Willkommen
Kaiseradler
über mich / Kontakt
Ninjutsu
Science Fiction 1
Science Fiction 2
Witze / Zitate
Beleg- u.Dipl.-arb.1
Beleg- u.Dipl.-arb.2
Greifvögel / Eulen A
Greifvögel / Eulen 1
Greifvögel / Eulen 2
Greifvögel / Eulen 3
Greifvögel / Eulen 4
Greifvögel / Eulen 5
Greifvögel / Eulen 6
Greifvögel / Eulen 7
Greifvögel / Eulen 8
Greifvögel / Eulen 9
Greifvögel / Eulen10
Greifvögel / Eulen11
Gleitaare
Wespenbussarde
Milane
Habichte / Sperber 1
Habichte / Sperber 2
Bussardartige
Adler
Haubenadler
Seeadler
Harpyienartige
Bussarde 1
Bussarde 2
Bussarde 3
Bussarde 4
Altweltgeier 1
Altweltgeier 2
Weihen 1
Weihen 2
Schlangenadler
Fischadler
Sekretäre
Lachhab./Waldfalk
Geierfalken
Zwergfalken
eigentl. Falken 1
eigentl. Falken 2
eigentl. Falken 3
eigentl. Falken 4
Neuweltgeier
Schlei./Mask.-Eulen
echte Eulen 1
echte Eulen 2
echte Eulen 3
Uhus 1
Uhus 2
Uhus 3
Uhus 4
Fischuhus/Fischeulen
kleine Käuze 1
kleine Käuze 2
Zwergohreulen 1
Zwergohreulen 2
Ohreulen / Käuze 1
Ohreulen / Käuze 2
Ohreulen / Käuze 3
Schwalmartige
Vogelwelt 1
Vogelwelt 2
Tierwelt 1
Tierwelt 2
aus der Geschichte
Denkmäler A
Denkmäler 1
Denkmäler 2
Denkmäler 3
Denkmäler 4
Denkmäler 5
Denkmäler 6
Denkmäler 7
Pflanzenwelt
Link-Sammelsurium
priv. Foto-Album 1
priv. Foto-Album 2
Awards
meine rein persönlich private Internetseite

Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 2: Eulen, lat. Strigidae
Unterfamilie Echte Eulen, lat. Buboninae
zu dieser Unterfamilie gehören die Gattungen: Otus (Zwergohreulen 1), Megascops (Zwergohreulen 2), Ptilopsis (Zwergohreulen 3), Jubula (Ohreulen1), Mimizuka (Ohreulen2), Pyrroglaux (Ohreulen3), Lophostrix (Haubeneulen), Bubo (Uhus), Ketupa (Fischuhus; nun zu Bubo gehörend), Scotopelia (Fischeulen), Pulsatrix (Brillenkäuze), Nyctea (Schnee-Eulen; nun zu Bubo gehörend), Surnia (Sperbereulen), Glaucidium (Sperlingskäuze), Micrathene (Elfenkäuzchen), Xenoglaux (Peruaner Kauz), Uroglaux (Rundflügelkäuze), Ninox (Langflügel- und Buschkäuze), Gymnoglaux (Kuba-Käuze), Sceloglaux (Weisswangenkäuze), Athene (Steinkäuze), Speotyto (Kanincheneule), Ciccaba (Tropen-Waldkäuze)

Die folgenden Gattungen der "echten Eulen" sind "ausgegliedert" und in den folgenden Teilseiten / Kapiteln, sofern vorhanden, zu finden:
Im Kapitel "Uhus" befindet sich: Bubo und Nyctea (nun zu Bubo gehörend)
www.kaiseradler.de/Uhus_1/uhus_1.html
www.kaiseradler.de/Uhus_2/uhus_2.html
www.kaiseradler.de/Uhus_3/uhus_3.html
www.kaiseradler.de/Uhus_4/uhus_4.html

Im Kapitel "Fischuhus / Fischeulen" befindet sich: Bubo (oder früher: Ketupa), Scotopelia
www.kaiseradler.de/Fischuhus_Fischeulen/fischuhus_fischeulen.html

