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Höferlin-Institut (Fernstudium: Institutsabschluss; kein Hochschulabschluss):
aufgehobene Diplomarbeit
(abgeschlossen im Dezember 1995)

Thema: „Gibt es eine Umsetzung der "Die Idee der verbraucherorientierten Vermittlung im Finanz- und Versicherungsmarkt" und wie wird diese Idee verwirklicht?“

Aufgrund des “Wandels der Zeit” habe ich hier die Interviews sowie die Anhänge weggelassen und vom Ergebnis nur einen Auszug wiedergegeben.

Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www.kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Die eingescannten Texte wurden auf diese Teilseiten kopiert, so dass diese hinsichtlich "Schriftart" und / oder "Schriftgrösse" und / oder "Seitenbreite, die für den Text zur Verfügung steht" vom Original abweichen. Die Seitenangaben habe ich weggelassen und die Rechtschreibfehler habe ich berichtigt.

„Gibt es eine Umsetzung der "Die Idee der verbraucherorientierten Vermittlung im Finanz- und Versicherungsmarkt" und wie wird diese Idee verwirklicht?“



Diplomarbeit
 
Höferlin-Institut (HBW)
 
Thema: >Gibt es eine Umsetzung der "Idee der verbraucherorientierten Vermittlung" im Finanz- und Versicherungsmarkt und wie wird diese Idee verwirklicht?<



Inhaltsverzeichnis:
1. Die Situation auf dem Finanz- und Versicherungsmarkt
1.1. Aus der Geschichte
1.2. Der Verbraucher - jeder will sein Geld - und die bittere Realität
1.3. Das ideale und dazu noch sehr gut steuerbare "Massenbeeinflussungsinstrument" - genannt "Presse"
1.3.1 Die Zeitschriften
1.3.2 Die Branchendienste
1.4. "Verbraucherberatungsstellen im Test - glatt durchgefallen"
1.5. Die Milliardenmacht der Konzerne
1.6. Das große Bündnis zwischen den Konzernen und der Politik unter dem "Zweckmittel: Konzern - Lobby" gegen die Verbraucherinteressen
1.7. "Nicht überall, wo Anlageberater drauf steht, ist auch Anlageberater drin!"
1.8. Der freie ("graue") Markt
1.9. "Was Versprechen morgen wert sind"
1.10 Zur Untergliederung oder die Fortsetzung der Geschichte
1.11 Zu den Beispielen gilt es zu beachten
2. Einproduktverkäufer
3. Einfirmenvertreter
3.1. Versicherungskonzerne
3.1.1. Die Vermittler der DBV: Versicherungen
3.1.2. Die Vermittler der Victoria - Versicherungen
3.2. Banken
3.2.1. Die Berater der CC Bank
3.2.2. Die Berater der Commerzbank AG
3.2.3. Die Berater der Citibank Privatkunden AG
3.2.4. Die Berater der Weberbank KG auf Aktien
3.3. sonstige
3.3.1. Die Vermittler der Badenia Bausparkasse AG
3.3.2. Die Vermittler der Colonia Bausparkasse AG
3.3.3. Die Anlageberater der AKJ - Gruppe
4. Abhängige Strukturvertriebsgesellschaften
4.1. Die Vermittler der OVB (OVB Allfinanzvermittlungs GmbH & Co KG)
4.2. Die Vermögensberater der DVAG (Deutsche Vermögensberatungs AG)
5. Die Mehrfachagenten
5.1. Des Finanz- , Immobilien- und Versicherungs - Service
5.2. Der Unabhängigen Finanz- Service GmbH
5.3. Der Engelhardt & Winkelmann GbR
6. "Sie sind reif für den Test" oder die Angebote der großen Verbraucherinteressenvereinigungen
6.1. Der BdV (Bund der Versicherten e.V.)
6.2. Die GVI (GELD und VERBRAUCHER Interessenvereinigung der Versicherten, Sparer und Kapitalanleger e.V.)
7. Unabhängige Unternehmen
7.1. Die Vermittler der Dresdner Schutzgemeinschaft Finanzberatung GbR
7.2. Die Vermittler der A.U.F. unabhängige Wirtschaftsberatungs GmbH
7.3. Die Vermittler des BCA Wirtschaftsverbundes unabhängiger Finanzdienstleister GmbH
7.4. Die Wirtschaftsberater des AWD (Allgemeiner Wirtschaftsdienst Gesellschaft für Wirtschaftsberatung und Finanzbetreuung mbH)
7.5. Die Makler des VVV (Verband Verbraucherorientierter Versicherungs- und Finanzmakler e.V.)
8. Zwei Alternativen zur Masse
8.1. Werden Sie "Bankier" oder die Berater der Sparda-Bank e.G.
8.2. Die Kostensenkungsspezialisten
8.2.1. Der Berufsverband ALTERNATIVER Finanzvermittler e.V. (PRO ALTERNATIVE)
8.2.2. Die B.D.F. Betreuungsgesellschaft Deutscher Finanzkaufleute und Finanzmakler mbH
9. Was ist nun mit der Umsetzung und Verwirklichung der Idee der verbraucherorientierten Vermittlung im Finanz und Versicherungsmarkt?
9.1. Gibt es eine Umsetzung der >Idee der verbraucherorientierten Vermittlung< im Finanz und Versicherungsmarkt?
9.2. Wie wird diese >Idee der verbraucherorientierten Vermittlung< verwirklicht, wenn sie schon existieren sollte?
9.3. Der Idealfall oder ein Blick in die Zukunft
10. Anhang
10.1. Übersichten und Beispiele zur besseren Veranschaulichung
10.2. Ein Auszug aus der Vielzahl der Versicherungen
10.3. "Kapital-Lebensversicherung ist legaler Betrug"
10.4. "Warnung vor privaten Rentenversicherungen"
10.5. "Bausparen ist Volksverdummung und legalisierter Anlegerbetrug"
10.6. "Millionendeals mit falschen Bankgarantien"
10.7. Vermögensaufbau Allgemeines
10.8. Vermögensaufbau Konkretes
10.9. Bücherverzeichnis
10.10. Unternehmens- und Werbeinformationen
10.11. Zeitschriftenverzeichnis
10.12. Quellenverzeichnis

 

1. Die Situation auf dem Finanz- und Versicherungsmarkt
1.1. Aus der Geschichte

Bereits bis ins 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung wurde nachgewiesen, daß es "Tische" im alten Orient gab. Wobei hier das Wort "Tisch" für den "Tisch des Geldwechslers" steht. Und diese ersten "Tische der Geldwechsler" standen vor oder in den Palästen und Tempeln, wo die Einlagen der Kunden aufbewahrt wurden. Im 16. Jahrhundert wurde das italienische Wort "banco", das mit "Tisch" gleichbedeutend war, in das deutsche das Wort "Bank" übertragen. In der Zeit vom 8. bis zum 7. Jahrhundert v.u.Z. entstand das erste Münzgeld im griechisch-kleinasiatischen Raum. Auch fingen dann die ersten Darlehensgeschäfte an. Die erste Bank >Monte-Vecchio-Bank< wurde im Jahr 1156 in Venedig eröffnet. Die erste Bank >im heutigen Sinne<, so beschreibt es das Buch "Die Macht der Banken" wurde 1407 im italienischen Genua gegründet. Sie hieß >Banca die San Georgio<. Die erste deutsche Bank -die Hamburgische Bank- wurde 1619 gegründet. "Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnten sich Privatbankiers ihre vorherrschende Stellung im Kreditgewerbe erhalten. >Das wichtigste Bankgeschäft bestand in der Unterbringung von Staatsanleihen, während der Anteil der Banken an der Finanzierung der sich langsam entfaltenden Industrie gering blieb.<"(6) Im Jahr 1870 wurde die Deutsche Bank gegründet. Im selben Jahr eröffnete ebenfalls die Commerzbank (früher: Commerz- und Disconto-Bank AG) ihre Türen. Die Dresdner Bank AG begann im Jahre 1872 mit ihren Geschäften in Dresden. Nur diese drei Unternehmen >überlebten< diese Jahrhundertwende bis heute.

Die erste Lebensversicherungspolice der Welt gab es ab dem Juni des Jahres 1583. Im Jahre 1699 wurde die erste Lebensversicherungsgesellschaft in London gegründet. Diese Gesellschaft versicherte in diesem Jahr (1699) bereits 2000 Personen. Das erste Gesetz gegen den Missbrauch von Lebensversicherungen, das zum Teil sogar heute noch gültig ist, wurde im Jahre 1774 erlassen. Die erste deutsche Versicherungsgesellschaft - die Gothaer Lebensversicherung- wurde 1827 gegründet. Im Jahre 1850 gab es bereits 75 britische Lebensversicherungen und zwanzig Jahre später gab es schon 28 deutsche Lebensversicherungsgesellschaften.

Früher gab es wenige Versicherungs-, Bank- und/oder gar Allfinanzanbieter. Damals war die Auswahl für den Verbraucher noch einfach, da es sehr wenige gab. Früher wurde der Verbraucher in Finanzangelegenheiten nicht ausgebildet. Nur die Reichen lehrten dieses Wissen der Geldanlage in den Familien weiter. Schließlich hatten die Armen ja nichts zum Anlegen. Auch die großen Finanz-Konzerne dürften schon lange wissen, wie man das meiste aus dem eingesammelten Geld (z.B. für die Versicherungen) macht. Aber die große Masse Verbraucher erfuhr davon recht wenig und dieses ist bis heute so geblieben. Die Masse trug das Geld eben einfach zur Bank (z.B. auf das Sparbuch), denn "so hat sie es ja eben immer gemacht." Weshalb sollte man sich da auch früher informieren?

 

1.2. Der Verbraucher -jeder will sein Geld- und die bittere Realität

Heute gibt es über 33 Bausparkassen, 4500 Banken, 750 Versicherungen und 300 Fondsgesellschaften in Deutschland. Und welcher Verbraucher kennt sie schon alle und weiß ganz genau, was für ihn das Beste ist? Und wer vor allem kennt dazu noch alle einzelnen Angebote der einzelnen Unternehmen, um sich damit bestmöglich zu versorgen? Wer hat die Zeit, alles miteinander zu vergleichen, um das Optimale für sich herauszufinden? Wohl die wenigsten. Gerade dieses dürfte heute eines der großen Verbraucherprobleme sein. Wer hilft ihm weiter? Heute gibt es für den Verbraucher viele Zeitschriften und Bücher, die sich mit dem Thema Finanzen auseinander setzen. Nur gibt es leider eine Vielzahl von Verbrauchern, die entweder zum lesen keine Zeit oder Lust haben oder eben einfach nur den >großen Namen< "blind" vertrauen und den Rest des Marktes >aus persönlicher Sicherheit< einfach für unseriös halten. Seit Generationen schaffte man das Geld >einfach so< zur Bank und erhielt Zinsen. >So hatte man es früher gemacht< und >so kann man es auch weiter machen<. Wieso sollte man sich da als Verbraucher auch noch informieren und kostbare Zeit opfern?

Die bittere Realität beschreibt die Zeitschrift Spitze in der Ausgabe (3/93). "Nirgendwo wird Unwissenheit so bestraft wie in Geldangelegenheiten. Der wahre Grund dafür, daß Millionen von Menschen mit dem Abschluß von Bausparverträgen, Kapital-Lebensversicherungen oder Sparbuchverträgen sowie überteuerten und unnötigen Versicherungen das Geld kübelweise zum Fenster hinauswerfen und damit nie eine Chance haben, die angestrebte Unabhängigkeit zu erreichen, ist ausschließlich mangelndes Wissen.... Auch in den Medien finden sich für die pressegläubigen Deutschen überwiegend Jubelartikel ... über die werbeträchtigen Angebote der Bausparkassen, Versicherungsgesellschaften und Banken. ... Es gehört aber auch genügend Naivität -um nicht zu sagen Dummheit- dazu, zu glauben, daß die Medien, die eine ihrer wichtigsten Einnahmequellen in Bank-, Versicherungs- und Bausparanzeigen haben, die Wahrheit über diese Themen verbreiten." Traurigerweise glaubt die große Masse der Verbraucher offenbar blind demjenigen, der sich durch Millionenausgaben in Presse- und Fernsehwerbung immer wieder zeigt. Alles getreu dem Motto: >Der muß aber gut sein, wenn der sich das leisten kann<. Vielleicht ist es aber auch das >gute< Gefühl, seine Versicherung öfters im Fernsehen in den Reklameblöcken zu sehen. Schließlich haben die Deutschen etwa 180 Milliarden DM für Versicherungen 1993 ausgegeben. Die Schweizer haben ca. 25 Milliarden Franken ausgegeben. Ca. 90 Milliarden Schilling haben die Österreicher für Versicherungen im Jahre 1993 ausgegeben. Die Zeitschrift Finanztest stellte in ihrer Ausgabe 1/94 eine grobe allgemeine Übersicht mit den verschiedensten Angeboten des Finanzmarktes auf. (Anhang 10. 1. 1. Nr. 1)

Die Zeitschrift Spitze (5/94) bringt zum Versicherungsmarkt einen Vergleich: "Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie müßten für einen Mercedes beim einen Händler 50.000 Mark, beim anderen Händler 100.000 Mark und beim dritten Händler 150.000 Mark bezahlen und in allen drei Fällen würde es sich um ein gleiches Automobil mit gleicher Qualität handeln.... Das wäre im Automobilmarkt undenkbar, aber im Versicherungsmarkt ist das etwas ganz Normales. ... Viele Millionen in Deutschland wohnende Familien werfen Jahr für Jahr mehrere tausend Mark zum Fenster hinaus, weil sie sich von schlechten Finanz- und Versicherungsangeboten blenden ließen. ... Trotz gleichen oder ähnlichen Versicherungsumfangs muß man viel zu häufig zwei- bis viermal soviel bezahlen wie bei den preiswerten Versicherungsangeboten. Die bekanntesten Gesellschaften gehören oft zu den teuersten Gesellschaften, da es ihnen gelingt, die Unkenntnis der Menschen mittels raffinierter Vermittlungs- und Werbemethoden auszunutzen." "Die Versicherungsunternehmen dürfen doppelt und dreifach überkalkulierte Prämien kassieren, doch die Frage, was mit den zwangsläufig entstehenden Überschüssen und den Spargeldern der Kunden geschehen soll, ist nicht eindeutig geregelt", heißt es im Buch "Das Versicherungs(un)wesen.

Die Bild am Sonntag (vom 29.9.91) schrieb: "Millionen Neubundesbürger haben seit August 1990 Hunderte oder Tausende von Mark verloren: Übereilt und gutgläubig unterschrieben sie Versicherungsverträge, die nun für sie meist viel zu teuer und nicht selten auch völlig überflüssig sind." Aber "trotz des Medienwaldes sind Millionen Bürger aus Informationsmangel und Unwissenheit seit Jahrzehnten nicht nur katastrophal versichert gewesen, sondern auch um Milliarden DM legal betrogen worden. 25 Millionen Haushalte zahlen durchschnittlich 1600 DM für einen Versicherungsschutz, den sie auch für weniger als 200 DM im Jahr haben könnten. Über 35 Milliarden DM stünden Jahr für Jahr für eine anderweitige Verwendung zur Verfügung.... Etwa jeder zweite Lebensversicherungsvertrag wird vor Ablauf gekündigt ... So hatten die Vereinigten Wirtschaftsdienste im August 1985 festgestellt, daß im Jahre 1984 zwei Millionen Bundesbürger, die vorzeitig ihre Lebensversicherung >fast immer in einer wirklichen Notlage< kündigten, den >gigantischen Verlust von mehr als zehn Milliarden DM erlitten haben<" schreibt der Ratgeber Lebensversicherung.

