Startseite
Kaiseradler
Impressum/über mich
vom Studium(FH)
vom Studium(HBW)
Foto-Album 1
Foto-Album 2
Foto-Album 3
Science Fiction
Witze/Zitate/Links
Greifvögel / Eulen A
Greifvögel / Eulen 1
Greifvögel / Eulen 2
Greifvögel / Eulen 3
Greifvögel / Eulen 4
Greifvögel / Eulen 5
Greifvögel / Eulen 6
Greifvögel / Eulen 7
Greifvögel / Eulen 8
Greifvögel / Eulen 9
Greifvögel / Eulen10
Greifvögel / Eulen11
Gleitaare
Wespenbussarde
Milane
Habichte/Sperber 1
Habichte/Sperber 2
Bussardartige
Adler
Haubenadler 1
Haubenadler 2
Seeadler
Harpyienartige
Bussarde 1 (Buteo)
Bussarde 2 (Buteo)
Weissbussarde
Bussarde (versch.)
untyp.Hab./Buss.
Altweltgeier 1
Altweltgeier 2
Weihen
Höhlenweihen
Schlangenadler
Fischadler
Sekretäre
Lachhab./Waldfalk
Geierfalken
Zwergfalken
eigentl. Falken 1
eigentl. Falken 2
eigentl. Falken 3
eigentl. Falken 4
Neuweltgeier
Schlei./Mask.-Eulen
Käuze 1
Käuze 2
Uhus 1
Uhus 2
Uhus 3
Uhus 4
Fischuhus/Fischeulen
Schnee-Eulen
Zwergohreulen
Kreischeulen
SonstZwergohreulen
Steinkauzartige u.a.
Sperlingskäuze
Rauhfusskäuze
Buschkäuze u.a.
Waldohreulen u.a.
Schwalmartige
Denkmäler Inhalt
Denkmäler Sachsens
Denkmäler Bayerns
Denkmäler Weitere
Echte Spechte
Sperlingsvögel Inhalt
Sperlingsvögel 1
Sperlingsvögel 2
Sperlingsvögel 3
Sperlingsvögel 4
Sperlingsvögel 5
Pflanzenwelt
Vogelwelt
Tierwelt
Auszeichnungen
Website-Awards
Site-Map
zum Gästebuch
zum externen Fotoalbum
meine rein persönlich private Internetseite

Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Weihen, lat. Circinae
Gattungen: Circus (Weihen), Polyboroides (Höhlenweihen)

01. Schwarzweihe oder Mohrenweihe, lat. Circus maurus
02. Wiesenweihe, lat. Circus pygargus
03. Kornweihe, lat. Circus cyaneus
04. Amerikanische Kornweihe oder Amerikanische Hudsonweihe oder Hudsonweihe, lat. Circus hudsonius (früher: Circus cyaneus hudsonius)
05. Rohrweihe, lat. Circus aeruginosus
06. Sumpfweihe oder Australweihe oder Fleckenweihe, lat. Circus assimilis
07. Steppenweihe, lat. Circus macrourus
08. Elsterweihe oder Schwarzweissweihe oder Scheckweihe, lat. Circus melanoleucos
09. Grauweihe oder Aschgraue Weihe, lat. Circus cinereus
10. Weissbrauenweihe oder Langschwingenweihe oder Langflügelweihe, lat. Circus buffoni

 

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (siehe Inhaltsverzeichnis) daraus.

01. Schwarzweihe oder Mohrenweihe
lat. Circus maurus

Die Schwarzweihe lebt in den Graslandschaften, Gebüschen, in Höhen bis 3000m in Nordwestnamibia, Südwestbotswana, Südafrika und Lesotho.

Das Gefieder ist schwarzbraun bis schwarz. Der Schwanzansatz ist weiss auf der Oberseite und der Schwanz selbst enthält weisse bis graue Binden. Die Iris ist zitronengelb. Auch die Flügel haben einen grossen Grauanteil. Die Unterseite enthält feine weisse Tupfer. Die Fänge sind gelb. Die Grösse beträgt 48 – 58 cm.

