|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
1. der Welt (Linkverzeichnis) 2. der Heilkunst (Medizin) 3. der Autos (in Form von Fotos) 4. der Dampf-Lokomotiven (in Form von Fotos)
5. der Strassenbahnen (in Form von Fotos) 6. des Fliegens 7. der Baukunst (siehe Denkmalsbeiträge; www.kaiseradler.de/Denkmaler_A/denkmaler_a.html ) 8. der Ritterschaft 9. vor 3000 Jahren …
Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de, genau: www.kaiseradler.de/uber_mich___Kontakt/uber_mich___kontakt.html)
jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Hiermit untersage ich jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner
wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus.
1. die Welt (Linkverzeichnis) Lexika: www.wissen.de Lexika: www.wissenschaft.de
Geschichte: www.teslaworld.de Geschichte: www.muehlen-dgm-ev.de Geschichte: www.schmuckecke.de/geschichte/index.html (Die Welt der alten (inkl. der neuen) Uhren, wie Sanduhren etc.)
Geschichte: www.land-der-pharaonen.de Geschichte: www.deutsche-schutzgebiete.de Geschichte: www.preussen-chronik.de oder www.koenigreich-preussen.de Geschichte: www.das-kaiserreich.de Geschichte: www.burgenwelt.de oder www.burgen-und-schloesser.net Geschichte: www.schloesser-dresden.de Geschichte: www.schloesser.bayern.de Geschichte: http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_von_Steuben Geschichte: http://de.wikipedia.org/wiki/William_H._Seward Geschichte: http://de.wikipedia.org/wiki/Russisch-Amerika
Forschung: www.schaetze-der-welt.de Forschung: www.archaeologie-online.de
|
|
|
2. Heilkunst (Medizin)
Von der “Pflanze der Unsterblichkeit“, der "Frucht der Götter oder des Lebens" und der „Mutter der Medizin“
„Sicher ist, dass erste Aufzeichnungen über die Aloe Vera vor ungefähr 6000 Jahren in Ägypten gemacht wurden. Den Überlieferungen zufolge schätzten Nofretete, Gemahlin des
ägyptischen Königs Amenophis IV. und auch Cleopatra den nährenden Saft der Aloe Vera zur täglichen Haut- und Schönheitspflege. Die Priester des Pharaos nannten die Aloe “Pflanze der Unsterblichkeit“ und
verwendeten die Aloe zur Einbalsamierung der Toten. Um die Pyramiden herum waren Aloepflanzungen angelegt. Die Straßen zum Tal der Könige waren gesäumt von Aloe Vera, die dem Pharao auf dem Weg ins Jenseits als
Medizin und zur Wegzehrung zugedacht waren. ... Hippokrates empfahl unter anderem die Aloe bei Haarausfall, Geschwüren und Magen-Darmbeschwerden. Dioskurides, griechischer Arzt im 1. Jahrhundert n. Ch., beschreibt
in seinem Kräuterbuch “De Materia Medica“, dem ältesten bisher bekannten Nachschlagewerk dieser Art, ihre Wirkung und empfiehlt am häufigsten die Verwendung von Aloe Vera. … Allein der Aloe wegen
eroberte Alexander der Große auf Empfehlung seines Beraters Aristoteles dann auch die Insel Socotra im indischen Ozean, die zu dieser Zeit für ihre Aloe Vera Pflanzungen und Zubereitungen berühmt war. (Quelle: „Aloe
Vera das Geschenk der Natur an uns alle“, Dr. John Finnegan und Reiner Schmid)
"Schon vor Jahrtausenden nutzten unsere Vorfahren Blätter, Wurzeln und Früchte von Pflanzen zu Heilzwecken.