Das Problem ist, "daß die meisten von ihren Fehlern und Verlusten gar nichts ahnen. ... Fast alle Familien haben keine ausreichende Versorgung für den Fall, falls dem Ernährer etwas zu stoßen sollte. Fast alle Berufstätigen haben keine private Versicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit. Viele haben zu teure Auto-, Haftpflicht-, Hausrat- und Unfallversicherungen. ... Mit all diesen Fehlern haben Millionen ... Haushalte Jahr für Jahr Milliarden Mark verloren. Die einzelne Familie Tausende von Mark. ... Logisch, daß die Verluste der Verbraucher für andere ein Riesengeschäft sind, und daß diese Geschäftemacher alles tun, damit die Bürger nicht besser informiert werden."(26)

Das Buch >Die Hohe Schule des Vermögensaufbaus< bringt es auf den Punkt: "Über 95 Prozent aller Deutschen haben in Hülle und Fülle zu teuere oder unnötige Versicherungen abgeschlossen. Oder sie haben vergleichsweise unrentable Sparprogramme und Kapitalanlagen gezeichnet. Oder Finanzierungen vereinbart, die von vorn herein nicht richtig durchdacht sind. Jahr für Jahr werden auf diese Weise Milliardenbeträge aufgewendet, die eigentlich sinnvoller investiert werden könnten.... Der Endverbraucher ist heute fast außerstande, auf dem breit gefächerten Markt von Tarifen, Verträgen, Bestimmungen, anfänglichen und effektiven Jahreszinsen, voraussichtlichen Gewinnentwicklungen und Agios, Disagios, Sonderbestimmungen, Gewinnbeteiligungen, Rückvergütungen, Beitragsbefreiungen und sonstigen durch Fachchinesisch verkompliziertem Angebotsspektrum zu wissen, wo eigentlich vorne und wo hinten ist." "Kein Wunder also, wenn ihm heute Versicherungsvertreter A ... das genaue Gegenteil dessen erzählt, was er gestern von Versicherungsberater B ... erfuhr. Oder Bausparkassenvertreter C ihm eine völlig andere Rendite vorgerechnet hat, als er von einem Finanzmathematiker errechnet bekam." (53) ">Wer lügt am meisten? Diese Frage stellte das Hamburger Meinungsforschungsinstitut Gewis den Bundesbürgern. Als Schwindel-Weltmeister gelten die Versicherungsvertreter(71%), gefolgt von Politikern(67%).<" (29)

Die "Sparpläne, Kapitalanlagen, Finanzierungen und Versicherungen sind eine unsichtbare Ware, die niemand sofort durchschauen kann. Der Vertragsabschluß ist vergleichbar dem Einpflanzen eines Samenkorns in die Tiefe der Erde. ... Erst wenn das Saatgut aufgegangen ist und dann die Ernte eingefahren werden soll, sieht man die Bescherung"; denn "Verbraucherschutz bei Kapitalanlagen im Sinne des Schutzes vor Fehlentscheidungen bedeutet ... nicht Sicherheit durch Risiko- und Chancen-Meldung, sondern Sicherheit durch Risiko- und Chancen-Streuung, also durch Verteilung des zu investierenden Geldes auf ganz verschiedene Gewinnquellen mit einem ausgewogenem Chancen-Risikoverhältnis."(14) Wer also "finanziell hoch hinauf will, muß früh anfangen, bei Finanz- und Versicherungsverträgen in den Kosten runterzukommen; denn das beste Sparprogramm der Welt ist ein Kosten-Sparprogramm"(15)

 

1.3. Das ideale und dazu noch sehr gut steuerbare "Massenbeeinflussungsinstrument" -genannt Presse
1.3.1. Die Zeitschriften

Zeitschriften gibt es viele, die einen schreiben kritisch über den Finanz- und Versicherungsmarkt und die anderen wohlwollend. Die "Anzeigenblätter ... stehen unter dem Druck der Anzeigenabteilungen, die von der Versicherungsbranche jährlich Aufträge in Millionenhöhe erhalten.... Die Medien übernehmen oft von der Lobby verfaßte Artikel, die schwarz auf weiß Lügen enthalten - so eindeutig falsche Berechnungen zur Rendite der Kapital-Lebensversicherung oder zur Lebensversicherungshypothek. Und das Massenmedium Fernsehen hat sich" -von wenigen Ausnahmen abgesehen- "bisher ausgeschwiegen - trotz jährlicher Versicherungsprämien der Bundesbürger von über 120 Milliarden DM.... Dabei ist das Schweigen noch nicht einmal die schlimmste Mediensünde. Schlimmer ist die meist ahnungslose, oft sogar bewußte Übernahme von Lobby-Positionen und die dadurch verursachte Falschinformation und Verunsicherung der Öffentlichkeit."(1)

Nun ist aber auch jede Zeitschrift "eine Ware, die ihre wirtschaftliche Bedeutung aus Vertriebserlösen (Kioskverkauf und Abonnement) sowie Anzeigenerlösen einfährt. Dabei überwiegt der Stellenwert der Anzeigenaufträge bei weitem die Erträge aus den Heftverkäufen. Je näher sich eine Zeitschrift an die Produktgeber (hier Versicherungen, Banken, Fondsgesellschaften) anlehnt und mit diesen einen ausgewogenen bis positiv gefärbten Dialog führt, desto umfangreicher nehmen sich die Anzeigenvolumina aus. Manche Objekte kommen so zum Beispiel auf einen Heftumfang von 200 Seiten, davon 100 Seiten Anzeigen. Die verbleibenden 100 Seiten spiegeln wiederum mehr oder weniger neutral den Markt der in den Anzeigen präsentierten Produkte wieder... nach dem Prinzip >eine Hand wäscht die andere<." (2) "Positive Presseartikel -so die Verkaufserfahrung- kommen nämlich bei der breiten Masse der Kunden und Interessenten viel besser an. Das hat den Hauch von Neutralität ... Die Verkaufs- und Werbestrategen haben längst erkannt, daß sich wegen der Pressegläubigkeit der Deutschen mit Zeitungsartikeln leichter verkaufen läßt als mit Werbeprospekten. So hat sich zur Politiker-Lobby in Bonn schon lange einer Presse-Lobby der Banken, Versicherungsgesellschaften und natürlich auch Bausparkassen herangebildet. Auf der einen Seite versucht man, den Gesetzgeber für sich einzunehmen, auf der anderen Seite die Medien."(3) Die Zeitschrift Mein Geld 2/95 stellte einmal die Einnahmen und die Gesamtseitenanzahl der Anzeigen gegenüber.

Die Zeitschrift >Mein Geld< schrieb in der Ausgabe 4/95: "Wir haben es im Anlegerschutz nicht mit einem demokratischen Spiel der Kräfte und einer sachlich wie auch fachkundigen Diskussion zu tun. Es geht um Meinungsführerschaft im Geschäft mit dem Verbraucher- / Anlegerschutz.... Sollten Sie selbst einmal das Vergnügen haben, einem mit den gelben Seiten aus Oberursel (gerlach-report) demonstrativ wedelnden gegnerischen Anwalt gegenüber zu sitzen, dann wird Ihnen persönlich bewußt, welchen Grad der Verkommenheit die Verbraucher- / Anlegerschutz-Szene erreicht hat."

Die Zeitschrift Spitze fragte in der Ausgabe 5/94 "Glauben Sie, daß Zeitschriften wie Capital oder DM, die jährlich von Finanz- und Versicherungskonzernen Anzeigenaufträge in 'zig Millionen Höhe bekommen, mit aller Kraft und Konsequenz alle Bank-, Bauspar- und Versicherungslügen entlarven würden? Allein in der Zeitschrift Capital in Westdeutschland erscheinen monatlich bis über 50 meistens ganzseitige und mehrfarbige Anzeigen von Bank- und Versicherungskonzernen."

Aufgrund der kritisch sachlichen Schreibweise der Zeitschrift Spitze über den Finanzmarkt, erfolgte ein "Bombardement von vielen Klagen, jedesmal mit Millionenstreitwerten" gegen Spitze. "Die Strategie war klar: Eine unbequeme Stimme, die man mit sachlichen Argumenten nicht besänftigen kann, muß man finanziell platt zu walzen versuchen."(4) Im Prinzip könnte man folgende einfache Strategie fahren: >Wer nicht mitspielt und sachlich kritisch weiter schreibt, bei dem denke man sich einen Grund aus und verklage ihn einfach mit Millionenstreitwerten, damit er einige Zeit >weg vom Fenster< ist<. Schon in der nächsten Ausgabe (von Spitze 4/93) wird gefragt: "Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, mit wie wenig aussagekräftigen bzw. wie wenigen Prospekten Banken und Versicherungsgesellschaften arbeiten, im Verhältnis zu anderen Finanzanbietern?" In der Spitze (5/94) heißt es: "Diese Diktatoren ... sind u.a. die großen Finanz- und Versicherungskonzerne in Verbindung mit den Mächtigen in den Massenmedien.... Wer gegen die Mächtigen ankämpft und versucht, diesen den Spiegel vorzuhalten, bekommt nicht nur Arger direkt mit den Mächtigen selbst, sondern mit den Marionetten der Mächtigen in Gestalt z.B. von bestimmten Presseorganen, die für die Mächtigen eine Art von Stellvertreterkrieg führen." Mit anderen Worten, man sollte nicht alles >blind< glauben, was so geschrieben wird; denn es geht in der Regel um viel, sehr viel Geld und bekanntlich >hört bei Geld die Freundschaft< auf.

Zum Schluß vielleicht die Beispiele Bausparen, Kapital-Lebensversicherung und private Rentenversicherung: Wenn man über diese Finanzprodukte in Zeitschriften, die eine Menge Werbeanzeigen von Bausparkassen, Versicherungen und Banken enthalten liest, wird man in der Regel kaum ein negatives Wort über diese Finanzangebote finden. Im Anhang habe ich mir die Arbeit gemacht, einmal aus den Zeitschriften und vor allem Büchern zu zitieren, die eben keine Millionenwerbeeinnahmen durch die großen Konzerne haben. Da fällt einem auf, daß diese in der Regel das volle Gegenteil von dem schreiben, was die großen Wirtschafts- oder Finanzzeitschriften schreiben, die eben die Werbemillioneneinahmen haben.

 

1.3.2. Die Branchendienste

Europas größter Mediengigant, der Bertelsmann-Konzern, hat als Tochterunternehmen das Deutsche Finanzdienstleistungs-Informationszentrum. Dieses bringt den >gerlach report< heraus. Im Werbeblatt des gerlach-reports heißt es: "Unsere Zielgruppe ist also der seriöse Vertrieb und der seriös arbeitende Initiator. Als >gerlach-report<-Abonnent sind Sie also in bester Gesellschaft, wobei ich mir in -aller Bescheidenheit- nicht vorstellen kann, wie seriös arbeitende Vermittler und Initiatoren ohne unsere Informationen auskommen können." Der >gerlach-report< überprüft Angebote des Finanz- und Versicherungsmarktes zur regelmäßigen Information der Vermittler.

Der Geldanlageberater schrieb im November 1991, daß dieser report "von den >meisten Verbraucherzentralen, zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften sowie TV-Verbrauchermagazinen und sogar von Staatsanwaltschaften und der Kripo empfohlen< wird."

In der Zeitschrift Spitze (5/94) steht zum gerlach-report: "Für Aufsehen sorgen ... die wahrscheinlich zigtausend gerlach-report-Kopien, die nur zur Konkurrenzbekämpfung überall herumgereicht werden.... Schwierig ist es für Nicht-Insider jedoch zu unterscheiden, wer vom gerlach-report zu Recht und wer zu Unrecht fertig gemacht wird. ... Doch in diesem Geschäft mit überwiegend negativen Einschätzungen überwiegend Recht zu haben, wenn man in einem Rundumschlag alle -außer Freunden und Geschäftspartnern zusammenschlägt, ist nicht schwer." In derselben Ausgabe werden eine Vielzahl von Gegenbeispielen aufgeführt, so u.a. liegen der Redaktion in einem Beispiel "über 50 Schreibmaschinenseiten von Gegendarstellungen zur Gerlach-Berichterstattung" vor. Anschließend schreibt die Zeitschrift zusammenfassend über dieses Beispiel: "Das liest sich wie die Dokumentation eines in Deutschland beispiellosen Kloakenjournalismus, der im wesentlichen mit Verunglimpfungen, reinen Stimmungsmache Vermutungen und aus der Luft gegriffenen Behauptungen" arbeitet und "wer dem gerlach-report und seinen Freunden im Wege steht, der wird bekämpft, wobei dann leider die zu Recht und die zu Unrecht Bekämpften oftmals über einen Kamm geschoren werden."

Der markt intern Verlag ist Europas größter Branchendienst-Verlag oder Informationsbrief-Verlag. In diesem erscheinen regelmäßig verschiedene Informationsbriefe. Alle diese sind anzeigenfrei, kritisch und voneinander unabhängig. Beispiele hierfür sind >recht intern<, >finanztip<, >steuertip<, >steuerberater intern<, >versicherungstip<, >immobilien intern<, kapital markt intern<, >Telekommunikation<, >Möbel-Fachhandel<, Schuh-Fachhandel< und eine große weitere Anzahl verschiedener Informationsbriefe. Dabei hat jeder Brief einen anderen Schwerpunkt.

>kapital markt intern< setzt sich mit dem freien Kapitalanlagemarkt auseinander. Das Ziel dieses Briefes ist es, vor den unseriösen Unternehmen der Finanzbranche zu warnen und somit die Finanzvermittler, d.h. vielmehr dessen Kunden vor großen Verlusten zu schützen.

">kapital-markt-intern< (kmi), eine Konkurrenz des gerlach-report, wirft dem gerlach-report >marktschreierische, polemische und weitgehend unqualifizierte Angriffe<, möglichen >Rufmord<, ... sowie eine >überzogene, oft diskriminierende Berichterstattung< über ihm mißliebige Anbieter im Finanz- und Versicherungsmarkt vor.... Laut kmi Nr.:10/94 mußte der gerlach-report gegenüber kmi bis Anfang März" 1994 "fünfundvierzig Unterlassungsverpflichtungen abgeben, über kmi bestimmte aufgestellte Behauptungen zukünftig nicht mehr zu wiederholen."(5)

Die G.U.B. GmbH prüft seit dem Jahr 1974 Finanzangebote des Kapitalmarktes. Bisher hat das Unternehmen 3,8 Millionen Analysen gedruckt und ca. 1500 Angebote analysiert. Die Hälfte der 3,8 Millionen gedruckten Analysen war negativ. Die Analysen werden von einem unabhängigen Team geprüft. Vorrangig wird dabei geprüft, ob der Geldanleger sein Geld wieder zurück erhalten könnte. Spezialisiert hat sich das Unternehmen auf die Analyse und Bewertung von Fonds.

 

1.4. "Verbraucherberatungsstellen im Test -glatt durchgefallen " (28)

Die Verbraucherberatungstellen gehören zu den Verbraucherzentralen. Diese sollen die Verbraucher beraten. So z.B. von der Kosmetik über verschiedene Computerprogramme bis hin zur Überprüfung von Finanz- und Versicherungsprodukten. Der Verbraucher kann und konnte durch die Anwendung verschiedener Produktvergleiche und Qualitätsbeurteilungen viel Geld einsparen mit einer Ausnahme, dem Finanzbereich.