02. Wiesenweihe
lat. Circus pygargus

Die kleinste Weihe, die Wiesenweihe, lebt in den feuchten Gebieten und Landschaften, den Sümpfen und Mooren, Heiden, Getreidefeldern, Graslandschaften, in offenem Gelände, Ebenen, hügeligem Gebieten, in Höhen bis 1500m, Dünen, jungen Nadelbaumkulturen und niedrig bewachsenem Kulturland in West-, Zentral- und Südeuropa bis nach Asien in die Mongolei, in Südwestafrika. In Deutschland wurden 2008 ca. 400 Brutpaare gezählt. Für den Zeitraum 2008 bis 2009 wird ein Bestand von 479 (449-488 Revierpaaren (laut„Charadrius“, 2010 (Heft 1-2)) angegeben. Die Hälfte des Weltbestandes brütet in Europa. Als Zugvogel überwintern die Wiesenweihen südlich der Sahara in Afrika und Südasien.

Das Männchen ist dunkelgrau bis blaugrau auf der Oberseite, am Kopf und der Unterseite bis zur Brust gefiedert. Die Iris ist gelb. Auf den Flügeln befindet sich eine schwarze Binde und die Flügelspitzen sind ebenso schwarz. Die Unterseite, inkl. der Unterschenkel, wird dann weiss grundgefiedert und ist mit rötlichen Längsstreifen versehen. Die Fänge sind gelb. Die Grösse beträgt 41 bis 46 cm.

Die Weibchen haben eine dunkelbraune Oberseite. Der Nacken und die Unterseite sind hellbraun bis weiss grundgefiedert und mit kurzen braunen Längsstreifen versehen. Der lange schmale Schwanz enthält 5 schwarze Binden. Die Iris ist gelb. Die Fänge sind gelb.

Zu Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel, Eidechsen und Insekten.

Die Balzflüge der Wiesenweihen finden im April bis Mai statt, nach dem zuerst die Männchen und dann die Weibchen aus dem Winterquartier gekommen sind. Die Männchen beginnen mit den Balzflügen und locken so die Weibchen an. Bei der Balz wirft das Männchen dem Weibchen Beutestücke zu. Beide paaren sich dann. Das Männchen führt anschliessend weitere Balzflüge durch. Eine Verpaarung mit 2 bis 3 Weibchen konnte daher beobachtet werden. Das Männchen hat dann alle Weibchen und den Nachwuchs mit Futter versorgt.

Das Weibchen legt ihre 3 – 5 weissen Eier im Abstand von 2 – 3 Tagen von April bis Juni auf den Boden ins Getreide, Moore, Grünflächen, Raps oder Stilllegungen. In der Regel brütet das Weibchen die Eier allein in 27 bis 35 Tagen aus. Nachts schläft nur das Weibchen bei den Jungvögeln. Das Männchen schläft in ca. 30 bis 40 m entfernt mit anderen Männchen zusammen. Erst wenn die Jungvögel gross sind, schläft die Familie zusammen. Die Jungvögel sind in 30 bis 40 Tagen flügge.

Die Fotos wurden in der Erlebnis Tierwelt Altmühltal, im Hessischen Landesmuseum Darmstadt und im Wildpark Bad Mergentheim (von links nach rechts) aufgenommen.

03. Kornweihe
lat. Circus cyaneus

Die Kornweihen leben an den Mooren, Sümpfen, Wiesen, Flachmooren, Heiden, Ufern, Kultursteppen, auf Feldern, buschartigen Landschaften, in Höhen bis 1200m und der Taiga in Europa, in Nord- und Zentralasien. Es treten mitunter Schlafgemeinschaften von bis zu 35 Kornweihen auf. Gefährdet ist die Kornweihe durch die Verringerung des Lebensraums und durch die Störung(en) am Brutplatz. Die Kornweihen überwintern in Nordafrika und Südasien.

Beim Männchen ist die Oberseite, der Kopf und der Vorderhals bis zur Brust blaugrau gefiedert. Die Unterseite ist unterhalb der Brust, inkl. der Unterschenkel, weiss bis silbergraublau gefiedert. Der Bürzel ist weiss. Die Flügelspitzen sind schwarz. Die Beine sind lang und schlank.