Zwischenzeitlich manchmal etwas in Vergassenheit geraten erleben viele von ihnen in unserer heutigen Zeit eine Renaissance und erlangen als Gesundheitselixiere für die Menschheit immer grössere Bedeutung. Eine
dieser >neu entdeckten< pflanzlichen Produkte ist eine Frucht, die unter anderem auf den polynesischen Inseln wächst und deren Name allein schon wie ein kosewort kling: Noni ... Weitere Bezeichnungen wie
"Frucht der Götter" oder "Frucht des Lebens" zeugen von dem hohen Mass an Ehrfurcht und Respekt, das ihr in vielen Kulturen entgegengebracht wird." (Quelle: "Noni, Zauberfrucht der
Südsee", Gabriela Vonwald)
"Seit Jahrtausenden findet Ginseng in der chinesischen Heilkräutermedizin erfolgreiche Anwendung. Bereits 100 Jahre vor Christus wird dies in der chinesischen
Medizinliteratur dokumentiert und die ausgleichende Wirkung des Ginsengs hervorgehoben. Die wild wachsende Pflanze mit der menschenähnlichen aussehenden Wurzel wurde in den Bergen Koreas und in der südlichen
Mandschurei gefunden. Die Lebenskraft spendende Wirkung der "Menschenwurzel" wurde schon damals so hoch eingeschätzt, dass Ginseng mit Gold aufgewogen wurde." (Quelle: "Fit und aktiv mit der
königlichen Wurzel", Kräuterhaus Sanct Bernhard)
"Weihrauch hat als Heilmittel eine lange Tradition. Vor allem in der ayurvedischen Medizin Indiens spielt es seit mehr als 3000 Jahren eine bedeutsame Rolle. Dort wurde und
wird Weihrauch gegen entzündliche Krankkeiten der Gelenke, des Darms und der Haut sowie gegen Nervenleiden eingesetzt. Auch die Ägypter machen sich die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Harzes, das aus der
Rinde des Weihrauchbaumes heraustritt, seit drei Jahrtausenden zunutze." (Quelle: "Weihrauch, ein altes Heilmittel neu entdeckt", Jutta Oppermann)
„Ayurveda heisst im Sanskrit wörtlich
übersetzt die „Wissenschaft vom Leben“. Es ist das älteste vollständig ganzheitliche System für Gesundheit, Langlebigkeit und Schönheit, das sich über die Jahrtausende bis heute bewährt hat. Seine universellen
und zeitlosen Prinzipien gelten als Quelle aller naturheilkundlichen Überlieferungen. Entsprechend wird Ayurveda als Mutter der Medizin bezeichnet. Nach ayurvedischer Sicht befinden sich bei einem gesunden Menschen
Körper, Sinnesorgane, Geist, Seele, Verhalten und Umwelt im Zustand dauerhafter Harmonie. Die präzisen Entgiftungsverfahren der ayurvedischen Medizin wirken besonders effektiv bei der Vorbeugung von Krankheiten,
Erhaltung der Gesundheit, sowohl als auch bei der Umstimmung chronischer Krankheiten. Ayurveda umfasst das gesamte Wissen der vedischen Hochkultur und dient der Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit ebenso
wie der intensiven Vorbeugung von Krankheiten. Die Erfahrungen und das Wissen unserer Ayurveda-Arzt-Generationen, deren Wissen vom Vater auf den Sohn, vom Lehrer auf den Schüler weitergegeben und ständig erweitert
wurde, helfen uns auch heute individuelle Heilung zu erzielen.“ (Quelle: „Doppelpunkt“ Nr. 3 / 15.03.2002, „Magazin für Kultur in Nürnberg-Fürth-Erlangen“)
Aus der Welt des Internets (Links zur Natur- und Schulmedizin) www.lifeline.de
www.netdoktor.de www.meine-gesundheit.de www.zahnwissen.de www.kopfschmerzen.de www.akupunktur.de www.reflex-zonen.de www.fit-for-travel.de
|
|
 |
 |
|
3. Autos (in Form von Fotos) Autos (vom Museum „anno dazumal“ in Kindling / Beilngries, vom Technik Museum in Speyer (www.technik-museum.de), vom Verkehrsmuseum in Dresden (www.verkehrsmuseum.sachsen.de), von der 1000-Jahres-Feier in Fürth und von der Oldtimerausstellung im FrankenCenter)
|
 |
 |
|
. .
|
 |
 |
|
6. Geschichte des Fliegens
„Schon im 10. Jahrhundert wurden in Persien Windmühlen entwickelt, die waagrechte Segel als Antrieb nutzten. Dieses Antriebsprinzip wurde im Laufe von Kriegszügen nach China
gebracht. Dort entstanden die ersten Spielzeuge, die waagrecht angeordnete sich drehende Flügel verwendeten, um Auftrieb zu erzeugen. Doch erst Leonardo da Vinci machte sich konkrete Gedanken um die
theoretischen Hintergründe des senkrechten Abhebens und fertigte im Jahre 1493 erste Zeichnungen von Fluggeraten an. ... Erst Anfang diesen Jahrhunderts waren genügend leistungsfähige Motoren und
Materialien verfügbar, um begrenzt steuerfähige Hubschrauber zum Abheben zu bringen. Diese Motoren hatten jedoch immer noch nicht genügend Leistung, um eine Maschine aus dem Stand senkrecht
abheben zu lassen und sie kontrolliert zu steuern. Deshalb handelte es sich bei fast allen Konstruktionen dieser Zeit um Tragschrauber (Autogiros). Diese Tragschrauber bestanden aus einem
Zugpropeller, der die Maschine vorwärts beschleunigte, und einem Rotor statt einer Tragfläche. ... Das senkrechte Abheben war es aber, was die Konstrukteure so reizte. Obwohl Deutschland in der
Entwicklung der Tragschrauber eine eher unbedeutende Rolle gespielt hatte, war der erste voll einsetzbare Hubschrauber doch eine deutsche Entwicklung. Professor Henrich Focke hatte auf einem
Flugzeugrumpf zwei an seitlichen Auslegern montierte gegenläufige Rotoren angebracht, die über einen 150 PS leistenden Siemens-Motor angetrieben wurden. 1936 wurde dieser Hubschrauber unter der Benennung
FW 61 vorgestellt. Es war der erste Hubschrauber, der senkrecht starten und landen sowie in alle Richtungen voll gesteuert geflogen werden konnte“, heißt es im grossen Hubschrauber-Typenbuch.