Für ihre Arbeit erhielten diese Beratungsstellen und zusätzlich die Stiftung Warentest, die Verbraucherverbände und der Verbraucherschutzverein von 1983 bis 1993 vom Staat zusammen viele Millionen Mark für die Erstellung der verschiedenen Vergleiche. (Angaben in DM)

Stiftung Warentest 145,502 Mio ; wobei allein Jahr 1993: 13 Mio
Verbraucherzentralen 115,621 Mio ; wobei allein Jahr 1993: 15,306 Mio
Verbraucherverbände 119,243 Mio ; wobei allein Jahr 1993: 16,406 Mio
Verbraucherschutzverein 13,681 Mio ; wobei allein Jahr 1993: 1,853 Mio
Quelle Spitze

Die einzige Gegenleistung der Stiftung Warentest ist, daß man im >erheblichen Bundesinteresse< tätig sein bzw. es so schreiben muß, wie der Staat es wünscht.

Die "Stiftung Warentest ist eine vom Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium gefütterte und daher einseitig abhängige Institution.... Die von Bundesaufsichtsämtern kontrollierten Bank-, Bauspar- und Versicherungskonzerne werden von Stiftung Warentest unterstützt, die konkurrierenden freien Anlagegesellschaften werden bekämpft. Mit Sicherheitsgesäusel werden die Verbraucher in die Papiergeldanlagen bei Banken, Bausparkassen und Versicherungsgesellschaften gelockt, obwohl feststeht, daß Papiergeldanlagen kosten-, kaufkraft- und steuerbereinigt wenig bringen." Und: "Bei Sparverträgen über eine Versicherung soll sich zwar das Geld in 20 bis 25 Jahren verdoppeln. Davon bleibt jedoch nur ein Drittel Kaufkraft übrig. Diese Tatsache kann dann das Bundesaufsichtsamt auch nicht ändern."(8)

Doch nun hat die Zeitschrift FINANZWELT (1/95) einmal das Spiel umgedreht und 80 Verbraucherberatungsstellen am Beispiel einer konkreten Entscheidungshilfe zu einer Lebensversicherung getestet und ist zu folgenden Schluß gekommen: "Wer vor einem Versicherungsabschluß einen unabhängigen, individuellen und fachkundigen Rat einholen will, kann von deutschen Verbraucherzentralen in der Regel keine persönliche Hilfe erwarten. Die von manchen Beratungsstellen verbreiteten Auskünfte -ein Gemisch aus Halbwissen, Falschinformationen und Meinungen- können Rat suchenden Verbrauchern unter Umständen mehr schaden als nützen.... Über 60 Prozent der Besuche endeten gänzlich ohne Beurteilung des vorgelegten Angebotes, Beratung also gleich null!" Das Urteil des Tests ist, daß "bei 90% der Beratungen nicht nach der persönlichen Situation des >Kunden< gefragt wurde, bei 13% der Beratungen die Ratsuchenden falsche Auskünfte erhielten,
-mindestens 40% der Berater(innen) hatten keine Produktkenntnisse,
-die Art des Vertriebsweges subjektiv die Beratung beeinflußte."

Ein anderes Beispiel ist das von der Stiftung Warentest herausgebrachte Sonderheft >FINANZtest Spezial Bauen 1995<. Dazu heißt es in der >Bank Watch<: ">Ärgerlich ist es jedoch, daß es sich insgesamt um ein Heft handelt, wie es auch ein gemeinsamer Ausschuß der Bausparkassen, Lebensversicherer und Hypothekenbanken nicht anders gestaltet hätte ... mit Verbraucherschutz hat dieses Heft daher wenig zu tun. ... »Finanzangebote« statt Finanztest wäre wohl der zutreffende Name.<"(7)

Nachdem sich der Verbraucher bei den Zentralen oder über die Hefte der Stiftung Warentest informiert hat, ist er trotzdem gezwungen, sich bei den einzelnen Gesellschaften ein individuelles, auf die persönliche Situation bezogenes Angebot einzuholen. Diese letztere Arbeit übernimmt eben kein Angestellter der Verbraucherzentrale.

Nun steht also noch folgende Frage von oben: ">Was heißt »erhebliches Bundesinteresse«?< Im Interesse des Bundes liegt es, daß im Allfinanzgeschäft die Gesellschaften unterstützt werden, die den Staat unterstützen und die umgekehrt der Staat unterstützt, also Banken, Bausparkassen und Versicherungsgesellschaften."(9)

 

1.5. Die Milliardenmacht der Konzerne

Die Banken, Versicherungen, Bausparkassen "sitzen wie Spinnen in kunstvoll geknüpften Netzen aus Beteiligungen und Einflußsphären. Die Fäden enden immer in denselben Büros auf dem Schreibtisch der wirklich Mächtigen. Der Wettbewerb droht, auf der Strecke zu bleiben" schreibt Cash 5/94 und setzt mit einem Beispiel fort: "Von der Münchner Allianz-Zentrale aus spannt sich ein Netz von Beteiligungen und Niederlassungen über den gesamten Globus. Ob Brasilien, Saudi-Arabien oder Singapur: Die Allianz ist überall: 257 Unternehmen in 42 Ländern zählen mehrheitlich zum Konzern. Dazu kommen unzählige Minderheitsbeteiligungen und Kooperationen. Zum Beispiel die 20-Prozent-Beteiligung an der Adriatica de Seguros in Caracas (Venezuela) oder 38 Prozent an der Sark Hayat Sigorta A.S. in Istanbul (Türkei). Fast die Hälfte der Beitragszahlungen kommt aus dem Ausland (25,6 Milliarden Mark 1992).... Im vergangenen Jahr" 1993 "gingen die Allianz-Manager ... in den gigantischen chinesischen Markt. Im Juni" 1994 "beteiligte sich die Allianz mit 30 Prozent an der Berner Holding, in der drei Schweizer Versicherungsgesellschaften mit einem Prämienaufkommen von umgerechnet knapp 1,3 Milliarden Mark zusammengeflossen sind."

Die Zeitschrift Cash (4/94) schreibt zur Verflechtung "Die deutschen Allfinanzunternehmen sind zu einem undurchschaubaren Geflecht geschürzt. Nebulös sind Beteiligungen unter zwanzig Prozent, die nicht in den Geschäftsberichten ausgewiesen werden müssen.... Viele Beteiligungen bleiben das Geheimnis der Manager. ... Für GmbH's gibt es keine Offenlegungspflicht der Beteiligungsverhältnisse.... Allein die Allianz hält in Deutschland Anteile an 26 solcher Gesellschaften. Dazu kommen unzählige Gesellschaften im Ausland, von denen wiederum Stränge nach Deutschland laufen."

Die Deutsche Bank hat beispielsweise verschiedene Produktpartner und Beteiligungen, die die Angebote über die mit der Deutschen Bank verbundenen Vertriebe anbieten.

1.Beteiligungen an Banken:
-Frankfurter Hypothekenbank
(94,3%)
-Deutsche Centralboden (93,7%)

2.Lebensversicherungen:
-
DB Leben (100%)
-Deutscher Herold
(65,3%)
-Gerling Konzern
(30%; Anteil am Stimmberechtigten Kapital: 24,9%)
Nürnberger Versicherungen (26%)

3.Bausparen: Deutsche Bank Bauspar AG (98%)
4.Investinent:
DWS (93%) und DGI (90%) S.Intrnobilienvermittlung: DB Immobilien (100%)
6.Geschlossene Fonds: DIA (100%)
7.Privatbankiers: Grunelies KG (78,1 %)
Dazu hat die Deutsche Bank noch eine Vielzahl von Wirtschaftsunternehmensbeteiligungen.

 

Die Zeitschrift Spitze (3/93) schrieb: "Milliarden gehen jährlich für die Versicherten verloren -durch Inflation, Kostenverschwendungen, Abschreibungen, Manipulationen und ungerechtfertigte Gewinnentnahmen." Aber dann errechneten die Zeitschriften >Capital< und >manager magazin< übereinstimmend: "Wer um 1970 herum als Aktionär bei der Allianz Leben 10.000 Mark anlegte, machte daraus in dreizehn Jahren einen Gewinn von fast 270.000 Mark, was einer jährlichen Rendite von jährlich etwa dreißig Prozent entsprach." Und die "Lebensversicherten erhielten um die fünf Prozent!"

Zur Macht der Banken schreibt das >Handbuch Banken<: "Ohne Zweifel existiert sie. Das leugnen auch die Banker nicht. Da Menschen fehlbar und charakterlich unterschiedlich ausgestattet sind, ist ein Mißbrauch von Macht nicht auszuschließen. ... Ein immer wieder als höchster Machtfaktor diskutierter Punkt sind die Aufsichtsratsmandate der Bankvorstände. Dort wird in der Tat ein bedeutender Einfloß ausgeübt, der in Zahlen nicht zu messen ist. ... Hierzu zählen ein oft unbezahlbarer Informationsvorsprung, Einflußnahme auf die Geschäftspolitik des beratenden Unternehmens sowie moralische oder sonstige Bindung des Unternehmens an die betreffende Bank. ... Allerdings dürfen die Unternehmensentscheidungen nicht gegen die Interessen der Bank gerichtet sein. Denn sonst könnten die Kreditinstitute sich mit vereinten Kräften gegen die Vorschläge wenden und diese damit zu Fall bringen." Der >Bankenratgeber< schreibt, was schon Mark Twain sagte: ">Ein Banker ist ein Mensch, der bei Sonnenschein einen Schirm verleiht -und ihn sofort zurückverlangt, wenn es zu regnen anfängt<" und setzt wie folgt fort: "Nirgendwo kann eine einzige falsche Entscheidung so viel Geld kosten, wie bei Geschäften mit Banken und Sparkassen. Nirgendwo kann eine einzige unbedachte Unterschrift so schnell in den Ruin führen. Nirgendwo werden so hoch ungewollte Summen verschenkt. Und trotzdem bekommt kein anderer Wirtschaftszweig von seinen Kunden soviel Vertrauensvorschuß" geschenkt. Schließlich wiederholte der Sprecher der Tagesthemen am 26.10.95, was schon Berthold Brecht sagte: ">Was ist schon ein Bankeinbruch gegen die Gründung einer Bank.<"

Im Buch >Die Abzocker< heißt es zum Thema: "Den Beweis dafür, daß sich in Deutschlands Banken und Vermögensverwaltungen Geldvernichter tummeln, bewies das Hamburger >manager magazin<. Neun Instituten hatte es am 1. Oktober 1990 je 250.000 Mark zur Verwaltung und Mehrung überlassen. Nach zwei Jahren brach die Verlagsleitung den Test entnervt ab und zog eine >erschreckende Bilanz<: Sieben der neun Teilnehmer ... lagen zum Teil sogar zweistellig im Minus. 210.000 Mark waren weg. Nur der Bank in Lichtenstein und der Graf Lambsdorff Vermögensverwaltung verdankt es das Wirtschaftsmagazin,,daß der Schaden nicht noch höher wurde." Aber natürlich "lieferten die blamierten Geldmanager teils haarsträubende Erklärungen. Mal war angeblich die >miserable Börsenentwicklung in Japan< schuld, mal die >Zinspolitik der Bundesbank<.... Die Verlierer hatten mehr oder weniger wahllos mit Optionsscheinen und Aktien gezockt. Ging die Rechnung nicht auf, stiegen sie entnervt mit Verlust aus und stürzten sich ins nächste Risiko. Mit einer solch konfusen Taktik kann man sogar ein Millionenvermögen in kurzer Zeit verspielen." Sehr "aufschlußreich ist deshalb auch eine Studie von Karl-Werner Schulte, Professor für Finanzmanagement an der European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel. Er schickte den Besitzer eines sechs Millionen Mark Vermögens auf die Suche nach einer geeigneten Vermögensberatung." Die Erfahrungen, die der Millionär machte, wurden in einer 900 Seiten starken Studie zusammengefaßt. Zwei Beispiele: Eine Bank "reagierte auf die Anfrage des Millionärs gar nicht." Und eine andere Bank "rechnete gar aus, daß sich der Millionär im Alter einschränken muß, weil eine Versorgungslücke von 100.000 Mark jährlich klaffe." Das Fazit: "Was der Ratsuchende erlebte, ist teilweise niederschmetternd, die Bankmanager waren schlicht überfordert."

Nun "besonders desolat ist die Situation der Anlageberater dort, wo ihnen naive Kunden die größte Kompetenz zu trauen: bei den Aktien. Zwar beschäftigen nahezu alle großen Geldhäuser eigene Analystenabteilungen ... Doch deren Erkenntnisse gelangen erst nach Filterung durch den Vorstand mit erheblicher Verzögerung an die Kundenberater. Und nicht selten kommt dann >unten< etwas ganz anderen an als das, was die Experten ausgetüftelt haben. "(10) In Deutschen Banken, so schreibt das manager magazin (6/94) "tummeln sich über 2000 Analysisten zwischen Kiel und München; sie kümmern sich hauptsächlich allerdings nur um die 30 im Deutschen Aktienindex enthaltenen Standardwerte. ... Denn während die Analyseabteilungen wachsen, konzentrieren sich die Börsenumsätze auf immer weniger Titel." Aber trotzdem liegen die Analysisten "mit ihren Prognosen häufig schief." Ein Beispiel dafür ist die VW-Aktie. (Anhang 10.1.1. Nr.7)

"Wer sich von der Bank Geld leihen will, ist heftig umworben und herzlich willkommen ... Aber wehe Kunde König kann den Kredit nicht rechtzeitig zurückzahlen, Dann wird er schnell zum Bettelmann ... Achtzig Millionen Deutsche stehen bei Banken und Kreditinstituten mit rund 367 Milliarden Mark in der Kreide -vom Säugling bis zum Kreis. Das bedeutet: 1,9 Millionen Haushalte sind überschuldet und nicht mehr zahlungsfähig. Weitere fünf Millionen Familien befinden sich kurz vor dem Privatkonkurs schätzt die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung in Kassel. Oft genug trifft die Banken an dieser katastrophalen Situation zumindest ein gehöriger Teil der Schuld: Weil sie schlecht beraten und zu Krediten verführen, die nicht rückzahlbar sind, schlittern immer mehr Menschen in den Ruin. >So machen die Banken die Leute finanziell abhängig und bauen an deren Schuldenkarriere<, klagt Ulrich Felske ... von der Mainzer Schulderberatung" der Bild am Sonntag (17.12.95). Die Zeitschrift Impulse (4/94) schrieb: "Wer Kredit hat, lebt gefährlich. Denn immer häufiger kegeln Banken ihre Firmenkunden unvermutet aus den Verträgen!" Und: "Nach Schätzungen des Bonitätswächters Creditreform wird die Zahl der Firmenpleiten bis zum Jahresende" des Jahres 1994 "auf rund 25.000 ansteigen. Andere Experten sehen ganz schwarz. Sie rechnen mit zusätzlich 20.000 bis 30.000 Konkursen, weil die Banken den Unternehmen aus purer Ängstlichkeit den Geldhahn zu drehen."

"Die spektakuläre Herstatt-Pleite im Jahr 1974 gab damals den Anstoß zur Gründung des Einlagensicherungsfonds. ... Als 1993 die kleine Benedikt Baudrexel Bankgeschäft KG in Kempten im Allgäu zusammenbrach, hatten die Anleger schon nach wenigen Wochen ihr Geld zurück", schreibt das Kursbuch Finanzen. Jedoch sank die Sicherheit bezugnehmend auf die Einlage. Wieviel dieses ist, ist im Kapitel >Vermögensaufbau Allgemeines< beschrieben.