Beim Weibchen ist die Oberseite braun bis dunkelbraun gefiedert. Auf den Nacken sind zum Teil auch dunkelbraune kurze Längsstreifen vorhanden. Die Iris ist dunkelbraun. Die Unterseite (inkl. der Unterschenkel) ist weiss bis helllehmfarben bis rötlichbraun grundgefiedert und mit vielen kurzen dunkelbraunen Längsstreifen versehen. Die Fänge sind gelb. Der lange Schwanz ist gebändert.

Die Grösse beträgt zwischen 44 bis 56 cm.

Zur Nahrung zählen kleine Vögel (Ammern, Lerchen bis zur Taube), kleine Säugetiere (wie zum Beispiel Ratten, Mäuse, Spitzmäuse, (junge) Kaninchen und Hasen), Frösche und Insekten.

Die Kornweihen führen ihre Balzflüge im April nach der Rückkehr aus dem Winterquartier durch. Das Nest befindet sich auf dem Boden auf einem Heu- oder Grashaufen, im Feld oder Schilf. Dort hinein legt das Weibchen ihre 3 – 6 grünlichweissen Eier im Mai bis Juni. Diese werden allein vom Weibchen in 27 bis 39 Tagen ausgebrütet. Das Männchen beschafft die Nahrung zuerst nur für das Weibchen und dann für den Nachwuchs mit. Das Weibchen beteiligt sich mit der Beschaffung der Beute, wenn die Jungvögel ca. 20 Tage alt sind. Es ist sogar beobachtet worden, dass ein Männchen mit bis zu 7 Weibchen gleichzeitig „zusammenlebte“ und alle betreute und selbst die Jungvögel mit aufzog. Flügge sind die jungen Kornweihen in 31 bis 35 (bis 40?) Tagen. Anschliessend werden sie noch weitere 14 bis 21 Tage betreut.

Die oberen Fotos wurden in der Erlebnis Tierwelt Altmühltal, im Hessischen Landesmuseum Darmstadt und im Wildpark Bad Mergentheim aufgenommen.

04. Amerikanische Kornweihe oder Amerikanische Hudsonweihe oder Hudsonweihe
lat. Circus hudsonius (früher: Circus cyaneus hudsonius)

Die Amerikanischen Kornweihen leben auf den Wiesen, offenen Landschaften, Feldern, in Höhen bis 2800m in Nordamerika und Nordwestmexiko. Als Zugvögel ziehen die Amerikanischen Kornweihen nach Nordwestamerika (bis nach Kuba?, Kolumbien? und Venezuela?) und in den Süden bis auf die westindischen Inseln.

Das Männchen hat auf der Unterseite (im Gegensatz zur Kornweihe, lat. Circus cyaneus) des Bauches kleine braune Flecke und das Weibchen ist auf der Unterseite undeutlicher gestreift.

Dieses Foto wurde im Hessischen Landesmuseum Darmstadt aufgenommen.

05. Rohrweihe
lat. Circus aeruginosus

Die Rohrweihen leben in den Getreidefeldern, Feuchtgebieten, Flüssen, an den Gewässern mit grossem Schilf- und Rohranteil, in Höhen bis 2000m in der Unterart Circus aeruginosus aeruginosus in Europa bis Zentralasien bis zur Mongolei und in der Unterart Circus aeruginosus harterti in Nordwestafrika. Die Vertreter der Unterart Circus aeruginosus aeruginosus überwintern von August bis März in West- und Südeuropa, Afrika und Südasien. Das Revier wird während der Brutzeit mit bis zu 100 Hektar angegeben.

Das Männchen ist auf der Oberseite dunkelbraun gefiedert. Der Schwanz und die Flügel gehen von grau bis graublau ins schwarze (Flügelspitzen) über. Der Kopf, der Nacken, die Kehle und die Schultern sind hellbraun und dunkelbraun vom Schnabel weg mit kleinen Längsstreifen versehen. Die Schwanzunterseite und ein grosser Teil der Flügelunterseite sind grau bis weiss gefiedert. Aber auch hier sind die Flügelspitzen schwarz. Die Unterseite und die Unterschenkel sind rotbraun gefiedert. Die Iris ist gelb.

Das Weibchen ist dunkelbraun gefiedert. Der Kopf (Oberseite und Kehlkopf) ist gelbweiss bis ockergelb gefiedert. Die Brust (der Latz) ist hellbraun gefiedert. Die Iris ist braun.

