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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Bussardartige, lat. Buteoninae Gattungen Bussarde: untypische Habichte und Bussarde Kaupifalco (Sperberbussarde), Butastur (Heuschreckenbussarde), Urotriorchis (Langschwanzhabichte),
Erythrotriorchis, Megatriorchis (Salvadorihabichte), Geranospiza (Sperberweihen)
01. Sperberbussard oder Kehlstreifbussard oder Eidechsenbussard, lat. Kaupifalco monogrammicus 02. Weissaugenbussard oder Weissaugenteesa, lat. Butastur teesa
03. Heuschreckenteesa oder Heuschreckenbussard, lat. Butastur rufipennis 04. Langschwanzhabicht, lat. Urotriorchis macrourus 05. Sperberweihe, lat. Geranospiza caerulescens
Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der
Seite „Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung,
Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen (siehe Inhaltsverzeichnis) daraus.
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01. Sperberbussard oder Kehlstreifbussard oder Eidechsenbussard lat. Kaupifalco monogrammicus
Der Kehlstreifbussard ist in den Buschlandschaften, Laubwäldern mit hohem Gras, Graslandschaften, bewaldeten Savannen, Affenbrotbäume, offenen Gelände mit einzelnen Bäumen,
feuchten Falllaubgebieten, Kulturlandschaften, südlich der Sahara, in Höhen bis zu 3000m in West- und Zentralafrika, in Senegal, Sudan bis Äthiopien und Kenia in der Unterart Kaupifalco monogrammicus monogrammicus und
im Süden der DR Kongo, Tansania bis Südafrika in der Unterart Kaupifalco monogrammicus meridionalis verbreitet. Der Kehlstreifbussard ist ein Standvogel.
Die Oberseite und der Kopf sind grau bis
schiefergrau gefiedert. Die Flügelspitzen sind schwarz. Die Farbe der Oberseite wechselt dann in Richtung Schwanz in ein grauschwarz bis schwärzlich über. Der grauschwarze bis schwärzliche Schwanz hat eine oder (!)
zwei weisse Querbinden. Die Schwanzspitze ist weiss. Die Unterseite ist ab der Brust fein eng weiss-grau bis weiss-aschbraun quergestreift. Die weisse Kehle hat einen schwarzen Streifen, der sie quasi senkrecht
zerteilt. Die Iris ist orangerot bis dunkelrötlich. Der Bürzel ist weiss. Die Grösse beträgt 29 bis 38 cm.
Zur Nahrung zählen Insekten, Heuschrecken, Gottesanbeterinnen, Frösche, Eidechsen, Schlangen, Vögel
und kleine Säugetiere (wie Mäuse).
Das mit Moos und Flechten ausgepolsterte Nest befindet sich auf einem einzelnen Baum.
Die Jungvögel sind dazu im Vergleich brauner gefiedert.
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Mit freundlicher Genehmigung von Jörg Reinecke, www.safari-wangu.de, konnte das Foto verwendet werden.
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02. Weissaugenbussard oder Weissaugenteesa lat. Butastur teesa
Der Weissaugenbussard lebt in den offenen Landschaften, den lichten Wäldern, Kulturlandschaften, in Höhen bis zu 1200m, in , Südiran, Nordwestindien bis nach Kerala, Assam und Burma
(ausser Sri Lanka), Myanmar.
Der Weissaugenbussard hat ein weiss-umrahmtes Auge. Die Kehle ind der Vorderhals sind weiss gefiedert und schwarz umrandet. Die Brust ist rotbraun grundgefiedert und mit kurzen braunen
Längsstreifen versehen. Unterhalb der Brust (inkl. der Unterschenkel) ist das Gefieder weiss grundgefiedert und mit hellbraunen bis gelbbraunen Querbinden versehen. Die Fänge sind gelb. Die Oberseite ist gelbbraun
bis rotbraun bis dunkelrotbraun grundgefiedert und mit dunklen Längsstreifen versehen. Im Nacken ist die Grundfiederung weiss. Die Flügel werden an den Flügenspitzen bis zu dunkelbraun. Der Schwanz ist rotbraun
und mit einer breitem und 6 dunkelbraunen Streifen versehen. Die Grösse beträgt 38 - 43 cm.
