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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text Familie 2: Eulen, lat. Strigidae
Unterfamilie Echte Eulen, lat. Buboninae Gattungen der kleinen Käuze, lat. Glaucidium, Micrathene, Xenoglaux
01. Gnomenkauz oder Gnomen-Sperlingskauz oder Felsgebirgs-Sperlingskauz, lat. Glaucidium Gnoma
02. Perlkauz oder Perl-Sperlingskauz, lat. Glaucidium Perlatum 03. Sperlingskauz, lat. Glaucidium Passerinum 04. Pracht-Sperlingskauz oder Prachtkauz, lat. Glaucidium Sjöstedti 05. Zwerg-Sperlingskauz oder Zwergkauz oder Pernambuco-Sperlingskauz oder Pernambuco-Eule, lat. Glaucidium Minutissimum (oder als Synonym: Glaucidium Mooreorum)
06. Wachtelkauz, lat. Glaucidium Brodiei 07. Dschungelkauz oder Dschungel-Sperlingskauz, lat. Glaucidium Radiatum oder(!) Taenioglaux Radiata 08. Strichelkauz oder Brasilianischer
Sperlingskauz oder Südamerikanischer Sperlingskauz oder Brasil-Sperlingskauz, , lat. Glaucidium Brasilianum 09. Andenkauz oder Anden-Sperlingskauz, lat. Glaucidium Jardinii (oder Zwergkauz, lat. Glaucidium Jardinei ?)
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite „Greifvögel / Eulen
1” (www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_1/greifvogel___eulen_1.html) befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de, genau: www.kaiseradler.de/uber_mich___Kontakt/uber_mich___kontakt.html)
jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung,
Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (Inhaltsverzeichnis: www.kaiseradler.de/Greifvogel___Eulen_A/greifvogel___eulen_a.html) daraus.
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01. Gnomenkauz oder Gnomen-Sperlingskauz oder Felsengebirgs-Sperlingskauz lat. Glaucidium Gnoma
Der Gnomenkauz ist in den (dichten) Laubwäldern, in den Gebirgen und Vorgebirgen in Mexiko bis Panama, Costa Rica und Guatemala verbreitet. Die Käuze sind tagsüber
und in der Dämmerung aktiv.
Der Gnomenkauz ist durch weiss umrahmte Augenflecke am Hinterkopf gekennzeichnet. Dieses dient der Verwirrung seiner Feinde. Es gibt braune und graue Variationen.
Dieses heisst, dass Rücken, Flügeloberseite und Hinterkopf braun sind und mit weissen Tupfern versehen sind. Der lange Schwanz enthält drei dunkelbraune Binden. So wie die braune ist auch die graue
Variation. Die Unterseite ist weiss grundgefiedert und mit mit brauen (bzw. grauen) nach unten gezogenen Tupfern, eher Streifen / Streifungen, die "verwaschen" wirken, versehen. Das Gesicht ist
weiss mit den ebenfalls vorhandenen farblichen Tupfern. Die Augen sind gelb. Die Füsse und der Schnabel sind weiss. Die Grösse beträgt 16 bis 17 cm.
Der Kauz jagt trotz seiner geringen Grösse
Vögel, die grösser sind als er selbst. Zur Nahrung zählen ebenso Eichhörnchen, Insekten und Mäuse.
Das Weibchen brütet ihre 3-5 Eier in einer verlassenen Spechthöhle (in den Wäldern) aus.
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02. Perlkauz oder Perl-Sperlingskauz lat. Glaucidium Perlatum
Der Perlkauz, ein Standvogel, lebt in den Savannen, Buschsteppen in Afrika in den Wäldern (mit Ausnahme den Urwäldern in Mittel- und Westafrika) südlich der Sahara bis
zur Kap-Spitze.
