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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text Familie 2: Eulen, lat. Strigidae
Unterfamilie, lat. Striginae Bubonini: Gattung: Bubo ((Uhus) inkl. Ketupa (Fischuhus), inkl. Scotopelia (Fischeulen) und inkl. Nyctea (Schnee-Eulen))
11. Kamerun-Uhu oder Regenwald-Uhu oder Zwerguhu oder Guinea-Uhu, lat. Bubo poensis 12. Usambarauhu, lat. Bubo vosseleri (früher: Bubo poensis vosseleri)
13. Virginia-Uhu oder virginischer Uhu oder amerikanischer Uhu, lat. Bubo virginianus 14. Unterart: Kanada-Uhu, lat. Bubo virginianus canadensis 15. Unterart: Kanada-Uhu?, lat. Bubo virginianus saturatus
16. Unterart: Tundra-Uhu oder Amerikanischer Uhu, lat. Bubo virginianus wapacuthu (mit dem Synonym: Subarktischer Viginia-Uhu, lat. Bubo virginianus subarticus (früher: Bubo virginianus subartica))
17. Unterart: Patagonien-Uhu oder Patagonischer Uhu oder Anden-Uhu, lat. Bubo virginianus nacurutu 18. Chilenischer Uhu oder Chile-Uhu oder Magellan-Uhu, lat. Bubo magellanicus (oder früher: Bubo
virginianus magellanicus)
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der
Seite „Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung,
Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (siehe Inhaltsverzeichnis) daraus.
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11. Kamerun-Uhu oder Regenwald-Uhu oder Zwerguhu oder Guinea-Uhu lat. Bubo poensis
Die nachtaktiven Kamerun-Uhus, die kleinsten afrikanischen Uhus, leben in den Wäldern, Regenwäldern West- und Zentralafrikas, in Südwestuganda, DR Kongo bis nach Nordangola und
der Insel Bioko.
Das Gesicht ist graubraunschwarz. Die Iris ist dunkelbraun bis schwarz. Die Federohren und der Vorderhals sind braun grundgefiedert und dunkelbraun quergestreift. Das Gefieder ist dann auf der
Unterseite weiss grundgefiedert und braun quergestreift. Der Kamerun-Uhu ist zwischen 36 – 46 cm gross.
Zur Nahrung zählen kleine Vögel, kleine Säugetiere, Amphibien (z.B. Frösche) und Heuschrecken.
Die Welt-Erstzucht des Kamerun-Uhus gelang dem niederländischen Vogelpark Wassenaar im Jahre 1971.
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12. Unterart: Usambarauhu lat. Bubo vosseleri (früher: Bubo poensis vosseleri)
Die isoliert lebenden Usambarauhus leben in den Wäldern, in Höhen bis 1500m, in Nordosttanzania verbreitet.
Das Gefieder ist rötlichgelb und überall eng gebändert. Die Augen sind schwarz.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, Insekten, Reptilien und Frösche.
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13. Virginia Uhu oder virginischer Uhu oder amerikanischer Uhu lat. Bubo virginianus
Die Virginia-Uhus leben im Flachland, in den Laubwäldern, Nadelwäldern, Mangrovenwäldern und in den Mangrovensümpfen, Parklandschaften, in Höhen bis zu 4300m, an den grossen Seen, den
Savannen und Wüsten Mittel- und Südamerikas und dieses von Zentralalaska bis nach Brasilien, Argentinien bis zur Magellanstrasse. Die Virginia-Uhus sind auch in den dortigen Städten anzutreffen. Nur die nördlich
beheimateten Vertreter der Virginia-Uhus sind Zugvögel und verbringen die Winter im wärmeren Süden. Tagsüber ruhen die Virginia-Uhus in Höhlen. Von den Virginia-Uhus existieren mehrere Unterarten, wie zum
Beispiel die Kanada-Uhus, die Nordwest-Uhus, die Tundra-Uhus oder die Patagonien-Uhus (siehe jeweils dort). Im Norden leben die grössten und hellsten Vertreter und im Süden bis zu den tropischen Wäldern leben die
kleinsten und dunkelsten Vertreter. Die Unterart des Östlichen Virginia Uhus, lat. Bubo virginianus virginianus ist von Kanada bis Florida verbreitet.
Das Gesicht ist je Variante weiss oder(!) rötlichbraun bis rotbraun mit dunkelbraunem Rand. Die Ohrfedern sind braun, braungrau und schwarz. Die Iris ist gelb. Der Schnabel ist schwarz. Die
Oberseite ist braun bis dunkelbraun bis dunkelgrau bis schwarzgrau grundgefiedert und schwarz-weiss oder nur weiss gesprenkelt. Der Schwanz ist breit gebändert. Die Unterseite ist weiss bis orangegelb
grundgefiedert und unterhalb der reinweissen Kehle bis zur Oberbrust braun bis dunkelbraun bis schwarz gesprenkelt und danach mit grauen bis braunen bis graubraunen bis schwarzen Querbind(ch)en versehen. Die Brust
ist je Unterart hell oder dunkel gefiedert. Die Grösse beträgt 43 – 65 cm.
Zur Nahrung zählen Kaninchen, Katzen, Präriehunde, Erdhörnchen, Stinktiere, Fische, Stachelschweine, Schlangen, Insekten und kleinen Vögel (wie beispielsweise Enten, Kanadareiher oder
Greifvögel).