Die Folgen von bankdominierten Unternehmen beschreibt !forbes (1/95): "Die negativen Folgen dieser Machtfülle hat der Mannheimer Wirtschaftswissenschaftler Manfred Perlitz untersucht. Das Ergebnis: Bankdominierte Unternehmen sind weniger effizient. Überdies beanspruchen Bank-Vorstände überdurchschnittlich oft den Vorsitz im Aufsichtsrat." Ein ähnliches Fazit zieht der Würzburger Banklehrstuhl. "Ihre Einflußnahme sei stärker als zugegeben. >In den Aufsichtsräten sitzen zahlreiche Vertreter, die nur scheinbar unabhängig sind. In Wirklichkeit fungieren sie als Hilfstruppen der Banken<"

Zur Macht heißt es zusammenfassend: ">Die Macht der Banken wird weit überschätzt im Vergleich zu dem, was sich im Bereich der Assekuranz tut.< -Tatsächlich ist der Lobbyismus der Assekuranz wesentlich effektiver als der anderer Finanzbranchen. ... Mit dem Geld der Versicherten als >Kriegskasse< und mit >kriegerischer< Skrupellosigkeit haben die Allianz und ihre Schwester, die Münchener Rückversicherung, das bundesdeutsche Versicherungs-Unwesen geschaffen. Sie beherrschen die Vorstände, diktieren das in der Bundesrepublik extrem hohe Prämienniveau und beeinflussen über Wissenschaft und Lobby Regierung, Staatsaufsicht und Rechtssprechung. Ohne die von den Politikern >erkauften< Rahmenbedingungen -wie Steuervorteile, Zehnjahresverträge, ungeregelte Vermögensverhältnisse, falsche Rechnungslegung und blinde Staatsaufsicht- wäre der Siegeszug der Allianz unmöglich gewesen."(49)

 

1.6. Das große Bündnis zwischen den Konzernen und der Politik unter dem "Zweckmittel: Konzern-Lobby" gegen die Verbraucherinteressen

"Kapitalvernichtung?!" meinte die Zeitschrift >Mein Geld (3/95)< und ging ins Detail. "Durch Strukturvertriebe vermittelte Geldanlagen bedeuten eine jährliche Kapitalvernichtung in Milliardenhöhe. ... Die aus dem Wachstum dieser Vertrieb heraus resultierende, flächendeckende Bearbeitung des Bundesgebietes führte zur >Zwangsversicherung< großer Bevölkerungsteile, die ansonsten keinen Pfennig für ihre Vorsorge aufgewandt hätten.... Für die Politik heißt das: Notwendige Vorsorgeaufwendungen werden aus dem Volk herausgeholt, und die damit beschäftigten großen Geldsammelstellen (Versicherungen) wachsen zu wirtschaftlich mächtigen und damit einflußnehmenden Größen der Gesellschaft heran. Die gigantischen Geldreserven der Versicherungen sind für die Stabilität der Bundesrepublik ein bedeutender Faktor geworden. Mittel, die ansonsten im Konsum verbraucht würden, stehen für Investitionen langfristiger und substanzbildender Art zur Verfügung."

Und der "Bundesfinanzminister tut nichts." Viele Abzocker "sind mit Pauken und Trompeten baden gegangen. Mit ihnen verschwinden Millionenbeträge, die inkompetente und böswillige Vermittler bei unerfahrenen Anlegern eingesammelt hatten. ... Nach wie vor darf zum Beispiel jedermann dreist lügen und behaupten, über eine geheimnisvolle Beziehung zu den ersten Adressen der Bankenwelt zu verfügen und könne deshalb bessere Zinsen zahlen als die streng beaufsichtigten Banken und Sparkassen. ... Das Bundesfinanzministerium unternimmt nichts gegen solchen Schwachsinn, obwohl diesem die >Aufsicht bei Finanzdienstleistungen im nationalen und internationalen Bereich< obliegt", schreibt Capital (3/95). Das größte Problem ist jedoch, daß sich in "Deutschland ... jeder Depp >Vermögensberater<, >Finanzberater<, >Wirtschaftsberater<. >Finanzmakler<, >Anlageberater<, >Finanzkaufmann< usw. nennen und anschließend seine Kunden gnadenlos über den Tisch ziehen"(13) darf. Die Politik macht oder besser; darf es sich eben im Gegensatz einfach machen. "Ob Löcher im Westen oder im Osten zu stopfen sind -ob Schwarze, Rote, Gelbe oder Grüne regieren-, immer wird nach einem altbewährten Muster finanziert: Der jeweils amtierende Finanzminister gibt neue Bundeswertpapiere heraus, macht also einfach zusätzliche Schulden."(12)

Die Lebensversicherungskonzerne haben "1994 82,9 Milliarden Mark Prämien kassiert, nur 54 Milliarden davon wurden als Leistungen wieder ausgeschüttet. Der Bund der Versicherten wollte erreichen, daß die Gesellschaften auch ihre stillen Reserven (etwa 100 Milliarden DM) teilweise auszahlen oder zumindest Auskunft über deren exakte Höhe geben. In einem Musterprozeß wurde dieser Plan vom Bundesgerichtshof abgeschmettert" heißt es in der Bild am Sonntag vom 20.8.95. "Versicherten-Enteignung jetzt endgültig legalisiert. Jetzt ist es amtlich." schreibt Spitze (2/95) "Nach Ansicht des Bundesgerichtshofes scheinen die Kapital-Lebensversicherer ihre Kunden >angemessen< ... am Gewinn zu beteiligen. ... Der Bundesgerichtshof hat mit seiner strittigen Entscheidung in letzter Instanz die Klage Erich Nolds ... zurückgewiesen", der gefordert hatte, "daß die Kunden an den Wertzuwächsen (>stillen Reserven<) der Versicherer angemessen beteiligt werden müßten.... nach dem Urteil der Karlsruher Richter hat der Kunde nicht einmal Anspruch darauf, von den Versicherungsunternehmen, über die tatsächliche Höhe der stillen Reserven informiert zu werden. Dies gilt jedoch nur für die vor dem 1.Juli 1994 begonnenen Verträge. Nach einer nunmehr geltenden EU-Richtlinie müssen die stillen Reserven von 1999 an >veröffentlicht< werden. Was das dem Verbraucher bringen soll, bleibt allerdings noch ein Geheimnis." Nun "Hans Dieter Meyer vom Bund der Versicherten e.V. jedenfalls nennt" die Kapital-Lebensversicherung und ihre Schwester namens private Rentenversicherung ">legalen Betrug. Legal deshalb, weil der Gesetzgeber -sicher auch unter dem Druck der Versicherungslobby einst die gesetzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen hat, daß den Versicherten ungestraft >das Geld aus der Tasche gezogen< werden darf. ... Die gesetzliche Handhabe zur Steigerung ihres heimlichen Vermögens liefert den Versicherten das deutsche Bilanzrecht. Während in den Bilanzen der Firmen Verpflichtungen gegenüber anderen Geschäftspartnern immer mit dem höchsten Betrag bewertet werden müssen, dürfen die von den Versicherungsgesellschaften mit dem Geld ihrer Kunden erworbenen Aktiva, also Immobilien, Wertpapiere oder Unternehmensbeteiligungen in Form von Aktien, >legal frisiert< in den Büchern erscheinen. In ... anderen EU-Staaten sind solche Praktiken bei Lebens- und Rentenversicherungen verboten."

Die Lebensversicherer -so schreibt es Cash 5/94- legen das Geld der Kunden in festverzinsliche Wertpapiere, in Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen, in Namensschuldverschreibungen, in Schuldscheinforderungen und Darlehen, in Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine, in Schuldbuchforderungen, in Beteiligungen, in und Aktien und Fonds und in Immobilien an.

Die deutschen "Gläubiger haben keinen Anspruch auf Teilhabe an stillen Wertzuwächsen, sondern nur auf realisierte, d.h. durch Verkauf erzielte Wertzuwächse. So wachsen zwar im laufe der Zeit die von Gesellschaften aus Kundengeldern erworbenen Immobilien. Doch die Kunden haben nichts davon, solange die Immobilien -einschließlich der so finanzierten protzigen Glaspaläste- nicht verkauft werden. Im Gegenteil, nach dem so genannten Buchwertprinzip werden die Immobilien jedes Jahr um mindestens zwei Prozent abgeschrieben, also in den Büchern der Versicherungsgesellschaften im Wert um zwei Prozent herab gesetzt. Da tauchen eines Tages die Immobilien in den Büchern nur noch mit einem Buchwert von einer symbolischen Mark auf. Das den Versicherungs-Kunden so entgangene Vermögen beläuft sich ... auf schätzungsweise bis zu 250 Milliarden Mark." Die deutschen Gerichte bestätigen sogar, "daß deutsche Lebensversicherer keine Treuhandfunktion haben und Versicherungssparraten wie Umsätze von Gemüse- oder Automobilhändlern gewertet werden, mit denen die Versicherungsgesellschaft für sich selbst optimale Profite erwirtschaften darf."(33)

Ein Beispiel zum Niederstwertprinzip: Die Versicherung kauft z.B. Aktien:

Kauf bei: 500 DM,
Stand heute bei: 800 DM und
niedrigster Kursstand bei: 100 DM.

Das heißt nun: Es besteht nur noch ein Anspruch auf die 100 DM als Bewertungsgrundlage. Der Versicherte hat also einen Verlust von 400 DM je Aktie.

Das Buchwertprinzip: Lebens- und Rentenversicherungen dürfen durch das Buchwertprinzip ganz legal durch Abschreibung, die von den Versichertengeldern erworbenen Immobilien, dem Vermögenskonto der Versicherten abziehen und den Sparern Wertzuwächse vorenthalten.

Ein Beispiel dazu: Die Versicherungsgesellschaft kauft von den Vermögensgeldern z.B. eine Immobilie zu 3 Mio DM und verkauft diese nicht. Die Immobilie wird im Laufe der Jahrzehnte intern auf eine Mark abgeschrieben, was für den Kunden heißt:
1. der Kunde hat nur noch einen Anspruch auf einen Teil dieser einen Mark und
2. eventuelle Wertgewinne dürfen dem Versicherungskonto vorenthalten werden.

Die >Wirtschaftswoche (3/95)< schrieb: "Deutsche Versicherer haben sich mit riskanten Termingeschäften Millionenverluste eingehandelt." Der dort beschriebene Konzern "hatte durch den leichtfertigen Umgang mit Termingeschäften viele Millionen verloren.... Anders als bei Banken oder Industrieunternehmen ... zocken die Lebensversicherer dabei mit Geldern, die sie nur treuhänderisch verwalten; den Spargroschen ihrer Kunden.... Rund 63 Millionen Mark müssen die beiden Lebensversicherer des Konzerns," Unternehmen 1 und Unternehmen 2", wegstecken. Der Rest", der von den 100 Millionen Mark "in den Sand gesetzt" wurde, "bleibt an der Sachversicherungstochter und" einem weiteren dazu gehörenden Unternehmen "hängen." Aber die Verluste können auch "als Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen" dem Versicherten belastet werden. Somit würde nicht einmal dem Konzern ein Schaden einstehen. Es heißt nämlich auch: "Ungewiß ist allerdings, ob dabei immer mit offenen Karten gespielt wird." Und: "Jede auf dem Terminmarkt verlorene Mark belastet das Ergebnis und damit die Gewinnbeteiligung der Lebensversicherten." Oder einmal mit anderen Worten: Egal was auch immer der Lebensversicherungskonzern -ob klein oder groß- mit dem Geld der Versicherten anstellen tut, nach deutschem Recht hat der Konzern immer die Möglichkeit (er wäre verantwortungslos, wenn er sie nicht nutzen würde), die eigenen Verluste -in welcher oder durch welche Art auch immer- dem Kunden indirekt abzuziehen. Indirekt deshalb, weil sie eben einfach nicht ausgeschüttet werden, getreu dem Motto: >Weil wir weniger Gewinn eingefahren haben, könnt Ihr Kunden weniger bekommen und von dem wenigen (den Überschüssen) nach deutschem Recht aber mindestens 90% (oder 98%). Schließlich könnte man sich nun als kritischer Verbraucher einmal fragen, wenn ich Geld investiere, was macht es dann schon für einen Unterschied, ob man 90% von beispielsweise 1000 DM (also 900 DM erhält) oder 90% von 100 DM (weil irgend jemand >einfach so< beispielsweise 900 DM für sich einbehalten hat) also nur 90 DM erhält?!?< Schlußfolgerung: >Des einen Freud (man muß weniger an die Verbraucher ausschütten und darf seine eigenen Fehler durch den Verbraucher bezahlen lassen) ist des anderen Leid (man erhält als Verbraucher weniger)<. Fazit: "Hier wird deutlich, welche Auswirkungen es hat, daß bei Versicherungs-Aktiengesellschaften Versichertengeld als solches nicht ausgewiesen wird -ein gesetzgeberischer Fehler, der die Branche und ihre hauseigene Wissenschaft und Lobby selbst herbeigeführt und bis heute erhalten hat. So sind skrupellose und selbst kriminelle Versicherungsmanager vor Strafverfolgung und Gefängnis sicher. Entweder sind sie wirklich dumm, oder sie stellen sich dumm. Und sie können als Alibi für den legalen Betrug oder die legale Veruntreuung.anvertrauter Gelder sogar noch die von ihnen beeinflußte staatliche Versicherungsaufsicht anführen.... Öffentliche Auseinandersetzungen werden gemieden. Kritiker werden mundtot gemacht oder eingeschüchtert.... Alles in allem: ein raffiniertes System der Ausbeutung eines Volkes unter den Deckmantel der Versicherung -einer Branche jenseits von Recht und Wettbewerb. ... Der >Erfolg< der skrupellosen Strategien und Geschäfte von Versicherungs-Aktiengesellschaften und der von ihnen geknebelten Vertreter steht und fällt mit dem Wissen der Bürger und auch der in unserem Lande Verantwortlichen um die tatsächlichen Vorgänge in diesem Bereich."(97)

Die Lebensversicherung ist also "ein Bereich, in dem viel versprochen wird. Was zählt, sind die Fakten. Die Stärke einer Lebensversicherung resultiert nicht daraus, was sie in der Zukunft verspricht, sondern insbesondere wie sie die Gelder ihrer Kunden verwaltet und anlegt."(11) Oder anders ausgedrückt: "Die Lebensversicherung ist ein Geschäft auf Vertrauen. Wer 30 Jahre einzahlt, vertraut auf seine hohe Auszahlung. Wieviel Geld er tatsächlich bekommt, hängt auch von der Finanzkraft seines Versicherers ab. Bei einigen Unternehmen sieht es da mau aus. ... Stille Reserve nennt man die Differenz zwischen dem tatsächlichen Wert einer Kapitalanlage und seinem Buchwert, dem Wert, der in der Bilanz steht. Bei der Bilanzierung von Anleihen und Aktien gilt das sogenannte Niederstwertprinzip. ... Immobilien werden nach dem Anschaffungsprinzip bilanziert. Steuerlich werden sie jährlich abgeschrieben, stehen im Extremfall später mit einer Mark im Buch. Tatsächlich sind sie oft viele Millionen Mark wert. Auf solchem Polster sitzen die Versicherer. Über den tatsächlichen Vermögenswert schweigen sie beharrlich. Die Höhe der stillen Reserven pro 100.000 Mark Lebensversicherungssumme hat Cash in der Ausgabe 2/95 einmal geschätzt." (Auszug):

Im Buch >Das Kartell der Kassier< heißt es: "Ihren immensen Reichtum verdanken die Versicherungskonzerne vor allem der Fürsorge des Staates. Diese gilt aber nicht, wie man als selbstverständlich annehmen sollte, den Millionen Versicherten, sondern viel eher dem Wohl der Konzerne. Wie keine andere Branche hat es die Versicherungswirtschaft verstanden, sich den Staat gefügig zu machen.... Die Narrenfreiheit, die die Konzernmanager beim Verwalten ihrer Überschüsse genießen: Anders als jeder andere Treuhänder dürfen sie Kosten und Erträge aus ihren Kapitalanlagen praktisch nach Gutdünken gegeneinander aufrechnen und so die Versicherten über die wahren Überschüsse im unklaren lassen." ">Die Versicherungsaufsicht soll den Versicherungsnehmer vor Insolvenz seiner Gesellschaft bewahren. Hohe Gewinne sind die beste Garantie gegen Pleiten. Das ist Versichertenschutz durch Versichertenausbeutung<" schreibt Spitze 3/93 und Finanztest (2/95) fügt hinzu: "Aus dem Vermögen der Versicherten können sich die Versicherungsmanager nahezu unkontrolliert bedienen, um ihre Fehlentscheidungen zu kaschieren. Ein Minus im Verwaltungsbereich oder Defizit bei anderen Versicherungstarifen aufgrund einer zu knappen Kalkulation lassen sich so zum Beispiel unauffällig ausgleichen." "Eine Pleite herbeizuführen, ist wegen der ständig überkalkulierten, oft doppelt bis dreifach zu teuren Prämien schier unmöglich. So meinte Capital im November 1983: >Schon seit Jahren arbeitet die Branche mit einer so hohen Gewinnmarge, daß selbst ein kriminell und betrügerisch veranlagter Vorstand Schwierigkeiten hätte, eine Lebensversicherungsgesellschaft in kurzer Zeit zu ruinieren.< -Ähnlich das Zitat eines US-Bankiers in »International Business Week« vom 25.6.84: >Ich pflege zu sagen, daß Dummheit allein eine Lebensversicherungsgesellschaft nicht ruinieren könne -man muß schon böswillig handeln.<"(47) Die "Lebensversicherungsunternehmen erwirtschaften -aus Versichertengeld- Renditen zwischen acht und 10 Prozent. Bei den Lebensversicherten landen aber nur um die fünf Prozent. In den letzten Jahren etwas mehr" schreibt Spitze (3/93).

