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Kleinspecht, lat. Dendrocopos minor, Linnaeus, 1758
Die Kleinspechte sind im allgemeinen in Europa, bis Ostasien, Nordwestafrika (Dierschke: „1000 Vögel“) oder Europa, ausgenommen dem Norden (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder „Nordwestafrika und fast ganz Eurasien“ („rororo Tierlexikon“(in 5 Bänden, Band 3 (Vögel)) 1969) oder „Europa bis Ostasien“ (Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 1 (A-L)“ (1981)) oder Europa, ausser Island, bis in die borale „Waldzone Asiens bis Kamtschatka“ (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) oder „Europa ausser Island, Irland, dem Norden Grossbritanniens, den grössten Teil der Iberischen Halbinsel sowie den Mittelmeerinseln“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder Südwesteuropa, „Grossbritannien, über ganz Asien bis Japan“ (Puchta, Richartz: „Steinbachs grosser Vogelführer“ (2006)) oder Europa, Asien, bis Japan (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)) oder „Westeuropa bis Kamtschatka, in Nordkorea, Japan, im Iran und der Mandschurei“ (FALKE 04/2022) verbreitet.
Es werden aufgrund des Verbreitungsgebietes 13 Unterarten („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3); Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014); Puchta, Richartz: „Steinbachs grosser Vogelführer“ (2006); Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997); Barthel, Barthel, Bezzel, Eckhoff, van der Elzen, Hinkelmann, Steinheimer: „Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen“, 2021) oder 11 Unterarten (FALKE 04/2022) unterschieden.
Die Unterart Dendrocopos minor hortorum (Brehm, 1831) ist genaugenommen in Kontinentaleuropa (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014)) oder Zentraleuropa (Barthel, Barthel, Bezzel, Eckhoff, van der Elzen, Hinkelmann, Steinheimer: „Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen“, 2021) oder in Mitteleuropa (FALKE 04/2022) verbreitet.
Man findet aber auch, dass in Deutschland die Unterart Dendrocopos minor hortorum als Standvogel verbreitet ist (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) oder die Kleinspechte „bei uns heimischen Unterart hortorum verbleiben das ganze Jahr im Brutgebiet“ (FALKE 04/2022). Andererseits findet man auch, dass die „weiter nördlich und östlich“ brütenden Kleinspechte „nach Mitteleuropa und ans Schwarze Meer“ zur Überwinterung ziehen (FALKE 04/2022).
Die Unterart Dendrocopos minor comminutus (Hartet, 1907) ist genaugenommen in England, Wales (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014); Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997); Barthel, Barthel, Bezzel, Eckhoff, van der Elzen, Hinkelmann, Steinheimer: „Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen“, 2021) oder den Britischen Inseln (FALKE 04/2022) verbreitet.
Die Unterart Dendrocopos minor minor (Linnaeus, 1758) ist genaugenommen in Skandinavien bis zum Ural (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014)) oder Skandinavien, Nordostpolen, bis zum Ural (Barthel, Barthel, Bezzel, Eckhoff, van der Elzen, Hinkelmann, Steinheimer: „Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen“, 2021) oder Nord- und Osteuropa (FALKE 04/2022) verbreitet.
Die Unterart Dendrocopos minor kamtschatkensis (Malherbe, 1860) ist genaugenommen im Ural bis in die Nordmongolei (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014)) oder Ural bis Ochotskisches Meer, Nordmongolei (Barthel, Barthel, Bezzel, Eckhoff, van der Elzen, Hinkelmann, Steinheimer: „Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen“, 2021) verbreitet.
Die Unterart Dendrocopos minor immaculatus (Stejneger, 1884) am Anadyr-Tiefland, Kamtschatka (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014); Barthel, Barthel, Bezzel, Eckhoff, van der Elzen, Hinkelmann, Steinheimer: „Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen“, 2021) verbreitet.
