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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text Familie 4: Falken, lat. Falconidae
Unterfamilie eigentliche Falken, lat. Falconinae zu dieser Unterfamilie gehören die Gattungen: Falco (Falken), Nesierax, Hiracidea
21. Rotfussfalke, lat. Falco Vespertinus 22. Amurfalke, lat. Falco Amurensis 23. Habichtfalke oder Habichtsfalke, lat. Falco Berigora oder (!) Hiracidea Berigora
24. Rotkopfmerlin oder Rothalsfalke, lat. Falco Chiquera 25. Unterart: Rothalsfalke, lat. Falco Chiquera Ruficollis oder(!)Falco Ruficollis 26. Merlin, lat. Falco Columbarius
27. Wüstenfalke oder Berberfalke oder Schahin, lat. Falco Pelegrinoides 28. Unterart: Rotnackenshahin, lat. Falco Pelegrinoides Babylonicus 29. Buntfalke oder Heuschreckenfalke, lat. Falco Sparverius (oder Sperlings-Turmfalk, lat.
Cerchneis Sparveria?) 30. Rötelfalke, lat. Falco Naumanni
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen
1” (www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_1/greifvogel___eulen_1.html) befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de, genau: www.kaiseradler.de/uber_mich___Kontakt/uber_mich___kontakt.html)
jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung,
Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (Inhaltsverzeichnis: www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_A/greifvogel___eulen_a.html) daraus.
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21. Rotfussfalke lat. Falco Vespertinus
Der Rotfussfalke ist in den Steppen, Parks, Mooren, an Seen, an Waldrändern, im offenen und bewaldeten Gelände, in den Tiefebenen, in Hügellandschaften in Ost- und Mitteleuropa bis
nach Mittelsibirien und in die Mandschurei verbreitet. Als Zugvögel ziehen die Rotfussfalken im August bis September in die Steppen und Savannen des Überwinterungsgebietes und kommen im April bis Mai wieder zurück.
Die Unterart Falco Vespertinus Vespertinus ist in Europa bis Westsibirien und bis nach Ungarn verbreitet und verbringt den Winter in Afrika. Die andere Unterart, der Ostasiatischer Rotfussfalk, lat. Falco Vespertinus Amurensis (das Männchen hat eine hellere Unterseite und eine weisse Flügelinnenseite (mit Ausnahme der Spitzen) als die Männchen der Unterart Falco Vespertinus Vespertinus)
ist in Ostsibirien, in Nordchina und Nordkorea verbreitet und verbringt den Winter in Indien, Namibia und Südafrika. Die zweite Unterart, der Ostasiatischer Rotfussfalk, lat. Falco Vespertinus Amurensis (siehe dort) wird mittlerweile auch als eigenständige Art, als Amurfalke, lat. Falco Amurensis, (siehe dort) definiert.
Das Männchen ist "eigentlich" ganz dunkelschiefergau bis dunkelgrau bis schieferblau bis blauschwarz gefiedert. Der Kopf ist schwarz gefiedert und die braunen bis dunkelbraunen bis schwarzen Augen
sind gelb bis orange umrandet. Die Oberseite kann auch bis zu schieferschwarz sein. Die Unterschenkel sind kastanienbraun bis rostrot bis rotbraun bis rot gefiedert.
Das Weibchen besitzen auf der Unterseite
(und auf dem Oberkopf) eine gelblich bis hellrostfarben bis rotbraun bis roströtliche Grundfiederung, die mit kurzen braunen Längsstreifen versehen ist. Auf dem Oberkopf befindet sich zusätzlich ein heller Scheitel.
Der Nacken ist rötlich. Das Gesicht ist grauweiss. Die braunen bis dunkelbraunen bis schwarzen Augen sind gelb bis orange umrandet. Die Seiten um die Augen werden erst im Alter schwarz gefiedert. Die Kehle und die
Wangen sind weiss bis hellcremefarben. Die Oberseite ist hellschiefergrau bis blaugrau bis braungrau grundgefiedert und eng dunkel bis schwarz quergebändert. Die Flügelspitzen sind schwarz. Die Unterschenkel sind
gelblich über hellrostfarben über rotbraun bis roströtlich gefiedert.
Der Rotfussfalke ist 28 bis 35 cm lang oder gross.
Zur Nahrung zählen Heuschrecken, Käfer, Libellen und während der Aufzucht der
Jungvögel auch Wühlmäuse, Eidechsen und Kröten.