Es gibt rotbraune und grau bis graubraune Variationen. So sind beispielsweise diese Varianten auf der Oberseite bis einschliesslich dem Schwanz rotbraun oder(!) grau bis graubraun
grundgefiedert und mit vielen weissen Punkten versehen. Auf dem Schwanz befinden sich helle Flecken. Der Perlkauz besitzt zwei Flecken am Hinterkopf, die der Verwirrung der Feinde dienen. Die Iris ist
gelb. Die Vorderseite ist weiss grundgefiedert und mit rotbraunen oder dunkelbraunen verwaschenen Längsstreifen versehen. Die Grösse beträgt 16 - 19 cm.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, Reptilien und Insekten, die er Tag und Nacht jagt.
Der Perlkauz legt sein Nest in Höhlen, wie beispielsweise Baumhöhlen an.
Das Weibchen legt 3 bis 5 Eier, die in 28 Tagen ausgebrütet werden. Die Erstzucht des Perlkauzes gelang dem Zoo Stuttgart im Jahre 1976.
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Das linke Foto wurde im Greifvogelpark Buchs, das mittlere Foto im Vogelpark Timmendorfer Strand und die rechten Fotos wurden Zoo Berlin (Tiergarten) aufgenommen.
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03. Sperlingskauz lat. Glaucidium Passerinum
Der überwiegend nachtaktive Sperlingskauz, der kleinste europäische Kauz, lebt in den Nadel- und Mischwäldern Mittel- und Südeuropas. Desweiteren ist er in der Taiga und in der
Tundra bis nach Zentralasien und China verbreitet.
Der Sperlingskauz ist braun und mit einer Vielzahl von weissen Punkten grob beschrieben. Der Kopf und ist breit und klein. Die Augen sind hellgelb. Der Schnabel ist gelblich. Die
Stirn und die Oberseite des Kopfes sind dunkelbraun grundgefiedert und mit feinen hellbraunweissen Pünktchen versehen. Die Oberseite ist dunkelbraun grundgefiedert und mit hellbraunweissen Querstreif(ch)en
gemustert. Die Spannweite des Männchens beträgt ca. 35 cm und die vom Weibchen beträgt ca. 38 cm. Die Unterseite, der Bauch, ist hell und mit einer graubraunen Längszeichnung versehen. Der lange Schwanz ist braun
und mit 4 - 5 schmalen Querbinden versehen. Männchen und Weibchen sind gleich gefiedert. Das Männchen wiegt ca. 54 g und ist ca. 16 - 17 cm gross. Das Weibchen wiegt ca. 65 g und ist ca. 18 - 19 cm gross.
Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere (, wie beispielsweise Mäuse, Spitzmäuse, Hamster) und kleine Vögel (, wie beispielsweise Amseln).
Das Nest wird in Spechthöhlen (Buntsprecht oder Dreizehenspecht) angelegt. Das Weibchen legt ihre 3 - 9 weissen Eier im Abstand von 2 Tagen im Zeitraum März bis Mai in das Nest und
brütet diese in 28 - 30 Tagen aus. Das Männchen füttert das Weibchen und die jungen Käuze. Flügge sind die jungen Käuze in ca. 30 - 34 Tagen. Das Jagen bringen die Eltern in den kommenden 28 Tagen bei.
Geschlechtsreif sind die Jungvögel mit 4 bis 5 Monaten. Die Sterbequote beträgt ca. 27 % im ersten Lebensjahr. Das Höchstalter, was je gemessen wurde, beträgt 7 Jahre in der Gefangenschaft und 6 Jahre in der freien
Natur. Männchen und Weibchen führen eine “Saisonehe”.
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Die Fotos oberhalb diese Zeilen wurden im Greifvogelpark Buchs (links), im Heimattierpark Riesa (mitte) und auf der Vogelausstellung Ornika (rechts) gemacht. Die Fotos unterhalb
dieser Zeilen wurden im Vogelpark Timmendorfer Strand (Sperlingskauz?)) gemacht.
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Mit freundlicher Genehmigung von Markus Essler, www.essler-naturfoto.de wurde das Foto (unten) von einem Sperlingskauz verwendet.