„Nirgendwo griff das Luftfieber heftiger um sich als in Frankreich. ... Immerhin war Frankreich das Land der Gebrüder Montgolfier, die 1783 den ersten Aufstieg von Menschen in einem
farbenprächtigen, mit Heißluft gefüllten Ballon aus papiergefütterter Leinwand ermöglicht hatten. Und im Jahre 1884 hatte der französische Erfindergeist das erste erfolgreiche Luftschiff der Welt
hervorgebracht. Ein Franzose beanspruchte auch die Weltführung im bemannten (wenn auch nicht gesteuerten) Motorflug von ebener Erde in einem Luftfahrzeug schwerer als Luft. Es handelte sich um den
Elektroingenieur Clément Ader, dessen dampfgetriebene Éole mit ihren fledermausartigen Flügeln 1890 einmal kurz in die Luft gehüpft war. Ader erprobte eine weitere Maschine, die er Avion III
nannte; sie konnte zwar nicht fliegen, führte aber das Wort „avion“ für „Flugzeug“ in die französische Sprache ein. ... Hauptmann Ferdinand Ferber, Führer einer Artillerie-Einheit und von der
Fliegerei überzeugt, hielt fast als einziger am Traum vom Fliegen mit Luftfahrzeugen schwerer als Luft fest. Ferbers Interesse ging auf die Gleitversuche des Deutschen Otto Lilienthal zurück“,
heißt es im Buch „Pioniere der Luftfahrt“.
„Bereits während der Grundlagenuntersuchungen hat Lilienthal größere Experimentiergeräte für Versuche mit dem eigenen Körper gebaut. So entstand schon 1867 ein einfaches
>Flügelschlag<-Versuchsgerät, mit dem Muskelkraftversuche auf einem Dachboden gemacht wurden. Nach Angaben des Bruders Gustav Lilienthal hatte das Flügelpaar etwa 6 m Spannweite und Ventilklappen,
die sich beim Niederschlag schlossen. Betätigt wurde es durch gleichzeitiges Ausstoßen der Beine, was sich jedoch als nachteilig erwies, weil der Apparat nach jedem Flügelschlag sofort wieder herabfiel.
... Als Lilienthal 1889 sein Grundlagenwerk >Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst< veröffentlichte, war der erste Punkt seines Konzeptes bereits verwirklicht. Im selben Jahr entstand
wahrscheinlich zunächst ein kleiner Apparat ... Dieses >Vormodell< hatte 4,4 m Spannweite und 2,6 m2 Fläche. Durch eine Flächenaussparung konnte der Kopf gesteckt werden, hinten befand sich eine horizontale Schwanzfläche. Bei Stehversuchen im Wind wollte sich Lilienthal mit diesem Gerät allmählich an den Gebrauch größerer Flächen gewöhnen. ... Lilienthals erster wirklich flugfähiger Apparat entstand im Frühjahr 1891. Es war das erste manntragende Flugzeug der Welt.“ Desweiteren heißt im selben Buch „Otto Lilienthal“: „Im Sommer 1891 gelang Otto Lilienthal vom Windmühlenberg vor den Toren Berlins der erste Gleitflug der Menschheitsgeschichte. In den fünf Jahren bis zu seinem tödlichen Absturz arbeitete er unablässig an der technischen Perfektionierung seiner Gleiter. Die zurückgelegten Entfernungen wuchsen auf bis zu 250 Meter. Die Gebrüder Wright konnten 1903 bei ihrem ersten Motorflug unmittelbar an Lilienthals Erfahrungen anknüpfen. Wichtigste Voraussetzungen für diesen rasanten Fortschritt der Flugtechnik waren Lilienthals aerodynamische Untersuchungen.“
Zum ersten unbemannten Heissluftballon der Gebrüder Montgolfier liesst man im Buch "Leichter als die Luft": "Am 5. Juni 1783 qualmt auf der Place des
Cordeliers feuchtes Stroh und zerhackte Schafswolle. Der Rauch wird in einer grossen Hülle aus Papier und Leinwand aufgefangen. Die Hülle, die zunächst nichts anderes ist als ein schlaffes und
faltenreiches Gebilde, steckt unten in einem Holzrahmen. Acht Seile sind daran befestigt, und an jedem Seilende steht ein Mann und hält es fest. ... Aufsteigen will er, will zeigen, dass er leichter als
Luft ist, nachdem er sich mit dem heissen Rauch gefüllt und zur vorbestimmten Kugelform gebläht hat. ... Die Ehrengäste sind begeistert ... Es ist ja auch eher ein Wunder, eine Art Zauberei, so eine
aufgeblähte Papierkugel in die Luft zu schicken. Und wie hoch sie steigt! ... Und wie von Zauberhand gehalten, entflieht das Gebilde nicht gänzlich den Blicken der hingerissenen Zuschauer."
Im Buch "Stehplatz am Himmel" findet man einige interessante Ausführungen zum Einsatz der Ballons. "Ihren ersten Kriegseinsatz erlebten die Ballone 1794, und Napoleons Ballontruppen -Les
Aérostiers- beobachten eifrig seine Schlachten, bis 1798 die Engländer seine Ballone bei dem Versuch der Franzosen, Ägypten zu besetzen, zerstörten. Auch der amerikanische Bürgerkrieg wurde aus der Luft
observiert. Im April 1861 unternahm ein Aeronaut namens Starkweather den ersten überlieferten Start von einem Schiff aus: bei der Blockade von Port Royal in South Carolina. Thaddeus Lowe -der immerhin
eine Fahrt von 1440 km Länge vorweisen konnte -telegrafierte von einem Ballon aus mit Präsident Lincoln und meldete ihm, dass er im Umkreis von 40 km alles überblicken könne."
