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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text Familie 2: Eulen, lat. Strigidae
Unterfamilie, lat. Striginae Bubonini: Gattung: Bubo ((Uhus) inkl. Ketupa (Fischuhus), inkl. Scotopelia (Fischeulen) und inkl. Nyctea (Schnee-Eulen))
00. Uhu oder Eurasischer Uhu, lat. Bubo bubo 01. Unterart: Europäischer Uhu, lat. Bubo bubo bubo 02. Unterart: Sibirischer Uhu, lat. Bubo bubo sibiricus
03. Unterart: Jakutischer Uhu (oder irrtümlich Sibirischer Uhu), lat. Bubo bubo jakutensis 04. Unterart: Turkmenischer Uhu, lat. Bubo bubo omissus 05. Unterart: Kirgisen-Uhu oder
Kirgisischer Uhu (oder auch irrtümlich Turkmenenuhu), lat. Bubo bubo turcomanus 06. Unterart: Karpaten-Uhu, lat. Bubo bubo ?? 07. Unterart: Syrischer Uhu oder Kaukasischer Uhu, lat. Bubo bubo interpositus
08. Pharaonen-Uhu oder Wüstenuhu, lat. Bubo ascalaphus (früher: Bubo bubo ascalaphus) 09. Bengalen-Uhu oder Bengal-Uhu oder Indischer Uhu, lat. Bubo bengalensis (früher: Bubo bubo
bengalensis)
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der
Seite „Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung,
Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (siehe Inhaltsverzeichnis) daraus.
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00. Uhu oder Eurasischer Uhu lat. Bubo bubo
Die Eurasischen Uhus sind in Skandinavien und Sibirien, in den Steppen und Wüsten im Süden, von Irland, Norwegen über Russland bis Korea bis Nordjapan über Italien, Spanien bis
Marokko, bis Südchina, Afghanistan, Iran, Irak, Pakistan, bis zur Südspitze Indiens verbreitet. Aufgrund des grossen Verbreitungsgebietes gibt es mehrere Unterarten des Eurasischen Uhus. So gibt es die grösste
Unterart im Norden, die mit dem hellsten Federkleid in Europa und wiederum andere Unterarten sind kleiner, kurzschwänziger, langbeiniger und sehr hell gefiedert. Zu den Unterarten zählen beispielsweise der
Europäische Uhu, der Sibirische Uhu, der Turkmenische Uhu, der Kirgisen-Uhu und der Syrische Uhu (siehe jeweils dort).
01. Unterart: Europäischer Uhu lat. Bubo bubo bubo
Die überwiegend dämmerungs- und nachtaktiven Europäischen Uhus, die grösste europäische Eule, sind in den Tundren im Norden, in den Niederungen und in den Höhen bis 4700 m
verbreitet. Das Markenzeichen, der Ruf "u-uh", den man von 800 m bis 5 km weit hören kann, wurde gleichzeitig zum Namen. Diesen Ruf wiederholt der Uhu in Abständen von ca. 8 Sekunden. Das Revier des Uhus
ist 12 bis 20 (bis 40 oder sogar bis 80) m² gross. Der Bestand der Uhus nahm durch die jahrhundertelange Verfolgung (im Jahre 1650 gab es ca. 2500 Paare) drastisch ab. Im Jahre 2004 wurde ein Bestand von 1000
Paaren allein in Deutschland gezählt. Von der Schweiz (Jahr ?) sind 120 Paare bekannt. Auf ca. 350 Paare vergrösserte sich der österreichische Bestand im Jahre 2005. Im Jahre 1984 entdeckte man nach 100 Jahren
das erste dänischen Uhu-Paar (1884 wurden die letzten 2 Jungvögel gesehen, 1885 wurde das letzte Paar erschossen) und im Jahre 2008 haben 21 Uhu-Paare erfolgreich in Dänemark gebrütet. Die Europäischen Uhus
sind bis nach Skandinavien, bis nach Nordwestrussland (Moskau), bis in die Ukraine, bis in den östlichen Mittelmeeraum, bis in die Pyrenäen verbreitet. Am Tage ruht der Uhu in den Baumkronen oder Felsen.