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04. Pracht-Sperlingskauz oder Prachtkauz lat. Glaucidium Sjöstedti
Der Pracht-Sperlingskauz lebt in den Waldgebieten in Kamerun, Zaire bis Kongo.
Die Unterseite ist gelb bis gelborange grundgefiedert und mit vielen dunkelbraunen Querstreifen versehen. Der dunkelbraune Hinterkopf ist bis über den Nacken weiss gebändert. Danach
wird die Oberseite tiefrot bis kastanienbraun. Nach diesem „Fleck“ ist die Oberseite bis zum Schwanz dunkelbraun bis schwarz grundgefiedert und mit feinen weissen Querbinden versehen. Das Gesicht enthält
mehrere feine Ringe (abwechselnd: gelb bis gelborange und dunkelbraun) um die Augen. Die „Augenbraunen“ sind weiss. Der Schnabel ist gelb. Die Kehle ist weiss.
Dieser Kauz ist 25 – 28 cm gross und brütet in Baumhöhlen.
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05. Zwerg-Sperlingskauz oder Zwergkauz oder Pernambuco-Sperlingskauz oder Pernambuco-Eule lat. Glaucidium Minutissimum (oder als Synonym: Glaucidium
Mooreorum)
Der Zwerg-Sperlingskauz, die zweitkleinste Eule, lebt in 8(?) Unterarten in den tropischen und subtropischen Wäldern im östlichen Südamerika bis Ost-Paraguay und bis
Santa Catarina.
Der Ober- und der Hinterkopf und der Rücken sind dunkelgraubraun. Auf dem Oberkopf befinden sich weisse Tupfer. Die Unterseite (besonders die Seiten) ist hellgraubraun oder je
Unterart bis dunkelrotbraun grundgefiedert und mit viel weiss versehen, so dass man hellgraubraune oder je Unterart bis dunkelrotbraune Längsstreifen erkennen kann. Die Iris ist gelb. Die Grösse beträgt
12 bis 14 cm.
Diese Fotos wurden im Naturkundemuseum Erfurt (hier als „Kleinstzwergkauz bezeichnet) aufgrund der Sonderausstellung „Eulen und Käuze“ zum 200. Geburtstag von Charles Darwin aufgenommen.
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06. Wachtelkauz lat. Glaucidium Brodiei
Der Wachtelkauz lebt in den Wäldern SO-Asiens (Himalaja, Malaysia, Indonesien, Taiwan, Vietnam, Thailand, Bhutan, Laos, Bangladesch, Chinas und Indien) in 6 Unterarten.
Das Gefieder ist braungelb quergebändert / gestreift. Der Rücken ist etwas dunkler. Der Wachtelkauz ist 14 – 15 cm gross. Die Iris ist gelb.
Zur Nahrung zählen Mäuse und junge Vögel (die er aus den Nestern holt). Mitunter sucht der Wachtelkauz auch die Rinde der Bäume nach Insekten ab.
Das Weibchen legt die 4 Eier im März.
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07. Dschungelkauz oder Dschungel-Sperlingskauz lat. Glaucidium Radiatum oder(!) Taenioglaux Radiata
Der nachtaktive Dschungelkauz lebt als Standvogel in 4 Unterarten und 2 Farbvariationen im offenen Gelände, den dichten Wäldern, auf den Plantagen, im Hochgebirge bis
2.000 m in Indien, Nepal, Bhutan, Bangladesh, Sri Lanka, Burma und Ceylon.
Der Dschungelkauz hat einen runden Kopf, weisse Wangen und ein breites weisses „X“ zerteilt das Gesicht, wobei die oberen Enden des „X“ zu buschigen Augenbrauen werden.