Im Buch
"das Luftschiff" heisst es: "Das Publikum war in den vergangenen Jahren zu oft von marktschreierischen Ankündigungen, das Problem der Lenkung des Ballons gelöst zu haben, zum Narren
gehalten worden ... Die gebildeten Stände wandten sich von der Ballonfahrt ab, nachdem Gaukler und teilweise Betrüger sich der neuen Erfindung bemächtigt hatten und Ballonaufstiege zur Jahrmarktsensation
verkommen waren. Das Militär verlor ebenfalls sein anfängliches Interesse am Ballon. Ernsthafte Ballonfahrer erkannten, dass das Lenkproblem nicht durch die plötzliche Eingebung zu lösen sei, sondern nur
die Erfindung eines geeigneten motorischen Antriebs helfen könne. Der erste Schritt auf diesem Wege wurde 1851 getan. Der französische Ingenieur Henri Giffard erwarb ein Patent auf die >Anwendung des
Dampfes in der Luftschiffahrt< und wandte sich auch praktischen Ausführungen seiner Ideen zu. ... Giffard, der mit der Führung des Freiballons bereits vertraut war, wagte den ersten motorisierten
Aufstieg mit seinem Luftschiff am 24. September 1852. Er erreichte 1800 m Höhe und konnte geringfügige Richtungsänderungen durchführen ... Im Frühjahr 1899 richtete Graf Zeppelin sein Konstruktionsbüro
in Friedrichhafen ein" und begann mit dem Bau seines Luftschiffs. "Staunenderregend waren die Dimensionen: Mit eine Länge von 128 m und einem grössten Durchmesser von 11,2 m überbot es alle bis
dahin gebauten Luftschiffe um ein Mehrfaches. Im Querschnitt bildete der Luftschiffkörper ein 24-Eck. ... Als Antrieb des Luftschiffes dienten zwei Daimler-Motoren von je knapp 15 PS Leistung, die Graf
Zeppelin zuvor in ein Boot eingebaut und beim Fahren auf dem Bodensee erprobt hatte. ... Der 2. Juli 1900 war nun endgültig für den ersten freien Aufstieg vorgesehen worden, zumal das Luftschiff sich als
gut ausbalanciert erwiesen hatte und zu keinen Beanstandungen Anlass gab."
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
 |
|
 |
|
|
 |
|
 |
|
 |
|
|
 |
|
 |
|
 |
|
|
 |
|
 |
|
 |
|
|
 |
|
 |
|
|
|
Am 1.1.1914 wurde die erste Passagierfluglinie zwischen der Strecke St. Petersburg und Tampa Bay eröffnet. Am 27.5.1919 überquerte das erste Flugzeug den Atlantik und am 31.8.1924 wurde ein fast
175 Tage andauernder Flug um die Welt beendet.
„Als Anfang der 80er Jahre die ersten einfachen Ultraleichtflugzeuge in Deutschland auftauchten, wurden sie noch von vielen als »fliegende Gartenstühle« belächelt.
Kaum einer ahnte damals, wie dynamisch sich diese neue Flugzeugklasse entwickeln würde. Vergleichweise einfache Bauvorschriften, die im Laufe der Zeit immer mehr verfeinert wurden,
ermöglichten es aber, dass in der UL-Klasse Sportflugzeuge im besten Sinne entstanden“, heißt es Buch „Die schönsten Ultraleichtflugzeuge“. Einzigartig ist, dass die UL-Flugzeuge mit einem
Raketen-Fallschirm-Rettungssystem für den Notfall ausgestattet sind, um im Falle des Falles wieder sicher auf den Boden zu gelangen.
