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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 2: Eulen, lat. Strigidae
Unterfamilie Echte Eulen, lat. Buboninae
Gattung Uhu, lat. Bubo und Nyctea (nun zu Bubo gehörend)

31. Flecken-Uhu, lat. Bubo Africanus
32. Nördlicher Fleckenuhu oder(?) Wellenuhu oder Grau-Uhu, lat. Bubo Cinerasens (oder früher: Bubo Africanus Cinerasens)
33. Kap-Uhu, lat. Bubo Capensis
34. Unterart: Mackinder’s-Kap-Uhu oder Kenia-Uhu, lat. Bubo Capensis Mackinderi oder (!) Bubo Bubo Mackinderi
35. Unterart: Dillons Kapuhu, lat. Bubo Capensis Dillonii
36. Schnee-Eule, lat. Bubo Scandiacus (oder früher: lat. Nyctea Scandiacus und nun zu Bubo gehörend)

 

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen 1” (www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_1/greifvogel___eulen_1.html) befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de, genau: www.kaiseradler.de/uber_mich___Kontakt/uber_mich___kontakt.html) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (Inhaltsverzeichnis: www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_A/greifvogel___eulen_a.html) daraus.

31. Flecken-Uhu
lat. Bubo Africanus

Der Fleckenuhu ist in schwach bewaldeten Savannen, in felsigen Gebirgen, in den Büschen und Wäldern Mittel-Afrikas, Kenias, Ugandas bis zur Südspitze des Kontinents (Kapland) und bis nach Südarabien verbreitet.

Die Grundfiederung ist aufgrund der 5 sehr stark variierenden Unterarten von rotbraun bis graubraunweiss bis braunweiss. Dieses heisst zum Beispiel, dass die Oberseite (ab dem Hinterkopf beginnend) graubraun bis graudunkelbraun bis dunkelbraun grundgefiedert ist und mit weissen Tupfern oder Flecken versehen ist, die sich besonders zahlreich auf dem Oberrücken befinden. Der Schwanz ist breit gebändert. Der Fleckenuhu hat ein schwarz umrandetes graues Gesicht. Die Augenlieder sind schwarz bis schwarzrot bis rötlich und die Iris ist orange bis gelb. Um die Augen sind mehrere schwarze Ringe angeordnet. Die weiss grundgefiederte Unterseite ist graubraun bis graudunkelbraun bis dunkelbraun quergestreift, wobei der Vorderhals reinweiss sein kann und zumindest bis zur Brust zusätzlich stark graubraun bis graudunkelbraun bis dunkelbraun gefleckt ist. Die weiss grundgefiederten Beine sind graubraun bis graudunkelbraun bis dunkelbraun gebändert. Die Grösse beträgt ca. 30 - 43 cm.

Zur Nahrung zählen kleine Vögel, kleine Säugetiere, Reptilien und Käfer.

Das Nest befindet sich auf einem hohen Baum, auf der Erde zwischen den Wurzeln, in einer selbst gemachten Erdmulde oder in Höhlen. Es werden auch fremde Nester benutzt. Das Weibchen legt 1-3 weisse Eier und brütet sie in 33 Tagen aus.

Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden Jura-Zoo Neumarkt und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Vogelpark Timmendorfer Strand gemacht.

Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurde im Vogelpark Abensberg und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Greifvogelpark / Falknerei Konzenberg (links, mitte) und im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde; rechts) aufgenommen.

32. Nördlicher Fleckenuhu oder(?) Wellenuhu oder Grau-Uhu
lat. Bubo Cinerasens (oder früher: Bubo Africanus Cinerasens)

Der nachtaktive Nördliche Flecken-Uhu (früher als Unterart Bubo Africanus Cinerasens des Flecken-Uhus, lat. Bubo Africanus angesehen; siehe dort) lebt in den Savannen, felsigen Wüsten, trockenen Bergschluchten in Nordafrika, Senegal, Äthiopien, Somalia bis zum Äquator und er schläft tagsüber auf dem Boden.

Die Oberseite (ab dem Hinterkopf beginnend) graubraun bis graudunkelbraun bis dunkelbraun grundgefiedert ist und mit weissen Tupfern oder Flecken versehen ist. Die dunkle Iris ist braun bis dunkelbraun bis schwarz und die Augenlieder sind fleischfarben. Das Gefieder am Vorderhals ist stark graubraun bis graudunkelbraun bis dunkelbraun gefleckt und fein quergebändert. Die weiss grundgefiederte Unterseite ist graubraun bis graudunkelbraun bis dunkelbraun quergestreift.

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, Reptilien, kleine Vögel, Frösche und Insekten.

Die 1 bis 3 Eier werden vom Weibchen in 30 bis 33 Tagen ausgebrütet. Flügge sind die Jungvögel in ca. 50 Tagen.