Die Unterart Dendrocopos minor amurensis (Buturlin, 1908) ist genaugenommen am Mündungsbecken des Amurs, Nordostchina, Nordostkorea, Sachalin, Hokkaido (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014)) oder Nordostchina, Sibirien, Korea, Hokkaido (Barthel, Barthel, Bezzel, Eckhoff, van der Elzen, Hinkelmann, Steinheimer: „Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen“, 2021) verbreitet.
Die Unterart Dendrocopos minor buturlini (Hartert, 1812) ist genaugenommen auf der Iberischen Halbinsel, Südfrankreich, Italien, Balkan (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014)) oder Südeuropa (Barthel, Barthel, Bezzel, Eckhoff, van der Elzen, Hinkelmann, Steinheimer: „Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen“, 2021) im westlichen Mittelmeerraum (FALKE 04/2022) verbreitet.
Die Unterart Dendrocopos minor ledouci (Malherbe, 1855) ist genaugenommen in Nordostalgerien, Nordwesttunesien (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014)) oder Nordwestafrika (Barthel, Barthel, Bezzel, Eckhoff, van der Elzen, Hinkelmann, Steinheimer: „Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen“, 2021) verbreitet.
Die Unterart Dendrocopos minor danfordi (Hargitt, 1833) ist genaugenommen in Griechenland, europäische Türkei (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014)) oder Zentral- und Ostgriechenland, Türkei (Barthel, Barthel, Bezzel, Eckhoff, van der Elzen, Hinkelmann, Steinheimer: „Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen“, 2021) oder im östlichen Mittelmeerraum (FALKE 04/2022) verbreitet.
Die Unterart Dendrocopos minor colchicus (Buturlin, 1908) ist genaugenommen imKaukasus, Transkaukasien, ausgenommen dem Südosten (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014)) oder Kaukasus, Transkaukasien (Barthel, Barthel, Bezzel, Eckhoff, van der Elzen, Hinkelmann, Steinheimer: „Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen“, 2021) verbreitet.
Die Unterart Dendrocopos minor quadrifasciatus (Radde, 1884) ist genaugenommen in Südosttranskaukasien (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014)) oder Südostaserbaidschan (Barthel, Barthel, Bezzel, Eckhoff, van der Elzen, Hinkelmann, Steinheimer: „Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen“, 2021) verbreitet.
Die Unterart Dendrocopos minor hyrcanus (Zarudny & Bilkevitch, 1913) ist genaugenommen in Nordiran (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014); Barthel, Barthel, Bezzel, Eckhoff, van der Elzen, Hinkelmann, Steinheimer: „Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen“, 2021) verbreitet.
Die Unterart Dendrocopos minor morgani (Zarudny & Loudon, 1904) ist genaugenommen in Nordwestiran (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014); Barthel, Barthel, Bezzel, Eckhoff, van der Elzen, Hinkelmann, Steinheimer: „Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen“, 2021) verbreitet.
Die Kleinspechte leben in den Laubwäldern, „Parks, Gärten“ (Dierschke: „1000 Vögel“) oder in den lichten Laub- und Mischwäldern, Auwäldern, Parks, Obstkaumkulturen (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder in den dichten Laub- und Mischwäldern, Parks, grossen Obstgärten („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder in der „Waldzone der Paläarktis“ (Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019)).
Dabei halten sich die Kleinspechte „oft in den Kronen von Laubbäumen“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder „vorwiegend in den Baumkronen“ (Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder „häufig in den Baumkronen“ (VÖGEL 04/2021) oder „meist recht versteckt im Kronenbereich der Bäume“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder „zumeist im hohen Wipfelbereich“ („rororo Tierlexikon“(in 5 Bänden, Band 3 (Vögel)) 1969) oder oft „hoch oben in den Kronen der Bäume“ (Ruge: „Entdecke die Spechte“ (2016)) auf.
Im Rahmen des Citizen Science-Projekts zum Kleinspecht wurden zwischen 2021 bis 2023 „in Bayern und Hessen auf 248 Routen mit Hilfe von Klangatrappen“ „insgesamt 828 Beobachtungen“ zusammengetragen, wobei auch herauskam, dass die Höhe der Bruthöhlen zwischen 5 bis 25m beträgt, dass von 30 untersuchten Brutpaaren „während der höhreren Temperaturen im Jahr 2022 mehr Bruten (24) erfolgreich waren“, dass „die Brut zu 95 Prozent erfolgreich“ war, wenn, „mehr als 20“ abgestorbene „Bäume in Sichtweite um die Bruthöhle“ waren (LBV magazin (04/2024)).