Literaturverzeichnis: M. Aulfinger, „Das grosse Hubschrauber-Typenbuch“, Motorbuchverlag
„Pioniere der Luftfahrt, Geschichte der Luftfahrt“, Bechtermünzverlag W. Heinzerling, H. Frischler, „Otto Lilienthal“, Bertelsmann Lexikon Verlag, Deutsches Museum
J. Gassebner, „Die schönsten Ultraleichtflugzeuge“, Motorbuchverlag „Flugzeugtypen der Welt“, Bechtermünzverlag "Leichter als Luft", Dieter Zimmerling, Dieter Blase, Westermann-Verlag
"Stehplatz am Himmel",Wirth, Jerry Young, Pietsch-Verlag "Das Luftschiff", Fred Gütschow, Motorbuchverlag
|
|
|
|
7. Baukunst (siehe Denkmalsbeiträge) www.kaiseradler.de/Denkmaler_A/denkmaler_a.html
|
|
 |
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
8. Ritterschaft
"Manchmal spricht man von der Ritterschaft als einem Orden, so als sei Rittertum mit religiösen Orden vergleichbar; manchmal ist die Rede von einem Stand, von einer
sozialen Klasse -einer Kriegerkaste, deren militärische Aufgabe es nach Auskunft der mittleren Autoren war, patria und Kirche zu verteidigen. ... Das Rittertum kann nicht losgelöst von der kriegerischen
Welt des ritterlichen Kämpfens zu Pferd gesehen werden, es lässt sich auch nicht von der Aristokratie trennen, denn Ritter waren in der Regel von hoher Abkunft, und erst ab Mitte des 12. Jahrhunderts
fand das >Rittertum< häufig einen ethischen und religiösen Klang. Aber es bleibt ein Wort, das sich der Definition entzieht, in seinen Bezügen ist es eher vage als präzis. ... Schon in einer sehr
frühen Phase lässt sich beobachten, dass die Romanautoren üblicherweise Eigenschaften miteinander verbinden, die sie offensichtlich als die klassischen Tugenden eines vollkommenen Ritters ansahen:"
Tapferkeit, Vasallentreue, Freigebigkeit, höfisches Wesen und "die gelassene und freie Haltung als sichtbares Zeugnis einer Verbindung von hoher Geburt und Tugend. Die Zusammenstellung der
ritterlichen Eigenschaften erfolgte bereits in den Romanen des Chrétien de Troyes (geschrieben zwischen ca. 1165 - ca. 1185), ... als unveränderliches Merkmal ritterlicher Würde. ...
Ein für die
Geschichte des Rittertums wichtiger Aspekt des Kreuzzuggedankens ist, auf welcherweise dieser die Repräsentanten der Kirche und insbesondere des Reformpapsttums des späten 11. Jahrhunderts in Einklang
mit dem Krieg und seiner Stellung in der Geschichte brachte. Der Kreuzzugaufruf Papst Urbans II 1095 setzte den Schlusspunkt hinter eine lange Entwicklungsperiode in der kirchlichen Meinungsbildung zu
diesen Fragen. Auf diesem Gebiet hatte es schon immer eine Spannung zwischen den pazifistischen und militärischen Strömungen jüdisch-christlicher Traditionen gegeben. Die Spannung ist selbst in der Bibel
spürbar. Das alte Testament zeigt Jahwe meist als den Gott des Krieges, während das Neue Testament von der Ankunft des Friedensfürsten spricht, der predigte, dass den sanftmütigen die Erde gehöre, und
der Petrus befahl, das Schwert in der Scheide zulassen. ... Die Verbindung der Ideenstränge zeigt sich deutlich in Clermont, wo 1095 Papst Urban II auf dem selben Konsil den Kreuzzug predigte und
gleichzeitig den Gottesfrieden proglamierte, den er in der ganzen Römischen Christenheit zu befolgen gebot", heisst es im Buch "Das Rittertum".
Zur Zeremonie oder des Rituals des
Ritterschlags erfährt man: ", dass die Zeremonie gewöhnlich als eine religiöse angesehen wurde, als äusseres und sichtbares Zeichen für die Richtung, die die Reformkirche des 11. und 12.
Jahrhunderts der weltlichen Ritterschaft weisen wollte." Das Ritual beginnt mit einem Bad, was an die Taufe erinnert und was die "Reinigung von den Sünden" bedeutet, "der weise Gürtel
bedeutet Keuschheit, mit dem die Lenden des jungen Ritters umgeben werden, das Schwert mit seinen scharfen Schneiden erinnert ihn an die Pflicht, die Schwachen zu schützen und die Gerechtigkeit
aufrechtzuerhalten." Diese Zeremonie wurde in der Ordene und bei Ramón Lull durchgeführt. Der liturgische Ritterschlag schaut im Gegensatz schon anders aus. "Am Abend vor seiner Erhebung in den
Ritterstand wird der Aspirant in Rosenwasser gebadet und durchwacht danach eine Nacht in der Kirche. Am nächsten Morgen hört er die Messe." Danach tritt er vor den Priester, der ihm die collée (ein
leichter Schlag mit der Hand) versetzt. Im Gebet wird der Segen Gottes für sein Leben als Ritter erfleht. Der Priester segnet das auf dem Altar liegende Schwert und bindet es ihm um. Aus der Geschichte
sind zusätzlich noch weitere Rituale oder Zeremonien zur Erteilung des Ritterschlags überliefert. "Natürlich besass die Ritterschaft niemals eine feste Regel wie die Mönchsorden oder die Templer.