Der i-Punkt: "Den Gipfel der Manipulation entlarvte im August 1985 Der Spiegel : >Staatsanwaltschaft ermitteln gegen Versicherungskonzerne und -verbände, auf deren Spendenlisten weit über hundert Politiker stehen, darunter die meisten Minister des ... Bundeskabinetts.< Der Unternehmensverband räumte in seiner Zeitschrift (Versicherungswirtschaft (17/85)) selbst ein, daß dafür bereits »seit Anfang der 50er Jahre über den >Arbeitskreis Private Versicherer‹ Mittel zur Verfügung gestellt wurden« -jährlich in Millionenhöhe. Der Zweck: >Die Versicherungswirtschaft bitte lediglich darum, in versicherungsrelevanten Gesetzgebungsangelegenheiten ihren Sachvortrag anzuhören und zu würdigen<. Hierzu schreibt das US-Magazin Multinational Monitor ... >Die große Ironie ist, daß die gewaltige Lobby und Propaganda der Versicherungsgesellschaften von den Versicherten bezahlt wird.<"(35) "Zusammenfassend kann man also mit dem Informationsdienst >assekuranz report< feststellen, daß Öffentlichkeit, Politiker, Beamte und Richter dazu gebracht werden, an die Richtigkeit von Darstellungen zu glauben, die in Wirklichkeit nichts weiter als >wissenschaftlich verkleidete Meinungsmache< sind. ... >Bei bösartiger Wertung dieser Sachverhalte könnte man zu dem Verdacht kommen, daß ein Machtfaktor, wie die Versicherungsunternehmen ihn in der deutschen Wirtschaft nun einmal darstellen, die Wissenschaft und die Fachpresse so im Griff hat, daß von daher eine Beeinflussung der Rechtssprechung in einem den Unternehmen genehmen Sinn möglich wird.< ... Die Lobby kommt ... gerne mit dem Einwand, ein paar schwarze Schafe gebe es in jeder Branche. Die Zahl der schwarzen Schafe unter den Versicherungsvermittlern ist jedoch so groß, daß man von einer riesigen Herde sprechen muß. Vermutlich sind weit weniger als zwei Prozent der 300.000 Versicherungsvermittler weiße Schafe. Denn alle für die großen und teuren Versicherungs-Aktiengesellschaften tätigen Vermittler sind schwarze Schafe, weil sie dem Verbraucher viel zu teure Versicherungen anbieten >müssen<. Fast alle Bundesbürger sind dementsprechend schlecht versichert. ... Die Regelungen unseres Versicherungswesens, geboren im vorigen Jahrhundert, sind schon seit Jahrzehnten Unsinn, und der legale Betrug am Bürger ist eine Plage. Aber was soll's, meint die brancheneigene Wissenschaft, das ist nun schon seit hundert Jahren so!"(41)

Der Präsident des Bundes der Versicherten "Meyer provoziert: >Die verantwortlichen Politiker sind in der Mehrheit von der Branche korrumpiert. Ob nun mental oder finanziell, spielt dabei keine Rolle. Das Ergebnis ist immer gleich: lobbyhaftes Verhalten. Wirksame Hilfe ist von ihnen nicht zu erwarten.<"(36) Um einen direkten Draht zur Politik zu haben "beschäftigen etwa 350 Unternehmen und 1500 Verbände Lobbyisten in Bonn. Nach vorsichtigen Schätzungen wird jeder der 662 Bundestagsabgeordneten von etwa 20 Interessenvertretern bearbeitet. ... In den Hinterzimmern der Macht wird getrickst, gemauschelt und bestochen, daß sich die Balken biegen. ... Mit den im Hintergrund operierenden deutschen Lobbyisten ist es wie mit Insidern: Es wird viel gekungelt: aber nur selten fliegt ein Deal auf."(37)

Interessant ist, daß die Bonner Abgeordneten "ihre Nebentätigkeiten und eventuell damit verbundene Spenden von mehr als 10.000 Mark nur an Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth melden" sollten. Aber "ein Parlamentarier, der sich nicht daran hält, hat jedoch keine Konsequenzen zu fürchten. In Deutschland ist es nicht einmal verboten, Abgeordnete zu bestechen. Bei einem solch großzügigen Verhaltenskodex kann es schon mal passieren, daß der Job des Abgeordneten zur Nebensache verkümmert." Ob dieses der Grund ist, daß bei einigen Sitzungen des deutschen Bundestages (z.B. am 27.10.1995 live durch die ARD übertragen) so erstaunlich wenige -vielleicht nur ein Drittel der Abgeordneten- anwesend waren, wäre eine Frage, die zu klären wäre. "Doch eine offizielle Liste darüber, wer für wen Lobby betreibt, gibt es in Bonn nicht.... In der US-Hauptstadt Washington ... ist solche Geheimniskrämerei undenkbar. Abgeordnete müssen Jahr für Jahr ihre Einkünfte und deren Quellen offen legen. Bei Verstoß gegen die strengen Regeln für Lobbyisten droht Anwälten der Entzug ihrer Lizenz. In Bonn hingegen ... wird sich wohl auch in Zukunft nichts ändern. Es stehen nämlich viel Geld, schöne Reisen und bequeme Pöstchen auf dem Spiel - und zwar für beide Seiten."(38)

 

1.7. "Nicht überall, wo Anlageberater drauf steht, ist auch Anlageberater drin!"

Herr Meyer vom Bund der Versicherten meint in seinem Buch > Ratgeber Lebensversicherung<: "Grundsätzlich sollte sich jeder Versicherungssuchende und Versicherte Informationen von vielen Seiten besorgen und sie selbständig zu wirklichem Wissen verarbeiten.... Solange ein Verbraucher aber in seinen Entscheidungen noch nicht hundertprozentig sicher ist, bleibt er ein potentielles Opfer für rücksichtslose Versicherungsvertreter und die vielen Nebenbei-Vermittler in seinem Verwandten-, Bekannten- und Kollegenkreis, die nur an die eigene Provision denken. ... Ein Versicherungsvertreter sollte, wenn überhaupt, die letzte Informationsquelle sein." Warum das so ist, beschreibt die Zeitschrift Spitze (1/93). "Die Statistiken sind alarmierend: Schätzungsweise eine halbe Million Bundesbürger haben sich bereits für einen Obulus von nur 15-30 Mark beim Gewerbeamt den Persilschein für ihre Tätigkeit als >Finanzberater< gekauft, denn der Beruf ist gesetzlich nicht geschützt. Von unrealistischen Verdienstaussichten angelockt, geraten gerade junge Menschen in die Mühlen schräger Hausierer und Strukturvertriebe von Versicherungspolicen und windigen Finanzierungsmodellen. >Jährlich versuchen zigtausende junger Menschen, in unserem Beruf Fuß zu fassen, ... Die meisten davon springen in den ersten zwölf Monaten wieder ab -viele mit horrenden Schulden.< ... Was zählt, ist nicht etwa das Wohl ihrer Mandanten, sondern vielmehr die maximale Provision." Der §646 BGB "ist in seiner Offenheit wohl einmalig in Europa. >Wer anderen einen Rat erteilt, ... ist für die Folgen nicht verantwortlich.<" Es ist erscheckend, was die Zeitschrift Mein Geld (2/93) schreibt. "Die Bundesrepublik belegt einen EU-weiten Spitzenplatz der schlecht ausgebildetsten Finanz- und Anlageberater!" Und: "Wenn der Verbraucher wußte, daß nur 50% der Prüfungsaufgaben richtig gelöst sein müssen, um die >Versicherungsvertreter-Prüfung< zu bestehen, dann würden Sie verstehen, warum Verbraucherschützer wie z.B. der Bund der Versicherten (BdV) vor diesem >Vertreter-Persilschein< massiv warnen. Der BdV warnt in seiner Verbraucherinfo wörtlich: >Wenn ein >geprüfter Versicherungsfachmann< mit Lichtbildausweis vor der Tür steht -lassen Sie ihn nicht rein: Es ist ein Einfirmen-Vertreter, jemand, der an einen Konzern gebunden ist und die teuren Prämien dieser Gesellschaft und vor allem deren Kapital-Lebensversicherung >verkaufen< muß. Das Zertifikat ist nur ein >Persilschein für legale Betrüger<, den die Branche zur Abwehr der ausländischen Konkurrenz und der unabhängigen Vermittler ausgedacht hat.<"

Im >Ratgeber Lebensversicherung< steht: "Wie genau die Versicherungsgesellschaften selbst das gesunde Mißtrauen gegen ihre Vertreter erkannt haben, läßt die Tatsache erkennen, daß immer mehr Unternehmen dazu übergehen, die Verbraucher über persönliche Bande oder aber unter dem Deckmantel von Institutionen und Verbänden mit amtlich aussehenden Ausweisen zu überrumpeln. Das Magazin stern berichtete im Jahr 1982 von einer Zusammenarbeit des Bundes der Steuerzahler mit" einem >großen Namen< der Versicherungsbranche "und des Volkswohl-Bundes mit dem Bundesverband der Sozialversicherten." Derselbe >große Name "arbeitet in dieser Weise auch mit dem Bund der Kriegsblinden, Mietervereinen und anderen Organisationen zusammen ... Die Drücker kommen dann als angebliche Verbands- oder Behördenvertreter, nennen sich in allen möglichen Versionen - Berater ..., oft auch Repräsentanz einer Bank oder Vermögensberatungsgesellschaft"

Die Bild am Sonntag vom 10.9.95 schrieb: "Fast alle Bundesbürger sind falsch und zu teuer versichert -weil sie glauben, von einem Vermittler >richtig beraten< worden zu sein." Denn "Unsere soziale Marktwirtschaft hat einen Haken: Wer dumm ist, darf betrogen werden. ... Leider haben nur wenige Verbraucher überhaupt Lust, sich über Gelddinge oder Versicherungen überhaupt zu informieren" heißt es im >Versicherungsratgeber für Geschäft und Beruf<. >Der praktische Versicherungsratgeber(2)< setzt wie folgt fort: "Bereitwillig blättern viele Versicherte das Geld für ihre Lebensversicherungsbeiträge selbst dann noch hin, wenn in anderen Lebensbereichen längst rigoros der Rotstift angesetzt werden muß." Nun meint aber auch Herr Meyer vom BdV: ">Die Versicherten" verlieren "mit falschen Lebensversicherungen Milliarden von Mark, und Regierung und die staatliche Aufsichtsbehörde tun so, als wäre alles in Ordnung. Verständlich: Die Lebensversicherungsunternehmen sind neben den Banken Hauptfinanziers der Schulden des Staates. Und so wird keinem Bundesfinanzminister, der gleichzeitig Oberaufseher über die Lebensversicherungen ist, daran gelegen sein, das Anwachsen seines Finanzierungskapitals bei den Gesellschaften zu beeinträchtigen oder gar zu stoppen.<" (51)

Für ihre Lebensversicherung gaben die Deutschen 82,9 Milliarden Mark im Jahr 1994 aus. "Rund 120 Versicherungsgesellschaften verwalten 81 Millionen dieser Policen im Gesamtwert von 371,9 Milliarden Mark. Es sind Verträge, die oft mehr versprechen, als sie halten, die besonders beliebte Kapital-Lebensversicherung ist für Hans Dieter Meyer vom Bund der Versicherten sogar >legaler Betrug<.... Die Vertreter kassieren dafür im Schnitt eine siebenmal höhere Provision als für eine eventuell nützlichere Todesfall-Lebensversicherung (Risiko-Lebensversicherung). Wer die Sinnlosigkeit einer Kapital-Lebensversicherung erkennt und deshalb aussteigen will, zahlt drauf," schrieb die Bild am Sonntag am 20.8.95.

Dabei gibt es "bei allen Versicherungen .., riesige Beitragsunterschiede - bis zu 400% und mehr. ... Hier wird seit Jahrzehnten die Uninformiertheit über diese >unsichtbare Ware< schamlos ausgenutzt. Die Masse der Verkäufer ist sich dessen gar nicht bewußt. Die meisten Versicherungsvertreter einschließlich >Vermögensberater< sind von einer Versicherungsgruppe abhängig. Das heißt, diese Vertreter tun -oft mangels Wissen und daher ohne Schuldgefühle- alles, um das eigene Angebot in ein gutes Licht zu stellen und davon abzulenken, daß andere Angebote besser sind."(52)

Die ">Vertreter sind besonders darin geschult, wie man in die Wohnung kommt und sich Vertrauen einschleicht. Es wird über angeblich gemeinsame Bekannte oder Interessen geredet, über die Rosen im Garten des >Opfers<, über Fußball, Autos und Goldfische. Ist das Mißtrauen erst einmal gebrochen, dann werden verwirrende Zeichnungen und Rechnungen vorgeführt, das die Kunden am Ende glauben, sich einen Tausendmarkschein mit einem Hunderter kaufen zu können. Voller Vertrauen und guten Glaubens werden so Versicherungen millionenfach falsch oder zu teuer abgeschlossen.<"(50) Das Buch >Der praktische Versicherungsratgeber< meint: "Viele Vertreter (namentlich solche von >Drückerkolonnen<) geben sich erst zufrieden, wenn sie ihren Kunden das ganze Spektrum aller möglichen und unmöglichen Risiken vor Augen geführt haben und die dadurch geweckten Ängste in eine (oder mehrere) Versicherungspolice münden."