Diese Fotos wurden im Vogelpark Timmendorfer Strand gemacht.

Diese Fotos wurden im Tierpark Berlin Friedrichsfelde gemacht.

33. Kap-Uhu
lat. Bubo Capensis                                                                           .

Der Kap-Uhu lebt im afrikanischen Wald- und Bergland, den Gebirgen von Kenia bis Südsimbabwe, Malawi, Natal, Ostafrika bis Äthiopien und bis zur Kap-Spitze.

Das Gesicht ist hellbraun bis braun gefiedert. Die dunkelbraunen Federrohren sind gross. Die Oberseite ist hellbraun-dunkelbraun gemustert. Der Vorderhals ist weiss gefiedert. Die Oberbrust ist hellbraun grundgefiedert und sehr stark dunkelbraun gemustert. Danach wächselt die Grundfiederung von hellbraun bis weiss, die dann auch fein braun bis dunkelbraun quergebändert ist und zusätzlich weitere dunkelbraune Tupfer besitzt. Die Grösse beträgt 46 – 48 cm.

Das Weibchen legt die Eier in ein Nest, das sich entweder auf dem Boden oder auf einem Felsen befindet. Der Zoo London züchtete das erste Zoo den Kap-Uhu im Jahre 1905 nach.

Die Unterarten des Kap-Uhus sind Mackinder’s Kap-Uhu oder der Kenia-Uhu und Dillons Kap-Uhu (siehe dort).

 

Diese Fotos wurden im Vogelpark Timmendorfer Strand gemacht.

34. Unterart: Mackinder’s-Kap-Uhu oder Kenia-Uhu
lat. Bubo Capensis Mackinderi oder(!) Bubo Bubo Mackinderi

Mit der lateinischen Bezeichnung Bubo Bubo Mackinderi wird einerseits der Kenia-Uhu bezeichnet (als Unterart vom Uhu, lat Bubo Bubo). Andererseits findet man unter lateinischen Bezeichnung Bubo Capensis Mackinderi den deutschen Namen: Mackinder’s Kapuhu (als Unterart vom Kap-Uhu, lat Bubo Capensis). Der Status ist derzeit unklar, so dass ich hier den Mackinder’s Kap-Uhu oder der Kenia-Uhu als eine Unterart des Kap-Uhus (siehe dort) einsortiert habe.

Mackinder’s Kap-Uhu ist in den felsigen Landschaften in Tanganjika und Kenia verbreitet.

Das Weibchen legt die Eier auf den Felsen oder auf Bäumen.

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Diese Fotos wurden Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) gemacht.

35. Unterart: Dillons Kapuhu
lat. Bubo Capensis Dillonii

Dillons Kap-Uhu ist eine Unterart des Kap-Uhus (siehe dort). Dieser lebt in Nordostäthiopien und Zentraläthiopien.

36. Schnee-Eule
lat. Bubo Scandiacus (oder früher: lat. Nyctea Scandiacus)

Die tagesaktiven Schnee-Eulen sind in der Arktis, der offenen trockenen Tundra, Bergtundra mit kleinen Hügeln und Felsen, auf den baumlosen Fjällheiden in Nordeuropa, in Nordkanada in Nordamerika und Asien verbreitet. Das Brutrevier beträgt 1-3,5 km².

Im Winter wandern die Schnee-Eulen, ausschlaggebend ist das Nahrungsangebot, in den Süden und sind so auch auf Feldern, Wiesen und Sumpfgebiete anzutreffen. Als Zugvögel gelangen die Schnee-Eulen im Ruderflug so auch nach Mitteleuropa. In Nordamerika (und Kanada) finden, aufgezeichnet wird seit den Jahren 1933 / 1934, regelrechte Invasionen von Schnee-Eulen statt. Um dieses Phänomen näher zu untersuchen, wurde eigens ein „Snowy Owl Committee“ gegründet. Die einzige Aufzeichnungslücke besteht zwischen 1839 bis 1853. Angezogen werden die vielen Schnee-Eulen von der Nahrung (tote Fische, Wasservögel), die ans Ufer geschwemmt wird. So wurden beispielsweise 1877 (im Jahre 1882 / 1883 war es ähnlich) mindestens 500 Schnee-Eulen in Südkanada gezählt (wovon 150 Schnee-Eulen geschossen und weitere 40 Schnee-Eulen präpariert wurden). Eine weitere grössere Invasion fand in den Jahren 1901 / 1902 statt, wobei laut Annahmen zu Folge runde 1.000 Schnee-Eulen auch in die nördlichen Teile der USA eindrangen und zu grossen Teilen abgeschossen (und ausgestopft) wurden. Die grösste Massenwanderung gab es 1945 bis 1946, denn damals wanderten ca. 13.500 Schnee-Eulen aus Kanada in die USA ein. Einer der traurigen Höhepunkte war der Jahreswechsel 1926 / 1927 zu dem runde 5.000 Schnee-Eulen geschätzt getötet wurden.