Der Bestand der Kleinspechte in Europa wird 450.000 bis 1.100.000 Paaren (FALKE 04/2022) angegeben.
Der Bestand der Kleinspechte in Mitteleuropa wird mit 60.000 bis 140.000 Brutpaaren (Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)) angegeben.
Der Bestand der Kleinspechte in Österreich wird mit 2.200 bis 4.500 Brutpaaren (Pühringer, Sulzbacher „... Nationalpark Kalkalpen ... “: Nationalpark Kalkalpen: Jahrestagung der Arbeitsgruppe Spechte … 2009 (1. Aufl. 03/2011)), mit 2.000 bis 4.000 Paaren (Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)) angegeben.
Der Bestand der Kleinspechte in Oberösterreich wird mit 100 bis 300 Brutpaaren (Pühringer, Sulzbacher „... Nationalpark Kalkalpen ... “: Nationalpark Kalkalpen: Jahrestagung der Arbeitsgruppe Spechte … 2009 (1. Aufl. 03/2011)) angegeben.
Der Bestand der Kleinspechte in der Schweiz wird mit 2.500 bis 3.000 Paaren (Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)) angegeben.
Der Bestand der Kleinspechte in Luxemburg wird mit 250 bis 500 Paaren im Jahr 2015 (Klein: „Specht-Monitoring in Luxemburg“ (Lanius 36 (2016)); Froehlich-Schmitt: „Spechte im Saarland …“ (Lanius 36 (2016))) angegeben.
Für eine Untersuchung des Bruterfolgs des Kleinspechts in Grossbritannien wurden „331 Bruten zwischen 1949 bis 2019“ ausgewertet, wobei herauskam, dass die Kleinspechte den Legebeginn „um 13 Tage“ vorverlegt haben, was zum teilweisen verhungern der Jungvögel führt, „da die zeitliche Abstimmung zwischen Brutbeginn und Nahrungsverfügbarkeit durcheinander gerät“, so dass „zwischen 2000 und 2019“ bei „früh im Jahr begonnenen Bruten mehr“ Jungvögel ausflogen als aus später begonnen Bruten (FALKE 10/2020).
Der Bestand der Kleinspechte in Deutschland wird mit 10.000 bis 30.000 Paaren (Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)) oder mit etwa 30.000 Brutpaaren (NABU, LBV: „Der Grünspecht, Vogel des Jahres 2014“) oder mit 25.000 bis 41.000 Brutpaaren (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014); DDA: „Vögel in Deutschland“: 2013; Weiss: „ Spechte in Nordrhein-Westfalen ...“ (Charadrius 2017 (Heft 1-2))) oder mit mit 22.000 bis 37.000 Revieren (Brutbestand in Deutschland in den Jahren 2011–2016: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2019: Übersichten zur Bestandssituation); FALKE 04/2022) oder mit 37.000 bis 60.000 Revieren (Bestand: 2017-2022: „Vögel in Deutschland: Bestandssituation 2025“) angegeben.
Der Bestand der Kleinspechte in Nordrhein-Westfalen wird mit 3.000 bis 4.700 Brutpaaren (Weiss: „ Spechte in Nordrhein-Westfalen ...“ (Charadrius 2017 (Heft 1-2))) angegeben.
Der Bestand der Kleinspechte im Nationalpark Kellerwald-Edersee wird mit 17 Nachweisen im Jahr 2004, 12 Nachweisen im Jahr 2020 (FALKE 02/2023) angegeben.
Der Bestand der Kleinspechte im Nationalpark Hainich / Thüringen wird im Jahr 2014 mit 8 bis 10 Brutpaaren (Henkel, Schacky: „Specht-Monitoring 2005 bis 2015 im Nationalpark Hainich / Thüringen“ (Charadrius 2017 (Heft 1-2))) oder mit 10 Brutpaaren (Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“) angegeben.