Im Kapitel "Zwergohreulen" befindet sich: Otus, Megascops, Ptilopsis
www.kaiseradler.de/Zwergohreulen_1/zwergohreulen_1.html
www.kaiseradler.de/Zwergohreulen_2/zwergohreulen_2.html

Im Kapitel "kleine Käuze" befindet sich: Glaucidium, Micrathene, Xenoglaux
www.kaiseradler.de/kleine_Kauze_1/kleine_kauze_1.html
www.kaiseradler.de/kleine_Kauze_2/kleine_kauze_2.html

Somit sind auf dieser Teilseite / diesem Kapitel "echte Eulen", sofern vorhanden, nur die folgenden Gattungen vertreten: Jubula (Ohreulen1), Mimizuka (Ohreulen2), Pyrroglaux (Ohreulen3), Lophostrix (Haubeneulen), Pulsatrix (Brillenkäuze), Surnia (Sperbereulen), Uroglaux (Rundflügelkäuze), Ninox (Langflügel- und Buschkäuze), Gymnoglaux (Kuba-Käuze), Sceloglaux (Weisswangenkäuze), Athene (Steinkauzartige), Speotyto (Kanincheneule), Ciccaba (Tropen-Waldkäuze)

01. Lachkauz oder Weisswangenkauz, lat. Sceloglaux Albifacies (mit den Unterarten, Rotwangenkauz oder nördlicher Lachkauz oder nördlicher Weisswangenkauz, lat. Sceloglaux Albifacies Rufifacies und dem Südlichen Weisswangenkauz oder südlichen Lachkauz, lat. Sceloglaux Albifacies Albifacies)
02. Kanincheneule oder Kaninchenkauz oder Präriekauz oder Höhleneule, lat. Athene Cunicularia oder (!) oder Speotyto Cunicularia 
03. Steinkauz, lat. Athene Noctua
04. Unterart: Wüstensteinkauz, lat. Athene Noctua Lilith
05. Unterart: ?; lat. Athene Noctua Indigena
06. Brahmakauz oder Brahmanenkauz, lat. Athene Brama
07. Schwarzweisskauz oder Weissbinden-Waldkauz oder Bindenhalskauz, lat. Ciccaba Nigrolineata
08. Schwarzbänderkauz oder Tropen-Waldkauz oder Dunkler Tropenkauz oder Zebrakauz, lat. Ciccaba Huhula oder (!) Strix Huhula
09. Sprenkelkauz oder Gebänderter Tropenwaldkauz, lat. Ciccaba Virgata oder (!) Strix Virgata
 

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen 1” (www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_1/greifvogel___eulen_1.html) befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de, genau: www.kaiseradler.de/uber_mich___Kontakt/uber_mich___kontakt.html) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (Inhaltsverzeichnis: www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_A/greifvogel___eulen_a.html) daraus.

01. Lachkauz oder Weisswangenkauz
lat. Sceloglaux Albifacies

Der Weisswangenkauz, lat. Sceloglaux Albifacies existierte in zwei Unterarten, nämlich dem Rotwangenkauz oder nördlichen Lachkauz oder nördlichen Weisswangenkauz, lat. Sceloglaux Albifacies Rufifacies und dem Südlichen Weisswangenkauz oder südlichen Lachkauz, lat. Sceloglaux Albifacies Albifacies.

Der Rotwangenkauz oder nördliche Lachkauz oder nördliche Weisswangenkauz, lat. Sceloglaux Albifacies Rufifacies, der auf der Insel Wairarapa und der Nordinsel Neuseelands beheimatet war, ist seit den Jahren 1890 bis 1992 aufgrund des Menschen durch die Besiedlung (Bevölkerungswachstum und mitgebrachte „Haustiere“, wie Katzen, Marder und Ratten) ausgestorben. Die Katzen, Marder und Ratten erbeuteten den leicht erreichbaren in Felshöhlen befindlichen Nachwuchs des Weisswangenkauzes. Der Südlicher Weisswangenkauz oder südliche Lachkauz, lat. Sceloglaux Albifacies Albifacies, die im Süden Neuseelands verbreitet war, wurde seit 1914 nicht mehr beobachtet und gilt seit 1937 als ausgestorben.