Dennoch sprechen Johannes von Salisburg und Helinandus von Troidmont im 12. Jahrhundert von einem Gelübte, das der Ritter bei seinem Ritterschlag ablegen solle, und spätere Texte überliefern ganze
Kataloge mit zu beeidenden Pflichten der Ritterschaft." Eine völlig andere Zeremonie ist das Schwertleitezeremoniell. "Das Gürten des Ritteranwärters mit seinem Schwert, was gewiss ein
zentrales Element im weltlichen Schwertleitezeremoniell ist, ist älter und grundlegender als der in Deutschland lange Zeit gänzlich unbekannte Schlag mit der Hand oder mit dem Schwert (die collée oder
paumée) ... In der Folgezeit war die Gürtung mit dem Schwert Bestandteil des liturgischen Krönungsrituals. ... Es ist zu dem bezeichnend, dass ein Grossteil der frühen Belege des Ritterschlags mit
Schwertgürtung gerade hochadelige Herrn oder ihre Söhne betrifft, wie etwa Grafen, die -wenn auch in kleinem Rahmen- eine der königlichen Gerichtsbarkeit vergleichbare Kompetenz hatten.“ Dieser
Ritus wurde ursprünglich nur dann angewandt, wenn das Schwert in die Hände eines hochadeligen Herrn gelegt werden sollte. Die Ausweitung auf Männer geringeren Standes erfolgte später. „Der Kreuzzugaufruf
Urban II war eine Aufforderung an die gesamte Ritterschaft, einen neuen Weg zum Dienst für Gott und die Kirche zu gehen. ... Es wird dafür gebetet, dass der neue Ritter ein guter Ritter Gottes und des
heiligen Petrus sein möge. Es gab also offensichtlich Gründe genug, warum der Kirche gelegen sein musste, die Ritterschlagszeremonie mit einem kirchlichen Ritus zu verbinden, ihn unerlässlich zu machen
-und eine zentrale Rolle bei der Zeremonie zu beantspruchen."
"Aufgrund ihrer Popularität und weil sie Sammelpunkte für Ritter aus allen Himmelsrichtungen waren, trugen die Turniere in
starken Masse dazu bei, Normen und Rituale des europäischen Rittertums zu verbreiten. ... Die Geschichte des Turniers setzt in der gleichen Periode ein, in der auch die Konzeption des Rittertums und die
Aufnahmezeremonien in den Ritterstand deutlichere Konturen anzunehmen beginnen -in den hundert Jahren zwischen der Mitte des 11. und der Mitte des 12. Jahrhunderts. ... Obwohl eine ungesicherte
Überlieferung die >Erfindung< des Turniers dem 1066 getöteten angiovinischen Ritter Geoffroy de Preuilly zuschreibt, hören wir von Turnieren bis ungefähr 1100 nicht viel, und sie erscheinen auch
nicht in den frühen chansons de geste." Die ersten Turniere, die überliefert wurden, fanden im Jahre 1127 in der Normandie in Frankreich statt. Auch in Würzburg fand 1127 ein Turnier statt.
"Turniere hatten für die Ritterschaft die gleiche integrative Funktion in der Konstituierung des Rittertums als Orden wie die christliche Berufung, die diese Tradition stolz für sich in Anspruch
nahm. ... Dass es der Kirche nicht gelang, die Ritterschaft davon zu überzeugen, ihre Sichtweise sei unangemessen und fehlgeleitet, demonstriert das Vertrauen der Ritterschaft auf ihre eigenen Wege, auf
die eigenen Traditionen und auf ihre eigene unabhängige Weise, Gott zu dienen. ... Dass viele Ritter die Lektionen des Turniers nicht verstanden oder vergessen hatten, versteht sich von selbst. ...
Im Kriegswesen wurden von früh an die verschiedensten Insignien als Erkennungszeichen auf dem Schlachtfeld eingesetzt. Die Wappen scheinen hier ein besonderes Bedürfnis des Mittelalters erfüllt zu
haben. ... Nachdem heraldische Zeichen zunächst auf Schilden abgebildet wurden, erscheinen sie bald darauf auf den Übergewändern der Ritter, auf den Schabracken ihrer Pferde, auf ihren Siegeln, ihren
Grabstätten und ihren bildlichen Darstellungen. ... Das Wappentragen, ursprünglich das Privileg des Hochadels, versinnbildlichte im Laufe der Zeit den Stolz auf vornehme Geburt, auf Stellung und Kultur
des Adels im weitesten Sinne. Und genauso wie im Spätmittelalter der Adelstitel über den Kreis der Ritterschaft hinaus vergeben wurde und dabei auch ländliche Gutsbesitzer , Männer bescheidenen Standes,
die in Deutschland so benannte >Ritterschaft< und sogar das Stadtpatriziat umfassen konnte, so verdrängte letztlich das Anrecht auf Wappen den Schlüssel zum ersehnten Kreis der Ritterschaft. ...
Als gegen Ende des 13. Jahrhunderts der auf dem Erbrecht beruhende Zugang zur Ritterwürde stärker in den Vordergrund trat, begegnet zum erstenmal eine neue Gattung von Dokumenten, nämlich königliche und
fürstliche Urkunden, mit denen die Adelswürde an nichtadelige Personen verliehen wurde. Zunächst war diese eine sehr selten praktizierte Massnahme, aber im Laufe der Zeit wurden solche Verleihungen oder
Patente immer üblicher. ... In der Regel erwähnten die Patente als besonderes Privileg des adeligen Statuses das Recht, die Ritterwürde anzunehmen. Häufig enthält der Adelsbrief auch die Verleihung eines
Wappens und Angaben über das Wappenbild. ... Das Adelspatent diente in diesem Entwicklungsstadium und in der Mehrzahl der Fälle als gültige Eintrittkarte in die erlauchten ritterlichen Kreise. In diesem
Sinne übernahmen die Patente die Funktion der Ritterschlagszeremonie. ... Es ist durchaus zweierlei, in den Adelsstand erhoben zu werden oder die Ritterwürde zu erhalten." Schliesslich adelte man
die Nachkommenschaft gleich mit. Die Ritterwürde ist dagegen nicht vererbbar.