Der Bestand der Kleinspechte im „130ha grossen Eichenwald am nordöstlichen Harzrand bei Ballenstedt“ wird mit 3 Revierpaaren im Jahr 1996, mit einem Revierpaar im Jahr 2004 (FALKE 05/2006, S.156) angegeben.
Der Bestand der Kleinspechte im EU-Vogelschutzgebiet „Hessisches Ried mit Kühkopf-Knoblochsaue“ wird mit 35 bis 40 Revieren (FALKE 08/2011, S.338) angegeben
Der Bestand der Kleinspechte im Saarland wird mit 250 bis 500 Brutpaaren (Froehlich-Schmitt: „Spechte im Saarland ...“ (Lanius 36 (2016))) angegeben.
Der Bestand in Süddeutschland ist „in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)).
Die Oberseite ist schwarz, weiss gebändert (Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 1 (A-L)“ (1981)) oder „lebhaft schwarz-weiss gebändert“ („rororo Tierlexikon“(in 5 Bänden, Band 3 (Vögel)) 1969).
Man findet auch, dass der Rücken „dunkel und schwarzweiss gebändert“ ist (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder schwarz, weiss quergebändert (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer“ (2011)) oder gestreift ist (Ruge: „Entdecke die Spechte“ (2016)) oder dunkel quergebändert ist (naturgucker: 28: Januar/Februar 2017) oder weiss quergebändert ist (Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997); VÖGEL 04/2021) oder schwarzweiss gebändert ist (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006); Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“). Des Weiteren wird angegeben, dass der „oberer Teil des Mantels und der Schultern“ schwarz ist , wobei dann „die übrigen Schulter- und Rückenfedern“ weiss quergebändert sind (Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)), dass die „untere Rückenpartie gebändert“ ist („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)).
Die Unterseite ist weisslich („rororo Tierlexikon“(in 5 Bänden, Band 3 (Vögel)) 1969) oder die Unterseite ist weisslich, „dunkel gestrichelt“ (naturgucker: 28: Januar/Februar 2017; VÖGEL 04/2021) oder die „Unterseite ist gräulich weiss, an der Brust schwach gelbbräunlich“ (Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)). Man findet auch, dass die Brust schwarz längsgestreift ist (Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)), dass der Bauch bräunlichgrau ist („rororo Tierlexikon“(in 5 Bänden, Band 3 (Vögel)) 1969).
Die Flanken sind schwarz längsgestreift (Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)) oder wenig dunkel gestrichelt („rororo Tierlexikon“(in 5 Bänden, Band 3 (Vögel)) 1969).
Die Augen sind rotbraun (Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)) oder bei den Jungvögeln „hell braungrau“, „später rotbraun“ und dann bei den Altvögel „dunkel karminrot“ (Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)).
Der Kopfseitenstreif ist schwarz und geht nicht bis zum Scheitel (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer“ (2011)) oder „zwischen dem schwarzen Wangenstreif und dem Nacken“ sind die Kopfseiten weiss (VÖGEL 04/2021).
Der Scheitel des Männchens ist rot (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); Ruge: „Entdecke die Spechte“ (2016); Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003); Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013); Puchta, Richartz: „Steinbachs grosser Vogelführer“ (2006)) oder die Kopfplatte ist rot („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3); Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 1 (A-L)“ (1981); Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006); Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)) oder die Kopfplatte ist leuchtend rot (FALKE 04/2022) oder die Sirn ist rot (Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“) oder der Scheitel ist karminrot („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder der Scheitel ist rot und schwarz eingefasst (FALKE 06/2008, S.215; Svensson: „Der Kosmos Vogelführer“ (2011); naturgucker: 28: Januar/Februar 2017; VÖGEL 04/2021) oder die Scheitelkappe ist mattrot und schwarzgerahmt („rororo Tierlexikon“(in 5 Bänden, Band 3 (Vögel)) 1969)
Der Scheitel des Weibchens ist schmutzigweiss (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder der Scheitel ist weiss („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder der Vorderscheitelfleck ist schmutzigweiss, schwarz eingefasst (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer“ (2011)) oder die Kopfplatte ist bräunlichweiss („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3)) oder „auf einigen Kopffedern“ befinden sich „manchmal höchstens rote Spitzen“ (Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)). Man findet des Weiteren, dass die Stirnplatte weiss ist (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)) oder dass die Stirn weisslich ist (Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“).