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere (beispielsweise Maulwürfe, Mollmäuse, Wühlmäuse), kleine Vögel (beispielsweise Rebhühner, Blässhühner, Zwergrohrdommeln, junge Lachmöwen), Insekten, Frösche und sogar Vogeleier.

Das Weibchen legt ihre 3 – 7 bläulich-weissen Eier (, die auch gefleckt sein können,) in den Monaten April bis Mai in ein Nest, das sich auf dem Boden (im Schilf, im Getreidefeld oder im Röhricht) befindet. Das Weibchen brütet die Eier allein in 30 bis 36 Tagen aus. Mit ca. 35(?) 38 bis 40 Tagen verlassen die jungen Rohrweihen das Nest und laufen flugunfähig in der Gegend des Nestes umher. Das Männchen versorgt die jungen Rohrweihen und das Weibchen während dessen mit Futter. Fliegen können die Jungvögel erst mit ca. 56 Tagen. Die endgültige Grösse beträgt 48 bis 58 cm. Der Schnabel ist schwarz und der Schwanz ist lang.

Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Vogelpark Metelen und die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Erlebnis Tierwelt Altmühltal (linke Fotos), im Wisentgehege Springe (mittlere Fotos) und im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe (rechtes Foto) aufgenommen.

Diese Fotos wurden in der Greifvogelzuchtstation Hagenbachklamm aufgenommen.

06. Sumpfweihe oder Australweihe oder Fleckenweihe
lat. Circus assimilis

Die Sumpfweihen leben in den sumpfigen und morastigen Gebieten, den tropischen Regenwäldern und den Gras- und Buschlandschaften in Australien, Sulawesi (und Sumba?).

Die Oberseite und die Flügel sind graubraun bis grauschwarz gefiedert. Auf dem Oberrücken und den Schultern können weisse Tupfer vorhanden sein. Die Flügelspitzen sind braun. Der Kopf und die Unterseite sind braun, rotbraun bis rot bis weinrot gefiedert. Der Oberkopf hat zusätzlich kurze dunkelbraune (nach hinten gehende) Längsstreifen. Die Iris ist orangefarben. Die Unterseite ist zusätzlich mit hellbraunen bis weissen Tupfern versehen. Der (gefleckte) Hals (rund herum) ist grau bis braun. Der Schwanz ist grau-schwarz gestreift. Die Grösse beträgt zwischen 48 bis 61 cm. Die Weibchen sind grösser als die Männchen.

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, Schlangen, Heuschrecken und Aas.

Das Nest befindet sich auf einem Baum in ca. 15 m Höhe. Das Weibchen legt im Zeitraum Juli bis September ihre 2 – 4 weissen Eier, die sie dann allein in 30 bis 35 Tagen ausbrütet. Das Männchen beschafft die Beute zuerst nur für das Weibchen und dann später für die ganze Familie. Flügge sind die jungen Sumpfweihen mit ca. 50 Tagen. Die Unterseite der Jungvögel ist weissgelb bis orange und die Tupfer sind zum Teil noch nicht vorhanden.

Dieses Foto wurde im Naturkundemuseum Coburg gemacht.

07. Steppenweihe
lat. Circus macrourus

Die Steppenweihe lebt in Kulturlandschaften, offenen grasigen Flächen und Ebenen, Mooren, trockenen Steppenlandschaften, offenem steppenartigen Gelände, auf Heiden, Wiesen und Hügellandschaften mit geringem Baumbestand, in Höhen bis 1200m, in Osteuropa bis Zentralsien, in Südostrumänien und Nordostbulgarien bis ins Alteivorland, in der Ukraine und Weissrussland bis Nordwestchina. Über den Winter zieht die Steppenweihe als Zugvogel von August bis Oktober in die Savannen, Steppen, offenen Landschaften Indiens, Sri Lankas, Burmas, Griechenlands und nach Ost- und Südafrikas (südlich der Sahara) und kommt im Zeitraum März bis April wieder zurück. Im Überwinterungsgebiet bildet sie sogar Schlafgemeinschaften von 8 bis 10 Vögeln (zum Teil auch mit den Wiesenweihen zusammen) vorzugsweise im 2 bis 4 m hohen Schilfgras oder im Brachystegia-Buschwald. Die Steppenweihen sind durch den Ackerbau, das Nest befindet sich auf dem Boden, gefährdet. Auch in Deutschland gibt es Brutnachweise für die Steppenweihen, so von 1938 (Bayern) und 1952 (Mecklenburg und Norderney).

