Balzflüge mit steilen Abstürzen durch und erzeugen mit den Flügeln ein dröhnendes bzw. wummerndes Geräusch.

Das Nest, meistens nur eine Mulde, befindet sich auf (kiesbedeckten) Flachdächern. Das Weibchen legt die 1 bis 2 (selten 3) Eier im Norden der USA im Zeitraum April bis August, in Kanada im Zeitraum von Mai bis Juli, im Süden der USA im Zeitraum von März bis August und in Zentralamerika im Zeitraum von Mai bis August. Die jungen Falkennachtschwalben schlüpfen in 17 bis 20 Tagen. Mit ca. 18 Tagen werden die ersten Flugversuche unternommen.

15. Urutau oder Urutau-Tagschläfer
lat. Nyctibius griseus

Die nachtaktiven Urutau sind in den Savannen, offenen Biotopen, offenen Waldgebieten, Waldrändern, im Flachland, in Höhen bis 1900m, (tropischen) Wäldern und Mangroven im südlichen Mittelamerika bis Südamerika in der Unterart Nyctibius griseus panamensis in Nordnikaragua, Südwest-CostaRica bis in den westlichen Teil der Anden in Westecuador und in Unterart Nyctibius griseus griseus (in Südamerika) von Trinidad & Tobago bis nach Südbrasilien und Nordargentinien verbreitet. Die Urutau sind Einzelvögel, die nur während der Brutzeit als Paare anzutreffen sind. Tagsüber schlafen die Urutau.

Das Gefieder ist rindenfarben bis graubraun bis gelbraun, lederfarben und schwarz gemustert. Die Oberseite ist graubraun und die Unterseite ist grauer bzw. blasser grundgefiedert und mit einer schwarzgelbbraunen Strichelung versehen. Das Muster wird auch mit stark gestreift und gefleckt beschrieben. Die Iris ist gelb. Die Beine sind sehr kurz. Die Grösse beträgt 31 bis 45 cm, wobei der Schwanz oft die halbe Körperlänge ausmacht.

Zu Nahrung zählen grosse Insekten, die Nachts erbeutet werden.

Das Nest befindet sich in einem Baum (ein Baumstumpf oder einem Astloch). Das Weibchen legt ein weisses (blassgeflecktes) Ei. Das Ei wird in aufrechter Haltung ausgebrütet. Der junge Urutau ist nach 44 Tagen flügge.

Mit freundlicher Genehmigung von Dieter Kloessing, www.dieter-kloessing.de , wurde dieses Foto verwendet. Aufgenommen in Costa Rica in freier Wildbahn.

16. Riesen-Urutau oder Riesenschwalk oder Riesentagschläfer
lat. Nyctibius grandis

Der nachtaktive Riesen-Urutau ist in den Wäldern von Südostmexiko, Guatemala bis Südbrasilien verbreitet.

Das Gefieder ist variabel tarn- oder rindenfarben. Die Oberseite ist hellgraugelblichbraun und die Unterseite weissgraugelblichbraun grundgefiedert und mit einer feinen schwarzen Strichelung versehen. Gebändert sind die Flügel und der Schwanz. Die Grösse beträgt 45 bis 55 cm.

Zur Nahrung zählen Insekten und Fledermäuse.

Das Weibchen legt ein Ei im Zeitraum Februar bis Dezember.

Mit freundlicher Genehmigung von Norbert Flauger, www.bugparadise.com konnte dieses Foto verwendet werden.

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