Die Augen sind gelb und die Pupille ist schwarz. Der Schnabel ist gelb. Der Hinterkopf und die Oberseite sind fein hellbraun-braun gestreift. Auch der Kehlkopf und die Brust sind ebenso fein
hellbraun-braun gestreift. Nur ab der Brust werden auf der Unterseite die Abstände zwischen den Streifen und diese selbst grösser oder breiter und die Färbung verändert sich in weiss-braun gestreift. Die
Beine sind bis zu den Zehen weiss gefiedert. Der Dschungelkauz besitzt einen breiten kurzen weissen Latz oder einen weissen dicken Querstreifen oberhalb der Brust. Die Grösse beträgt zwischen 16 bis 23
cm.
Zur Nahrung zählen kleine Vögel, kleine Säugetiere, Grillen, Heuschrecken und Insekten.
Das Weibchen legt ihre 3 – 4 weissen Eier im Zeitraum März bis Mai in eine Baumhöhle. Diese brütet sie dann allein in ca. 28 Tagen aus. Das Männchen füttert in dieser Zeit das
Weibchen. Beide Elternteile füttern nach dem Schlüpfen die jungen Käuze. Die Dschungelkäuze leben in einer Dauerehe.
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08. Strichelkauz oder Brasilianischer Sperlingskauz oder Südamerikanischer Sperlingskauz oder Brasil-Sperlingskauz, lat. Glaucidium Brasilianum
Der Strichelkauz ist im offenen Gelände, an Flüssen, in den tropischen und subtropischen Wäldern mit Lichtungen, Regenwäldern, an Flussmündungen, in bewaldeten Tälern,
in wüstenähnlichen Gebieten (mit Kakteen) und in Höhen bis 1.500 m im Südosten und Süden der USA, Texas, in Zentral- und Südafrika, (Zentral-)Argentinien, Uruguay, Trinidad, Chile und der Magellanstrasse
in 14 Unterarten anzutreffen bzw. verbreitet.
Die Oberseite ist dunkelgraubraun mit weissen Tupfern versehen. Die Unterseite ist weiss grundgefiedert und mit kurzen dunkelgraubraunen Längsstreifen
versehen. Es gibt neben dieser Farbvariation noch verschiedene weitere Farbvariationen. So gibt es graubraun bis dunkelgraubraune Farbvariationen. Es gibt rot bis rotbraune Variationen. Auch
Farbvariationen, die zusätzlich einen weiss gebänderten Schwanz haben, gibt es. Und dann gibt es noch eine weitere rote Variante, deren Oberkopf und Oberseite rot (ohne die zum Teil weissen Tupfer)
gefiedert ist und die einen roten Schwanz mit rotbraunen Bändern hat. Am Seltensten sind die Varianten, die ganz rot gefiedert sind.
Die Iris ist bei den Altvögeln gelb und bei den Jungvögeln
graugelb. Das Gesicht ist weiss bis grau. Die Stirn ist hell. Die Zehen sind befiedert. Die Grösse beträgt 13 bis 17 cm.
Zur Nahrung zählen grösstenteils Insekten, kleine Vögel, kleine Säugetiere
und Reptilien (Leguane).
Das Weibchen legt 2 bis 5 Eier in eine Baumhöhle (zum Beispiel eine verlassene Spechthöhle), die es allein in 28 Tagen ausbrütet. Die Jungvögel sind nach ca. einem Monat
flügge. Nur während dieser Zeit lebt das Paar zusammen (und zieht die Jungvögel gross).
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09. Andenkauz oder Anden-Sperlingskauz lat. Glaucidium Jardinii (oder Zwergkauz, lat. Glaucidium Jardinei ?)
Der tagaktive Andenkauz ist in den Bergwäldern, Nebelwäldern, im Gebirge in den Anden im nördlichen Südamerika in Venezuela, Kolumbien, Panama, Costa Rika, Bolivien,
Nord-Argentinien bis an die Grenzen von Ecuador und Peru verbreitet.
Die Iris ist gelb. Die Grösse des Andenkauzes beträgt 13 bis 16 cm.
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Dieses Foto wurde im Naturkundemuseum Bamberg gemacht.
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