Die Unterseite ist weissbraun bis hellbraun grundgefiedert und ab dem Bauch fein dunkelbraun bis schwarzbraun quergebändert und auf der ganzen Unterseite mit breiten dunkelbraunen bis
schwarzbraunen kurzen Längsstreifen versehen. Die Beine sind weissbraun bis hellbraun grundgefiedert und fein dunkelbraun bis schwarzbraunen Streifen quergebändert. Das Gesicht ist weissbraun bis hellbraun
gefiedert. Die Iris ist orange bis orangerot. Der Schnabel ist bleifarben und unter diesem Schnabel befindet sich ein weisser Bart. Die Federohren bestehen aus weissbraunen bis hellbraunen und dunkelbraunen bis
schwarzbraunen Federn. Auf dem Oberkopf sind besonders viele dunkelbraune bis schwarzbraune Tupfer vorhanden. Die Oberseite ist weissbraun bis hellbraun grundgefiedert und mit dunkelbraunen bis schwarzbraunen
Längsstreifen versehen, wobei die Flügelüberseite und der Schwanz stark dunkelbraunen bis schwarzbraunen gestreift sind. Der Rücken wirkt besonders dunkel, weil die Federn breite dunkelbraune bis schwarzbraune
Federnsspitzen besitzen. Die Flügel sind breit und die Flügelspannweite beträgt 160-188 cm. Der Flügelschlag ist sehr schnell, flach und stabil. Der Uhu führt seinen Ruderflug lautlos durch. Bei grösseren
Strecken legt er ab und zu einen Gleitflug ein. Der Schwanz ist kurz. Die Weibchen (Gewicht: 3-4 kg) sind grösser als die Männchen und wiegen mehr als die Männchen (Gewicht: 2-3 kg). Die Grösse beträgt 60-75
cm.
Zur Nahrung zählen zu Zwei Dritteln Feldmäuse und zu einem Drittel zählen kleine Vögel (wie beispielsweise Möwen, Enten, Krähen, Krähen, Rebhühner, Tauben, Blässhühner), Greifvögel (wie
beispielsweise Habichte, Falken, Mäusebussarde) und Eulen. Mitunter jagt der Uhu auch Reiher, Rehkitze, Igel, Ratten, Hamster, Eichhörnchen, Kaninchen, Hasen und Frösche. Mindestens 110 Säugetierarten und 140
Vogelarten stellte man als Beute aufgrund der vielen Unterarten im Verbreitungsgebiet fest. In Ausnahmen bei Nahrungsmangel, so Beobachtungen, wird der jüngste und schwächste Jungvogel von den Elterntieren
getötet, um ihn als Futter dem stärkeren Jungvogel anzubieten bzw. ihn zu verfüttern. Eine Untersuchung bezüglich des Uhus für das Jahre 2005 im Bundesland Schleswig-Holstein ergab, dass die Beutetiere zu 43%
Hasenartige sind, 15% Wasservögel sind, 11% Igel sind, 10% Nagetiere sind, 9% Tauben sind und 4% Krähenvögel sind.
Das regelmässig benutzte Nest befindet sich in Felsnischen, Felswänden, Höhlen, Gebäuden, alten Greifvogel- oder Fischreiher-Nestern, in grossen Wäldern, in Wüstengebieten, am
Fusse von Bäumen zwischen den Baumwurzeln oder unter umgestürzten Bäumen. Die Uhus benötigen nur eine gute Sicht und einen guten Anflug auf das Nest. Eine Untersuchung bezüglich des Uhus für das Jahre 2004 im
Bundesland Schleswig-Holstein ergab, dass 69% aller Uhus den Nachwuchs in Baumnestern, 6% in Kiesgruben, 8% in Gebäuden und sonstigen Orten und 17% am Boden grosszogen. Eine weitere Untersuchung bezüglich des Uhus
für das Jahre 2006 stellte fest, dass 63% aller Uhus den Nachwuchs in Baumnestern oder Nistkästen, 16% am Boden, 13% an Gebäuden und 8% in Kiesgruben aufgezogen werden. Das Uhuweibchen legt im Zeitraum Februar
bis Mai ihre 2-5 weissen Eier. Während das Weibchen die Eier in 31-37 Tagen ausbrütet, wird es vom Männchen gefüttert. Die jungen Uhus öffnen mit 6 Tagen ihre Augen und verlassen schon vor dem flügge werden
das Nest. Genau genommen verlassen die Jungvögel bei den Bodenbruten das Nest nach 22-25 Tagen und ansonsten nach 28-35 Tagen, um in der Umgebung herumzuklettern. Die jungen Uhus werden von den Elternvögeln
insgesamt 20-26 Wochen gefüttert. Gefahr bezüglich der Aufzucht der Jungvögel besteht vor allem bei Bodenbruten. Entweder werden die Jungvögel von Wildscheinen als Nahrung angesehen und aufgefressen oder durch
Mufflons gestört, so dass die Elternvögel vom wettergeschützten Brutort vertrieben werden und der Nachwuchs als Folge umkommt. Die ersten Flugversuche beginnen in der 7. Woche und mit 9 bis 10 Wochen können sie
gut fliegen. Nach weiteren 10 Wochen jagen die jungen Uhus sicher. Im Alter von 2-3 Jahren gründen die Uhus eigene Familien. Die Uhus brüten nicht in jedem Jahr. Selbst lebt der Uhu aufgrund des Nahrungsangebots
einsam und abseits seiner Artgenossen. Das Höchstalter beträgt im Durchschnitt 11-19 Jahre. Aber es wurde auch schon ein Männchen 53 und ein Weibchen 63 Jahre alt. 68 Jahre wurde ein Uhu (Geschlecht?) ein einem
Zoo.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Tiergarten Nürnberg und die Fotos unterhalb dieser Zeilen im Heimattierpark Riesa gemacht.