Der Virginia-Uhu brütet in verlassenen Greifvogel- oder Krähennestern, die sich auf den Ästen der Bäume befinden, aber er nistet auch auf Felsvorsprüngen oder Baumhöhlen. Das Weibchen legt
die 1- 6 weissen Eier (in den tropischen Wäldern sind es 1 – 2 und in den kalten Gebieten sind es 6 und mehr Eier) von Januar bis Februar und brütet sie in ca. 28 – 35 Tagen allein oder abwechselnd mit
dem Männchen aus. Sofern das Weibchen die Eier allein ausbrütet, beschafft das Männchen die Beute. Nach ca. 5 - 6 Wochen verlassen die jungen Uhus das Nest. Richtig Fliegen können die jungen Virginia-Uhus erst
nach 9 - 10 Wochen. Bis dahin werden die jungen Uhus von den Elternvögeln verteidigt und beschützt.
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Die oberen Fotos wurden in der Burgfalknerei Hohenbeilstein gemacht.
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Die oberen Fotos und das linke Foto wurden in der Deutschen Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg (heute: Deutsche Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen,
Burg Guttenberg) gemacht. Die unteren Fotos wurden in der Deutschen Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg (früher: Deutsche Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg)
aufgenommen.
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14. Unterart: Kanada-Uhu lat. Bubo virginianus canadensis
Die Kanada-Uhus leben in Höhen bis zu 3000m. Diese Unterart des Virginia-Uhus (siehe dort) wird von König/Weick: „Owls of the World“, (2008) nicht als Unterart
anerkannt.
Die Grösse der Kanada-Uhus beträgt 43 – 53 cm gross.
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Die nachfolgenden Fotos (bezeichnet als “Canadische Uhus” (ohne lat. Namen)) wurden im Vogelpark Abensberg gemacht.
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16. Unterart: Tundra-Uhu oder Amerikanischer Uhu lat. Bubo virginiauns wapacuthu (mit dem Synonym: Subarktischer Viginia-Uhu, lat. Bubo virginianus subarticus (früher: Bubo virginianus subartica))
Die Tundra-Uhus, eine Unterart des Virginia-Uhus (siehe dort), sind in den lichten Laub- und Nadelwäldern, offenen Landschaften, im Nordosten von Kanada um die Meeresbucht
(„Binnenmeer“) Hudson Bay verbreitet. Die Unterart Bubo virginianus wapacuthu hat als Synonym (siehe König/Weick: „Owls of the World“, (2008)) den Subarktischen Viginia-Uhu, lat. Bubo virginianus subarticus (früher: Bubo
virginianus subartica).
Das Nest, oft wird ein verlassenes Greifvogel- oder Krähennest benutzt, befindet sich auf einem hohen Baum. Die Balz (des Subarktischen Viginia-Uhus, lat. Bubo virginianus subarticus) findet im Januar bis Februar statt. Die 2-6 Eier der Unterart Bubo virginianus subarticus werden
von März bis April in 28 bis 35 Tagen ausgebrütet. Mit 6-7 Wochen klettern die jungen Uhus (des Subarktischen Viginia-Uhus, lat. Bubo virginianus subarticus) in der Nestumgebung umher und sind mit 9-10
Wochen flügge.
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17. Unterart: Patagonien-Uhu oder Patagonischer Uhu oder Anden-Uhu lat. Bubo virginianus nacurutu
Die Patagonien-Uhus (eine Unterart des Virginia-Uhus (siehe dort)) sind im südlichen Südamerika, östlich der Anden, in Guyana, Nordwestvenezuela, Peru, Bolivien,
Paraguay, Argentinien bis Feuerland bis zur Magellanstrasse verbreitet.
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18. Chilenischer Uhu oder Chile-Uhu oder Magellan-Uhu lat. Bubo magellanicus (oder früher: Bubo virginianus magellanicus)
Der Chilenische Uhu oder Chile-Uhu oder Magellan-Uhu, lat. Bubo magellanicus (oder früher: Bubo virginianus magellanicus) spaltete sich vor rund 800.000
Jahren in seiner Entwicklung / Evolution von der Unterart Patagonien-Uhu oder Patagonischer Uhu, lat. Bubo virginianus nacurutu (so die Ergebnisse einer durchgeführten molekularbiologischen Untersuchung (PCR)) ab.
Der Chilenische Uhu ist im gebirgigen Gelände, in den Wäldern, Parklandschaften, in Patagonien, Chile in den Anden, Westzentralperu, Westargentinien, Westbolivien bis Feuerland verbreitet.
Die Unterseite ist weiss grundgefiedert und mit vielen feinen engen graubraunen Querstreifen versehen. Auf der Brust befinden sich zusätzlich dunkelbraune Flecken. Die Augen sind
gelb. Das grauweisse Gesicht ist braunschwarz umrandet. Der Vorderhals ist weiss. Der Oberkopf und die Oberseite sind weiss-dunkelbraun gemustert. Es wurden helle (mehr weiss) und dunklere (mehr braun)
Vertreter festgestellt.
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Dieses Foto wurde in der Falknerei Adlerhorst gemacht. Siehe zehnte Leser eMail.
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