Die Grösse beträgt 14cm (Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 1 (A-L)“ (1981)) oder 14,5cm („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); „rororo Tierlexikon“(in 5 Bänden, Band 3 (Vögel)) 1969) oder 14 bis 15cm (Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013); Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003); Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)) oder 15cm (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder 14 bis 16cm (Dierschke: „1000 Vögel“; Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014); Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019); FALKE 04/2022; LBV magazin (04/2024)) oder 14 bis 16,5cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer“ (2011); naturgucker: 28: Januar/Februar 2017; VÖGEL 04/2021) oder 16cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3)).
Zum Trommelwirbel des Kleinspechts findet man die Wirbeldauer von 1 bis 2 Sekunden, 15 bis 30 Schläge je Trommelwirbel und 10 bis 15 Trommelwirbel in der Minute (VÖGEL 01/2006).
Die Kleinspechte trommeln und rufen „das ganze Jahr“, „vermehrt vor der eigentlichen Brutzeit und im Herbst“, jedoch nicht „von August und September“ (FALKE 04/2022).
Für die Auswahl des Standortes des Höhlenbaums ist „ein hoher Anteil an stehendem Totholz sowie die Nähe zu Wasser“ „von Bedeutung“ (LBV Forschungsbericht 2024).
Die „Bruthöhlen werden meistens in totem Morschholz angelegt, nicht selten auch in relativ dünnen Seitenästen“ (Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“) oder befinden sich „in einen morschen Baumstamm oder Ast – in Bodennähe oder in 20m Höhe“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder befinden sich „in weichen oder morschen Laubbäumen“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder befinden sich „in weichem Totholz oft in Seitenästen“ (Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019)) oder befinden sich „meist in einen Seitenast“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder befinden sich in weichem oder morschem oder totem Holz, in alten Laubbäumen, „wie Weiden, Pappeln, Erlen, Birken, Rosskastanien, Eschen, Obstbäumen“, in morschen oder faulen Harthölzer, wie Eichen, Buchen, „nur ganz selten“ in Nadelbäumen (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)) oder befinden sich „in Stämmen oder Ästen von Weichhölzern, Obstbäumen oder weissfaulen Buchen, toten Baumstümpfen und dürren Ästen in Eichen in Höhen von 1-25m“ (Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)) oder sind „in morschem oder totem Holz von Laubbäumen“ in einem Seitenast „auf der Unterseite“ mit einem Einflugloch von „nur etwa 32mm im Durchmesser“ (FALKE 04/2022).
Die Höhlen sind selbstgemeiselt (Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 1 (A-L)“ (1981)) oder gemeiselt („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder selbstgezimmert (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); FALKE 04/2022) von beiden („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); FALKE 04/2022) oder von „Männchen und Weibchen“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003) ) oder von „Männchen und Weibchen“, wobei der „der Arbeitsanteil des Männchens grösser als der des Weibchens“ ist (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)).
Die Kleinspechte beginnen mit dem Höhlenbau Anfang bis Mitte April, sind „mitunter nach 12-16 Tagen“ fertig (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)) oder in „etwa ein bis zwei Wochen“ fertig (Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)) oder „nach etwa zwei Wochen“ ist „die kleine Brutkammer“ fertig (FALKE 04/2022). Man findet des Weiteren, dass Kleinspechte „nicht selten“ „mehrere Höhlen hintereinander“ anlegen, „bis eine als Bruthöhle dient“ (Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)). Es wird auch angegeben, dass die Höhlen mitunter „auch im Herbst und Winter“ gebaut werden (FALKE 04/2022). Die Besetzung der Brutreviere erfolgt ab Dezember, „hauptsächlich jedoch zwischen Februar und Mai“ FALKE 04/2022).