In der GVI-Broschüre heißt es: "Nur wirklich freie und unabhängige Finanzkaufleute, Makler oder Mehrfachagenturen können Sie objektiv beraten. Aber auch hier gilt es die Spreu vom Weizen zu trennen; denn viele nennen sich nur >Makler< oder >unabhängige Finanzkaufleute<, arbeiten jedoch nur mit mittelmäßigen, aber provisionsstarken Finanz- und Versicherungsgesellschaften zusammen. Viele Makler sind zudem >Einzelkämpfer< und daher alleine deswegen oft überfordert, aus der enormen Vielzahl der Angebote für ihre Kunden das jeweils Richtige herauszupicken."

Aber trotzdem sind sich viele der unabhängigen einig: >Das BESTE Produkt für jeden gibt es nicht<. Wirklich? Warum nicht? Vielleicht dazu das Beispiel >Privathaftpflichtversicherung< (siehe folgende Abbildung aus der Spitze 4/95 Seite 20 (Auszug) mit einem BdV-Einschub). Nach der Patria erhöhen sich die jährlichen Beiträge zu Lasten der Verbraucher. Die oben gegebene Aussage ist meines Erachtens eine Frage des Standpunktes. Versichern sollte man sich ohnehin nur gegen Großschäden und nicht die Kleinschäden, da man ja ein ehrlicher Bürger ist. Meines Erachtens ist es auch der Grundgedanke einer Versicherung sich gegen Risiken, die die Existenz bedrohen zu schützen bzw. zu versichern. Kleinschäden, auch wenn sie bis zum Selbstbehalt vielleicht weh tun, zerstören in der Regel keine Existenz und treten in der Regel auch nicht "am laufenden Band" ein. Schließlich gibt es für jeden Typ, also mit oder ohne Selbstbehalt bzw. Mitglied oder Nichtmitglied der GVI und / oder BdV meines Erachtens DAS BESTE Angebot. (Zur GVI bzw. zum BdV siehe entsprechende Abschnitte und siehe Anhang "Ein Auszug ...") Oder einmal anders gefragt: Gibt es als Verbrauchereinen vernünftigen Grund trotzdem eine teuere Versicherung abzuschließen?

Der Honorarberater berät für ein Honorar seine Kunden. Dieser Berater vermittelt nach der Zeitschrift Mein Geld nichts. Nach der Zeitschrift Capital (10/95) soll er doch Angebote vermitteln. Es gibt keine gesetzliche Regelung des Honorarberaterberufes. Es kann sich also jeder Homorarberater nennen und seinen Interessenten ein Honorar abfordern. Für den Bereich Versicherungen gilt jedoch anderes. Hierfür gibt es 50 vom Gericht zugelassene Versicherungsberater. Tatsache ist, daß Versicherungsberatung Rechtsberatung ist und die ist nicht zugelassenen "Bestem" verboten.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Fonds von einer Vielzahl von Anbietern und dazu noch in allen Varianten, so z.B. Investment-, Immobilien-, Renten- und Aktienfonds. Nun gibt es auch schon einige Fonds-Shops. Diese haben sich auf Fonds spezialisiert. Nach einer Analyse des Ist-Zustands und der Angabe der Ziele und Wünsche wird dem Kunden aus allen analysierten Fonds ein entsprechender Anlagevorschlag unterbreitet.

Als Zusammenfassung möchte ich den WRS-Ratgeber "Anlagebetrug was tun?" zitieren, denn dort heißt der >Merksatz< im Punkt "Wie Sie einen Anlagebetrüger erkennen": "Oberzeugendes Auftreten, ein Luxusfahrzeug und ein exklusives Büro bürgen noch nicht für Seriosität." Ein Gewerbeschein genügt nämlich schon, um als Finanzvermittler tätig zu werden. Da im Prinzip alles so einfach ist, kommt die Zeitschrift Mein Geld (2/93) zur Schlußfolgerung oder "Konsequenz: Nicht überall, wo Anlageberater drauf steht, ist auch Anlageberater drin!"

 

1.8. Der freie ("graue") Markt

Viele wissen es, die wenigsten kennen sie, aber einige warnen schon lange vor den unseriösen Angeboten des grauen Kapitalmarktes. In fast jeder Finanzzeitschrift gibt Warnhinweise vor unseriösen Angeboten. Aber auch verschiedene Informationsbriefe oder Vereine warnen vor dem einen oder anderen Angebot nach einer entsprechenden Prospektprüfung. Die einen prüfen genauer und die anderen schreiben Vermutungen als Prüfungsergebnisse. Aus diesem Grund ist es auch stets ratsam, niemals nur einem Prüfer >blind< zu vertrauen und deshalb das entsprechende Angebot von mehreren überprüfen zu lassen.

Es gibt Verbraucher, die schließen Termingeschäfte einfach, ohne sich über den Anrufer zu erkundigen, per Telefon ab: "Warum funktioniert es immer wieder? ... Der Grund ist sicherlich darin zu sehen, daß die Telefonverkäufer oft mit großem psychologischen Geschick an ihre potentiellen Klientel herantreten.... Ein weiteres nicht zu unterschätzendes Element ist die Selbstüberschätzung vieler Kunden. Zahlreiche Anleger, die es in ihrem Beruf, z.B. als Arzt oder Unternehmer, zu wirtschaftlichem Erfolg gebracht haben, meinen damit automatisch auch etwas von Geldanlagen zu verstehen."(86) Auch aus diesem Grund "liegt auf der Hand, daß sich auf diesem Gebiet alle möglichen Leute tummeln, denen es vor allem und ausschließlich um eines geht: Ihr Geld. Um an dieses möglichst schnell zu gelangen, wird der reinste Telefonterror veranstaltet. Wiederholte Anrufe -unerbittlich zu jeder Tages- und Nachtzeit sind die Basis dieser Branche. Das anvisierte Opfer soll mürbe und gefügig gemacht werden" und es wird dabei "mittels Abspielen eines Tonbandes eine geschäftige Hintergrundkulisse geschaffen, die dem Kunden hautnahes Börsengeschehen suggerieren soll"(87)

"Am Telefon angebotene Anlagen ... sind immer dubios und unseriös" schreibt Capital 12/95. Mit anderen Worten: Würde z.B. ein Bankberater einem guten und wohlhabenden Kunden per Telefon ein Angebot z.B. für einen Investmentfonds machen, würde dieses unter "dubios und unseriös" fallen. Ich möchte diese Aussage zumindest anzweifeln. Aber anschließend schrieb die Zeitschrift weiter und setzte mit Beispielen von Fragen, die der Verbraucher dem Vermittler stellen sollte, fort:

"Seit wann verkaufen Sie den diese tolle Anlage?
Wie lange verkaufen Sie Anlagen, was machten Sie vorher?
Wie gut und woher kennen Sie den Initiator dieser Anlage?
Warum gerade die und nicht z.B. einen Investmentsparplan?
Haben Sie die Anlage selbst geprüft, und kennen Sie den Markt?
Können Sie mir drei konkurrierende Anlageprodukte nennen?
Welche sichere/profitable Alternative empfehlen Sie mir?
Wieviel bekommen Sie denn als Abschlußprovision?"

Meines Erachtens sind dieses schon knallharte Fragen, um die Streu vom Weizen zu trennen; denn es heißt auch: "Anleger neigen dazu, alles zu glauben, was ihnen ein redegewandter Vermittler verspricht."

"Kennzeichnend für diesem Markt sind vor allem die Vertriebsmethoden. Während die Banken ihre Kunden in Schalterhallen und Besprechungszimmern bearbeiten, dringen die Vertriebsprofis des grauen Marktes in die Wohnzimmer der Geldanleger vor. Mit ausgeklügelten höchst effizienten Gesprächstechniken kochen sie ihre Opfer per Telefon weich und überlisten sie im häuslichen Ambiente zu folgenschweren Unterschriften.... Und längst betrachten die etablierten Geldmächte den grauen Markt als Experimentierfeld, um die Akzeptanz neuer Anlageprodukte zu testen."(88)

Das Bundeskriminalamt beauftragte einmal zwei Diplompsychologen, um heraus zu finden, warum die Anlagebetrüger so erfolgreich sind. "Die beiden Psychologen werteten insgesamt 906 Fälle aus, in denen ein Schaden von über 63 Millionen Mark verursacht worden war. Sie kamen zu dem Schluß, daß im wesentlichen drei Gründe ausschlaggebend sind. Die Anlagebetrüger wecken die Gier der Sparer nach einer überdurchschnittlich hohen Rendite und Spekulationsgewinnen;
nutzen das Bedürfnis der Anleger nach persönlichen Kontakten, menschlicher Wärme und aufrichtiger Anteilnahme an ihrem Leben;
bestätigen die Anleger in deren vermeintlicher Kompetenz in kaufmännischen und finanziellen Angelegenheiten."(89)

Was ist die Gerechtigkeit am grauen Kapitalmarkt? "Vor dem Gesetz sind alle gleich. Der Volksmund meint: Manche sind eben gleicher. ... Besonders im Kapitalanlagesektor bleibt die Gerechtigkeit vielfach auf der Strecke. ... Kapitalanlagebetrüger setzen sich ab ... und kommen nach ein paar Jahren wieder -in den seltensten Fällen werden sie dann noch zur Rechenschaft gezogen- und falls doch, dann gibt es eben eine Geldstrafe. 50.000 DM bei 50 Millionen Betrug, kein schlechter Schnitt.... Kapitalanleger scheuen hier sogar die Öffentlichkeit, weil sie die Steuerfahndung zu befürchten haben."(90)

"In Deutschland werden täglich hunderte Kapitalanleger, Großverdiener wie kleine Sparer, von raffinierten, gut organisierten Betrügerorganisationen gleichsam >über den Tisch gezogen<." schreibt Spitze 2/93 und >der Informationsfinder (5/92) setzt fort: "In den meisten Fällen haben" die Betrogenen "völlig unbekannten Personen oder Firmen ohne jede Bonitätsprüfung Geld anvertraut, und manchmal gar nicht so kleine Beträge - meist auf Versprechen von Erträgen, die man woanders kaum erwirtschaften kann." Und: "Bestenfalls bietet" der Vermittler "sehr risikoreiche Anlagen, bei denen man, wenn man Glück hat, wesentlich mehr erzielen kann als die genannten Normalrenditen; wenn man Pech hat, kann man aber ebenso gut seinen gesamten Einsatz verlieren; ja und schlimmstenfalls handelt es sich schlicht und einfach um einen Betrüger, der sich gar nicht erst die Mühe macht, das ihm anvertraute Geld anzulegen, sondern es gleich in die eigenen Tasche wandern läßt.... Natürlich kann man mit Optionen oder Aktienkäufen auf Kredit erreichen, daß man 50% verdient, wenn der Aktienmarkt um 10% steigt. Aber diese Hebelwirkung wirkt in beide Richtungen." Zur Vertiefung des Punktes wäre vielleicht der im Anhang enthaltene Beitrag "Millionendeals mit falschen Bankgarantien" interessant.

In Berlin wurde "der >Arbeitskreis Grauer Kapitalmarkt< gegründet. Vertreter des Verbraucherausschusses beim Wirtschaftssenat, der Kriminalpolizei, der Bundesaufsichtsämter für das Versicherungs- und Kreditwesen, des Deutschen Finanzdienstleistungs-Informationszentrums (bekannt als gerlach-report) und Verbraucherschützer entwickeln gemeinsam Kriterien zur Bekämpfung der Mißstände auf dem grauen Kapitalmarkt. Ihr Ziel ist ein effizienteres und rechtzeitiges Zusammenwirken aller beteiligten Behörden und Organisationen." schreibt die Zeitschrift test & rat (1/94). Schade ist, daß nur der zum mächtigen BertelsmannKonzem gehörende gerlach-report dabei ist und keiner der weiteren Konkurrenten des reports.

Aber auch die Stiftung Warentest, die Verbraucherzentralen, viele Zeitschriften (beispielsweise der Informationsfinder, der Geldanlageberater, das KapitalFORUM etc.) und schließlich verschiedene Vereine (z.B. die GVI) warnen vor unseriösen Angeboten. Wobei man natürlich beachten sollte, daß die Stiftung Warentest oft das >blind< abschreibt, was der zu Europas größtem Mediengiganten gehörende >gerlach-report< von sich gibt bzw. sie im Staatsinteresse schreiben muß.

 

1.9. "Was Versprechen morgen wert sind "(81)

Der Informationsfinder(6/91) schreibt: "Bei allen Kapitalanlagen, die nicht die in sie vom Erwerber gesetzten Renditeerwartungen erfüllen, geht es im wesentlichen immer um Schadensersatzansprüche, die dann im nachhinein gegen den Berater, Vermittler, die Bank... oder andere erhoben werden. Dabei stehen grundsätzlich solche Fragen im Vordergrund, die sich mit einer falschen, unvollständigen oder bewußt unrichtigen Beratung beim Abschluß des Vertrages über die bestimmte empfohlene Kapitalanlage beschäftigen.... Darüber hinaus kann es Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Betreuung im Rahmen der erworbenen Anlage geben.... Danach gibt es immer dann Schadensersatz, wenn während eines Beratungsvertrages oder auch eines Beteiligungsvertrages eine Partei bestimmte, ihr obliegende Pflichten, wie beispielsweise eine sich verschlechternde wirtschaftliche Situation eines Vertragspartners, verschweigt.... Darüber hinaus gibt es noch den großen Bereich der so genannten deliktischen Ansprüche, also wenn der Vertragspartner den anderen bewußt schädigt. Das sind beispielsweise die Fälle, in denen die Unerfahrenheit mancher Anleger ausgenutzt wird, um einen Profit zu erzielen." Doch aber "nicht jeder Kursverlust, nicht jede fehlgeschlagene Renditeerwartung gibt einen Grund, um Schadensersatz zu verlangen. Grundsätzlich gilt, daß der Anleger für Kursverluste der von ihm erworbenen Kapitalanlage selbst einzustehen hat, ebenso wie für die sonstigen damit verbundenen allgemeinen wirtschaftlichen Risiken, zumal es sich gerade bei der Aktienanlage beispielsweise um eine echte unternehmerische Beteiligung handelt. Umgekehrt muß aber der Anlageberater oder -vermittler über die von ihm empfohlene Kapitalanlage so umfassende und zutreffende Angaben machen, daß der Anleger in der Lage ist, zum einen die Funktionsweise und die wirtschaftliche Bedeutung des ihm angebotenen Beteiligungsmodells zu erkennen. Zum anderen muß der Anleger umfassend über die mit der ausgewählten Anlage verbundenen Risiken unterrichtet werden."