Diese Fotos wurden im Staatlichen Naturhistorischen Museum Braunschweig.

02. Kanincheneule oder Kaninchenkauz oder Präriekauz oder Höhleneule
lat. Athene Cunicularia oder (!) oder Speotyto Cunicularia

Die hauptsächlich nachtaktive Kanincheneule lebt in 18 Unterarten in unbebauten Ebenen und Prärien, in den Halbwüsten, offenen baumlosen Gebieten, im Südwesten Kanadas bis in den Südosten Südamerikas. Sie ist aber auch in Westindien zu finden. Über den Winter ziehen die nördlichen Vertreter in die wärmeren südlichen Gegenden.

Das Gefieder ist auf der Oberseite rötlich graubraun und ist mit weissen Tupfern versehen. Der braune Schwanz hat weisse Querstreifen. Die Unterseite ist bis zur Brust rötlichgelb bis graubraun bis dunkelbraun grundgefiedert und mit gelblich bis weissen Tupfern versehen. Unterhalb der Brust ist das Gefieder weiss bis cremefarben grundgefiedert und mit hell- bis dunkelbraunen Querstreifen versehen. Das Kinn und die Kehle sind weiss. Die Kanincheneule hat einen kleinen Gesichtsschleier. Die Iris ist gelb bis bernsteinfarben. Die Kanincheneule ist 18 - 28 cm gross.

Zur Nahrung zählen Insekten, Heuschrecken, Käfer, Grillen, Frösche, Schlangen, Eidechsen, Kriechtiere, Skorpione, kleine Vögel und kleine Säugetiere (z.B. Mäuse).

Das Nest wird in Erdhöhlen angelegt, dass heisst es werden Höhlen in leichte Sandbögen in Florida gegraben, die bis zu 3 m lang und bis zu 3 m tief sein können. Oft brüten mehrere Kanincheneulen in derselben Gegend in Kolonien (je Revier in der Regel 12 Paare). Es kommt vor, dass mehrere Paare in einem Höhlensystem zusammenbrüten. Ist dieses der Fall, steht eine Kanincheneule vor dem Eingang und beobachtet die Umgebung. Laut weiteren Beobachtungen verwenden die Kanincheneulen bei härteren Böden die Höhlen andere Tiere, wie von Füchsen, Kojoten, Kaninchen, Dachsen, Stunktieren, Präriehunden, Gürteltieren, Erdhörnchen, Murmeltieren und Schlangen entweder als "Nachmieter" oder als "Mitbewohner" (z.B. zusammen mit Viscachas (Nagetiere)) mit eigenem Ein- oder Ausgang. Ein weiterer Ausbau der vorhandenen Höhlen der Vorbewohner wurde ebenso beobachtet. Die entsprechenden Durchmesser der Höhlengänge betragen ca. 15 – 21 cm und das Nest, die „Brutkammer“, ist 30 – 40 cm gross. Alles liegt flach unter der Erde. In diese „Brutkammer“ legt das Weibchen im Abstand von 1 bis 2 Tagen die 6 – 12 weissen Eier im Zeitraum März bis Juli. Beide Elternteile brüten die Eier in 26 bis 29 Tagen gemeinsam aus und füttern dann gemeinsam die Jungvögel. Die Augen und Ohren öffnen sich nach 7 Tagen. Durch das Vortäuschen des Raschelns der Klapperschlangen (auch als gackernder Alarmruf begleitet mit einem drohendem Zischen beschrieben), welches auch schon die jungen Kanincheneulen beherrschen, werden Iltisse und sogar Mähnenwölfe vertrieben. Es ist auch beobachtet worden, dass ältere Jungvögel den jüngsten Jungvogel auffrassen. Die jungen Kanincheneulen verlassen die Höhe in 26 bis 28 Tagen. Diese beobachten dann die Umgebung und zieht sich sofort bei Gefahr in die Höhle zurück. Männchen und Weibchen bleiben lebenslang zusammen.