Das Weibchen legt 4 bis 6 glänzendweisse Eier („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder 5 bis 6 weissglänzende Eier (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder 4 bis 6 Eier (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder 5 bis 6 Rier („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3)) oder 4 (5 bis 6) Eier (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)) oder „(4)5-6“ Eier (Südbeck, Andretzke, Fischer, Gedeon, Schikore, Schröder & Sudfeldt: „Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands“, 2005) oder 5 bis 6 rein weiss glänzende Eier (Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)) oder 5 bis 7 weisse Eier (FALKE 04/2022) oder 6 bis 9 Eier, durchschnittlich 5 bis 6 (LBV magazin (04/2024, S.38, 39)) oder bis zu 9 Eier (Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019)). Man findet aber auch, dass Kleinspechtweibchen „manchmal Eier in den Höhlen von zwei Männchen, also zweimal fünf oder gar sechs Eier“ legen (Ruge: „Entdecke die Spechte“ (2016)).
Beide Altvögel brüten („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997); FALKE 04/2022; Südbeck, Andretzke, Fischer, Gedeon, Schikore, Schröder & Sudfeldt: „Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands“, 2005) die Eier aus.
Ausgebrütet sind die Eier in 10 bis 12 Tagen (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006); Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“; Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)) oder „(9)10-11(12)“ Tagen (Südbeck, Andretzke, Fischer, Gedeon, Schikore, Schröder & Sudfeldt: „Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands“, 2005) oder 9 bis 12 Tagen (FALKE 04/2022) oder 11 bis 12 Tagen (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder 12 Tagen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3)) oder etwa 14 Tagen (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)).
Die jungen Kleinspechte sind flügge mit 18 Tagen (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder mit 3 Wochen (Dierschke: „1000 Vögel“) oder mit 21 Tagen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)) oder mit 18 bis 20 Tagen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3)) oder mit „(19)21-25“ Tagen (Südbeck, Andretzke, Fischer, Gedeon, Schikore, Schröder & Sudfeldt: „Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands“, 2005) oder mit 19 bis 21 Tagen (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)) oder mit 3 Wochen (Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“).
Es konnte dokumentiert werden, dass Kleinsprechte „bei Anwesenheit eines Buntspechts“ „zeitweise vorsichtiger und“ verzögerter Füttern, da Buntspechte als Nesträuber gelten (LBV Forschungsbericht 2024).
Es werden durchschnittlich 3 bis 4 Jungvögel flügge (LBV magazin (04/2024)).
Es konnte dokumentiert werden, dass die Männchen „in der Endphase häufig allein die Versorgung der Jungvögel“ übernehmen (LBV Forschungsbericht 2024).
Die jungen Kleinspechte werden dann noch weitere 1 bis 2 Wochen (Dierschke: „1000 Vögel“) oder „noch 8 bis 14 Tage“ (Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“; Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)) oder „noch bis zu 14 Tage“ (FALKE 04/2022) oder 14 bis 28 Tage (Südbeck, Andretzke, Fischer, Gedeon, Schikore, Schröder & Sudfeldt: „Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands“, 2005) betreut.
Geschlechtsreif sind die Jungvögel zum Ende des ersten Jahres (Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“; Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)).
Die Kleinspechte leben in einer „Einehe (Saison, auch Dauerehe)“ (Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)).
Die Nahrung suchen die Kleinspechte „meist in den Baumwipfeln“ (Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)). Zur Nahrung selbst zählen „vor allem Insekten“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder „meist Larven und Puppen von Käfern, Kleinschmetterlingen, Gallwespen, Fliegen und Spinnen; auch Johannisbeeren und Himmelsbeeren; im Winter auch Sämereien an Vogelfutterplätzen“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder im Winter hauptsächlich Raupen, Puppen, „im Holz lebende Insekten“ (FALKE 04/2022).
Ein Höchsalter von 6 Jahren aufgrund einer Beringung konnte festgestellt werden (Blume, Tiefenbach: "Die Buntspechte", NBB 315 (1997)).
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