Die Zeitschrift DM (6/95) beschreibt unter der Überschrift "40 Milliarden Mark verlieren deutsche Anleger jedes Jahr durch falsche Beratung oder Betrug" das neue Wertpapiergesetz. "Dieses zwingt die Banken zum Ausfragen der Kunden bzw. zum Kennenlernen des Kenntnisstandes des Kunden zu verschiedenen Finanzangeboten. "Vermittler von Finanzdienstleistungen sind von dem neuen Gesetz nicht betroffen. Dazu zählen vor allem die Vertreter der Strukturvertriebe." Nur stürzen diese "Vermittler und Verkäufer erheblich mehr Anleger ins finanzielle Unglück als die vergleichsweise gut ausgebildeten Bankberater.... Die Gründe dafür reichen von Inkompetenz der Anbieter über Skrupellosigkeit bis hin zu Betrug." Bis zu "20 Milliarden Mark im Jahr verlieren Anleger zum Beispiel allein mit dem Kauf von überteuerten Schrottimmobilien." Solange das Gesetz nicht für alle gilt, "müssen die Kunden selbst um ihr Recht kämpfen.... Es ist der Traum von der schnellen Mark, der Anleger Kontrakte unterschreiben läßt, die häufig ihren Ruin bedeuten." Die Zeitschrift Spitze (2/93) schreibt dazu: "Meiden Sie Börsengeschäfte per Telefon mit unbekannte Dritten. Aus der Anonymität heraus geschehen die meisten Betrügerein. Geben Sie nichts auf die lobenden Berichte ihrer Bekannten. Nur zu oft werden anfangs >Gewinne< bezahlt, die gar nicht erwirtschaftet wurden und von den Einzahlungen neuer Anleger abgebucht werden. Kommt nicht genügend Neugeschäft, oder wollen Anleger aussteigen, platzt plötzlich der Luftballon, und alle Anleger erleiden einen Totalverlust -auch Sie und Ihr guter Bekannter"

Das große Problem beschreibt Finanztest (1/94): "Den Nachweis eines Beratungsfehlers muß der Kunde immer selbst erbringen, egal ob er von einem Makler oder von einem Agenten beraten wurde." Aber das Schlimmste ist jedoch: "Unter dem Deckmantel >unabhängige Finanzberatung< plündern professionelle Abzocker die Konten ihrer Kunden. Der Verbraucher ist vor den Überredungskünsten der Verkaufsprofis von Lebensversicherungen, Bausparverträgen und Investmentfonds gesetzlich nicht geschützt."(93)

 

1.10. Zur Untergliederung oder die Fortsetzung der Geschichte

Bevor ich zu den Beispielen komme, möchte ich noch auf die Gliederung eingehen. Am besten ist dabei die Fortsetzung des Punktes "Aus der Geschichte".

Es war einmal oder mit anderen Worten: Mit dem Einproduktverkäufer fing alles einmal an. Die Firma X hatte zum Beispiel eine Versicherung, und diese Versicherung wurde durch die Mitarbeiter Y und Z verkauft. Das Buch "Spitzenverdiener in der Versicherungsbranche" beschreibt den Einproduktverkäufer wie folgt: "Die Mitarbeiter sind in der Lage, für dieses Produkt ein perfektes Beratungsgespräch beim Kunden zu führen, woraus dieser Bedarf, Nutzen und Vorteil erkennen kann." Doch im Laufe der Zeit kamen zu dem einen Produkt verschiedene weitere Produkte hinzu. So entstand dann der Einfirmenvertreter. Meines Erachtens dürfte einerseits der Einproduktverkäufer aus der Vergangen nicht mehr existieren. Auf der anderen Seite gibt es Unternehmen, die für sich selbst Kapital einsammeln z.B. für den Aufbau ihres Unternehmens. Hier bietet der Anbieter/Initiator (Vermittler) nur eine Beteiligung an seinem Projekt an. Also wäre dieser meines Erachtens eine Art "Einproduktverkäufer", da er nur an seinem Projekt interessiert ist, es zu vermitteln.

Die Einfirmenvertreter sind gebunden an ein Unternehmen und dürfen nur diese Angebote verkaufen. Dabei kann das Unternehmen verschiedene Angebote besitzen, zum Beispiel die gesamte Spannweite der Versicherungen, also von der Haftpflichtversicherung bis zur Gebäudeversicherung. Aber es können auch verschiedene Angebote des Finanzmarktes, beispielsweise das Bausparen, dazu zählen. Eben alles nur von einem Konzern (und seinen Partnern) oder einer Gruppe (z.B. Tochter- oder Schwesterunternehmen).

Das GVI-Verbraucherschutz-Buch schreibt zum Einfirmenvertreter: "Über 90% aller Vermittler und Vermittlungsgesellschaften im Finanz- und Versicherungsmarkt vermitteln ausschließlich oder überwiegend die Angebote einer einzigen Bank, Versicherungsgesellschaft, Bausparkassen- und Investment-Konzerns.... Erwarten Sie daher von solchen Abhängigen nie eine unabhängige Beratung. Auch der noch so seriös ausschauende "Berater" hinter einem vornehmen Bankschalter muß sie -dafür wird er bezahlt und ausgebildet einseitig informieren. Er will Ihnen >seine< Bankangebote verkaufen, sowie der abhängige Versicherungs- oder Bausparkassen-Vertreter nur >seine< Versicherungs- oder Bausparangebote verkaufen will."

Die Zeitschrift "Bank und Markt" schrieb im September 1995: "Während im Finanzdienstleistungsmarkt die Anteile der Fremdvermittler immer mehr steigen, ist 1994 der Absatz der Stammorganisationen von Bausparkassen und Versicherungen weiter gesunken. Mittlerweile dürften ca. 40 Prozent aller Versicherungsumsätze durch Makler, unabhängige Mehrfachagenten oder andere Vertriebsgesellschaften erzielt werden." Auch diese Tatsache zeigt, daß Einfirmenvertreter -auf lange Sicht gesehen- nicht überleben werden. Auf der anderen Seite ist der Einfirmenvertreter der ideale Ausgangspunkt, wenn man als Unternehmen in den großen Markt starten oder "eintauchen" möchte.

Im Buch >Chance Strukturvertrieb< heißt es schließlich: "Strukturvertrieb ist die härteste Arbeit. Nur wenn Sie den Willen aufbringen, mehr zu tun als jeder andere, werden Sie Erfolg haben." Dabei sind die "strukturierten Vertriebsformen ... in unserem Lande erst 30 Jahre alt. In den USA ziehen sie seit 80 Jahren außergewöhnliche Erfolge nach sich."(79) Die Kapitalanleger vertrauen mehr als 60 Milliarden Mark "in Deutschland jedes Jahr Allfinanzvertrieben an." Da dieses ein gigantisches Geschäft ist, "wollen die Geldinstitute nicht länger abseits stehen". Die Folge: "Seit über drei Jahren bietet die Deutsche Bank ihre Produkte über ihre Vertriebstochter Bonnfinanz an. Die Dresdner Bank sicherte sich die Dienste des Branchenprimus DVAG."(48) Die Zeitschrift >Mein Geld 12/95< beschreibt den Strukturvertrieb "Der Strukturvertrieb ist in mehrere Hierachiestufen gegliedert. Auf der untersten Ebene hat die Versicherungsvermittlung (meist durch nebenberufliche Mitarbeiter) oberste Priorität. Bei guten Verkaufsergebnissen können die Vermittler in weitere Stufen aufsteigen. Neben die Versicherungsvermittlung tritt dann eine Organisationsfähigkeit, wobei die Beteiligung an den Abschlüssen der betreuten Mitarbeiter erfolgt. Je höher die einzelne Stufe im Strukturvertrieb ist, desto geringer der Anteil der reinen Vermittlungstätigkeit und umso mehr gewinnt die Organisationsfähigkeit an Bedeutung."

Einmal anders ausgedrückt steht es in Spitze 3/94: "Strukturvertrieb ist -eine gute Auswahl, Ausbildung und Kontrolle der Vermittler vorausgesetzt- Spitze, wenn das Angebot Spitze ist. Strukturvertrieb ist das Letzte, wenn das Angebot das Letzte ist. Strukturvertrieb ist verbraucherfeindlich, wenn das Angebot verbraucherfeindlich ist. Strukturvertrieb ist verbraucherfreundlich, wenn das Angebot verbraucherfreundlich ist. Aber es kommt nicht darauf an zu behaupten, man sei der Beste und habe das Beste, sondern man muß schwarz auf weiß beweisen können, daß man Spitzenangebote verkauft. In direkt nachrechenbaren Bereichen wie Versicherungen dürfen nur die nachweislichen Nr. 1-Angebote vermittelt werden.... Lassen Sie sich bei Versicherungen vom Vermittler eine schriftliche >Zuviel-Geld-Zurück-Garantie< für den Fall geben, daß Sie nachweisen könnten, daß sich jedermann zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bei einem anderen, in ganz Deutschland mit Vermittlern tätigen Versicherer privat hätte günstiger versichern können. Wer das verweigert, gibt zu, daß er kein Spitzenangebot vertreibt. Vermittler, die Ihnen bei Versicherungen diese >Zuviel-GeldZurück-Garantie< geben, sollten Sie zusätzlich fragen: >Was empfehlen Sie mir, wenn ich in etwa sieben Jahren bauen will und in der Lage bin, monatlich soundsoviel Mark zu sparen?< Kommt dabei eine Kapital-Lebensversicherung und/oder ein Bausparvertrag heraus, dann wissen Sie Bescheid, was gespielt wird."

Den Soll-Zustand einer Bankberatung beschrieb die Zeitschrift >Mein Geld< (7/94): "Die anlegergerechte Beratung muß auf die persönlichen Verhältnisse des Kunden zugeschnitten sein. Sie hat sich daran auszurichten, ob das beabsichtigte Anlagegeschäft der sicheren Geldanlage dienen soll oder spekulativen Charakter hat. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, ob es sich bei dem Kunden um einen erfahrenen Anleger mit einschlägigem Fachwissen handelt und welches Anlageziel der Kunde verfolgt. Die Kenntnis von solchen Umständen kann die Bank aus langjährigen Geschäftsbeziehungen mit dem Kunden gewonnen haben. Verfügt sie nicht über entsprechendes Wissen, muß sie den Informationsstand und das Anlageziel des Kunden erfahren." Aber: "Realistischerweise ist daran zu zweifeln, ob wirklich jede Bankfiliale oder Sparkassenzweigstelle die Fachleute besitzt, die die Werbung verheißt. Zweites großes Manko ist die Abhängigkeit des Bank- oder Sparkassenberaters von Vorgaben des eigenen Hauses und das ungeschriebene Gesetz, nur Produkte des eigenen Hauses zu verkaufen, was oft zu Lasten der Qualität geht. Zudem sind Kreditinstitute Makler, die einen prozentualen Anteil am Umsatz und nicht am Gewinn des Kunden erhalten." (45) Der FOCUS (12/95) schreibt: "Die Banken löchern ihre Kunden mit einem Erfassungsbogen ... Der Anleger soll zum Beispiel sein Vermögen, Einkünfte und Ausgaben detailliert preisgeben." Die Ursache dabei liegt "im neuen Wertpapierhandelsgesetz, das seit Januar 1995 gilt. Es soll dafür sorgen, daß Anleger aufgeklärt und vor Verlusten bewahrt werden." Ein Beispiel für einen Fragebogen liegt in den Anlagen. (Anhang 10.1.1. Nr. 12)

Die Zeitschrift Capital 4/95 testete die Bankbranche. Aus der Analyse ging hervor, daß bei 63% der Kunden ein Hinweis auf Steuern, bei 59% der Kunden niedrige Gebühren, bei 59% der Kunden günstige Zinsen, bei 58% der Kunden ein Gespräch mit dem Fachmann, bei 57% der Kunden eine prompte Auskunft über Konditionen, bei 50% der Kunden eine schnelle Abwicklung, bei 50% der Kunden verständliche Verträge und bei 50% der Kunden Angebote von Konkurrenzprodukten wichtig sind.

Als im Jahr 1994 der erste Discountbroker, die Direkt Anlage Bank, ihre Geschäfte eröffnete, setzte eine Gründungswelle unter den deutschen Banken ein. Die Direktanlage Bank gehört zur Münchner Hypobank. Die Commerzbank gründete die Comdirekt Bank und die Deutsche Bank die Bank24. Alle Banken sind nur über Telefon, Fax und Brief erreichbar, dafür aber um bis zu 88% günstiger als die Filialinstitute. Beispielsweise gewann die Comdirekt Bank in den ersten 2 Monaten ca. 6000 Kunden. Die Zielrichtung aller Direktbanken ist die jüngere Generation. Ein Grund für die schnelle Akzeptanz der Banken sind die niedrigeren Gebühren.

Im Jahre 1925 gab es noch 1400 Privatbanken. Bei den Privatbanken liegt die Leitung der Bank in privaten Händen. Die Anzahl der privaten Banken in Deutschland sank von 88 zu Beginn des Jahres 1990 auf 67 bis zum August des Jahres 1995.

Die Mehrfachagenten oder/und die freien Makler können sich die Angebote, also Versicherungen oder Finanzen (z. B Kapitalanlagen) in der Regel selbst heraussuchen und sind von den Anbietern unabhängig.

Die echten Verbrauchervereine, die sich mittlerweile gegründet haben, haben sich auf die Verbraucherhilfe konzentriert und auf das Angebot von Versicherungen, die in der Regel den Vermittler "überflüssig" machen.

Auch große unabhängige Unternehmen haben sich im Finanz- und Versicherungsmarkt gebildet. In der Regel sind dies Dachgesellschaften, also Gesellschaften, die die Verwaltungsarbeit der unabhängigen Vermittler abnehmen und so die Vermittler betreuen. Die unabhängigen Betreuungsgesellschaften haben in der Regel eine große Anzahl von Unternehmen, deren Angebote (Versicherungen oder Kapitalanlagen) ihre dazu gehörenden Vermittler vermitteln dürfen. Alle diese unabhängigen Betreuungsgesellschaften oder Vereine sind weder Initiator eines "Produktes", d.h. z.B. Versicherungsanbieter, noch gibt es Umsatzabsprachen oder Fremdbeteiligungen an den Betreuungsgesellschaften. In der Regel vermitteln alle Vermittler dieser Gesellschaften >nur< deren "geprüfte" Produkte. Aber was das "geprüft" im Einzelnen heißt, ist in der Regel eine Frage des Standpunktes oder der entsprechenden Geschäftsführung.

An den Schluß habe ich 2 Alternativen gesetzt. Diese unterscheiden sich meines Erachtens zum Teil erheblich von der breiten Masse.

 

1.11. Zu den Beispielen gilt es zu beachten

In der Werbebroschüre "7x7 Tipps für mehr Erfolg" von der Firma DR Training und Beratung heißt es: "Schon die Indianer sagten: >Urteile nie über einen Menschen, wenn du nicht sechs Monde in seinen Mokassins gegangen bist< Gehen Sie in sein System, das heißt: Schauen Sie die Welt in seinen Augen an. Fühlen Sie mit seinen Gefühlen. Hören Sie mit seinen Ohren und so weiter, und dann versuchen Sie mit ihm zusammen dahin zu gehen, wo es richtig ist" Mit anderen Worten: Es wurde stets versucht die entsprechende Unternehmensphilosophie mit bestem Wissen wiederzugeben. Allen Unternehmen (außer den Verbrauchervereinen) habe ich eine Korrektur des aufgeschriebenen Textes (d.h. zu dieser befragten Firma) zugeschickt oder beim Folgetermin mitgebracht. Dadurch konnten inhaltliche Fehler meinerseits korrigiert werden und somit bei den entsprechenden Unternehmen inhaltliche Fehler -sofern sie mir aufgrund meiner Bitte mitgeteilt wurden- vermieden werden. Trotzdem übernehme ich keine Garantie für die richtige Wiedergabe und/oder die Vollständigkeit und/oder die Richtigkeit. Schließlich hatte nur ein äußerst kleiner Teil die Korrekturen rechtsverbindlich(!) unterschrieben. Bei den Vereinen habe ich mich auf deren Informationen bzw. Informationsmaterial beschränkt.

Zu dieser Diplomarbeit habe ich über 20 verschiedene Unternehmen und 2 Verbrauchervereine um Hilfe bezugnehmend auf Informationen befragt. Mir ging es dabei um Basisinformationen über das Unternehmen, also einfach ausgedrückt: Wer ist der Gesprächspartner, was hat er / macht er anders als die Konkurrenz und schließlich was versteht das befragte Unternehmen unter der >verbraucherorientierten Vermittlung<. Bei den Banken habe ich teilweise andere Schwerpunkte aus deren Angeboten ausgewählt. Ein Dankeschön an alle, die mir hier mit Ihren Informationen geholfen haben.