Die Rotfussfalken brüten in verlassen Saatkrähen- oder Elsternestern, die auch notfalls vertrieben werden. Diese Nester befinden sich in den Baumkronen. Die
Rotfussfalken brüten einzeln oder in Kolonien mit 10 bis 20 Paaren zusammen. Das Weibchen legt die 3 bis 6 gelblichbräulich und gefleckten Eier im Zeitraum Mai bis Juni. Beide Elternteile brüten die Eier in 22 bis
28 Tagen, wobei an den "letzten" Tagen nur das Weibchen brütet, aus. Die frisch geschlüpften Jungvögel haben ein weisses Duhnenkleid. Zuerst beschafft nur das Männchen das Futter, später schliesst sich das
Weibchen der Nahrungssuche für die Jungvögel an. Flügge sind die jungen Rotfussfalken in 26 bis 30 Tagen im Zeitraum Juli bis August. In Deutschland haben die Rotfussfalken zuletzt 1954 bei Donauwörth und 1956 bzw.
1957 bei Augsburg gebrütet. Die Rotfussfalken führen eine Saisonehe.
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22. Amurfalke lat. Falco Amurensis (oder auch früher: Ostasiatischer Rotfussfalk, lat. Falco Vespertinus Amurensis)
Der Amurfalke ist als Zugvogel in Zentral-, Ostasien, Sibirien, der Mandschurei, Amur- und Ussuri-Gebiet und am Baikalsee, Nordkorea, Nordostmongolei, Nord- und Ostchina und als
Überwinterungsgast in den Graslandschaften im tropischen und subtropischen Ost- und Südafrika, Malawi, Sambia, Namibia und ggf. auch in China, Burma, Indien, Arabien verbreitet.
Das Männchen des Amurfalken
hat im Gegensatz zum Rotfussfalken weisse Unterflügelseiten und eine helle Gesichtsseitenzeichnung. Auch ist die Unterseite heller. Die Grösse beträgt 28 bis 31 cm.
Zur Nahrung zählen Insekten, kleine Säugetiere und Reptilien.
Das Weibchen legt im Juni 2 bis 6 Eier in eine Elster- oder Krähennest. Die Eier werden durch das Weibchen in 26 bis 28 Tagen ausgebrütet. Flügge
sind die jungen Amurfalken in 26 bis 30 Tagen.
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23. Habichtfalke oder Habichtsfalke lat. Falco Berigora oder (!) Hiracidea Berigora
Der Habichtsfalke lebt im offenen Gelände und in den lichten Wäldern in 2 Unterarten in Australien und in einer weiteren Unterart (Falco Berigora Novaeguineae) in Neuguinea,
Dampier und den Manam-Inseln.
Es gibt verschiedene Farbvariationen (von dunkelbrauner Oberseite bis bald weisser Unterseite). Die Grösse des Habichtsfalken beträgt 38 bis 51 cm.
Zur Nahrung zählen kleine (junge) Vögel, Insekten, Säugetiere, Reptilien und Aas.
Das Weibchen legt die 2 bis 4 Eier in eine selbst gebautes oder verlassenes Nest.
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Dieses Foto wurde im Naturkundemuseum Bamberg gemacht.
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24. Rotkopfmerlin oder Rothalsfalke lat. Falco Chiquera
Der Rotkopfmerlin ist im offenen Gelände südlich des Himalajas, Indiens, Nordafrikas und Südafrikas verbreitet.
Der Oberkopf und der Hinterkopf sind bis zum Nacken rostrot
bis rot gefiedert. Die aschgraue bis graublaue Oberseite, das heisst der Rücken, die Flügel und der Schwanz sind mit schwarzen Bändern versehen gefiedert. Der dunkelgebänderte Schwanz hat eine weissumrahmte dunkle
Endbinde. Die Kehle ist weiss (und kann kurze dunkle Längsstreifen enthalten). Die Augen sind hellbraun. Der Bart ist schwarz. Der Unterseite ist weiss grundgefiedert und kann auch ab der Brust rötlichgelb
grundgefiedert werden und mit aschgrauen bis schwarzen Querstreifen versehen sein. Die Länge des Rotkopfmerlins beträgt ca. 28 - 36 cm.
Zur Nahrung zählen kleine Vögel, wie beispielsweise Tauben,
Zwergsegler, Webervögel und Wachteln.