|
|
|
"Der Ehrentisch der deutschen Ordensritter hatte mehrere Funktionen. Er ermutigte zu herausragenden kriegerischen Taten und verlieh solchen Leistungen zugleich feierlich
Ausdruck." Im Laufe der Jahrhunderte gründeten sich eine Vielzahl grosser und kleinerer Ritterorden oder Ritterbruderschaften. "Ihre grosse Zahl bezeugt ihre Bedeutung, und ihre stetige
Vermehrung gilt als eine der bemerkenswertesten Entwicklungen des spätmittelalterlichen Ritterwesens." Einige Orden sind sehr bekannt geworden und andere waren nur von kurzer Lebensdauer.
"Unter allen ragen besonders die fürstlichen Gründungen heraus, die meist durch Zeremoniell und schmuckvolle Kleiderordnung auffallen. Der älteste dieser fürstlichen Orden scheint der von Alfons IX
von Kastanien um 1330 gegründete Orden von der Schärpe gewesen zu sein. Der auf Eduard III zurückgehende Hosenbandorden (Order of the Garter) von 1348 ist die nächste bedeutende Gründung, darauf folgen
1351 die Sternenorden König Johannes von Frankreich, 1352 der Knotenorden Ludwig von Nepal, 1355 der Orden von der Goldenen Gürtelschnalle Kaiser Karls IV, 1359 der Schwertorden des Königs von Zypern und
1363 der Halsbandorden (Annunziatenorden) des Grafen von Savoyen. Zu den wichtigsten Gründungen des nächsten Jahrhunderts zählen der Drachenorden Kaiser Sigismunds (1413?), der Orden vom Goldenen Vlies
(l'Ordre de la Toison d'Or) Philipps des Guten (1431), der Schwanenorden des Herzogs Albrecht Achilles von Brandenburg (1444), der Halbmondorden Renés von Anjon (1448) und der St. Michaelsorden
Ludwig XI von Frankreich (1469). Dies sind nur einige wenige der bekannten Orden. ... Für Macht und Einfluss der deutschen Ritterschaften sind besondere lokale Bedingungen verantwortlich. Speziell in
Süddeutschland, wo ritterliche Vereinigungen besonders zahlreich waren, hatte der Niedergang der kaiserlichen Macht nach den Fall der Staufer ein politisches Machtvakuum geschaffen." Viele der
Ritterorden konnten damals so ihre Interessen durchsetzen, so z.B. um ihre Besitztümer zu verteitigen. Die grossen und umfangreichen Ausführungen wurden z.T. mit Zitaten aus dem Buch "Das
Rittertum" gemacht.
Der Deutsche Orden wurde 3 Jahre nach dem Beginn des Dritten Kreuzzuges im Jahre 1190 als Hospitalorden gegründet. Der Orden wandelte sich und nahm an Kreuzzügen teil.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der Hochmeister des Deutschen Ordens, Hermann von Salza, loyaler Berater des Kaisers und ebenso loyaler Berater des Papstes gewesen ist. Nachdem der erste
Weltkrieg beendet wurde, wandelte sich der Deutsche Orden in einen reinen Priesterorden um. Der Deutsche Orden hat ca. 120 Sozialeinrichtungen.
Der Johanniter Orden geht auf eine nicht militärische Institution zurück und unterscheidet sich von den meisten der Ritterorden. Bei diesem Orden ist kein Gründungsdatum
herauszubekommen, weil man damals zu Gründungszeiten Ansprüche von Dritter Seite abwehren wollte und dieses auch so schaffte. Fest steht jedoch, dass das Hospital die älteste Institution war. Dieses
Hospital entstand nicht als Ritterorden. "Vor allem die Johanniter können den Ruhm in Anspruch nehmen eine der bestorganisierten Wohlfahrtsorganisationen des Mittelalters aufgebaut zu haben."
Einen bevorzugten Platz nahmen in ihrer Tätigkeit die Pflege und die Betreuung der Armen und Kranken ein. "Der Johanniterorden war die bedeutendste Immobilienfirma des Heiligen Landes und ein
mächtiger Handelskonzern dazu, mit hervorragenden Geschäftsbeziehungen, die selbstverständlich auch die europäischen Heimatländer in ihren Auktionsradius einbezogen", heisst es im Buch
"Operation Heiliges Grab".
Ein anderer geistlicher Orden ist der grosse spanische Ritterorden, von dem ebenso kein Gründungsdatum zu finden ist. Über die kleinen Ritterorden gibt es kaum
(genaue) Informationen. So gibt es z.B über den Ritterorden vom Heiligen Grab viel unglaubwürdiges und widersprüchliches, auch wenn desöfteren Karl der Grosse, König Ludwig VII von Frankreich und selbst
von Papst Alexander VI die Rede ist. Der Orden von Dobrin, der 1228 gegründet wurde, war der zweitgrösste Orden nach dem Deutschen Orden. Der St. Georgs Ritterorden wurde 1469 gegründet.