Das Gesicht, die Kehle, die Beine und die Unterflügel sind reinweiss gefiedert. Dieses kann jedoch auch für Brust, Bauch und Bürzel gelten. Die Augen sind gelb bis goldgelb. Die Flügel sind breit, abgerundet und die Flügelspannweite beträgt 120-166 cm. Der andere Teil des Gefieders ist weiss grundgefiedert, wobei das Weibchen grösser und stärker braun bis dunkelbraun gebändert bzw. braun bis dunkelbraun gefleckt ist. Die Männchen werden im Alter zum Teil fast ganz weiss (mit Ausnahme von 2 bis 3 Ohrflecken). Die Schnee-Eulen sind fast so gross (53-66 cm) wie die Uhus. Die Weibchen sind 20% grösser und stärker als das Männchen.

Zur Nahrung der Schnee-Eulen zählen Lemminge zu ca. 85%. Eine Schnee-Eule frisst täglich 1-4 Lemminge. Eine Familie benötigt in zwei Monaten mindestens 1.500 Lemminge. Eine einzige Schnee-Eule benötigt im Jahr 600 – 1000 Lemminge. Der andere Teil der Nahrungszusammensetzung besteht aus Vögeln (bis zur Grösse von Möwen, Enten), Säugetieren, Fischen, Nagern und Insekten. Das Einsinken beim Zerlegen der Nahrung im Schnee verhindert die Schnee-Eule in dem sie die Flügel und den Schwanz ausbreitet. Da nicht in jedem Jahr genügend Lemminge zur "Verfügung" stehen bzw. zu finden sind, wandern die Schnee-Eulen in Verbänden in "massenhaften Invasionen" zur Nahrung, d.h. den Lemmingen hin. Die Schnee-Eule jagt auch tagsüber, da es in ihrem Verbreitungsgebiet nie dunkel wird. Aufgrund der 2cm dicken Fettschicht unter der Haut kann die Schnee-Eule bis zu 40 Tage ohne Futter auskommen. Selbst wird die Schnee-Eule von Raubmöwen, Eismöwen, Kohlraben, Polarfüchsen -abgesehen von den vorhandenen Greifvögeln- als Beute gejagt. Auch Eskimos essen, wenn kein anderes Fleisch vorhanden ist, erbeutete Schnee-Eulen.

Das Weibchen legt im Abstand von 2 Tagen ihre 3-9 glatt glänzenden weissen Eier im Zeitraum April bis Juni in eine Erdvertiefung auf den Boden (und dieses auch oberhalb der Baumgrenze und auch auf Dauerfrostböden in der Tundra). Als Brutzeit findet man in der Literatur auch die Monate Mai bis September. Das Nest befindet sich zum Teil auf einem kleinen Hügel. Bei reichlichem Nahrungsangebot können es bis zu 15 Eier sein und bei Nahrungsmangel kann die ganze Brut auch ausfallen. Die Schnee-Eule brütet in freier Wildbahn nur zwischen dem 63. und 83. Breitengrad. Das Männchen versorgt während der Brutzeit das Weibchen mit Nahrung und hält auch gleichzeitig "Wache". Die jungen schlüpfen nach 32-37 Tagen, verlassen nach 18-26 Tagen das Nest und sind nach insgesamt 50-61 Tagen flügge und selbständig. In Zeiten mit wenig Nahrungsangebot kann es sogar vorkommen, dass der ältere Jungvogel den jüngsten Jungvogel auffrisst. Beide Elternteile füttern die jungen Schnee-Eulen. Die Schnee-Eulen können 9-10 Jahre in Gefangenschaft oder in Ausnahmen sogar 28 Jahre alt werden.

Die linken Fotos wurden im Vogelpark Walsrode, heute: Weltvogelpark, (erste drei), im Zoo Hof (folgendes Bild), im Zoo Hannover (folgende zwei Bilder), im Zoo Erfurt, im Zoo Heidelberg und im Jura-Zoo Neumarkt gemacht. Die mittleren Fotos wurden im Zoo Chemnitz (erste zwei), im Zoo Berlin (Tiergarten, folgendes Bild), dann im Zoo Dortmund, dann im Zoo Magdeburg, im Zoo Hamburg im Heimattierpark Meissen und im Erlebnis-Wildpark Hanau „Alte Fasanerie“ (folgende zwei) gemacht. Die rechten Fotos wurden in Falknerei Oberfrauenau (bei Zwiesel; erste drei Bilder), im Zoo Suhl (folgende zwei), in der Greifenwarte am Rennsteig und im Tiergarten Schönbrunn (Wien; folgende zwei) gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Tiergarten Nürnberg gemacht.

Eine Fotostudie einer Schnee-Eulen-Familie:

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beim trinken

im Winter