Das Männchen ist auf der Unterseite bis zur Brust gräulichweiss gefiedert und danach wird die Unterseite reinweiss oder leuchtendweiss. Der Kopf und der Hals sind grau bis hellgrau bis weissgrau bis fahlgrau gefiedert. Die Flügel und der Rücken sind dunkelgrau bis blaugrau gefiedert. Der Schwanz ist nur an den Seitenfedern gebändert. Die Unterflügel sind weiss und haben eine schwarze Flügelspitze durch die schwarzen Handschwingen, so dass man beim fliegen einen schwarzen Keil oder eine routenförmige schwarze Flügelspitze erkennt. Die Flügel sind so lang, wie der Schwanz. Der Bürzel ist undeutlich grau bis weisslich. Die Fänge sind gelb. Das Männchen ist kleiner als das Weibchen.

Das Weibchen besitzt eine braune bis dunkelbraune Oberseite. Die Unterseite ist hellbraun grundgefiedert und mit kurzen braunen Längsstreifen versehen. Um den Hals gibt es einen kaum zu erkennenden hellbraunen bis weisslichen Halsring. Der Bürzelfleck ist weiss. Die Fänge sind gelb. Der Schwanz ist braun-dunkelbraun gestreift und länger als die Flügelspitzen. Die Weibchen ähneln sehr den Kornweihenweibchen und sind kaum zu unterscheiden.

Die Grösse beträgt 40 bis 51 cm. Die Iris ist gelb.

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere (wie zum Beispiel Mäuse, Wühlmäuse, Lemminge), kleine (und auch tote) Vögel, Eidechsen, Frösche, Insekten und Heuschrecken.

Die Steppenweihen führen ihre Balzflüge nach dem Eintreffen im Brutgebiet im April bis Mai (bis zur Eiablage) durch. Das Steppenweihen-Männchen setzt die Balzflüge nach der Eiablage des Weibchens allein fort. (Es wurde auch beobachtet, dass sich Männchen und Weibchen bereit im Winterquartier fanden.) Das Männchen hat einen hoch trillernden Balzruf. Das Nest, eine flache mit Gras ausgelegte Mulde, wird von beiden Elternteilen gebaut. Das Weibchen legt im Zeitraum April bis Juni im Abstand von 2 Tagen 3 bis 6 blaßblaue bis bläulichweisse bis weisse Eier, die zum Teil auch hellbraune bis braune Flecken aufweisen können. Das Weibchen brütet die Eier in 28 bis 30 Tagen aus. Das Männchen beschafft die Nahrung, rupft sie und das Weibchen füttert dann die Jungvögel. Später jagt das Weibchen mit. Flügge sind die Jungvögel in 35 bis 45 Tagen. Nach weiteren 2 bis 3 Wochen sind die Jungvögel, das Gefieder ähnelt dem der Weibchen, im August selbständig und verlassen die Eltern.

Das linke Foto wurde im Zoologischen Museum der Universität Heidelberg und das rechte Foto im Naturkundemuseum Bamberg gemacht.

08. Elsterweihe oder Schwarzweissweihe oder Scheckweihe
lat. Circus melanoleucos

Die Elsterweihen leben im offenen Gelände, in Steppen, im hügeligen Grasland, an Sümpfen und Feuchtgebieten, in der sumpfigen Tundra, an Reisfeldern, in Busch- und Graswüstensteppen, von Südostsibirien, von Amur und Transbaikal bis in die Mandschurei, Ostmongolei, Korea und Nordostchina. Als Zugvögel ziehen die Elsterweihen auf die Reisfelder und Wiesen in das tropische Asien (Ostindien, Indochina, Borneo), nach Süd- und Südostasien (seltener nach Indien und auf die Sula-Inseln). Es gibt auch Standvögel, die im nördlichem Burma und Assam verbleiben.