Zu den Unterarten zählen die Hispaniola-Kanincheneule, lat. Athene Cunicularia Troglodytes und die Prärie-Erdeule oder Kanadier-Erdeule, lat. Athene Cunicularia Hypugaea.

Die linken Fotos wurden im Zoo Dortmund, die mittleren Fotos im Vogelpark Timmendorfer Strand und die rechten Fotos auf der Vogelausstellung Ornithea gemacht.

03. Steinkauz
lat. Athene Noctua

Die Göttin der Weissheit Pallas Athene im alten Griechenland hatte als Wappenvogel einen Steinkauz. Auf einer der Seiten der silbernen Tetradrachmen-Stücken befindet sich ebenso ein Steinkauz.

Der Steinkauz lebt in offenen und halboffenen Landschaften, Wiesen mit Bäumen, Streuobstwiesen, Kopfweiden, felsigem Gelände, felsigen Halbwüsten und Wüsten in Europa, West- und Zentralafrika, Nord- und Nordostafrika und China in 11 Unterarten. Zwei Unterarten sind zum Beispiel Athene Noctua Lilith (siehe dort) und Athene Noctua Indigena (siehe dort). Im Zeitraum von 1906 bis 1910 wurde der Steinkauz in Neuseeland in Otago eingebürgert. In England wurden die ersten 5 Steinkäuze im Jahre 1842 durch Mr. Charles Waterson, einem Naturschützer, eingeführt. Im Jahre 1872 wurden in Kent (England) 40 weitere Steinkäuze freigelassen. Das erste Nest wurde 1879 entdeckt. Im Jahre 1880 wurden in Northamptonshire weitere Steinkäuze freigelassen. Der heutige Bestand in England wird mit 15.000 Paaren angegeben. 7440 Paare wurden im Jahre 2004 in Deutschland gezählt. 80 % der Brutpaare existieren im Bundesland Nordrheinwestfalen. Ca. 30.000 Paare leben in Rumänien. Der dänische Steinkauz-Bestand betrug im Jahre 2007 ca. 100 Paare. Bedroht wird der Steinkauz durch Pestizide, Zerstörung des Lebensraums und aufgrund der Vergrösserung von Dörfern und Städten, genau genommen auch durch die Kultivierung, den Verkehr und die Umwandlung von Grünland in Acker. Zu den natürlichen Feinden zählen der Uhu und der Mäusebussard.

Das Gefieder ist auf der Oberseite dunkelbraun bis graubraun grundgefiedert und mit lehmfarbenen bis gelblichweissen bis weissen Tupfer versehen. Der Kopf ist klein und rund. Der Schnabel ist grau und klein. Die Augenbraunen sind hervorstehend und weiss. Die Augen sind leuchtend gelb. Die Unterseite ist helllehmfarben bis gelblichweiss grundgefiedert und mit dunklen Lehmstreifen versehen. Das Gefieder variiert je nach Unterart von stark gefleckt bis blass. Die Beine sind weiss bis hellgrau befiedert. Die Zehen sind braun. Der Schwanz ist kurz. Die Flügelspannweite beträgt 50 - 58 cm. Der Steinkauz ist 21 - 27 cm gross. Das Gewicht des Männchens beträgt 160 bis 240 g und des Weibchens 170 bis 250 g.

Der Steinkauz kann bis zu 40 verschiedene unterschiedliche Laute (18 Laute, 2 jungendspezifische Laute, 2 Sonderformen, 17 Kombinations- und Übergangslaute und das Knappen) bilden, die alle in der Klangfarbe, im Rhythmus und der Lautstärke verschieden sind. Beim Schlafen plustert sich der Steinkauz sein Gefieder auf. Den Kopf zieht an seinen Körper. Ein Bein wird oft ins Gefieder gezogen.