Das Weibchen legt ihre 2 - 4 Eier in ein Baumnest und brütet sie allein aus.
Eine Unterart des Rotkopfmerlin oder Rothalsfalke, lat. Falco Chiquera ist der Rothalsfalke, lat. Falco Chiquera Ruficollis oder(!) Falco Ruficollis (siehe dort).
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25. Unterart: Rothalsfalke lat. Falco Chiquera Ruficollis oder(!) Falco Ruficollis
Der Rothalsfalke, lat. Falco Chiquera Ruficollis oder(!) Falco Ruficollis ist eine Unterart es Rotkopfmerlin oder Rothalsfalke, lat. Falco Chiquera (siehe dort).
Der Rothalsfalke lebt im Nordwesten, Osten und im Süden Afrikas, nördlich des Sambesi und südlich der Sahara. Die Grösse beträgt 28 bis 36 cm.
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Dieses Foto wurde im Hessischen Landesmuseum Darmstadt aufgenommen.
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26. Merlin lat. Falco Columbarius
Der Merlin, der kleinste europäische Falke, lebt in den Steppen, (offenem) Bergland, Dünen, Hügelhängen, offenem baumarmen Gelände, Hochmooren, Heiden, Waldtrundren,
Birkenwäldern in Nord-Eurasien, Nordamerika, in Irland, Skandinavien, Finnland, Baltikum, Island, Grossbritanien, Nordrussland, Nordweissrussland und überwintert als Zugvogel als nordeuropäischer
Vertreter in Südschweden, Südrussland, Nordafrika in den Feuchtgebieten, Flussmündungen und als Nordwesteuropischer Vertreter an den Küsten. Von den 8 Unterarten leben die Unterarten Falco Columbarius
Columbarius, Falco Columbarius Richardsoni und Falco Columbarius Suckleyi in Nordamerika (von Nord- bis Nordwestalaska bis Nordkalifornien, Venezuela und Ecuador).
Das Männchen ist auf der Oberseite, dem Oberkopf, dem Hinterkopf schiefergrau bis gräulichblau bis blaugrau bis schieferblau gefiedert. Der Nacken ist rostrot. Der
Scheitel ist blassgrau. Die Kehle ist hell bis weiss. Die Flügelspitzen sind dunkel. Die Unterseite ist rostrot bis hellrosarot bis hellrostgelb bis bräunlichrot bis beigefarben bis weisslich
grundgefiedert und mit kurzen dunkelbraunen bis schwarzbraunen Längsstreif(ch)en versehen. Der Schwanz hat eine breite dunkle bis schwarze Endbinde.
Das Weibchen ist auf der Oberseite dunkelbraun bis braungrau grundgefiedert und mit vielen schwarzen Längsstreifen versehen. Die Unterseite ist weiss bis gräulichgelb bis
gelblichweiss grundgefiedert und mit starken dunkelbraunen Längsstreifen versehen. Der dunkelbraune Schwanz hat viele weisse Querbinden und eine weisse Spitze.
Die Grösse beträgt 24 bis 34 cm. Das Weibchen ist grösser als das Männchen. Die Iris ist dunkelbraun.
Zur Nahrung zählen grösstenteils kleine Vögel (wie zum Beispiel Feldlerchen, Wiesenpieper, Goldregenpfeifer), aber auch kleine Säugetiere und Insekten.
Als Nest wird entweder ein verlassenes Greifvogel-, Raben- oder Krähennest verwendet oder die Eier in eine Bäumhöhle, in ein mit Gras ausgelegtes Dünennest oder auf den
Boden gelegt. Das Weibchen legt ihre 3 bis 7 hellsandfarbenen bis gelblichweissen mit roten bis rotbraunen bis braunen bis violetten Flecken versehenen Eier im Abstand von 2 Tagen im Zeitraum April bis
Juni. Beide Elternteile, am meisten jedoch das Weibchen, brüten die Eier in 28 bis 32 Tagen aus. Das Männchen beschafft die Nahrung und das Weibchen füttert die Jungvögel. Flügge werden die Jungvögel in
25 bis 27 (bis 32?) Tagen. In den kommenden Wochen werden die Jungvögel (Gefiederfärbung ähnlich der Weibchen) von den Eltern weiter betreut, so dass diese in 4 bis 8 Wochen selbständig sind.