Zur Nahrung zählen Insekten, Frösche und Eidechsen.
Die noch heller gefiederten Jungvögel besitzen eine stark gestreifte Unterseite.
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03. Heuschreckenteesa oder Heuschreckenbussard lat. Butastur rufipennis
Die Heuschreckenteesas leben in den Waldrändern, lichten Wäldern, abgebrannten Grasflächen, Savannen, mit Sträuchern versehenen Steppen, Buschlandschaften, Kulturlandschaften, Halbwüsten südlich
der Sahara, in West-, Zentral und Ostafrika in Senegambien bis Nordwestsomalia bis Tansania und Nord-DR-Kongo.
Die westafrikanischen Heuschreckenteesas ziehen im Oktober bis November in den Süden (stärker bewaldete Gebiete) und kommen im Februar bis März (während der Regenzeit wird gebrütet) wieder
zurück. Bei ostafrikanischen Heuschreckenteesas wurden keine so umfangreichen Wanderungen festgestellt.
Der Kopf und die Oberseite sind graubraun bis rotgraubraun grundgefiedert und mit dunkelbraunen Streifen versehen. Die Spitzen der Handschwingen sind schwarz. Die Schnabelspitze ist schwarz. Die
weissbeige Kehle hat einen schwarzen Mittelstreifen. Der graubraun bis rotgraubraun grundgefiederte Schwanz besitzt schwarze Querbinden. Die Unterseite ist rötlichbraun bis rostbraun bis „variabel“rötlich
grundgefiedert und auf der Brust oder bis zu den Beinen mit kurzen feinen braunen bis schwarzen Längsstreifen versehen. Die Länge beträgt 35 bis 44 cm.
Zur Nahrung zählen Insekten (wie z.B. Heuschrecken, Gottesanbeterinnen, geflügelte Termiten, Geradflügler) und kleine Wirbeltiere (Vögel, Säugetiere, Reptilien, Schlangen).
Das aus Zweigen bestehende Nest befindet sich sehr oft auf einer Akazie und wird mit Blättern ausgelegt. Das Weibchen legt ihre 1 bis 3 bläulichen mit braunen und grauvioletten Flecken
versehenen Eier im Zeitraum März bis Mai.
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04. Langschwanzhabicht lat. Urotriorchis macrourus
Der Langschwanzhabicht lebt in den Wäldern, Tieflandwäldern, Regenwäldern in Höhen bis zu 900m in West- und Zentralafrika, von Liberia bis Uganda.
Der Kopf, die Flügel und die Oberseite sind grau bis schwarz gefiedert. Die Unterseite ist leuchtend rot gefiedert. Der keilförmige schwarze Schwanz ist mit grau bis mattweisen
Binden (und zum Teil mit vielen weissen Dreiecken) versehen. Die Augen sind leuchtend orange mit schwarzer Pupille. Der Schnabel ist schwarz. Die Grösse des Langschwanzhabichts ist zwischen 60 und 61 cm.
Zur Nahrung zählen kleine Vögel und kleine Säugetiere.
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05. Sperberweihe lat. Geranospiza caerulescens
Die Sperberweihe lebt im tropischen Flachland, in Wassernähe, in sumpfigen Wäldern, in Regenwäldern, in Mangrovensümpfen, in Höhen bis zu 750m in Zentral- und Südamerika, von Mexiko
bis Argentinien in 6 verschiedenen Unterarten.
So ist die Unterart Geranospiza caerulescens nigra mit Ausnahme der zwei breiten weissen Schwanzbinden und der weissen Schwanzspitze, bald ganz schieferschwarz bis schwarz gefiedert. Völlig anders sieht die Unterart Geranospiza
caerulescens flexipes (graue Oberseite, grau bis goldbraune grundgefiederte Unterseite mit weisser Bänderung, schwarzer Schwanz mit rotbraunen zwei Binden) aus.
Die Grösse beträgt 41 bis 51 cm. Die Augen sind kaminrot. Das Weibchen ist grösser als das Männchen.
Zur Nahrung zählen Echsen, Schlangen, Insekten und Frösche.
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Dieses Foto wurde im Hessischen Landesmuseum Darmstadt gemacht.
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