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere (, wie beispielsweise Haus-, Zwergwald-, Feld-, Wühl- und Langsschwanzmäuse, Maulwürfe, Ratten), Vögel (, wie beispielsweise Drosseln, Sperlinge, Feldlerchen, Spechte, sogar Rebhühner, Eichelhäher, Haustauben) und am meisten sind es Insekten (, wie beispielsweise Hirsch-, Wasser-, Pracht-, Bunt-, und Rüsselkäfer, Heuschrecken, Libellen, Schmetterlinge, Würmer, Regen- und Ohrwürmer, Tausendfüssler, Raupen, Schnecken, Wespen und Ameisen). Der Steinkauz frisst auch Frösche und Aas. Die Insekten frisst der Steinkauz auf der Stelle. Grössere Beute, wie kleine Säugetiere und Vögel, frisst er an einer geschützten Stelle. Mit dem Kopf zuerst verschlingt er Mäuse. Ist die Beute zu gross, reisst der Steinkauz Teile, bei Vögeln sind es Federn und Beine, bei Säugetieren sind es Fellbüschel und ansonsten im allgemeinen: innere Organe, raus. Der Steinkauz frisst mitunter Beeren, Blätter und Früchte. Eine Untersuchung der Beute des Steinkauzes bezüglich des Käferanteils ergab, dass 88 verschiedene Käfer-Arten zum Beutespektrum zähl(t)en.

Das Nest befindet sich in Baumhöhlen, gescharrten Bodenhöhlen, Stein- und Holzstappeln, Kaninchenhöhlen, Scheunen (im Stroh), Felsspalten oder Gebäudeställen. Das Weibchen legt im März bis Mai ihre 3 - 7 weissen Eier im Abstand von 2 Tagen, die dann in den kommenden 22 - 30 Tagen ausgebrütet werden. Das Männchen versorgt in dieser Zeit das Weibchen mit Futter und in der ersten Zeit nach dem Schlüpfen beschafft es die Beute für die Jungvögel mit. Beide Elternteile füttern später zusammen den Nachwuchs und beschaffen die Beute. Flügge werden die jungen Steinkäuze in den kommenden 3,5 - 5 Wochen. Das Nest verlassen die Jungvögel mit ca. 35 Tagen, auch wenn sie erst in ca. 45 fliegen können. Die jungen Steinkäuze werden nach dem Verlassen der Höhle von den Elternvögel betreut und noch mit Nahrung versorgt. Zweitbruten kommen nur in den mäusereichen Jahren vor. Die Sterbequote im ersten Jahr beträgt 65 %. Die Lebensdauer wurde in der Gefangenschaft mit 18 Jahren und in der freien Wildbahn mit 16 Jahren gemessen. Das Durchschnittsalter liegt bei 6 Jahren. Männchen und Weibchen leben lebenslang zusammen.

Die oberen Fotos wurden im Zoo Hof gemacht. Die unteren Fotos wurden im Vogelpark Walsrode, heute Weltvogelpark, (links), in der Vogelausstellung Ornithea (mitte) und im Greifvogelpark Buchs (rechts) gemacht. 

Die oberen Fotos wurden in der Vogelausstellung ORNIKA in Bad Schönborn (links), im Greifvogelgehege Bispingen (mitte) und im Freizeitpark Geiselwind (rechts) aufgenommen. Die unteren Fotos wurden in der Greifvogelwarte Burg Landskron (links) und im Jura-Zoo Neumarkt (mitte) gemacht.

Diese Fotos wurden in der Greifvogelstation Heidenheim aufgenommen.

04. Unterart: Wüstensteinkauz
lat. Athene Noctua Litith

Der Wüstensteinkauz, lat. Athene Noctua Lilith ist eine Unterart des Steinkauzes, lat. Athene Noctua (siehe dort). Der Naturforscher Hartert beschrieb 1913 zuerst diese Unterart. Im Gebiet Deir-ez-Zor am Euphrat bis Isreal bis Syrien ist diese Unterart verbreitet.