Das Männchen besitzt einen schwarzen Kopf. Der Hals und die Brust auf der Unterseite und der Oberrücken auf der Oberseite sind ebenso schwarz gefiedert. Die Unterseite ist ab der Brust weiss gefiedert. Die Oberseite, die Flügel und der Schwanz, grau bis silbergrau gefiedert. Die Flügelspitzen sind schwarz.

Das Weibchen ist auf der Oberseite dunkelbraun gefiedert. Die Unterseite ist hellbraun grundgefiedert und mit feinen braunen Streifen versehen. Der Kopf ist weisslich.

Die Grösse beträgt 43 bis 51 cm.

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel (beispielsweise Prachtfinken), Schlangen, Insekten, Frösche und Eidechsen.

Als Nest wird eine Erdmulde, die mit Gras ausgelegt wird, verwendet. Das Weibchen legt 4 - 5 grünliche mit braunen Flecken versehene Eier und brütet diese in ca. 28 Tagen in der Regel allein aus. Das Männchen beschafft während dessen die Nahrung für das Weibchen und später zusätzlich für die Jungvögel. Später jagen beide Elternvögel gemeinsam für den Nachwuchs.

09. Grauweihe oder Aschgraue Weihe
lat. Circus cinereus

Die Grauweihen leben in den baumlosen Hochlagen, den Sümpfen, den feuchten Wiesen, den Graslandschaften und den Kulturlandschaften im südlichen und westlichen Südamerika, von Ecuador, Kolumbien, Paraguay, Südbrasilien und den Falkland-Inseln. In kalten Wintern ziehen die südlichsten Grauweihen in den Norden.

Die Männchen sind auf dem Kopf, der Brust, der Oberseite, den Flügel grau bis aschgrau gefiedert. Die Flügelspitzen sind schwarz gefiedert. Die Unterseite der Männchen, einschliesslich der Hosen, ist weiss grundgefiedert und mit orangebraunen bis rotbraunen Querstreifen versehen. Die Grauweihen sind 39 bis 51 cm gross.

Die Weibchen haben eine dunkelbraunen Kopf, eine dunkelbraune Oberseite und eine dunkelbraune Brust. Die Unterseite der Weibchen, einschliesslich der Hosen, ist ansonsten weiss grundgefiedert und mit orangebraunen bis rotbraunen bis rostbraunen Querstreifen versehen. Der Bürzel ist weiss.

Zur Nahrung zählen Vögel.

Das Foto der Grauweihe konnte mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Kühnel verwendet werden. Das Foto wurde in Patagonien aufgenommen.

10. Weissbrauenweihe oder Langschwingenweihe oder Langflügelweihe
lat. Circus buffoni

Die Weissbrauenweihen sind in den Schilfgebieten, Wiesen und Kulturlandschaften in Kolumbien, Venezuela, Guayana, Trinidad, Ostzentral- und Südbrasilien bis Ostzentralargentinien verbreitet.

Die Männchen sind auf der Unterseite und den Hosen weiss gefiedert und auf der Unterseite zusätzlich mit feinen vereinzelten dunklen Punkten versehen. Der Hals und die Oberseite sind schwarz gefiedert. Das Gesicht, die Kehle, die Stirn und die Augenbrauen sind weiss gefiedert. Die Augen sind mit schwarzen Federn umrandet. Es wurden auch Männchen beobachtet, die eine schwarze Unterseite besitzen. Die Weibchen sind auf der Oberseite bräunlicher gefiedert und die Unterseite ist mit kurzen braunen Längsstreifen versehen. Der Schwarz ist gebändert. Die Grösse beträgt 48 bis 61 cm.

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel, Insekten, Reptilien und auch Eier.

Das Weibchen legt in das im Schilf befindende Nest 3-6 bläulichweisse Eier. In 30 Tagen hat das Weibchen die Eier ausgebrütet. Flügge werden die Jungvögel mit 40 bis 50 Tagen, wobei die Jungvögel noch weitere 27 Tage betreut werden.

Das Foto der Weissbrauenweihe konnte mit freundlicher Genehmigung von Günter Heinz verwendet werden. Das Foto wurde in Argentinien aufgenommen.

Die Fotos wurde im Forschungsmuseum Alexander König gemacht.

Nach Oben

Klick ...