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27. Wüstenfalke oder Berberfalke oder Schahin lat. Falco Pelegrinoides
Der Wüstenfalke ist an den Meeresklippen, felsigen Hügeln, Schluchten, Bergen, in den Wüsten, Halbwüsten, trockenem und kargen Gelände, im trockenem Buschland in Nordafrika bis
Südmarokko bis zur Atlantikküste (Westafrikas) und bis zum Südatlas und im Nahen Osten, bis nach West- und Zentralasien (im Irak über Israel bis zur Mongolei), in 2 Unterarten verbreitet. Als Zugvögel ziehen die
Wüstenfalken der Unterart Falco Pelegrinoides Babylonicus (im deutschen mit „Rotnackenschahine“ bezeichnet; siehe dort) über den Winter nach Indien. Als Berberfalk bezeichnet man die Unterart Falco Pelegrinoides Pelegrinoides.
Die Oberseite ist graubraun bis blassgrau gefiedert. Der Scheitel und der Nacken sind rotbraun bis rostrot gefiedert. An den Gesichtsseiten befinden sich je ein brauner bis schwarzbrauner Bartstreifen und
ein nach hinten gehender Augenstreifen. Die Unterseite ist weiss bis cremefarben bis sehr hellbraun grundgefiedert und zum Teil mit braunen Flecken oder kurzen Querstreif(ch)en versehen. Der graubraune Schwanz ist
weiss bis cremefarben bis sehr hellbraun gestreift. Die Grösse beträgt 34 bis 45 cm.
Zur Nahrung zählen Vögel und Fledermäuse.
Als Nest wird ein verlassenes Baumnest verwendet oder ein Felsvorsprung. Das Weibchen legt im Zeitraum Februar bis April ihre 2 bis 5 rötlichweissen bis rötlichsandfarbenen Eier,
die zum Teil stark rotbraun gefleckt sind, im Abstand von 2 Tagen. Das Weibchen brütet die Eier allein in ca. 32 Tagen aus. Das Männchen beschafft während dessen die Nahrung. Die Jungvögel werden mit 32 bis 39 Tagen
flügge.
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28. Unterart: Rotnackenshahin lat. Falco Pelegrinoides Babylonicus
Der Rotnackenshahin ist eine Unterart des Wüstenfalken, lat. Falco Pelegrinoides (siehe dort). Verbreitet ist der Rotnackenshahin in Asien vom Iran, Irak bis nach Persien bis zur Mongolei.
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Diese Fotos wurden im Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg gemacht.
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29. Buntfalke oder Heuschreckenfalke lat. Falco Sparverius Sperlings-Turmfalk, lat. Cerchneis Sparveria)
Der Buntfalke lebt in den Wüsten, Halbwüsten und in den offenen Wäldern im Südosten Alaskas, in Neufundland bis Patagoniens, auf den Westindischen Inseln und in Chile.
Der Buntfalke ist bis zur Südspitze Südamerikas in 15 Unterarten verbreitet. Die nördlich beheimateten Buntfalken überwintern als Zugvögel in grossen Gemeinschaften in Panama.
Das Männchen hat
einen schieferfarbenen Oberkopf. Die Oberseite ist rostrot bis bräunlichrot mit schwarzen Querbinden versehen. Die Flügel sind grauschwarz auf der Oberseite und auf der Unterseite weiss bis gelblich
gefiedert. Die Unterseite ist weisslichgelb bis hellbraun bis rötlichbraun insgesamt grundgefiedert und mit schwarzen Flecken auf der Brust und dem Bauch versehen. Das Männchen hat schwarze
Backenstreifen. Der bräunlichrote bis rotbraune Schwanz enthält ein schwarzes Band und eine weisse Endbinde.
Das Weibchen ist auf den Flügeln und auf dem Schwanz rötlichbraun bis tiefrotbraun grundgefiedert und dunkelbraun bis schwarz gebändert. Die Unterseite ist mattgelb bis
weisslichgelb bis hellbräunlichgelb bis rosabraun grundgefiedert und mit braunen Flecken versehen.
Neben dieser hellen Morphe gibt es auch eine dunkle Morphe. Die dunkle Morphe hat eine rötlichbraune Grundfiederung der Unterseite und eine dunklere Oberseite ohne dem
rotbraunen Rückengefieder. Die Weibchen der dunklen Morphe haben eine dunklerer grundgefiederte Unterseite. Insgesamt ist der Buntfalke ca. 19 bis 31 cm gross. Die Iris ist braun.