Mit freundlicher Genehmigung von H.D. Martens wurde das Foto der Steinkauz-Unterart Lilith aus der “Eulenwelt” 2009, www.eulen.de verwendet. Danke auch an S. Wolff für die Unterstützung.

05. Unterart des Steinkauz: ? (deutscher Name?)
lat. Athene Noctua Indigena

?, Athene Noctua Indigena ist eine Unterart des Steinkauzes, lat. Athene Noctua (siehe dort).Der Naturforscher Brehm beschrieb 1855 zuerst diese Unterart. Im Balkan, in Rumänien, in Griechenland, in der Türkei, auf der Krim und im Kaukasus ist diese Unterart verbreitet.

Mit freundlicher Genehmigung von K.H. Reiser wurde das Foto der Steinkauz-Unterart Indigena aus der “Eulenwelt” 2009, www.eulen.de verwendet. Danke auch an S. Wolff für die Unterstützung.

06. Brahmakauz oder Brahmenkauz
lat. Athene Brama

Der nachtaktive Brahmakauz lebt als Standvogel in den Dornbüschen, Gehölzen, Gärten, im Tiefland, in Teeplantagen, losen Wäldern, im Kulturlandschaften, in der Häuser- und Siedlungsnähe, in Bergen bis 1.400 Höhe, in offenen Landschaften in Iran, Indien, Pakistan, China, Bangladesh Nepal, Assam, Buthan, Sikkim, Vietnam, Kambodscha, Thailand, Myanmar, von Westindien bis Laos, im indomalaischen Gebiet (ausser Sri Lanka?), in Südostasien in 5 Unterarten in kleinen Gruppen (von mindestens zwei Vögeln). Die Unterarten werden Athene Brama Brama, Athene Brama Indica, Athene Brama Albida, Athene Brama Ultra und Athene Brama Pulchra (mit dem Synonym Athene Brama Mayri) bezeichnet. Der Brahmakauz "badet" gerne im Sand.

Das Gefieder auf der Oberseite, dem Ober- und Hinterkopf ist bräunlich bis dunkelgrau bis grauschwarz grundgefiedert und mit weissen Tupfern versehen. Auf dem Hinterkopf befinden sich zwei Flecke. Das Gesicht ist weissgrau. Die Iris ist gelb oder orange. Der Schnabel ist gelb. Zwischen den Augen befindet sich ein grosses weisses "X". Die Augen sind insgesamt weiss und breit umrandet gefiedert. Die "Augenbraunen" sind weiss gefiedert. Das Kinn oder der Vorderhals sind weiss gefiedert. Die Unterseite ist ansonsten weissgrau bis weissgrauschwarz "gemustert" (verwaschen quergebändert). Die Beine sind weiss gefiedert. Die Füsse sind gelb. Der Brahmakauz ist 19 – 22 cm gross.

Zur Nahrung zählen (grosse) Insekten, Käfer, Nachtfalter, kleine Säugetiere, Regenwürmer und Eidechsen.

Die 3 bis 5 weissen Eier legt das Weibchen der nördlichen Population von Februar bis April und der südlichen Population von November bis März im Abstand von 1 bis 3 Tagen in einen hohlen Baum, eine Felsspalte, eine Felshöhle oder in einem Gebäude auf den Boden. Das Weibchen brütet die Eier in 26 bis 32 Tagen allein aus. Flügge sind die Jungvögel in 33 bis 37 Tagen.

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Frank Schulter, www.ornithea.de, wurde das Foto verwendet.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden auf der Vogelausstellung Ornithea gemacht.

07. Schwarzweisskauz oder Weissbinden-Waldkauz oder Bindenhalskauz
lat. Ciccaba Nigrolineata oder(!) Strix Nigrolineata

Der Schwarzweisskauz lebt in Südmexiko bis Westecuador.

