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Sekretär lat. Sagittarius serpentarius
Die Sekretäre leben im Paaren, selten in kleinen Gruppen, im südlichen Savannengebiet, im Buschgelände, in den offenen Landschaften, bewaldeten Graslandschaften, Gebüschen,
Halbwüsten, südlich der Sahara, in Höhen bis zu 3000m in Südmauretanien bis Somalia bis nach Südafrika (Kap-Spitze). Die Sekretäre schlafen in den Bäumen. Südafrika hat seit dem 20.04.2000 einen Sekretär als
Wappenvogel und Sudan besitzt den Sekretär bereits seit 1969 in seinem Wappen.
Die Oberseite, die Oberflügel, der Kopf und der Nacken sind weiss bis grauweiss gefiedert. Der Sekretär hat schwarze Haubenfedern. Die federlose Haut an den Gesichtsseiten ist rot. Die Augen
sind schwarz. Die Flügelspitzen sind grauschwarz bis schwarz. Der Schwanz ist grauschwarz bis schwarz gestreift. Die Unterseite ist weiss gefiedert. Die Beine sind lang und stelzenartig. Die Unterschenkel sind
einfarbig grauschwarz bis schwarz gefiedert (oder mit Weiss quergestreift). Die Läufe sind hellrosa. Das Weibchen ist kleiner als das Männchen. Das Männchen wiegt ca. 3,8 kg und das Weibchen wiegt ca.3,4 kg. Die
Grösse beträgt 127 bis 150 cm.
Zur Nahrung zählen Schlangen, kleine Säugetiere, Eidechsen, Vögel und Insekten. Der Sekretär stampft auf die zu erbeutende Schlange ein bis sie tot ist. Mitunter versperrt er
auch mit einem Flügel, der oder die unempfindlich gegenüber (giftigen) Schlangenbissen sind, den Weg, während er mit dem „gegenüberliegenden“ Fuss auf die Schlange einstampft und ihr das Rückrad bricht. Oder
er hält sie mit den Füssen fest, um auf sie mit dem Schnabel einzuhacken bis sie tot ist. Sofern dieses dem Sekretär nicht weiterhilft, nimmt er die Schlange mit seinen Füssen, fliegt mit ihr in die Höhe und lässt
sie fallen, so dass die Schlange, wenn sie mit dem Aufschlag nicht getötet wird, zumindest betäubt ist. Nun wird die Schlange erneut bearbeitet, auf sie eingestampft oder eingehackt und anschliessend entweder ganz
oder (weil sie zu gross ist) zerteilt verschlungen.
Die Sekretär-Männchen stellen bezüglich der Balz die Schopffedern auf und rennen dem Weibchen mit ausgebreiteten Flügeln (dabei rufend) in einem
„Tanz“ hinterher oder versuchen mit einem wellenförmigen "Auf und Ab"-Flug das Weibchen zu begeistern.
Das niedrig gelegene Nest befindet sich auf einem dichten Busch oder auch in 3 bis 10 m Höhe in der Krone einer Schrimakazie. Das Nest kann bei mehrmaliger Benutzung bis zu 2 m
Durchmesser aufweisen. Das Weibchen legt (abhängig nach der Regenszeit) im Mai bis Juni in Kenia, von Juli bis Oktober in Sudan und in der südafrikanischen Kapprovinz im Oktober ihre 2 - 3 weissen bis weisslichen (,
die auch braun gefleckt sein können,) bis blassbläulichgrünen Eier im Abstand von 2 bis 3 Tagen. Beide Elternteile -überwiegend jedoch das Weibchen- brüten die Eier in 42 bis 49 Tagen aus und füttern dann gemeinsam
den Nachwuchs. Die Jungvögel werden die erste Zeit mit hoch gewürgter Flüssigkeit bzw. Vorverdauter Nahrung gefüttert. Die jungen Sekretäre benötigen einige Zeit bis sie auf den langen Beinen stehen können. Voll
befiedert sind sie mit ca. 6 Wochen. Flügge sind die Jungvögel mit 65 bis 85 Tagen. Die Jungvögel erlernen mit 83 bis 100 Tagen das jagen. Dem Vogelpark Walsrode (heute: Weltvogelpark) gelang im Jahre 1981 der
Welterstzuchterfolg bei den Sekretären.
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