Zur Nahrung
zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel, Amphibien, Heuschrecken, Schlangen und Reptilien.
Das Nest befindet sich in einem hohlen Baum, in eine Kakteenhöhle, in ein Gebäude oder in einer Wand. Das
Weibchen legt ihre 3 bis 7 cremefarben bis rosafarbenen Eier, die mit braunen Flecken versehenen sind, im Abstand von 2 – 3 Tagen und brütet die Eier in 29 bis 30 Tagen allein aus. Die Brutzeit ist
in Kanada von Mai bis Juni und in Chile von September bis Oktober. Nach ca. 30 Tagen sind die Jungvögel flügge. Während dieser Zeit leben die beiden Elternvögel als Paar. Das Männchen jagt und übergibt
die Beute dem Weibchen, die damit (auch) die jungen Falken füttert. Die Familie bleibt den ersten Winter zusammen.
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Die Fotos oberhalb dieser Zeilen wurden im Zoo Berlin Tiergarten gemacht.
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Diese Fotos wurden auf der Vogelausstellung Ornithea gemacht.
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Die Fotos (links) wurden im Greifvogelpark / Falknerei Konzenberg, (mitte) in der Adlerwarte Berlebeck und (rechts) im Tierpark Berlin Friedrichsfelde gemacht.
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Die Fotos wurden (links) auf der Vogelausstellung Ornika, (mitte) im Vogelpark Timmendorfer Strand und (rechts) im Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg gemacht.
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Diese Fotos wurden in der Falknerei Tinnunculus in Heidelberg gemacht.
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30. Rötelfalke lat. Falco Naumanni
Der Rötelfalke lebt in den offenen trockenen Gebieten und warmen Gegenden, Waldsteppen, Steppen und Wüsten Portugals, Spaniens und Nordwestafrikas, ostwärts über Südeuropa bis
Nordchina. Als Zugvogel ziehen die Rötelfalken im September in die Savannen nach Ost- und Südafrika und kommen im März bis April zurück. Der Bestand wird im Jahre 2003 mit einer Spanne von 27.000 bis 57.000 Paaren
angegeben.
Das Männchen ist rotbraun bis rötlichbraun auf dem Rücken und den Schultern. Die Brust und der obere Teil des Bauches sind bräunlichgelb bis goldgelbbraun grundgefiedert und mit
einigen dunkelbraunen bis schwarzen Flecken versehen und danach wird die Unterseite hellbräunlichgelb bis grau. Die Flügel sind blaugrau mit einem Anteil von rotbraun bis rötlichbraun. Die Flügelspitzen sind
bräunlichschwarz. Der lange Schwanz des Männchens hat am Ende eine schwarze Endbinde, wobei jedoch die Spitze selbst weiss ist. Das Männchen wiegt 92 bis 172 g.
Das Weibchen ist zimtbraun bis braun und schwarz gebändert auf Rücken, Schultern und Schwanz. Der Kopf ist zusätzlich schwarz gestreift. Die Flügelunterseite und der Bauch sind etwas blasser
gefärbt. Der Schwanz ist zusätzlich schwarz gebändert. Das Weibchen wiegt 138 bis 208 g.
Die Flügelspannweite beträgt 60 - 74 cm. Die Läufe sind gelb. Die Grösse beträgt 28 - 35 cm.
Zur Nahrung zählen Insekten (wie beispielsweise Heuschrecken, Grillen, Käfer), Eidechsen und Kleinsäuger (wie beispielsweise Mäuse). Während der Aufzucht der Jungvögel werden 90%
Insekten gejagt.
Der Rötelfalke brütet in der Regel in grösseren Kolonien von 4 bis 200 Paaren in Höhlen von Bäumen, Felsen und Mauerlöchern. Das Weibchen legt im April bis Mai ihre 3 - 8 weissen Eier, die
rotbraun gefleckt sind. Das Weibchen brütet die Eier in 28 - 29 Tagen aus. Das Männchen beteiligt sich kaum beim brüten, da es die Nahrung für das Weibchen und später auch für die jungen Rötelfalken beschaffen muss.
Flügge werden die jungen Rötelfalken in 26 - 28 Tagen. Anschliessend halten sich die jungen Rötelfalken noch in der Nestnähe für zwei Wochen auf und werden gefüttert. Geschlechtsreif sind die jungen Rötelfalken mit
1 - 2 Jahren. Es wird eine “Saisonehe” geführt.
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