Das Gesicht ist dunkelbraun bis schwarz gefiedert. Der Oberkopf ist dunkelbraun. Über den Augen befinden sich mehrere feine weisse Punkte, die zusammengefasst wie „Augenbraunen“ wirken. Die Iris ist braun. Der Schnabel ist gelb. Der Oberrücken und die Unterseite und die Beine sind dunkelbraun-weiss gebändert. Die Flügeloberseiten sind dunkelbraun. Der dunkelbraune Schwanz enthält mehrere weisse dünne Querbinden und eine weisse Spitze. Die Grösse beträgt 33 bis 38 cm.

08. Schwarzbänderkauz oder Tropenwaldkauz oder Dunkler Tropen-Waldkauz oder Zebrakauz
lat. Ciccaba Huhula oder(!) Strix Huhula

Der nachtaktive Schwarzbänderkauz lebt als Einzelgänger an den Flussrändern der Wäldern Amazonas, dichten Tropenwäldern, feuchten und trockenen Wäldern, Kulturland und Plantagen in Kolumbien, Guayana, Paraguay, Venezuela, Santa Catarina bis nach Nordargentinien.

Das schwarzbraune Gefieder ist weiss gebändert und dieses überall. Das Gesicht ist nur um die Augen einfarbig schwarzbraun. Die Iris ist braun. Der Schnabel ist gelb. Die schwarzbraun gefiederten Beine sind weiss quergestreift. Die Grösse beträgt 30 - 41cm.

Zur Nahrung zählen kleine Vögel, kleine Säugetiere, Baumechsen und Insekten.

Das Weibchen legt die 2 weissen Eier in ein Nest in einen Hohlraum oder in ein verlassenes Greifvogelnest. Das Weibchen brütet die Eier in 27 Tagen aus. Das Männchen füttert das Weibchen und später auch die jungen Schwarzbänderkäuze, wobei das Weibchen das Futter an die Jungvögel weitergibt. Bereits mit 4 Wochen verlassen die Jungvögel flugunfähig das Nest. Zwei Wochen später können sie fliegen.

09. Sprenkelkauz oder Gebänderter Tropenwaldkauz
lat. Ciccaba Virgata oder (!) Strix Virgata

Der nachtaktive Sprenkelkauz ist in den offenen Landschaften, Gebirgswäldern, schattigen Wäldern, tropischen Wäldern, in Bananen- und Kaffeeplantagen, in Höhen bis zu 1800 m in Mittelamerika und Südamerika von Südmexiko, Westmexiko, Westecuador, Paraguay bis Nordargentinien verbreitet.

Das Gesicht ist weissbraun bis weissgrau bis grau gefiedert und weiss umrandet. Zwischen den Augen ist ein grosses weisses X als Abtrennung vorhanden. Die Iris ist braun bis schwarzbraun bis schwarz. Die Oberseite ist graubraun bis dunkelbraun bis sehr oder tief dunkelbraun grundgefiedert und mit hellen (weissen) Flecken, Sprenkeln, Tüpfeln (und zum Teil mit einer Querzeichnung) versehen. Die Unterseite ist weiss bis weissgelborange grundgefiedert und mit kurzen rötlichbraunen bis braunen bis dunkelbraunen Längsstreifen versehen, wobei dann (auch) der Vorderhals bis zur Oberbrust besonders stark rötlichbraun bis braun bis dunkelbraun gemustert oder gefiedert sein kann. Auch kann die Oberbrust quergebändert sein! Es gibt 8 Unterarten und es sind Unterschiede zwischen der Grösse und verschiedene Farbvariationen festgestellt worden. Die Grösse beträgt 30 bis 36 cm.

Zur Nahrung zählen kleine Vögel, kleine Säugetiere (Nagetiere), Reptilien, Insekten und Lurche.

Das Nest befindet sich in einer Baumhöhle. Das Weibchen legt 1 bis 2 Eier. Die jungen Käuze sind in 24 bis 26 Tagen ausgebrütet.

Diese Fotos wurden auf der Vogelausstellung Ornithea gemacht.