 

2. Einproduktverkäufer

Meines Wissens existieren die Einproduktverkäufer aus der Vergangenheit nicht mehr, da sie in der Regel schon weitere verschiedene "Produkte" im Angebot haben. Aus diesen dürfte schon der Einfirmenvertreter hervorgegangen sein.

Auf der anderen Seite, wenn man beispielsweise den BETEILIGUNGSBRIEF einige Zeit gelesen hat, erfährt man, daß es verschiedene Initiatoren von Kapitalanlagen gibt. Letzteres heißt, daß bestimmte Unternehmen Geld für eine geplante Investition benötigen. Oder die Firma X bringt einen neuen (ersten) Fonds heraus. In der Regel starten also diese "Vermittler" mit ihrem eigenen Produkt und verkaufen die ersten Beteiligungen als "Einproduktverkäufer".

9. Was ist nun mit der Umsetzung und Verwirklichung der >Idee der verbraucherorientierten Vermittlung< im Finanz- und Versicherungsmarkt?
9.1. Gibt es eine Umsetzung der >Idee der verbraucherorientierten Vermittlung< im Finanz- und Versicherungsmarkt?

Um den Markt zu analysieren, habe ich 22 verschiedenste Unternehmen angeschrieben und größtenteils danach auch befragt. Geht man nach den Antworten und Aussagen der befragten Unternehmen, Vermittler, Mehrfachagenten, Makler, Bezirksdirektoren oder Geschäftsführer, die alle vom Prinzip her bald gleich waren, arbeitet und/oder berät jeder -so haben sie es ausgesagt- individuell auf den entsprechenden Einzelfall bezogen und seines Erachtens nach seiner Philosophie eben "verbraucherorientiert". Ob dieses genauso bei den 36% der Unternehmen ist, die überhaupt nicht reagierten auf meine Bitte um Informationen, einen Gesprächstermin oder die Befragung ablehnten etc., ist mir unbekannt. ............ (Weiteres entfernt aufgrund des “Wandels der Zeit”) ............... 

Die Beantwortung dieser Frage ist eine Frage des Standpunktes. Für die einen ist die Unabhängigkeit vom Markt eine Voraussetzung. Bei den anderen ist sie in der Regel nicht zu 100% vorhanden. Die einen wollen dem Verbraucher einen bezahlbaren "Maßanzug" anziehen. Die anderen suchen nach einer Versorgungslücke, um sie zu schließen. Die nächsten verstehen die "Behandlung" des Kunden, so wie sie es gerade tun, als verbraucherorientiert. ............ (Weiteres entfernt aufgrund des “Wandels der Zeit”) ...

10.9. Bücherverzeichnis

Hans Dieter Meyer "Ratgeberlebensversicherung" Heyne-Verlag 6. Auflage
Hans Dieter Meyer " Versicherungsratgeberfär Geschäft und Beruf" Heyne Verlag -Prof. Dr. Ulrich Hirsch "Handbuch Bausparen" ECON-Verlag 2.Auflage
Heinrich Schiebe) "Bausparen -Hilfe zur Selbsthilfe"
Udo Paul "Chance Strukturvertrieb" Oesch-Verlag
Rüdiger Falken und Gerd Friede/ "Versichern aber wie" Rudolf Haufe Verlag STERNBUCH
Hans-Werner Thieltges "Der praktische Versicherungsratgeber" Mosaik Verlag (im Text als "Der praktische Versicherungsratgeber(2)"gekennzeichnet)
FroehIich/Talkenberger" Die Hohe Schule des Vermögensaufbaus" Möwe-Verlag
Talkenberger/König "Die besten Verkaufstechniken im Anlagebereich" Möwe-Verl.
Conradi/Talkerberger/Mehler "Spitzenverkäufer' 2.Aufl. Möwe-Verlag
Peter Doetsch "Guter Rat zu meinen Versicherungen" Deutscher Taschenbuch-Verlag -Detlef Pohl „Geldanlage ohne Risiko" Walhalla - Verlag
Christian Fälschte "Kursbuch Finanzen" Fischer Buch Verlag
Erhard Hübener "Erst denken dann Anlegen (Denken & Anlegen)" Rudolf Haufe Verlag
Karl-Werner Horn/ Rolf Ponzelet "Rente und Altersvorsorqunq -Wie Sie sich jetzt Ihre Ansprüche sichern" Mosaik-Verlag
Rolf Brandes "Der Bankleitfaden" ECON-Verlag 2.Auflage
Jürgen Gaulke "Kursbuch Altersvorsorge" Wirtschaft-Fischer-Verlag
Klaus Grosjean " Handbuch Banken" ECON Verlag
Susanne Kolls / Rudolf Marten "Der kritische Bankenratgeber" Südwest-Verlag (im Text der Diplomarbeit bzw. im Anhang kurz als "Bankenratgeber" bezeichnet.)
Günter Ogger "Das Kartell der Kassierer" Verlag Droemer Knaur
Sabine Weiden/Jörg Müller "Das große Haushaltssparbuch" Heyne-Verlag
Rene Klaus Grosjean >WRS-Reihe für den Chef "Umgang mit Banken"< Verlag Wirtschaft, Recht und Steuern
Michael Groos und Klaus Träger "Bank und Börse: So legen Sie Ihr Geld richtig an" Mosaik-Verlag -Stiftung Warentest: Ratgeber Geld: "Richtig Versichert"
Stiftung Warentest "test Jahrbuch 91"
Ulf Erik Dörr "Mein Geld und die Bank" 2. Aufl. Rentrop-Verlag
Losinski/Mehler "Spitzenverdiener in der Versicherungsbranche"
GVI "Stop dem >strafrechtlich geduldeten Taschendiebstahl< im Finanz- und Versicherungsmarkt -Verbraucherschutz-Buch-"
Friedrich Bräuninger, Manfred Hasenheck "Die Abzocker - Selbstbedienung in Wirtschaft und Politik" Econ-Verlag (In der Diplomarbeit kurz mit >GVI-Verbraucherschutzbuch< bezeichnet.)
Clauss Vanderborg "Der praktische Versicherungsratgeber" Orbis-Verlag
Staatsanwalt R. Weyand "Anlagebetrug was tun?" WRS-Verlag
Hermannus Pfeiffer "Die Macht der Banken" Campus Verlag
"Die Top 300 Dienstleistungsunternehmen" Band 2 DSV-Studenten-Verlag
Hans Dieter Meyer "Das Versicherunq(un)wesen -Ein Branche jenseits von Recht und Wettbewerb" Heyne-Verlag

 

10.10. Unternehmens- und Werbeinformationen

10 Jahre AKJ-Broschüre,
AKJ-Presse-Mitteilung vom 11.9.95,
Broschüre: "Deshalb ist eine GELD UND VERBRAUCHER-Mitgliedschaft eine lohnende Sache für Sie!" wurde im Text mit "GVI-Broschüre" verkürzt,
Werbeblatt der SVSK,
VSK: Schreiben an mich vom 10.2.94,
Finanz- und Versicherungsvermittleranalyse,
Analysebogen von PRO ALTERNATIVE,
GVI: "Wie schütze ich mich vor Falschberatung bei Geldanlagen, Sparverträgen, Versicherungen und Finanzierungen?,
BCA Top-News lll/94, 2/95,
Arbeits-/Werbematerial des VVV
BCA Broschüre "Der Weg zur richtigen Versicherung, Kapitalanlage und Finanzierung",
BCA Finanztelegramm 1/95,
BCA-Info "Die Welt der Finanzdienstleister',
Presseartikel "Deutschlands größte und modernste Maklerdatenbank" Werbebeilage der BCA,
Werbebeilage in der Sonderausgabe Finanzen 8/95 der BCA,
Werbeschreiben vom 26.8.95 der BCA,
Werbebroschüre des BCA >Erfolg steckt an<,
Werbeblatt des Gerlach-Report: des DFI Deutsches Finanzdienstleistungs-Informationszentrum GmbH, und der Versicherten: BdV-Broschüre (5.Aufl.), "Wie man sich richtig versichert und dabei viel Geld spart",
Infoblatt BdV Info EXTRA,
Bund der Versicherten: BdV-Broschüre (1.NEU-Aufl.), "Wie man sich richtig versichert und dabei viel Geld spart",
Bund der Versicherten: BdV-Broschüre (1.Aufl.): "Mitmachen! Der große Versicherungstest des Bundes der Versicherten",
BdV-Info Extra zu BdV-Gruppenversicherungen,
Presseinformation des VVV vom 8.7.94,
VVV-Satzung,
VVV-Berufsregeln,
Referat zur Pressekonferenz des VVV,
Geschäftsbericht der GVI von 1994/95,
Werbematerial des markt intern Verlages,
Werbematerial der GUB mbH,
Werbematerial des AWD,
Pressespiegel des AWD,
DR Training und Beratung: Werbebroschüre "7 x 7 Tipps für mehr Erfolg",
Geld+invest 8/95,
Allianz-Werbeinformation 2/95 "Für meine Kunden - Tipps und Informationen",

 

10.11. Zeitschriftenverzeichnis

Bild am Sonntag vom 29.9.91, 6.8.95, 13.8.95, 20.8.95, 3.9.95, 10.9.95 und 17.12.95,
Schwarzbuch Finanz- und Versicherungsmarkt (Loseblatt-Werk) GVI,
Geldberater (Loseblatt-Werk) Rentrop-Verlag,
Verbraucherschutzbuch (Loseblatt-Werk) GVI,
Dresdner Neueste Nachrichten,
Spitze,
BETEILIGUNGSBRIEF,
Der informationsfinder,
Kapitalforum,
Finanzpunkt,
DM,
Capital,
Guter Rat,
manager-magazin,
impulse,
kapital markt intern,
BdV-Info,
VVV-Telegramm,
Wirtschaftswoche,
cash,
Wirtschaft,
test,
Die Zeit,
USA Journal,
FINANZWELT,
Finanztest,
test & rat,
Spiegel,
focus,
!forbes,
Mein Geld.

10.12. Quellenverzeichnis

Aus dem Buch "Ratgeber Lebensversicherung" sind die Zitate: 1, 35,
Aus dem Buch "Die Macht der Banken" ist das Zitat: 6,
Aus dem Buch "Das Kartell der Kassierer" sind die Zitate: 10, 83, 88, 89,
Aus dem Buch "Bank und Börse: So legen sie ihr Geld richtig an" ist das Zitat: 12,
Aus dem Buch "Die besten Verkaufstechniken im Anlagebereich" ist das Zitat: 30,
Aus dem Buch "Die Abzocker' sind die Zitate: 37, 38,
Aus dem Buch "Der praktische Versicherungsratgeber" sind die Zitate: 55, 56,
Aus dem Buch "Handbuch Bausparen" ist das Zitat: 74,
Aus dem Buch "Die Hohe Schule des Vermögensaufbaus" ist das Zitat: 53,
Aus dem Buch "Verbraucherschutz-Buch" sind die Zitate: 43, 50, 65,
Aus dem Buch "Kursbuch Finanzen" ist das Zitat: 27,
Aus dem Buch "Spitzenverkäufer" ist das Zitat: 32,
Aus dem Buch "Der praktische Versicherungsratgeber(2)" ist das Zitat: 51,
Aus dem Buch "Kursbuch Altersvorsorge" ist das Zitat: 62,
Aus dem Buch "Lebensversicherung im Vergleich" ist das Zitat: 63,
Aus dem Buch "Das Versicherung(un)wesen..." sind die Zitate: 29, 41, 47, 49, 97,

Aus der Zeitschrift "Mein Geld" 9/93 sind die Zitate: 87, 86,
Aus der Zeitschrift "Mein Geld" 3/94 ist das Zitat: 45,
Aus der Zeitschrift "Mein Geld" 2/95 ist das Zitat: 2,
Aus der Zeitschrift "Mein Geld" 5/95 ist das Zitat: 7,
Aus der Zeitschrift "Mein Geld" 7/95 ist das Zitat: 93,
Aus der Zeitschrift "KapitaIFORUM 4/94 ist das Zitat: 90,
Aus der Zeitschrift "KapitaIFORUM 8/95 ist das Zitat: 91,

Aus der Zeitschrift "Spitze" 3/93 sind die Zitate: 36, 61, 75, 76,
Aus der Zeitschrift "Spitze" 4/93 sind die Zitate: 3, 34, 46, 66, 67,
Aus der Zeitschrift "Spitze" 5/93 ist das Zitat: 33,
Aus der Zeitschrift "Spitze" 1/94 ist das Zitat: 44,
Aus der Zeitschrift "Spitze" 2/94 sind die Zitate: 70, 71,
Aus der Zeitschrift "Spitze" 3/94 ist das Zitat: 72,
Aus der Zeitschrift "Spitze" 4/94 ist das Zitat: 23,
Aus der Zeitschrift "Spitze" 5/94 sind die Zitate: 5, 8, 9, 14,
Aus der Zeitschrift "Spitze" 6/94 ist das Zitat: 31,
Aus der Zeitschrift "Spitze" 3/95 ist das Zitat: 13,
Aus der Zeitschrift "Spitze" 4/95 ist das Zitat: 4,
Aus der Zeitschrift "Spitze" 5/95 ist das Zitat: 18,
Aus der Zeitschrift "Spitze" 5/95 ist das Zitat: 100,

Aus der Zeitschrift "Capital" 10/93 sind die Zitate: 92, 95,
Aus der Zeitschrift "Capital" 5/94 ist das Zitat: 81,
Aus der Zeitschrift "Wirtschaft" 7/95 ist das Zitat: 94,
Aus der Zeitschrift "DM" 6/95 ist das Zitat: 48,
Aus der Zeitschrift "cash spezial" 6/95 ist das Zitat: 79,
Aus der Zeitschrift "FINANZWELT' 5/94 sind die Zitate: 39,28
Aus der Zeitschrift "Finanzpunkt" 1/94 sind die Zitate: 68, 69, 77,
Aus dem "BETEILIGUNGSBRIEF" 3/92 ist das Zitat: 78,
Aus der Zeitschrift "FOCUS" 3/95 ist das Zitat: 82,

Aus der BCA-Werbebroschüre "Der Weg zur richtigen Versicherung, Kapitalanlage und Finanzierung" ist das Zitat: 11,
Aus der GVI-Werbebroschüre "Deshalb ist eine GELD UND VERBRAUCHER-Mitgliedschaft eine lohnende Sache für Sie!" sind die Zitate: 16,19, 20, 21, 22,
Aus der "GVI-Werbebroschüre° sind die Zitate: 52, 54, 57, 58, 64,
Aus der "BDF-Kaufmann-Werbung" sind die Zitate: 42, 60,
Aus der BdV-Broschüre (5.Aufl.), "Wie man sich richtig versichert und dabei viel Geld spart" ist das Zitat: 26,
Aus der Werbebroschüre "7 x 7 Tipps für mehr Erfolg" sind die Zitate: 98, 99,

Aus dem Infoblatt BdV Info EXTRA ist das Zitat: 25,
Aus dem Werbeblatt der SVSK ist das Zitat: 15,
Aus dem Schreiben der SVSK vom 10.2.94 an mich ist das Zitat: 17,
Aus dem GVI-Bericht 94/5 ist das Zitat: 24,
Aus dem Schreiben der AKJ vom 25.10.95 an mich ist das Zitat: 40,
Aus der Allianz-Werbeinformation 2/95 "Für meine Kunden - Tipps und Informationen" ist das Zitat: 59,
Zitatübernahme der Zeitschrift Spitze 6/95 vom Anlegerschutzdienst kapital markt intern ist das Zitat: 73,

Aus unbekannten Quellen sind die Zitate 84, 96.

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