Der Templerorden besass im Jahre 1200 bereits 35 Burgen und 40 Komturein. „Die Templer wurden die grossen Finanzherren des Heiligen Landes, sozusagen die Bankhalter
Christi. Ihre Geldinstitute, die nicht nur in Jerusalem, sondern auch in den Höfen und den meisten Städten tätig waren, kontrollierten den Kapitalmarkt des Königreichs und stellten auch im alten Europa
eine weitverzweigte und sehr potente Finanzmacht dar. ... Die Finanzinstitute der Templer kannten laufenden Konten, sie gewährten Darlehen, betrieben Pfandleihen und Wechselgeschäfte, sie waren firm im
internationalen Geldtransfer, sie beherrschten die Künste des bargeldlosen Verkehrs, sie legten Anleihen auf, finanzierten Pilgerreisen und führten Pilgertransporte in eigener Regie durch. Schliesslich
bauten sie eine Handelsflotte und brachen damit unbekümmert in die Monopole der italienischen Seestädte ein", heisst es im Buch "Operation Heiliges Grab". Dieser Orden soll in einem langen
Rechtsstreit vernichtet worden sein.
Viele Fakten zum Thema der Ritterorden findet man in der entsprechenden Geschichts- und Fachliteratur. In der Presse ist "eigentlich" nichts oder
kaum etwas zu finden. Ganz im Gegensatz zu den mehr oder weniger bekannten "Ritterturnieren", die von Schauspielern durchgeführt werden. So finden z.B. jährlich in Nürnberg die Ritterspiele
statt. Auch das Schloss oder der Freizeitpark Thurn hat ein entsprechendes "Ritterprogramm". Dieses sollen hier nur zwei Beispiele in Vertretung von vielen sein. All diese "Turniere"
und "Ritter" haben eigentlich, ausser dem Punkt, dass Ritter mit entsprechender Ritterrüstung dargestellt oder gespielt werden, nichts mit den Ritterorden zu tun. Selbstverständlich lernt man
so auch die Vergangenheit in Form dieser Turniere oder Szenen kennen, die dargestellt werden. Andererseits haben diese Shows nichts mit den damals vor Jahrhunderten gegründeten Ritterorden gemeinsam. Nun
ist es aber eine Tatsache, dass einige wenige der uralten Ritterorden bis heute "überlebten". Einige der uralten Orden sind inaktiv, was heissen soll, dass ausser dem "Versand" des
Titels nichts weiter geschieht.
Natürlich stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage: Welche oder wieviel Bedeutung hat in der heutigen Zeit ein Ritterschlag oder der Titel zum Ritter. Viel
Anerkennung könnte es sein, wenn der "Gegenüber" sich intensiv mit dem Thema Ritterwesen beschäftigt bzw. sich auseinandergesetzt hat. Die Kehrseite ist, dass man eigentlich keinerlei Vorteile
einerseits hat und andererseits weil die "Turniere" und "Ritterspiele" ein z.T. völlig anderes Bild in der Öffentlichkeit wiedergeben, eine abwertende Reaktion zu bekommen. Sicher mag
diese Art der Unterhaltung durch derartige Shows oder Veranstaltungen die Vergangenheit "zurückhohen" und auch so einen Einblick in die Geschichte liefern, aber es gibt eben m.E. keine
Zusammenhänge zu den uralten Ritterorden.
Andererseits, wie auch immer, in der heutigen Zeit kann man sich mit den alten Rittertugenden, den Idealen von Einst, der Geschichte und den Bauten von
damals, die heute Denkmäler sind, beschäftigen. Es heisst auch über das Thema Ritter und Ritterorden: “Es ist sicherlich kein Zufall, dass in unserer formlos gewordenen Zeit bestehende Ritterorden
mit ihren Traditionen, fordernden Regeln, verpflichtenden Tugenden, großen Zielen und humanen Aufgaben wieder Zuspruch und Beachtung gewinnen.“
Literaturverzeichnis / Quellenverzeichnis: "Das Ritterum", Maurice Keen, Artemis Verlag, 1987
„Der Deutsche Orden“, Franz Kurowski, Herbig, 1997 „Thüringen und der Deutsche Orden“, Franz Kurowski, Essay, 2002
"Der Deutsche Orden", Dieter Zimmerling", ECON-Verlag, 1988 "Der Deutsche Orden und seine Bauten", Niels von Holst, Gebr. Mann Verlag, 1981 "Die geistlichen
Ritterorden Europas", Vorträge und Forschungen XXVI, Jan Thorbecke Verlag 1980 "Operation Heiliges Grab, Legende und Wirklichkeit der Kreuzzüge", Econ-Verlag, Rudolf Pörtner, 1977
Randbemerkung: Diese Ausführung erschien in einer zum Teil älteren Fassung ohne die Fotos im Ordensblatt des SDRO.
|
|
|
9. vor 3000 Jahren …
... bauten die Inkas (laut "PFANNI") bereits die Kartoffeln an. ... brauten die Pharaonen (laut "BILD") in Ägypten ihr Bier. Das Rezept fand man
in einem Sonnentempel.
|
|
|
|
|