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Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der linken Spalte im Wildgehege Moritzburg, im Zoo München, im Zoo Halle, in der Falknerei Schillingsfürst, in der Falknerei / Wildpark
Potzberg, im Tierpark Halberstadt, in der Falknerei Rabenstein (Fläming), in der mittleren Spalte im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach, im Wildpark Nindorf, im Wildpark Bad Mergentheim, im
Bayerwald-Tierpark und im Greifvogelpark Telfes und in der rechten Spalte im Zoo Suhl, in der Falknerei Ronneburg, im Greifvogelgehege Bispingen und in der Greifvogelstation Heidenheim folgende zwei) aufgenommen.
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Die unteren Fotos wurden im Wildpark Hundshaupten aufgenommen.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei Rabenstein (Ahorntal / Fränkische Schweiz: Burg Rabenstein) und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Vogelpark Abensberg gemacht.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Vogelpark Timmendorfer Strand und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei Adlerhorst (links und mitte) und im Adler- und Falkenhof auf Burg Greifenstein
(rechts) gemacht.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Greifvogelpark Saarburg und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Vogelpark Steinen gemacht.
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Die Fotos wurden in der Greifvogelstation Hellenthal gemacht.
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Die Fotos wurden in der Falknerei im Erlebnis-Wildpark Klein-Auhein gemacht.
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Diese Fotos wurden in der Greifvogelanlage Wüstenrot aufgenommen.
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03. Unterart: Jakutischer Uhu (oder irrtümlich Sibirischer Uhu) lat. Budo budo jakutensis
Der Jakutsche Uhu ist eine Unterart des Eurasischen Uhus (siehe dort), ist in den offenen Landschaften im Nordosten Sibiriens bis zum Fluss Lena verbreitet.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere und Vögel.
Das Nest befindet sich in einer Felswand.
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04. Unterart: Turkmenischer Uhu lat. Bubo bubo omissus
Der Turkmenische Uhu, eine Unterart des Eurasischen Uhus (siehe dort), ist in Turkmenien, Iran und Tadschikistan verbreitet.
Das Gefieder ist hell oder sandfarben grundgefiedert. Die Unterseite ist mit kurzen dunkelbraunen Längstreifen versehen. Die Oberseite ist stärker dunkelbraun gemustert.
Zur Nahrung zählen mittelgrosse Vögel und Säugetiere.
Das Weibchen legt 1 – 2 Eier, die in 31 – 36 Tagen ausgebrütet werden. In den ersten Wochen beschafft das Männchen die Beute für das Weibchen und die Jungvögel. Die jungen Uhus
sind nach zwei Monaten flügge. Die Elternvögel betreuen die jungen Uhus noch weitere 5 Monate.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Vogelpark Timmendorfer Strand und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei Oberfrauenau (bei Zwiesel) gemacht.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) gemacht. Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Falkenhof auf Burg Greifenstein (links), im
Falkenhof auf dem Grossen Feldberg bei Schmitten (mitte) und im Greifvogelpark / Falknerei Konzenberg (rechts) gemacht.
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05. Unterart: Kirgisen-Uhu oder Kirgisischer Uhu (oder auch irrtümlich Turkmenenuhu) lat. Bubo bubo turcomanus
Der Kirgisen-Uhu ist eine Unterart des Eurasischen Uhus, lat. Bubo bubo (siehe dort). Diese Unterart ist im Kaukasus, von der Wolga über den Ural bis zum Kaspischen Meer und dem Aralsee und im Osten bis nach Transbaikalien und in die Westmongolei verbreitet.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg aufgenommen. Das Foto unterhalb dieser Zeilen wurde auf der Vogelausstellung Ornika gemacht.
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08. Pharaonen-Uhu oder Wüstenuhu lat. Bubo ascalaphus (früher: Bubo bubo ascalaphus)
Die Pharaonen-Uhus sind eine Unterart des Uhus (siehe dort). Die Pharaonen-Uhus sind in den Wüsten, Halbwüsten, Bergen, trockenen Savannen in Ägypten, Äthiopien, Mauretanien, Mali,
Niger, Israel, Irak, Palestina, Sudan und Syrien verbreitet. Die Pharaonen-Uhus sind klein und kurzohrig.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere und kleine Vögel.
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09. Bengalen-Uhu oder Bengal-Uhu oder Indischer Uhu lat. Bubo bengalensis (früher: Bubo bubo bengalensis)
Die Begalen-Uhus, eine Unterart des Uhus (siehe dort), sind in den dünn bewaldeten Felsgebieten in Indien, im Westhimalaja, in Pakistan, Assam, Nepal und Kashmir verbreitet.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel und Reptilien.
Das Weibchen legt die 2 bis 4 weissen Eier in Felshöhlen und brütet sie dort in 35 Tagen aus.
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